Liebe Feminist_innen, eine wichtige Frage zum Freitag: Geht es euch auch häufig so, dass ihr einfach nicht wisst, mit welchen Themen ihr euch befassen könntet? Schon lange fällt euch nichts Produktives mehr für Texte ein? Männliche Perspektiven fehlen euch? Und dann sucht ihr auch noch händeringend die richtigen Mitstreiter_innen (oder Mitstreiter – let’s be honest!)?
Der Autor unserer hier vorgestellten Anfrage – ein selbsterklärter „Aktivist in vielen Bereichen“, oha – hat da einen Vorschlag parat: Feminismus müsse sich endlich den wirklich wichtigen Themen (…seinen…) widmen. Sonst wisse er aber leider auch nicht, was dieser Feminismus eigentlich sei. Im Grunde also ist unser FFF-Prachtexemplar ein potenzieller Verbündeter ™, wie ihn feministische Bewegungen immer bestens gebrauchen können: Ein Feminismus-Kommentator, der Ultimaten stellt für seine Benevolenz-Erwägung und dabei – ganz „Maskulismus [sic]-Worst-Of“ – Genitalverstümmelung, Intersex-Genitalverstümmelung eingeschlossen, relativiert. Mehr muss man dazu gar nicht sagen, lest einfach selbst…
[Übrigens: Falls der Feminist Fun Friday bei euch GIF-Alarm auslöst, findet ihr hier eine Anleitung, um diese zu deaktivieren.]
Seid gegrüsst liebe Aktivist_innen (hoffe das so richtig zu schreiben!?)



Ich bin selber Aktivist in vielen Bereichen, wollte aber seit der Emma Kampagne für/pro Genitalverstümmlung an Jungs nichts mehr von diesen „heuchlerischen Haufen“ wissen bis ich durch Zufall auf den Link letztens stieß [Link zu einem Blogartikel, der Vorhaut-Beschneidung mit Klitoris-Beschneidung gleichsetzt].



Ich weiß genau, dass es zumindest in meinem privaten Umfeld und auch vielen Forendiskussionspartnern so erging, dass dieses Thema das Fass zum überlaufen brachte.



Daher wollte ich einerseits aus Neugierde, wie ihr auf die, von der gelinkten Feministin beschrieben Tatsachen reagiert, anderseits als jemand der weiß, wie wichtig Mtistreiter für positiven(?) Aktivismus sind euch zu einem Thread bewegen, der sich dem ganzen noch einmal differenziert annimmt.



Den Text hat man auch in 5 min durchgelesen und von meiner Einschätzung her, könntet ihr eine Menge Kritiker eurer Bewegung zum differenzierten nachdenken und erneuten Bewertung eurer aktivistischen Tätigkeit bringen, mit Konsequenzen die euch nur gut tun würden.



Es eilt natürlich nicht, und ich bin auch sicher unbedeutent -

aber wenn nicht bald eine halbwegs gut Besuchte Anlaufstelle für den Feminismus die Sache gerade biegt, die Alice Schwarzer verbrochen hat, bin definitiv mind. ich überzeugt, dass es euch (bzw. zumindest die große Mehrheit von euch) nicht um Gleichberechtigung geht sondern um Besserstellung, Privilegien und Abneigung aufs andere Geschlecht.



Aus meiner Sicht ist das ein äußerst wichtiger Punkt der dem Feminismus sehr schadet, ob zurecht oder nicht werd ich in Zukunft merken.




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