Einträge mit dem Tag ‘Janelle Monáe’


Hidden Figures? Schräger Schinken!

30. August 2017 von Gastautor_in
Dieser Text ist Teil 34 von 35 der Serie Die Feministische Videothek

Pasquale Virginie Rotter ist Erziehungswissenschaftlerin, Empowermenttrainerin, Performerin und Autorin. Sie lebt in Berlin und schreibt am liebsten über den Schwarzen Körper in sexistischen und rassistischen Machtverhältnissen. Pasquale fragte sich nach Hidden Figures: „Wenn wir so Kick Ass sind, warum zum Teufel sind wir eigentlich (noch) unterdrückt?“ und schluckte dabei ein, zwei Tränen.

Ja ja, die drei Protagonistinnen aus Hidden Figures sind empowernd und allet! Doch, dass Schwarze Frauen* intelligent sind, ass kicken, cool sind, schlau sind, schön sind, schlagfertig sind, Mütter sind, Style sind, Ehrgeiz sind, Überlebende sind und überhaupt – das wusste ich schon vorher. Doch das hab‘ ich nicht aus Hollywoodfilmen gelernt, sondern mir hart erarbeitet. Möglicherweise ist dieser Film für die U.S.A auf einer repräsentativen und anerkennungskulturellen Ebene ja wirklich räwolüssionär. Vielleicht. Obwohl nein, schließlich hat er ja auch jede Menge Geld eingebracht und vermutlich nicht ’nem black owned business oder Schwarzen Widerstandsbewegungen.

Auch sonst war vieles an diesem Film sehr sehr schräg. Dass alle weißen Typen blond oder zumindest dunkelblond sind, zum Beispiel. Die Uniformiertheit of the white supremacists. Außer der Böse der ersten Stunde, der hat dunkle Haare, eh klar. Oder dieser fesche Astronaut, der farbenblinde Sunnyboy der Erzählung, der die Geschichte in der er mitspielt nicht peilt und seine Rakete erst startet, wenn „the girl“ – er sagt ja explizit nicht „colored“ – nochmal die Berechnungen überprüft hat. Oder dieser Moment, als der Oberheini mit der Brille (O Kevin! my Costner. Standing by Black women* since 1992. Where would we actually be without you?), der die zentrale Heldin der Erzählung noch im letzten Moment in die Kommandozentrale reinholt, damit auch sie ein Krümelchen vom Testosteronglückskuchen bekommt, während der Phallus ins All startet. Meine Güte.

http://nalianova.tumblr.com/post/157481983301

Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren darüber: Ist einfach die Realität die der Film beschreibt schräg? Nämlich die historische Realität der patriarchal geprägten Rassentrennung in den USA der frühen 60er Jahre und die historische Realität des kalten Krieges im All aka Space Race? Oder ist die Art und Weise, wie diese Geschichte erzählt wird einfach schräg? Ok, beides.

Die Krönung der Schrägheit jedenfalls war eindeutig die White Saviour-Szene vom Oberheini. So schräg, dass sie kippte und ich laut lachen musste. Die zentrale Heldin fühlt sich diesmal aber wirklich schlecht behandelt. Sie haut auf den Putz und der Oberheini erfährt dadurch, dass es keine „Colored Ladies“-Rooms in seinem Gebäude gibt. Oder erfährt er dadurch erst, dass es überhaupt „Colored Ladies“-Rooms in seiner Welt gibt? Nichts genaues weiß man. Wer den ganzen Tag in der NASA-Zentrale hinter Glas sitzt, dem entgeht vermutlich so einiges. Jedenfalls rastet er komplett aus und rammt vor versammelter Belegschaft inklusive Securitytypen, der natürlich nicht einzuschreiten wagt, mit einer Brechzange das ziemlich hartnäckige „Colored Ladies Room“-Schild vom Toiletteneingang. Und faselt dann irgendwas von: „Nix da, Frauenpippi ist Frauenpippi bzw. Frauenpippi hat keine Farbe. Hier gehen alle Frauen gefälligst auf dasselbe Klo.“ Meine Güte.

