Wooow!

von Susanne

Das nenn ich mal ’ne klare Ansage:

Über Feministing




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 28. August 2008 um 13:49 Uhr unter Familien_politik. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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21 Kommentare

  1. Nils sagt:

    Let me look you right in the eye and tell you that hell is your future home

    Eine ziemlich gute Wiedergabe dessen, was einem Mann in diesem unserem Lande blühen kann – Wenn er sich der Ernährerrolle entziehen möchte, und die Kindesmutter nicht so ganz einverstanden ist.

    Danke, deutsches Familienrecht. Danke, deutsche Frauenverbände. Danke, deutscher Feminismus.

  2. Susanne sagt:

    Nee Nils, ich denke, da hast du Unrecht. Findste nicht, dass deine Interpretation ein bisschen arg an sehr langen Haaren herbeigezogen ist? Aber schön, dass man diesen Clip, in dem ein Mann (!) Hausmänner in die Hölle schicken will, auch antifeministisch interpretieren kann… Wieder was gelernt.

    Na gut.

  3. Nils sagt:

    Nee, ehrlich? Das man einen fundamentalprotestantischen TV-Preacher feministisch interpretiert wird, das hätte ich von euch allerdings nicht erwartet.

    You´re too lazy to work and support your children. You call yourself Mr. Mom, God calls you a bom.

    Na gut. Ein Mann, der seiner Versorgerrolle entziehen möchte ist ja selbst nach grüner Auffassung ein Faulpelz und ein Rabenvater. Da haben wir vielleicht wieder das protestantische Mindset.

  4. Nils sagt:

    P.S.: Ich meine grüne Ideen, die Väterliches Sorgerecht daran knüpfen wollen, daß sich der Vater durch pünktliches Erfüllen von Unterhaltszahlungen erst bewähren muß (Bevor die UN Kinderrechtskonvention in seinem Fall anerkannt wird)

  5. Matze sagt:

    @ Nils: Und vor dem „Feminismus“ konnte der Mann einfach so aus der Ernährerrolle aussteigen?

    Weite Teile des deutschen Feminismus unterstützen es (theoretisch), dass auch Männer die Rolle des „Kümmerers“ übernimmt; praktisch jedoch ist das aus verschiedensten Gründen immer noch sehr schwierig.
    Und ja, auch, weil manche Feministinnen Mütter, die ein Kind kurz nach der Geburt getötet haben, grundsätzlich für besser geeignet halten, ein Kind großzuziehen, als die Väter.

  6. Susanne sagt:

    @ Nils: Hat aber an dieser Stelle niemand gemacht (feministisch interpretiert).
    @ Matze: Tut aber hier niemand.

  7. Matze sagt:

    @ Susanne: Ich wollte keine Namen nennen. Ich meinte eine *sehr prominente* Feministin, die einen Feminismus vertritt, mit dem ihr explizit *nicht* in einen Topf geworfen werden wollt.

  8. Nils sagt:

    @Matze: Natürlich nicht. Ich meine ja nur, daß „der Feminismus“ (ich meine damit das, was gesellschaftlich als Feministisch zum tragen kommt) durchaus von so einem Mindset geprägt ist.

    Stell dir einen Vater vor, der sagt „ah, ich werde Vater, also möchte ich weniger arbeiten!“ – Und eine Mutter dazu, die vielleicht feministisch angehaucht ist, aber nun plötzlich den deutschen Mutterwahn bekommt, und nun meint er müsse Verantwortung in der Form übernehmen daß er Kohle ranschafft (so was gibt es gar nicht so selten)

    Wenn der Streit eskaliert, hat sie den ganzen Staatsapparat auf ihrer Seite, einschließlich einer möglichen Gefängnisbestrafung für ihn. Praktisch kann sie den Kontakt zu seinen Kinder völlig unterbinden.

    Das Haben bei uns Frauenverbände im Verbund mit Konservativen so durchgesetzt.

  9. Nils sagt:

    @Susanne: Okay, habe ich vielleicht falsch verstanden. Mir ist nicht ganz klar, was du mit „antifeministisch interpretieren“ meinst.

  10. Judith sagt:

    das ist der typ, der die schwulen und feministen für 9/11 verantwortlich gemacht hat. was will man erwarten.

  11. Nils sagt:

    ..und wahrscheinlich ist dann Aids eine Strafe Gottes – Für Unzucht.

  12. Matze sagt:

    Leider kann ich das Video nicht ansehen, aber:

    1. scheint der Evangelist vor allem zu sagen, dass es Gott nicht gefällt, wenn der Mann keiner Erwerbsarbeit nachgeht, um seine Familie finanziell zu unterstützen; das heißt nicht, dass es ihm ebenfalls nicht gefällt.
    2. ist es durchaus denkbar, dass Mr. Hagee die Frustration einer Mutter über das Zuhausebleiben des Vaters ihrer Kinder und darauf folgende Negativreaktionen als Werkzeug Gottes zur Bestrafung der Hausmänner ansieht.

    Irgendwie glaube ich aber keins von beiden …

  13. Matze sagt:

    Gedanke: Vielleicht liegt es eher an solchen Typen als an Serien wie „Buffy“, dass es so viele Kirchenaustritte gibt?

