Bristol Palin, Tochter von Sarah Palin, Ex-US-Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikanischen Partei, wurde Ende 2008 mit knapp 18 Jahren Mutter eines Sohnes und ist seit dessen Geburt in der US-amerikanischen Abstinenzbewegung aktiv. Sex vor der Ehe? Kommt für Bristol nicht (mehr) in Frage. Im Mai 2009 ließ sich Bristol dann für die Candie’s Foundation verpflichten, eine gemeinnützige Organisation, die sich die Bekämpfung von Teenagerschwangerschaften auf die Fahnen schreibt.
Auch wenn die Aussage dieses aktuellen Videos der Candie’s Foundation wohl gut gemeint ist, hinterlässt es doch einen schlechten Nachgeschmack: Teenagerschwangerschaften sind insbesondere dann zu verurteilen, wenn die jungen Mütter arm sind. Reiche (berühmte) Mädchen hingegen müssen sich kaum Sorgen machen. Auch wenn dies wohl der gesellschaftlichen Realität entspricht, ist die Tatsache, dass diese moralische Lehrstunde von jemanden wie Bristol Palin kommt, doch irgendwie, hmm… bevormundend? Wie Sociological Images passend titelt: „Teenagerschwangerschaften sind ätzend – es sei denn, du bist Bristol Palin“
What if I didn’t come from a famous family?
What if I didn’t have all their support?
What if I couldn’t finish my education?
What if I didn’t have all these opportunities?Believe me, it wouldn’t be pretty.
Pause… before you play.
(Zu Deutsch: Was wäre, wenn ich nicht aus einer berühmten Familie käme? Was wäre, wenn ich nicht deren Unterstützung hätte? Was wäre, wenn ich meine Ausbildung nicht beenden könnte? Was wäre, wenn ich nicht all diese Möglichkeiten hätte? Glaube mir, es wäre nicht schön. Warte, bevor du ’spielst‘.)
Was denkt ihr?

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