Playlist IV / 2018: Girl in the Movies

Wir sind zwar schon mitten in 2019 (wie bitte fast zwei Woche um?), aber es ist sicher nicht zu spät für eine Playlist mit großartigen Veröffentlichungen des letzten Quartals 2018. Also nun zum Samstagabend ein paar Hymnen zum Mitsingen, Songs zum gedankenlos Tanzen und der Soundtrack für dunkle, bedeckte Tage. Neue Songs von Adia Victoria, Regina Spektor und – dank des Soundtracks zum Film Dumplin‘ – Dolly Parton! Wie immer gibt es die Playlist bei Spotify und Youtube.

Skip train, grrrl by my side
Red lights flash so we run and we hide
Homegrrrl got her head in the books
So I translate words with my bars and my hooks
Don’t fuck around
When I come through with the verse and the sound
And the hacks in the bus wanna box up my flow
But I don’t give a fuck I’m the shit and I know

Dope Saint Jude – Grrrl Like

Playlist III / 2018: This is a song about getting the work done

„If you want to hang with me then you have to roll up your sleeves and work with me/ This ain’t no time to come flirt with me/ Pipelines and drills are destroying the earth you see/ I cannot stand all the constant misogyny/ Tie my hair back so there ain’t nothin stoppin me“, singt Madame Gandhi in „Top Knot Turn Up“ und gibt damit die Devise für’s Quartal vor. Und sonst so? Gaelynn Leas drittes Album, Learning How To Stay, ist erschienen und in dem Song „I wait“ sing die Violonistin und Singer-Songwriterin über Barrieren und Wut. Janet Mock, die offensichtlich alles kann, fungierte als Erzählerin auf dem neuen Album von Blood Orange. Rola und Wanja Janeva haben einen wunderschönen Song über die Kraft von Freundinnenschaft abgeliefert mit treffenden Zeilen wie „Mir geht’s scheiße, ich muss trotzdem raus/ Nur du weißt, wie viel Kraft das raubt“. Es gab eine Reihe schöner Cover-Versionen und sehr viel neues. Und auch sehr gut, obwohl fast alles in den Sommermonaten erschien, liegt doch eine oft düstere, ruhige Stimmung über vielen Songs, die sie perfekt für den Herbst machen.

And the images that fucked ya were a patriarchal structure
No you never will surrender to that narrow view of gender
And there’s folks you’ve yet to meet but you’re exactly up their street
And they’ve been waiting just as long to hear somebody sing this song
And better days are on their way when it won’t matter what they say
On the labels, on the doors – you will figure out what’s yours

Grace Petrie – Black Tie

Leicht verändert gibt es die Playlist auch bei Youtube, wo es leider nicht alle Songs gibt, aber einige großartige Videoumsetzungen zu finden sind:

Playlist II / 2018: Pynk Does Not Stink

Ein musikalischer Rückblick auf das zweite Quartal 2018 kann nur mit einer Erwähnung des neuen Janelle Monáe Albums Dirty Computer beginnen. Zu dem fantastischen Konzeptalbum gibt es auch direkt einen fantastischen fast 50 Minuten langen Film. Und auch sonst gab es in den letzten Monaten viel Musik, die sich bei mir als guter Begleiter durch den Alltag festgesetzt hat. Songs, die aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen sezieren, so wie wenn Dota Kehr in „Raketenstart“ singt: „Wir hab’n die Katastrophe kommen seh’n/ Und den Griff nach der Macht mit viel Witz kommentiert/ Hatten geglaubt, dass das System sich selbst reguliert“ oder wenn First Aid Kit in „You Are The Problem Here“ konkret Typen und Diskussionen rund um sexualisierte Gewalt ansprechen: „And we don’t need to be diminished/ To sisters or daughters or mothers/ I am a human being, that is how you relate to me“. Sonst auf der extra langen Playlist weitere wütende feministische Hymnen, leisere emotionale Annäherungen und Songs, die einfach Freude machen.

