In einem kürzlich aufgezeichneten Interview beim Düsseldorfer Aufklärungdienst spricht Sarah Diehl, Autorin (u.a. „Deproduktion“) und Regisseurin des Dokumentarfilms “Abortion Democracy” über reproduktive Rechte weltweit, den christlich-rechtskonservativen Einfluss auf das Thema Abtreibung und illegalisierte Schwangerschaftsabbrüche. Diehl stellt fest, dass reproduktive Rechte heute leider nicht mehr sehr weit oben auf der Agenda vieler Feminist_innen stehen, getreu dem Motto “Das Thema interessiert uns nicht mehr so sehr, wir haben ja alles erreicht!”. Dass Abtreibungsrechte in Deutschland allerdings immer noch eingeschränkt sind, fasste Maria Wersig von Recht und Geschlecht letzte Woche anlässlich der „1000 Kreuze in die Spree“-Demonstration in einem Gastbeitrag beim Missy Magazin zusammen.
Fakt zum Thema Abtreibung ist: Jede dritte Frau weltweit nimmt mindestens eine Abtreibung in ihrem Leben vor. Geschätzt 70.000 Frauen sterben jedes Jahr an verpfuschten Schwangerschaftsabbrüchen, weil ärztlich durchgeführte Abtreibungen nicht erlaubt, verfügbar und/oder bezahlbar sind. Trotz der nie verschwinden Aktualität des Themas ist es tabuisiert und lebt von irreführenden Mythen und Unwissen, so Diehl.
Die im Beitrag erwähnte Frauenkasse, die z.B. illegalisierten Frauen hilft bei Bedarf einen Schwangerschaftsabbruch zu finanzieren, sucht noch Helferinnen. Interessierte können sich bei sarah.diehl[at]yahoo.de melden.

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