http://ridleydaisy.tumblr.com/post/161212293739/hidden-figures-2016-dir-theodore-melfi

Wie gesagt, ich weiß nicht, was der Film eigentlich beschreibt. Und ich interpretiere hier sowohl Inhalt als auch Form wie Kraut und Rüben. Doch augenfällig ist, wie viele wichtige Momente der Anerkennung, des Glücks, möglicherweise sogar des (trotzdem verhaltenen) Triumphs dieser Schwarzen Frauen*, vom Wohlwollen der weißen Akteure abhängt. Das war wohl auch die Realität. Doch der Film der schreit einfach nur: „O.K. passt auf, wir zeigen euch jetzt mal, wie intelligent Schwarze Frauen* sein können. Und außerdem sind wir die Größten mit den größten Raketen. Sagt Amen!“ Dem unkritischen weißen Publikum wird also gesagt: „Aaaaaaaalles gut. Puttputtputt. Es ist alles in Ordnung so wie es ist. Ihr seid die Größten mit den größten Raketen.“ Uns wird gesagt: „Ja, diese Zeit war echt beschissen. Aber hey, ohne die ganzen coolen mutigen anständigen aufrechten weißen Raketen – also ohne uns – wär sie noch beschissener gewesen. Dann hätten die Schwarzen (Frauen*) – also ihr – nämlich noch weniger zu melden gehabt, jawoll.“

http://rahfaelbarba.tumblr.com/post/149003474162/janelle-monáe-as-mary-jackson-hidden-figures

Und dann gibts noch einen dreiminütigen Auftritt eines Juden. So ziemlich der Einzige ohne Seitenscheitel. Ein Überlebender aus dem alten Europa. Der privilegierte Unterdrückte mit Herz. Ein Sympathieträger qua Biografie. Der Katalysator der Rassenspannungen. Kann man so machen, aber dann ist es halt Scheisse. Meine Güte.

Ich weiß nichts, als das was ich während des Films gesehen und währenddessen und danach gefühlt habe. Ich kenne die Drehbuchschreiber_innen nicht, ich weiß nichts über die regieführende Person oder die Produktionsfirma. Ich kenne ihre Perspektiven und ihre Intentionen nicht. Ich weiß nur, dass dieser Film unkritischen weißen Zuschauer_innen zeigt, was sie sehen wollen: Großartige Schwarze Frauen* die nur deshalb glänzen dürfen, weil sie sich vor der Kulisse weißer Selbstversicherung bewegen.

Wie gesagt, Schwarze Frauen sind Kick Ass und alles. Hirn und alles. Überleben und alles. Und klar, wenn wir uns zusammentun, when we free our minds and bodies, dann können wir die Welt aus den Angeln heben und sie richtig ‚rum wieder einsetzen. Dafür brauchen wir aber weder angewandte Mathematik noch blonde Scheitelträger. Auch keinen Gnadenakt aus Hollywood. Sondern einfach nur uns und unsere Verbindungen und unsere Geschichten und vor allem: von uns erzählt.

http://rachelmcadamses.tumblr.com/post/156565689363/the-shoulders-of-the-women-that-we-stand-on-are


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Samstagabendbeat: Hell You Talmbout

12. September 2015 von Charlott

Statt einem Musikindustrie üblichen Gute-Laune-Sommer-Song veröffentlichte Janelle Monáe mit „Hell You Talmbout“ eine #BlackLivesMatter-Aktivismus-Hymne, die durch staatliche Gewalt getöteten Menschen gedenkt.

Doch eine große Leerstelle hat der Song: Kein Name einer der vielen Transfrauen, die bereits in diesem Jahr ermordet wurden, kommt vor. Aktivist_innen rund um Cherno Biko kreiierten darum den HELL YOU TALMBOUT #BlackTransLivesMatter REMIX:


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Mit Kindern über Sex reden, #schauhin und Janelle Monáe im Portrait – kurz notiert

10. Oktober 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 215 von 365 der Serie Kurz notiert

In der vergangenen Woche haben sich allerhand spannende Linktipps angesammelt – daher gibt es diese Woche “Kurz notiert” gleich zweimal. Hier Teil 2.