Leicht verändert gibt es die Playlist auch bei Youtube, wo es leider nicht alle Songs gibt, aber einige großartige Videoumsetzungen zu finden sind:

Fünf deutschsprachige Podcasts, die auf jede Playlist gehören

Ich liebe Podcasts. Wenn nix mehr geht und mein Energie­level bei 2% rumgurkt, dann weiß ich, dass ich wenigstens meine Podcasts habe, die mich unter­halten und erfreuen. Manche der Podcasterinnen sind schon integraler Bestand­teil meines Chillaxen-Programms geworden und fühlen sich sehr vertraut an. Wie soll es auch anders sein: Sind sie doch ganz nah am Ohr – und an meinem Herzen – dran. Meine Top Five möchte ich euch nicht vorent­halten:

Rice and Shine

Minh Thu Tran und Vanessa Vu lernten sich in der Journalist*innen­schule kennen. In ihrem noch ganz neuen Podcast reden sie über Vietsein in Deutschland, ihren Alltag und – zu meiner Freude – auch über Gaumenfreuden. Bislang gibt es erst zwei Folgen, aber die haben es schon in sich: In der ersten geht es um das viet­namesische Neujahrs­fest Tết und in der zweiten Folge sprechen die beiden über den deutschen Integrations­diskurs, (familiären) Leistungs­druck und rassistische Erfahrungen in der Schule. Unglaublich sympathisch laden Minh Thu und Vanessa uns in ihren Alltag ein, teilen ihre Geschichte/n und ich kann’s kaum erwarten, neue Folgen zu hören!

endlich.

Es sind harte Themen, die sich Susann und Caro da ausgesucht haben: Tod, Trauer and all the feels! Es klingt vielleicht komisch, aber es macht trotzdem sehr viel Spaß, den beiden zuzuhören. Weil sie den verschiedenen Gefühlen Raum geben: Verzweiflung, Einsam­keit, Verdrängung. Die Podcasterinnen erzählen von ihren eigenen sehr unter­schiedlichen Trauer­erfahrungen und die Umgänge damit, teilen kluge und nach­denkliche Sprüche – die sogenannten „Fahrradgedanken“ – und laden zu jeder Folge einen neuen Gast ein. Mit ihren Gästen sprechen sie zum Beispiel über den digitalen Nachlass, Klassismus im Bestattungs­wesen oder kreative Umgänge mit Trauer. Der Podcast ist eine echte Bereicherung. Unbedingte Hör­empfehlung.

Und du so

„Und du so?“ fragt die Schauspielerin und Sängerin Denise M’Baye ihre Schauspiel­kolleginnen und -kollegen und redet mit ihnen über das Leben außerhalb des Filmsets: über ihre Familien, die anderen Jobs und Leiden­schaften. Und so lernen wir nicht nur Denise besser kennen, sondern auch weitere Persönlich­keiten, die aus Filmen und Serien bekannt sind, wie zum Beispiel Joana Adu-Gyamfi  („alphateam – Die Lebensretter im OP“), Mareike Lindenmeyer („Sturm der Liebe“) oder Langston Uibel („High Society“). Ich höre Denise sehr gerne zu, weil sie sehr empathisch ist, sich für die kleinen Details interessiert und eine echt angenehme Stimme hat. Wer nicht genug von ihr kriegen kann (ich kann’s verstehen!) kann auch noch bei ihrem anderen Podcast Die kleine schwarze Chaospraxis mit Ninia La Grande reinhören.

Feuer und Brot

Die beiden Freundinnen Alice und Maxi sind seit knapp 20 Jahren unzertrennlich, auch wenn sie heute in zwei verschiedenen Städten leben – in Hamburg und in Berlin. Einmal im Monat sprechen sie über aktuelle feministische Themen. Besonders cool ist, dass jede Folge ein bestimmtes Ober­thema hat: Kritisch und unterhalt­sam diskutieren die beiden über Themen wie toxische Männlich­keit, Frauen in der Politik, Afro-Haare, True Crime Podcasts oder Slutshaming. Manchmal möchte ich mich dazusetzen und mit ihnen streiten, manchmal nicke ich alles ab und freue mich, einem klugen, interessanten Gespräch zuzuhören. Eins ist klar: Feuer und Brot ist aus der feministischen Podcast-Szene nicht mehr wegzudenken.

Bury Your Gaze

Bei der Mädchenmannschaft riecht Eigenwerbung wie eine frisch gemähte Wiese und deshalb schrecke ich nicht davor zurück, einen unserer hauseigenen Podcasts vorzustellen: Bury Your Gaze (eine Abwandlung des TV-Tropes „Bury your gays“). Einmal im Monat kommen die Mädchenmannschaft-Super-Nerd*ettes Nadine und Charlott zusammen und quatschen über queere Charaktere, feministische Superheld*innen und ihre aktuellen Grrrl-Crushes. Der Podcast gehört zu den wenigen deutschsprachigen Podcasts, die aus queer-feministischer Perspektive über aktuelle Serien und Filme berichten. Wenn der Bildschirm zu deinen besten Freundinnen gehört und du danach lechzt, die heteronormative Matrix zumindest für eine Stunde zu verlassen, wirst du diesen Podcast lieben.

