Einträge mit dem Tag ‘GLBT’


Samstagabendbeat

15. Mai 2010 von Magda

Der heutige Samstagabendbeat ist einem Flashmob vom 8.Mai in San Francisco gewidmet, der zu einem Boykott einiger Hotels aufrief, um auf die prekäre Situation vieler Hotel-Angestellten mit schlechten Verträgen und ohne Krankenversicherung aufmerksam zu machen; unterstützt von SleepWithTheRightPeople, einer Koalition von LGBT-Aktivist_innen und UNITE HERE, einer Gewerkschaft, die über 300.000 Arbeiter_innen u.a. im Dienstleistungsgewerbe repräsentiert. Lady Gaga inspirierte Melodie und Text, eine Marschkapelle lieferte den Beat, et voilà:

“Don’t Get Caught in a Bad Hotel”

Via feministing.


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Que(e)rbeet

9. Januar 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 21 von 153 der Serie Kurz notiert

Das neue Jahr bringt uns eine Menge Rückblicke:

Auf salon.com erfährt man mehr über das lebendige feministische Jahr 2009 und auf stilettorevolt.com wurden die besten zehn Filme 2009 gekürt, die entweder von Frauen gemacht wurden und/oder starke Frauen-Charaktere präsentierten.

KinoliebhaberInnen kommen auch bei diesem Rückblick auf eine Dekade queere Filme auf ihre Kosten:

Während in den 1990er die “inoffizielle Geburt von queeren Filmen” stattfand, konnte man in den letzten zehn Jahren einen kleinen Aufschwung der queeren Filmszene beobachten. Auf windycitymediagroup.com  beschreibt Richard Knight, Jr. sehenswerte LGBT Filme.

Ein Hoch auf Portugal: Mit den Stimmen der SozialistInnen und mehrerer kleiner linker Gruppierungen wurde in Portugal die Homoehe eingeführt. Kinder adoptieren dürfen Schwule und Lesben weiterhin nicht – berichtet taz.de.

Auf thefbomb.com, ein Blog für und von jungen FeministInnen im Jugendalter, beschreibt die lesbische Trans Steph, warum sie der Gay Pride Bewegung kritisch gegenübersteht.

Ein Artikel auf timesofindia.com erzählt uns von den feministischen Bewegungen in Indien - Feminism India-Style eben.

Jessica Valenti von feministing.com spricht über ihren größten Karrierefehler (inklusive Skript).

Auf salon.com stellt man die kontroverse Frage, ob erzwungene Sterilisation jemals OK sei (insbesondere angesichts der Tatsache, dass erzwungene Sterilisation in den USA Geschichte hat).

Laut spiegel-online.de rechnet das Deutsche Jugendinstitut damit, dass in den kommenden Jahren deutlich mehr Kita-Plätze gebraucht werden als bislang erwartet. Den von der Bundesregierung für 2013 angepeilten Bedarf von Plätzen für 35 Prozent der Kleinkinder halten die Experten für viel zu niedrig.

Auch Schlafen sei ein feministisches Thema – so zumindest Ariane Huffington von huffingtonpost.com.

Die lustigste Nachricht der letzten Tage kam über TPM: Bristol Palin ist Botschafterin der Candie’s Foundation, für die sie Abstinenz unter Jugendlichen propagiert. Erinnerung: Palin ist neunzehn Jahre alt und alleinerziehende Mutter eines einjährigen Sohns.


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Transgender Day of Remembrance in Berlin

20. November 2009 von Magda

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Morgen, am 21. November, findet im Foyer des Rathauses Schöneberg in Berlin zum elften Mal der Transgender Day of Remembrance statt, ein Tag zum Gedenken an ermordete Trans-Leute, der 1998 von Gwendolyn Ann Smith nach dem Mord an Rita Hester ins Leben gerufen wurde.

Auf dem Gender Studies Blog ZtG von der Humboldt Universität zu Berlin heißt es:

Allein dieses Jahr sind bis zum Sommer weltweit über 80 Morde bekannt geworden, aber auch Gewalt und Diskriminierung sind überall auf der Welt alltägliche Realität für viele Leute, deren Geschlechtsidentität nicht zur strikten Zweiteilung der Menschheit in «Frauen» und «Männer» passt.

