Wissenschaftler_innen haben herausgefunden…

von Helga

… dass Männer, die ihre Partnerinnen schlagen, das Ausmaß von Gewalt in Beziehungen deutlich höher einstufen, als es tatsächlich der Fall ist. Nicht klar ist bisher, so The Curvature, ob die Fehleinschätzung dazu führt, dass sie gewalttätig werden, oder eher als anschließende Rechtfertigung gebraucht wird. Wichtig ist in jedem Fall, immer wieder deutlich zu machen, dass die Mehrheit der Männer ihre Partnerinnen nicht schlagen und vergewaltigen.

… dass Frauen, selbst wenn sie nur indirekt Seximus beobachten, anschließend eine schlechtere Meinung von Männern haben. Bereits „mittelmäßig schlimme” sexistische Kommentare führen zum Wunsch, sich von Männern abzugrenzen und verärgerten die Probandinnen. Die abwertenden Handlungen einzelner Sexisten beeinflußen so leider das Ansehen aller anderen Männer, berichtet The Sexist. Da viele Übergriffe in der Öffentlichkeit passieren, raten die Forscherinnen allen Zuschauer_innen, nicht wegzusehen sondern den Seximus direkt anzugehen.

…dass bessere Verfügbarkeit der Pille danach Frauen nicht verleitet, auf Verhütung während des Sex zu verzichten. Wie dieStandard.at berichtet, nehmen sie die Pille danach im Notfall aber früher ein. Da gerade die frühest-mögliche Einnahme wichtig ist, ergibt sich ein weiteres Argument für die Aufhebung der (deutschen) Rezeptpflicht.

…dass sich Erwachsene nicht ganz einig sind, was „Sex” eigentlich ist. So sehen zwar 95% das Einführen eines Penis in die Vagina als Sex an. Kommt es dabei nicht zum Samenerguss, sehen das nur noch 89% als Sex. Für Anal-Sex, Oral-Sex oder manuelle Stimulation sanken die Zahlen noch weiter, so Broadsheet. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte man also nicht annehmen, dass Gesprächspartner_innen Sex genauso definieren, wie man selbst.

Wem das noch nicht genügend Studien und Sexforschung sind, der findet bei The Sexademic noch ein paar fast vergessene Wissenschaftler_innen, die sich weit vor Alfred Kinsey daran machten, Schlafzimmer und Reproduktionsorgane zu untersuchen. Etwa Clelia Duel Mosher, die den Mythos „fragile Frauen” untersuchte und feststellte, dass Korsetts statt biologischer Nachteile zu Atemproblemen führen.




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 24. März 2010 um 11:39 Uhr unter Zeitgeschehen. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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Ein Kommentar

  1. Jeremy sagt:

    Männer die ihren Partner schlagen stufen das Ausmass an Gewalt in Beziehungen höher ein, lol, wird bei Frauen nicht anders sein. Meine Oma sagte immer „Wer selber hinter der Hecke hat gelegen, der nimmt das auch von anderen an“. An dem Spruch ist was wahres dran.