… lieber Englisch?

Dann gibt es hier fünf englischsprachige Podcasts zum Lieben (und manchmal zum Aufregen).

Und jetzt du: Welche Podcasts begleiten dich durch den Alltag?

Playlist I / 2018: Bad Behaviour, Grrrls!

Als Nadia im März ihre Playlist zum Frauenkampftag bastelte, quatschten wir – mal wieder – über Musik und stellten fest: Wenn die letzten Jahren schon in vielen Bereichen eher bescheiden waren, wirklich gute Musik aber ist wenigstens rausgekommen!

Und genau so, sah es auch im ersten Quartal 2018 aus. Endlich gab es neue Material einiger meiner Lieblingskünstler_innen: neue Alben von Kat Frankie (Bad Behaviour) und Dessa (Chime), neue Songs von Janelle Monáe („Django Jane“, „Make Me Feel“) und Angel Haze („Brooklyn“). Meshell Ndegeocello veröffentlichte ein wundervolles Cover des TLC-Klassikers „Waterfalls“. Hayley Kiyoko haut eine queere Pophymne nach der nächsten raus. Und neben den üblichen Song-Inhalten wandte sich Liza Anne dem Thema Panikattacken (im passenderweise betitelten „Panic Attack“) und REMMI dem Thema (zu niedriger) Mindeslohn (im gleichfalls passend benannten „Minimum Wage“) zu. Was zum Mitgröhlen, was zum Schwelgen, was zum düster Schunkeln. Enjoy!

Leicht verändert gibt es die Playlist auch bei Youtube, wo es leider nicht alle Songs gibt, aber einige großartige Videoumsetzungen zu finden sind:

Wieder fresh: International Women`s Fight Day-Playlist

Same procedure as every year: Auch heute fehlt unsere bewährte Playlist-Empfehlung für den Frauenkampftag natürlich nicht! Unsere Playlist-Reihe stirbt nie, und bisher sind im Archiv gespeichert: Charlott`s Sound zum Frauenkampftag, Magda`s Beyoncé-Style-Playlist, Sabine`s Top 20 – Weil Ihr GROSSARTIG seid!, Anna-Sarah´s „Ist es lachen, ist es weinen – Lass es ungehorsam sein“, außerdem unsere Empfehlung vom letzten Jahr sowie ein 2013er Frauenkampftag-Soundtrack.

First Aid Kit – Rebel Heart | CHVRCHES – Gun | Fever Ray – Keep The Streets Empty For Me | GIRLI – Hot Mess | Mariee Sioux – Swimming Through Stone | Aaliyah – More than a Woman | Alela Diane – Ether & Wood | Thundermother – We fight for Rock’n’Roll | Miya Folick – Talking with Strangers | Vixen – Edge of a Broken Heart | Stevie Nicks – Rhiannon | Janelle Monáe – Make me Feel | Pat Benatar – Hit Me With Your Biggest Shot | Bratmobile – Brat Girl | Rihanna – Bitch Better Have My Money | Le Butcherettes – Kiss & Kill | The Bangles – If She Knew What She Wants | Shea Diamond – I AM HER | Britney Spears – Piece of Me | Tash Sultana – Jungle | Holy Moly & The Crackers – Cold Comfort Lane | Alanis Morissette – Not the Doctor | MUNA – Loudspeaker | Marnie – The Hunter | Sløtface – Nancy Drew | Jay Som – The Bus Song | Phoebe Bridgers – Motion Sickness | HAIM – That Don`t Impress Me Much | SAMIA – Someone tell the boys | Rhiannon Giddens – Julie |Hater – Cry Later | Salt-n-Peppa – None of your Business | Angel Haze feat. Sia – Battle Cry | Alessia Cara – Scars To Your Beautiful | Hayley Kiyoko – Girls Like Girls | Halestorm – Daughters of Darkness | Empire Cast feat. Sierra McClain – Black Girl Magic | Beyoncé – Hold Up | Björk – Bachelorette | Hole – Nobody`s Daughter | Joan Jett – Bad Reputation | Lady Gaga – Venus | Sinead O’Connor – No Man`s Woman | Amy Winehouse – You Know I’m No Good | Laura Mvula – Phenomenal Woman | Charli XCX – Body Of My Own | Diana Ross – I`m Coming Out | Skunk Anansie – Rise Up | Lorrie Morgan – What Part of No (Don`t You Understand) | Chanmina – FXXKER | Nadia Rose – Skwod | Miss Eaves – Thunder Thighs | Zolita – Holy | Ruby Rose – Break Free | The Veronicas – Cruel | Metric – Gimme Sympathy | SXTN – Die FTZN sind wieder da | The Regrettes – Seashore | Cyndi Lauper – Hey Now (Girls Just Want To Have Fun Now) | Cher & Tina Turner – Shame, Shame, Shame | Mystica Girls – The Gates of Hell | Butcher Babies – Burn the Straw Man | Cranberries – Dreams | Eartha Kitt – I wanna be evil | Kittie – What I Always Wanted | Beth Ditto – We Could Run | Chlöe Howl – Do it Alone | Noiseaux – Nodemocracy | Foxy Brown – I`ll be | The Amorettes – Fire at Will | Velle Witch – You`re posseed | Bloody Benders – Fantasmas | Maid of Ace – Bone Deth | Mona Haydar – Hijabi

