Hier ein Schmankerl aus der letzten Debatte zwischen den beiden Kandidaten für die US-Präsidentschaft, Barack Obama und John McCain. Sie wurden nach ihrer Position zum Thema Abtreibung gefragt. Aus europäisch-deutscher Perspektive ist das absurd, aber traditionell eines der wichtigsten Themen in der US-Politik – neben Waffenrecht und gleichgeschlechtlicher Ehe („God, Guns and Gays are what decides the election“, wie ein beliebter Spruch besagt).
Obama beschrieb seine Agenda zu dem Thema und betonte dabei, dass ihm „women’s health“ besonders wichtig sei, und dass ein Schwangerschaftsabbruch im Falle der Gesundheitsgefährdung der Mutter vom Gesetz geschützt werden müsse. (Zur Erklärung: Es gibt in diversen US-Bundesstaaten immer wieder Versuche, Abtreibungen sogar bei Vergewaltigungen und auch im Falle der Gefahr für die Mutter zu verbieten. VP-Kanidatin Sarah Palin lehnt Abtreibung in jedem Fall ab.) Kaum ein derart profilierter Politiker hat sich in den USA jemals so dezidiert zur Gleichberechtigung und zu Frauenrechten bekannt wie er.
McCain, der offenbar schon zu diversen Gelegenheiten demonstriert hat, dass er zutiefst misogyn ist, zeigt an diesem Abend, was er von dem Gesundheitsschutz für Frauen hält: Er setzte Gesundheit in Luft-Anführungszeichen und beschrieb Obamas Position als radikal. Ein furchterregendes Zeichen für die Gesellschaftspolitik, die Amerikanerinnen und Amerikaner erwarten dürfen, falls sie doch noch McCain-Palin wählen:
Einen ausführlichen Kommentar zu dem Thema gibt es bei Jezebel.

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