(Auf eben erwähnten Blog gibt es auch alle nötigen Informationen zum Programm.)


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Applaus für… City of Refuge – Stätte der Zuflucht für LGBT

21. September 2009 von Magda
Dieser Text ist Teil 8 von 22 der Serie Applaus für

Wenn man Kirchen und deren Dogmen sonst immer kritisch entgegentritt, macht folgende Nachricht auf colorlines.com doch sehr glücklich: In der Kleinstadt Lanham in Maryland, USA, predigt Pastor Kendal Brown in seiner Kirche City of Refuge die so genannte Lehre der Radical Inclusion (“Radikale Einbeziehung”), ein konfessionsübergreifender Ansatz, der all denjenigen Sicherheit und Ermutigung spenden soll, die von vielen religiösen Gemeinden ausgeschloßen und verachtet werden – und dies sind insbesondere Lesben, Schwule, Bisexuelle und/oder Transsexuelle (kurz LGBT).

Kirche "City of Refuge"

Auf der Homepage der Kirche heißt es:

It is The Fellowship’s goal to create a place where all may feel free to worship, serve, and grow spiritually – without regard to race, ethnicity, social class, age, gender/gender identity, or affectional orientation. We will create a safe place for all persons to flourish – especially women, same-gender-loving individuals and their allies, transgendered persons, persons in recovery, the recently incarcerated, the economically disenfranchised, and persons infected and affected by HIV/AIDS.

(zu deutsch: “Es ist das Ziel der Gemeinde, einen Ort zu kreiieren, in dem sich alle Menschen wohlfühlen können, um zu beten, Gott zu dienen und spirituell zu wachsen – ungeachtet ihrer Hautfarbe, Ethnizität, sozialen Klasse, Alter, Geschlecht / Geschlechtsidentität, oder sexuellen Orientierung. Wir werden einen sicheren Ort für alle Personen etablieren, damit sie aufblühen können – dies gilt insbesondere für Frauen, Homosexuelle und ihre UnterstützerInnen, Transgender Personen, Menschen in Genesung, die ehemals Inhaftierten, die ökonomisch Entrechteten, und HIV- oder AIDS-Infizierte.”)

Im Artikel werden auch mit stereotypen (und rassistischen) Vorurteilen aufgeräumt, afroamerikanische communities seien Homosexuellen gegenüber feindlicher eingestellt als etwa weiße US-AmerikanerInnen. Auf die Feststellung einer Kirchgängerin, dass Erstere ganz besonders starre Vorstellungen von Geschlechterrollen hätten, erklärt Cedric Harmon, zweiter Pastor in der Kirche, dass diese Intoleranz im Kontext struktureller Probleme in den afroamerikanischen communites betrachtet werden müsse.

“I do not believe that the African American community just inherently can’t deal with gay people or is exceptionally conservative. It’s that there are additional burdens, pathologies and challenges already and this issue is often couched as yet another threat (…) All of the gaps, or threats, are wider in communities of color. The healthcare gap. The technology gap. The education gap. When same-gender-loving persons are perceived as an additional threat, people do not know how to respond.”

(zu deutsch: “Ich glaube nicht, dass die afroamerikanischen communities einfach nichts mit Homosexuellen zu tun haben wollen oder ganz besonders konservativ sind. Es ist nur so, dass es zusätzliche Belastungen, Pathologien und Herausforderungen gibt und diese Angelegenheit häufig als noch eine zusätzliche Bedrohung angesehen wird. All diese Diskprepanzen und Bedrohungen sind bei AfroamerikanerInnen größer: Verglichen mit Weißen gibt es Unterschiede in der Versorgung von Gesundheit, Technologie und Ausbildung. Wenn Homosexuelle als Bedrohung wahrgenommen werden, wissen viele Menschen nicht, wie man darauf reagiert.”)

Eine Kirche wie die City of Refuge bietet jenen, die häufig in US-amerikanischen Kirchen als krank dargestellt und ausgestoßen werden, einen Zufluchtsort und betont Inklusion und Gerechtigkeit als Stärken der Kirche und nicht etwa Bestrafung und Ausschluß. Außerdem sieht sich die City of Refuge als so genannter safe space, ein sicherer Ort, in dem man vor Anfeindungen gewahrt ist und mit Menschen kommuniziert, die mitunter ähnliche Erlebnisse hatten.


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