Beiträge auf Deutsch

Im aktuellen De:Bug Magazin findet ihr einen Bericht über Janelle Monáe. Der Afrofuturismus, den sie als Künstlerin vertritt, ist hierbei mehr als eine Stilrichtung, schreibt das Magazin: „Das uniforme und disziplinierte Auftreten fordert den Respekt, der Schwarzen Frauen im Popbusiness nicht entgegengebracht wird, sondern – wie bei Monáe ersichtlich – hart erarbeitet und ständig verteidigt werden muss. Ihre Inszenierung ist eine Antwort auf die alltäglichen Diskriminierungen, denen Frauen, Schwarze und Angehörige der working class andauernd ausgesetzt sind“.

[Triggerwarnung: Detailierte Beschreibung von antisemitischer Gewalt und mehreren Morden.] An dem grausamen Mord von sechs Millionen Juden während des Holocaust sind nicht nur Männer beteiligt gewesen. Ein jüngst veröffentlichtes Buch zeichnet nun die Rolle der Frauen nach, die sich an dem Massenmord auf nicht minder brutale Weise beteiligt haben.

Jamie Schearer von der Initiative Schwarze Menschen, Journalistin Kübra Gümüsay und andere sprechen bei 3sat über Rassismus und #schauhin.

Im MIGAZIN ist ein Beitrag darüber erschienen, was es bedeutet, als geflüchtete Person in Deutschland zu leben; „In Deutschland leben über 200.000 geduldete Menschen, über die Hälfte von ihnen schon seit mehr als 10 Jahren. Ihr Leben ist von Fremdbestimmung, Rechtlosigkeit und staatlicher Kontrolle geprägt“. Von der Unterbringung in Containern am Stadtrand, über Residenzpflicht und Gutscheine statt Bargeld bis hin zu Kettenduldungen kommt die Autorin zu nur einem Schluss: Menschrechte scheinen für Asylsuchende in Deutschland nicht zu gelten.

In dem Film Klänge des Verschweigens versucht der Regisseur Klaus Stanjek der Geschichte seines Onkels Willi Heckmann nachzuspüren, der 1937 als Homosexueller in das KZ Dachau deportiert worden ist.

Die Stadt Frankfurt will die Förderung für das Archiv Frau und Musik, einer weltweit einmaligen Einrichtung und wichtigen internationalen Forschungsstätte, einstellen. Um das zu verhindern ist nun eine Petition erstellt worden. Unterschreiben könnt ihr hier.

„Die Menschen, „die vor Lampedusa ihr Leben verloren haben, sind ab sofort italienische Staatsbürger“, hat Italiens Premierminister Enrico Letta erklärt – und wollte damit offenbar Mitgefühl bekunden. Gleichzeitig gelten die Überlebenden der Katastrophe gemäß des von Silvio Berlusconis rechter Regierung eingeführten Migrationsgesetzes als „heimliche Immigranten“, müssen Strafen bis zu 5000 Euro zahlen und werden abgeschoben. Das kann man auch mit „nur ein toter Flüchtling ist ein guter Flüchtling“ übersetzen.“, schreibt SpiegelOnline und nimmt damit Bezug auf die Geflüchteten, die vor der Küste Lampedusas ihre Leben verloren haben.

Beiträge auf Englisch (mehr …)


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Nervige Gleichberechtigung, gläserne Decken, geschlechtsneutrale Menstruationskalender – kurz notiert

3. Oktober 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 213 von 365 der Serie Kurz notiert

Beiträge auf Deutsch

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über eine „Studie: Jeden vierten Mann nervt Gleichberechtigung„. Eine repräsentative Umfrage bei mir hingegen hat ergeben: Mich nervt jeder vierte Mann (konservative Schätzung).

Außerdem vermeldet die Süddeutsche: „Uni Potsdam führt weibliche Sammelbegriffe ein„. Die Begründung für diese Neuerung ist allerdings ziemlich mies.

