Nicht nur hier entfachte der Artikel Alice Schwarzers zum Amoklauf in Winnenden eine große Diskussion. Auch bei der Zeit sammelten sich über 200 Kommentare an, darunter auch unglaubliche Perlen wie das folgende Zitat:
Interessanterweise nehmen sich Feministinnen oft oder sogar meist orientalische oder afrikanische Männer, die von ihrer kulturellen Herkunft eigentlich gar keinen Sinn für ein männliches Zurücknehmen haben. In der Reinform fahren scheinbar selbst Feministinnen auf das ab, was sie uns Deutschen Männern tagtäglich abzugewöhnen trachten.
Zeit.de-Userin redfox_27 stieß die Misogynie der Diskussion auf, wie auch die steten Beteuerungen mit Misogynie habe dies nichts zu tun. Dass es sich dabei um ein weit verbreitetes Phänomen handelt, belegt sie dann eindrucksvoll mit einer Zitatsammlung von Rousseau über Wilhelm von Humboldt bis Schopenhauer.
«Die männliche Eifersucht hat sich immer gegen die weiblichen Schriftsteller gewandt, die Philosophie hat sie von den akademischen Ehren ferngehalten und sie schimpflich in die Küche zurückgeschickt. Gebührte aber nicht den gelehrten Frauen diese Schmach? Der Sklave, der seinen Herrn nachäffen will, verdient nur einen Blick der Verachtung von ihm.» Charles Fourir: Der Frühsozialismus, hrsg. von Tilo Ramm, Stuttgart 1956

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