Der Frage, warum Kinder und Karriere immer noch so unvereinbar sind, hat sich Anne-Marie Slaughter für The Atlantic angenommen. Deutlich weniger gut ist das Titelbild dazu – Jessica Valenti hat die üblichen „trauriges weißes Kind mit überforderter Karrieremutter“-Bilder gesammelt.
Gruselalarm bei Sat.1: „Auf Brautschau im Ausland“ erfüllt so ziemlich jedes eklige sexistische und rassistische Klischee. Sogar bei Spiegel Online ist man entsetzt.
Apropos Rassismus. Anti-rassistische Kampagnen haben nicht das Ziel, dass weiße Menschen sich schuldig fühlen, betont xojane. Es geht darum, den existenten Rassismus aufzuzeigen, sich dessen bewußt zu werden und etwas dagegen zu tun.
Dazu hat auch Jay Smooth mal wieder ein exzellentes Video.
In der Türkei tobte in der letzten Zeit eine Debatte um das Abtreibungsrecht. Ministerpräsident Erdoğan wollte die Frist halbieren, hat nach dem massiven Protest von Frauenrechtler_innen aber die Pläne wieder begraben, berichtet dieStandard.at. Um Moral und Religion ging es in der Debatte dabei nicht, kommentiert Die Presse, sondern um die Kontrolle weiblicher Körper. Die kommt immer noch an anderer Stelle, so sollen Kaiserschnitte reguliert und auf „notwendige medizinische Fälle“ beschränkt werden.
Bis vor kurzem galt häusliche Gewalt noch als „Privatsache“. Diese Einstellung ändert sich zum Glück gerade, auch durch das Gewaltschutzgesetz. Die Berliner Zeitung berichtet über die Lage in Berlin, wo es immerhin 16.000 Fälle jährlich gibt. Was leider nicht ganz deutlich wird: Das Gesetz gilt auch für gleichgeschlechtliche Paare und weitere häusliche Gemeinschaften, unabhängig vom Geschlecht der Zusammenwohnenden.
Lesbische Pulp Fiction (also „Schundliteratur“ der 30er bis 50er Jahre) hat Retronaut zusammengetragen.
Die feministische Weltherrschaft, oder zumindest die Medienherrschaft, hatte das Manager Magazin vor kurzem in deutschen Vorstandsetagen ausgemacht. Schlechte Recherche meint dagegen der Verein Pro Quote und hält Zahlen dagegen. Also öfters 0 Prozent Frauenanteil, berichtet Meedia. Not-so-fun-fact: Alle der Vorzeigemedienlenkerinnen sind Töchter oder Ehefrauen von Medienmännern.
Seit diesem Jahr sind nicht nur eingetragene Lebenspartnerschaften sondern auch gleichgeschlechtliche Ehen im US-Bundesstaat Washington legal – so dass Mary Cheney endlich ihre Partnerin heiraten konnte. Dabei war auch ihr Vater Dick Cheney, der als Vizepräsident noch auf dem Verbot solcher Ehen bestanden hatte, so web.de.
Ein Buchtipp vom Nordic Africa Institute ist „Sexuality and Gender Politics in Mozambique“. Die post-kolonialistische Politik in Mosambik berücksichtige vor allem den patrilinear, also an der väterlichen Abstammung orientiert-lebenden Bevölkerungsteil – an den rund 40 Prozent der Bevölkerung in matrilinearen Familien gehe dies aber weitestgehend vorbei.
Erst noch eine gute Nachricht: Der rote Equal Pay Day-Beutel ist wieder erhältlich!
Und nach dem Klick die Termine.
Es sind noch Plätze frei bei der Frauensommerakademie der Rosa Luxemburg Stiftung in der AWO-Akademie Marktbreit vom 5. bis 8. Juli 2012, bei der Magda einen Workshop zu „Sicher, Sichtbar und Aktiv(ismus) im Internet*z“ geben wird.
In Bremen beginnt am Freitag, den 29. Juni das quite queer lab.
Und Rubinia djanes feiert morgen am 28. Juni den 10. Geburtstag in Basel!
Am Samstag gibt es in Frankfurt eine Podiumsdiskussion zum Thema racial profiling.

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