In Großbritannien laufen die Eltern junger Mädchen Sturm gegen eine Internetseite. Der Grund ihrer Aufregung: Auf der „Miss Bimbo“-Webseite tummeln sich ihre Töchter schon ab dem 9. Lebensjahr und versuchen ihren Avatar zum „hottest, coolest, most famous bimbo in the whole world“ zu machen – zur Not auch zum Beispiel mit einer Brustvergrößerung. Ziel des Spieles ist es, so viele „bimbo“-Dollar wie möglich zu sammeln, um damit Klamotten, Schmuck oder Diätpillen einkaufen zu gehen, der Avatar-Tussi die Haare, Fingernägel oder eben den Busen oder die Hüften machen zu lassen. Uff.
Bill Hibbert von Parentkind kritisiert: „Es ist eine Sache, wenn eine Neunjährige dieses Spiel als albern und dumm erkennt. Aber die Gefahr ist, dass Mädchen in dem Alter die Ironie der Sache eben nicht verstehen und sich die Bimbos zum coolen Vorbild nehmen.“
Der 23-jährige Erfinder der Bimbo-Webseite, Nicolas Jacquart, dagegen sagt, die Mädchen würden lernen, Verantwortung zu tragen – eben für ihren Avatar. Beweise? „Wenn ihre Avatare zu viel Schokolade essen, dann ist das schlecht für die Körper ihrer Bimbos und auch für ihre Laune […] Wir vermitteln ihnen, wie wichtig gesundes Essen ist.“ Und: „Die Brustoperationen sind nur ein Teil des Spiels […] und spiegeln nur das wahre Leben wider.“
Na dann.

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