
Am 09. Juni erscheint die nächste Ausgabe der TIME. Auf dem Cover der us-amerikanischen Ausgabe befindet sich die Schauspielerin (besonders bekannt durch die Serie Orange is the New Black) und LGBT-Aktivistin Laverne Cox. Ein Grund zu feiern, findet auch Mey bei autostraddle und schreibt (meine Übersetzung):
Dies ist ein großer Tag für Cox, für alle trans Personen, für trans Frauen und für trans Frauen of Color. Auf dem Cover des Time Magazines zu sein, ist eine große Ehre und ich möchte aufstehen und Cox dafür applaudieren, dass sie so viel erreicht hat, dass TIME sie einfach wahrnehmen musste. Als ich sah, dass Cox auf dem Cover ist, war ich so glücklich und stolz. Ich finde es großartig, dass so viele der bekannteren Gesichter der aktuellen trans-Bewegung trans Frauen of Color sind (Janet Mock, CeCe McDonald und Carmen Carrera) und Cox ist ein weiteres Beispiel dafür […].
Mey analysiert dann aber auch weiter, warum die Freude nicht ganz ungetrübt bleibt. Schon allein der Titel („The Transgender Tipping Point. America’s next civil rights frontier.“) suggeriert zum einen, dass es hinsichtlich anderer Diskriminierungsformen wie Hetero_Sexismus und Rassismus keine Probleme mehr existieren und zum anderen als gebe es Aktivismus von trans Personen erst ganz aktuell. (Allein eine Erinnerung an Stonewall sollte da doch Besseres belehren.) In der Titelstory geht es dann nach Mey auch ähnlich weiter, neben anderen problematischen Darstellungen werden Menschen mit falschen Pronomen benannt oder ihre Geburtsnamen verwendet. Fazit: Es bleibt viel zu tun, aber es sollte auch den Moment geben, Laverne Cox‘ Erfolg (und den anderer Aktivist_innen) anzuerkennen und gebührend wertzuschätzen.

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