Was muss nach der Debatte passieren?

von Susanne

Das Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Boell-Stiftung stellt angesichts der Debatte der letzten Monate die Frage „Was ist der Streit-Wert?“ und lässt diese eine ganze Reihe von Personen beantworten.

So schreibt zum Beispiel der Sozialwissenschaftler Martin Wilk, Büroleiter der Frauenpolitischen Sprecherin im Bundesvorstand der Grünen, dass jetzt vor allem die Männer gefragt seien. Elahe Haschemi Yekani von der Humboldt-Universität Berlin fordert, dass der Feminismus breiter und bunter werden muss – sich quasi zu vielen Feminismen wandeln. Ina Kerner, Politologin und Autorin des Buches „Differenzen und Macht. Zur Anatomie von Rassismus und Sexismus“ erwartet vom Feminismus, dass sich dieser immer wieder erneuert.

Momentan stehen neun Beiträge online (darunter auch einer von mir), aber die Liste wird in den kommenden Wochen noch wachsen. An dieser Stelle haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gunda-Werner-Institut einen wahnsinnig wichtigen Schritt getan: indem sie – anstatt zur Debatte nur eine weitere Meinung fallen zu lassen – einen Schritt weitergehen und fragen, was als nächstes passieren muss und kann.

Und hiermit auch an euch die Frage: „Was ist der Streit-Wert?“




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 19. August 2008 um 12:25 Uhr unter Netz(kultur). RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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2 Kommentare

  1. access denied sagt:

    Tja, da gibts so ein Sprichwort: „Theorie muss praktisch werden“.
    Noch Fragen?

  2. Stefan sagt:

    Ich bin zum ersten Mal auf der Mädchenmannschaftsseite und bin sehr positiv überrascht von den interessanten Diskussionen. Vor allem, das sich so viele Männer beteiligen. Den Feministinnen und Macherinnen dieser Seite ist das vielleicht schon unheimlich 8-)

    Zur Debatte selbst: Die Frage ist natürlich suggestiv und möchte wohl ein „Auf zur Tat!“ provozieren. Obwohl die Beiträge mich positiv stimmen, dass ein grosses progressives Potenzial in der Frauenbewegung gibt, glaube ich, dass sich gesellschaftlicher Fortschritt nur sehr allmählich vollzieht. Misstände aufzudecken und mit Graphiken und Statistiken zu belegen, ist das eine, aber echte gesellschaftliche Alternativen lebbar und durchsetzbar zu machen, das sind wirklich grosse Aufgaben.

    @Susanne
    Zu Susannes Beitrag: Vielleicht verstehe ich es ja falsch, aber, wenn jemand darauf aus ist in meinem Kopf etwas zu verändern, dann reagiere ich intuitive allergisch. Sorry, aber ich bin in der ehemaligen DDR grossgeworden und da war die Idee immer: Man ändert alle Menschen und dann funktioniert der Kommunismus von ganz alleine.

    Wenn wir in wichtigen Entscheidungsgremien wirklich gleich viele Männer wie Frauen sitzen haben wollen, dann hilft wohl nur, das über Quoten zu erzwingen. Erst dann haben die Menschen die Möglichkeit es zu erleben und sich daran zu gewöhnen und bald wird es als ganz normal erfahren. Das Frauenwahlrecht in Deutschland ist zB. gerade mal 90 Jahre alt.