Auf sueddeutsche.de lässt sich Schuhdesigner Pierre Hardy heute über die Waghalsigkeit seiner Kollegen aus. Nach dem Motto „höher, schriller, vulgärer“ kritisiert er ein Schuhdesign, das so hohe Absätze wie noch nie propagiert. Dass solche Modelle es trotzdem noch an die Füße diverser Frauen schaffen, sei auch auf die Verbindung von Mode, Medien und Werbung zurück zu führen.
So, wie sich die Designer durch immer extremere Schuhmodelle voneinander abgrenzen wollen, wollen sich auch die Magazine von ihren Konkurrenten abgrenzen; und so beginnt der Teufelskreis
An sich ja keine schlechte Meinung, die Hardy vertritt. Skeptisch werde ich bloß angesichts solcher Sätze:
Frauen wollen dieses Image leben, also lassen sie sich darauf ein. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass sich viele für ihre Füße schämen. Füße sind der am wenigsten wertgeschätzte Teil unseres Körpers. Um diesen Komplex zu kompensieren, wollen Frauen ihre Füße so pompös wie nur möglich in Szene setzen. Dabei tappen sie in die Image-Falle der Magazine
Frauen tragen High Heels, weil sie sich ihrer Füße schämen? Und wenn Hardy – übrigens nicht zu verwechslen mit dem Tatoo-Look-Designer Ed Hardy – schon so über die Auswüchse der Branche herzieht, warum sieht dann eins seiner Modelle für die Sommerkollektion ’09 so aus?


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