Bei arte Yourope gab es kürzlich einen (leider nicht ohne sexistische Re_produktionen auskommenden) Beitrag über Sexismus im Alltag. Welche_r heute morgen um 1:45 die Wiederholung nicht anschauen konnte, aber trotzdem interessiert ist: Der Beitrag befindet sich derzeit noch in der arte-Mediathek.

„Ein lesbischer, poetischer, erotischer Roman voller Intrigen und intimer Details“ – das neue Buch „Küss mich, Libussa“ von Sophie Strohmeier. Auf youtube gibt es den Buchtrailer.

Ein Forschungsteam aus der Schweiz untersucht die Geschlechterungleichheiten in Ausbildungs- und Berufsverläufen.  Ein Befund:  „Krankenpfleger und Kapitäninnen sind weiterhin eine Rarität“. Ein Interview dazu mit Andrea Maihofer, Forscherin und Leiterin des Zentrum Gender Studies, und Sandra Hupka-Brunner, Forscherin am Institut für Soziologie in Basel, gibt es hier.

„Wir wissen alle, dass Gletscher schneller schmelzen als Frauen in Führungspositionen kommen“ – auch im Journalismus. Bei dieStandard erklären Expert_innen wie Vina Yun, u.a. Redakteurin der an.schläge, was sich ändern muss.

Die Stadt Nürnberg hat letzten Sonntag den 10. Internationalen Menschenrechtspreis an Kasha Jacqueline Nabagesera verliehen. Sie setzt sich „für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen in Uganda“ ein.

Im Tagesspiegel erzählt ein 15jähriger Berliner, wie Alltagsrassismus seit jeher sein Leben begleitet: „Afrodeutsche stehen in Berlin immer unter Verdacht“.

Im vergangenen Winter haben wir in mehreren Beiträgen über die Tagung „Schneewittchen rechnet ab. Feministische Ökonomie für anderes Leben, Arbeiten und Produzieren“ berichtet. Nun ist das gleichnamige Buch erschienen. Es beleuchtet die Zusammenhänge zwischen aktuellen ökonomischen Entwicklungen und privaten Lebensbedingungen aus feministischer Perspektive. Übrigens: Auf der Infoseite zum Buch gibt’s auch ein Video.

Beiträge auf Englisch

Gegen Genitalverstümmelungen an Kindern: Die Gründer_innen von zwischengeschlecht.org rufen anlässlich eines anstehenden internationalen Ärzt_innenkonkress in Berlin zu Aktionen auf.

Hier kann man eine Petition an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon unterzeichnen, die den weltweiten Zugang zu sicheren und legalen Abtreibungen fordert. Initiatorin ist die Kampagne My Body is Mine.

In einem Interview wurde die Musikerin Janelle Monaé nach ihrer „sexuellen Orientierung“ befragt. Was sie antwortete, ist in diesem Video zu sehen, welches sich bei Colorlines findet.

Was sich aus der bisher umfangreichsten UN-Studie über Vergewaltigung lernen lässt, fasst Tara Culp-Ressler auf Thinkprogress zusammen. Der Punkt der faktischen Straflosigkeit gilt übrigens genauso wie die anderen auch für „hier“.

Über Fluch und Segen staatlicher Förderung berichten kanadische Aktivistinnen, die eine Datenbank zur Dokumentation von Morden an indigenen Frauen ins Leben gerufen haben.

Discipline and Anarchy fragt: Brauchen soziale Bewegungen ein mainstreamgerechtes Image? Und liefert eine überzeugende Antwort gleich mit.

Für alle die Android-Devices nutzen, gibt es nun eine geschlechtsneutrale Menstruationskalender-App. Die Entwicklung einer IOS-Version (für iPhones) soll demnächst per Crowdfunding angegangen werden.

Im Sommer wurde in Tiflis die erste georgischsprachige Produktion von Eve Enslers „The Vagina Monologues“ aufgeführt. Im New Statesman berichten Beteiligte von den lokalen Kontroversen um das Theaterstück.

Das bitch magazine hat JD Samson interviewt, ehemaliges Mitglied von Le Tigre und nun bei der Band MEN.