Schmeißt Konfetti durch den Club! Die Zehn-Jahre-MM-Playlist

Eine Party ohne Musik? Natürlich nicht! Hier findet ihr einige Songs mit denen wir unser zehnjähriges Bestehen, euch und den Feminismus ™ feiern. Ihr wollt die Songs ganz entspannt direkt hinter einander hören? Dafür gibt es die Playlist auch bei Youtube – und neun weitere findet ihr dort auch! So muss die Feier auch nicht nach wenigen Liedern enden.

Jill Scott – Golden (Anna-Sarah)

Myia Follick – Talking with Strangers (Nadia)

Miss Eaves – Thunder Thighs (Magda)

Willow – 21st Century Girl (Hannah)

Beyoncé – Formation (Accalmie)

THEESatisfaction – QueenS (Sabine)

Mary Lambert – Know Your Name (Charlott)

Sister Sledge – We Are Family (Sharon)

Playlist: Musik für den Frauenkampftag!


Kein Frauenkampftag ohne Musik! Unsere illustre Playlist-Reihe wächst und wächst, und wir blicken bisher zurück auf Charlott`s Sound zum Frauenkampftag, Magda`s Beyoncé-Style-Playlist, Sabine`s Top 20 – Weil Ihr GROSSARTIG seid!, Anna-Sarah´s „Ist es lachen, ist es weinen – Lass es ungehorsam sein“ und einen weiteren Frauenkampftag-Soundtrack.

Lauryn Hill – Doo-Wop (That Thing)

Hole – Miss World

Liz Phair – Fuck and Run

Organized Noise ft. Andrea Martin & Queen Latifah – Set It Off

Missy Elliott & Da Brat – Sock It 2 Me

Weiterlesen „Playlist: Musik für den Frauenkampftag!“

Der Sound zum Frauenkampftag! Eine Playlist

Was macht den Frauenkampftag noch besser? Der passende Soundtrack! Falls dieser hier für euch nicht so funktioniert, haben wir im Archiv auch immer noch Magdas Playlist zum Frauenkampftag – Beyoncé-Style!, Nadias International Women`s Day: Frauen*kampftag-Playlist, Sabines Top 20 – Weil Ihr GROSSARTIG seid! (feminist playlist nr. 2) und Anna-Sarahs Beitrag Ist es lachen, ist es weinen / Lass es ungehorsam sein. Die deutschsprachige Playlist. Und falls ihr noch Pläne für den heutigen Tag braucht: Wir haben einiges in unserer Terminliste zusammengetragen und in den Kommentaren wurde fleißig weiter ergänzt.

1. Nina Simone – Revolution

2. The Indelicates – Our Daughters Will Never Be Free

3. Eekwol – Kisay’s Song (Iskeweak Iskotew Tapwewin)

4. Tracy Chapman – Subcity

5. Naomi Wachira – Witness

6. SOAK – Reckless Behaviour

7. Queen Latifah – U.N.I.T.Y.

8. X-Ray Spex – Oh Bondage! Up Yours!

9. Destiny’s Child – Survivor

10. Dessa – Fighting Fish

11. Against Me! – True Trans Soul Rebel

12. Laura Mvula – That’s Alright

13. Salt ’n‘ Pepa – None of Your Business

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