  14. Judith sagt:

    das eigentliche problem ist die verbindung von dem kerl zu mccain.

  15. Susanne sagt:

    @ Nils: Ich bezweifle, dass eine einzige der heutigen Feministinnen nach der Geburt eines Kindes einen Mutterwahnrappel kriegt. Der ist doch genau das, was in Deutschland das Leben junger Eltern (Frauen und Männer!) zur Hölle machen kann.

    P.S.: Und alle Mütterfeministinnen ignoriere ich sowieso. Kann ich nicht ernst nehmen.

  16. Matze sagt:

    Irgendwann sollten wir eine Meta-Diskussion zum Thema „no true scotsman“-Fehlschluss führen. Nur so nebenbei.

    @ Judith: Ich gehe in diesem Fall davon aus (hoffe in diesem Fall), dass diese Verbindung ein Problem für McCain ist.

    @ Susanne: Nimmst du Mütterfeministinnen (bitte Definition nachliefern) nicht ernst, weil die Argumente schwach sind, oder weil sie nichts zu sagen haben? Bei letzterem wäre ich mir nicht so sicher …

  17. Susanne sagt:

    Weil sie sagen, dass die Mutter der wichtigste Mensch für das Kind ist. Damit sind sie sich sehr einig mit alten patriarchalischen Vorstellungen und lassen den Mutterkult, den es seit Jahrhunderten in Deutschland gibt, weiterleben. Und genau den finde ich zum Kotzen, um es zur Abwechslung mal drastisch zu formulieren.

    Immer wieder sehr empfehlenswert zu diesem Thema: Barbara Vinkens „Die deutsche Mutter“. Hier nur mal als Einblick ein schnelles Zitat von ceiberweiber.at:

    Wenig kann Vinken dem „Mütterfeminismus“ abgewinnen, der vorsieht, dass Mütter die Männer aus deren Positionen verdrängen. In ihrem Buch, das derzeit vergriffen ist und im Herbst als Taschenbuch nachgedruckt wird, spricht sie davon, dass die „Berufung der Frau zur Mutter“ als „Bollwerk“ gegen Gleichheit eingesetzt wurde.

  18. Matze sagt:

    *applaudiert Susannes drastischen Worten zu*

    Nur leider ist das eine Form von „Feminismus“, die sich gesellschaftlich sehr stark durchgesetzt hat. Vielleicht, *weil* sie patriarchalischer ist, als die AnhängerInnen glauben und deshalb noch Rückendeckung von konservativen Kreisen bekommt.

  19. sven sagt:

    adventist, zeuge jehova oder scientologe ist er scheinbar nicht. welcher konfession gehört der pr. wohl an? egal. z. th. mann wie frau, mein programm zur def. feministischer norm bei konfessionellem untersch. anhand von schuberts frauenlieder.
    1. Mutter-Kind-Thematik D304, D498, D867, D5, D323 2. Klagethematik
    a. Liebes- Sehnsuchtsthematik D23, D118, D162, D210, D227, D228, D270, D317, D301, D319, D409, D411, D497, D564, D673, D830, D922 b. Trauerthematik D5, D6, D191, D389, D73, D595, D195, D217, D504
    3. Trostthematik D122, D467, D653 4. Arbeitsthematik D247 5. Heimat- Vaterlandsliebe D287, D573 6. Mädchenthematik (Spätphase) D500, D631, D652 7. Huldigungsthematik D263, D273, D495 8. Mythologische Thematik
    D323, D573, D831 9. Religiöse Thematik D828, D839 10. Humorvolle Lieder D866, D868

  20. Nils sagt:

    @Matze:

    Victim feminism is when a woman seeks power through an identity of powerlessness

    (naomi wolf)

    Was bietet sich da eher an, als den Mythos von der seelisch reinen und sich aufopfernden Mutter auszuschlachten? Da ist der Muttermythos kein politisches Programm, sondern etwas dessen man sich bedient (vermutlich unbewußt)

    Daß das nach hinten losgeht haben ja viele gemerkt – Aber auf die politische Identität die das stiftet, wollen viele wiederum auch nicht so recht verzichten. Es kann doch kein Feminismus, der Mehrheiten einsammeln will, auf solche Mythen verzichten?

    Siehe A.S., die sich einerseits bei jeder Gelegenheit ausdrücklich vom „Mütterfeminismus“ distanziert, andererseits aber solche Artikel schreibt. In meinen Augen hat sie ihre Popularität dem geschickten lavieren mit tradierten Weiblichkeitsmythen (und, ganz entscheidend: dämonischen Männlichkeitsmythen) zu verdanken. Nach dem Motto: „Gut ist, was nützlich ist“ wird dann der Erfolg gefeiert – Nur nimmt der Muttermythos (und gleichzeitig die Männerdämonisierung) dadurch nicht ab, sondern zu.

    Wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis man hierzulande auf breiter Front merkt daß der Karren selbst ganz tief in den Dreck gefahren wurde. (Und nicht etwa der böse „Backlash“)

  21. Nils sagt:

    Apropos: Die Forderung, Art. 6 GG auf Eltern auszudehnen: Chapeaux! (habe es vversäumt, das an der entsprechenden Stelle zum Ausdruck zu bringen (hatte es schon vorher gelesen)