Warum sie das Wort „Ally“ (Verbündete_r) künftig nicht mehr verwenden wird, erklärt Mia McKenzie von Black Girl Dangerous:  „Taten zählen. Etiketten zählen nicht.“

Kelly Rose Pflug-Back beschreibt bei The Feminist Wire, warum sexuelle Befriedigung kein zuverlässiger Gradmesser für „sexuelle Befreiung“ ist [Content note: grafische Selbstverletzungsfantasien].

Muslimah Media Watch fragt: Wie sieht eigentlich eine Terroristin aus?

Weitgehend unbeachtet von globalwestlichen feministischen Bewegungen erlangen in afrikanischen Ländern immer mehr Frauen einflussreiche Positionen, schreibt Minna Salami im Guardian.

Ebenfalls im Guardian: Lauren Mayberry, Sängerin der Band CHVRCHES, über ihren Umgang mit Online-Misogynie.

Der Modedesigner Rick Owens erhielt für die Präsentation seiner kommenden Frühjahrkollektion  ziemlich viel Jubel aus progressiven Kreisen. Tamara Winfrey Harris fragt bei Racialicious: Zu recht?

Termine in Basel, Berlin, Dortmund, Frankfurt/Main, Hüll, Karlsruhe, Wien: (mehr …)


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Top 20 – Weil Ihr GROSSARTIG seid! (feminist playlist nr. 2)

30. August 2013 von Sabine

Aus gegebenem Anlass, hier mal meine Top 20, wenn es darum geht, sich zu sagen, yes, I’m f***ing perfect auch wenn, sich die ganzen Hater, Trolls und antiemanzipatorischen Klänge festsetzen wollen. Bitte ergänzt, es, wenn Ihr mögt. Nadia hatte schon eine großartige playlist (Nr. 1) für den Frauen_kampftag begonnen, hier und auf ihrem Blog Shehadistan geht es weiter. To be continued…

1. Pink – Your F***in Perfect

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Samstagabendbeat mit Janelle Monáe und Erykah Badu

4. Mai 2013 von Sabine

Zunächst: The Q.U.E.E.N’s are back. Monáes neues Album „The Electric Lady“ steht in den Startlöchern (okay, vors. Herbst). Vor wenigen Tagen hat sie die erste Single „Q.U.E.E.N“ aus dem Album veröffentlicht. Gemeinsam mit Erykah Badu als „Badoula Oblongata“ performen sie im futuristischen Wondaland. Beide Stimmen auf einer Single ist tatsächlich Wondaland: Soul, Funk, Hip Hop, Ästhetik.

Janelle Monáe ist bekannt für ihre Perfektion, so auch im minimalistisch schwarz-weiß gehalten Musikvideo und dem roten Lippenstift. Sehr stylisch. Bei den sechs Tänzerinnen lässt sich eine feine Sache beobachten, wenn sie da zupfen an ihren Outfits (Danke Magda fürs Aufmerksam machen) und Perfektion zum Imperfekt wird. Einfach großartig.

Reinhören, mittanzen und staunen. Auch in die Lyrics, denn in ihnen steckt Rebellion: „Selbst wenn es für andere unbequem ist, ich werde mich lieben für das was ich bin“, „selbst wenn Du mich bearbeitest, mein Körper wird nicht lügen“. Nicht die Figuren, sondern das Drehbuch muss sich ändern. Die Sängerinnen thematisieren Rassismus, Diskriminierungen, Misogynie, kirchlich-dogmatische Moralvorstellungen, und (ihre) Vorbilder wie die afro-amerikanische Harriet Tubman (ca.1820-1913), die sich selbst aus der Sklaverei befreite und über 300 Sklav_innen zur Flucht verhalf.

„Will you be electric sheep?
Electric ladies, will you sleep?“

Ja, das lässt sich tanzen.


Janelle Monáe – Q.U.E.E.N. (feat. Erykah Badu) von javierlobe

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Samstagabendbeat

6. Februar 2010 von Helga

Heute mit dem derzeitigen Titelgirl der Missy – Janelle Monáe.


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