Ellen DeGeneres und andere bezaubernde Frauen

29. Juli 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 44 von 44 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

www.MELSBLOG.de

Wie heißt du?
Im Internet meistens MeL, im wahren Leben Meike.

Seit wann bloggst du?
In der jetzigen Form seit ca. zwei bis drei Jahren, meine erste Webseite habe ich aber schon im Jahr 2000 online gestellt.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ursprünglich aus Langeweile und kreativer Unterforderung in meiner damaligen Beschäftigung, inzwischen weil ich Spaß am Schreiben und im Internet die Chance habe, ein spontanes Feedback zu meinen Texten zu bekommen.

Worüber schreibst du?
Kurz gesagt über Frauen, die ich auf die ein oder andere Weise bezaubernd finde, daher auch der Titel des Blogs „Enchanting Women | Bezaubernde Frauen“. Das können sowohl reale Frauen sein als auch fiktive Charaktere aus Filmen und Fernsehserien, und meistens sind es Frauen, die – zumindest auch – andere Frauen lieben. In der Kategorie „MeL’s Point“ finden sich zudem sämtliche Ausgaben einer gleichnamigen Kolumne, die ich eine Zeit lang für eurOut geschrieben habe. Weil ich aus meiner eurOut-Zeit noch einige internationale Leserinnen habe, ist der Blog zweisprachig, d.h. es gibt sowohl deutsche als auch englische Beiträge.
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„Faszination für das Neue und schonungslose Ehrlichkeit”

19. Juli 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 43 von 44 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

www.scienceblogs.de/PLANETEN

Wie heißt du?
Ludmila Carone

Seit wann bloggst du?
Seit Anfang 2007 und seit November 2007 bei den scienceblogs.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Weil die meisten Leute nur vage und meist eher Hollywood-Klischee-Vorstellungen davon haben, was ein Wissenschaftler so den lieben langen Tag macht. Ach und weil ich zeigen wollte, dass Wissenschaftler nicht nur alte humorlose Männer in weißen Kitteln sein müssen. Ich hab noch nie in meinem Leben einen Kittel getragen.

Worüber schreibst du?
Im Grunde über alles, was ich interessant oder besonders doof finde. Vor allem versuche ich zu vermitteln, dass Wissenschaft mehr als eine Ansammlung von Wissen ist. Das Wesen der Wissenschaft ist: Faszination für das Neue und schonungslose Ehrlichkeit auch und gerade sich selbst gegenüber. Und sie stellt für manche Menschen einen Wert an sich dar: Freude an der Schönheit von Sternen und Galaxien. Verwunderung über die wunderbare und geradezu verrückte Welt der Quantenmechanik. Das erhebende Gefühl ein Rätsel gelöst zu zu haben, was vor einem vielleicht noch nicht mal einer gesehen hat.
Wer das alles unter dem Diktat von “Wozu soll das gut sein?” sieht, schießt sich letztendlich selbst ins Knie. Anwendungen wurden in der Vergangenheit fast immer aus den Möglichkeiten gewonnen und nicht aus der Notwendigkeit heraus. Max Planck hat z.B. niemals einen Computer im Sinn gehabt, als er die Wärmestrahlung erforschte. Benjamin Franklin hat nicht an Stromkraftwerke gedacht, als er seine Drachen steigen ließ, um Blitze zu erforschen.
Dennoch könnte ich diesen Text hier ohne diese beiden Ereignisse nicht schreiben und veröffentlichen. Am Anfang jedes wissenschaftlichen Fortschritts stand eher die Frage: “Hmm, was passiert wohl, wenn ich das und das mache?” Und weniger: “Ich mache das jetzt, um xyz zu erreichen.” Und selbst wenn man mit einem festgesetzten Ziel antritt, muss man sich immer auf Überraschungen gefasst machen.
Ach ja und oft versuche ich zu vermitteln, dass ich keinen Grund sehe, warum Frauen da nicht genauso gut sein sollten wie ihre männlichen Mitstreiter. Eine Frauenquote von 5-10% im Physikstudium ist ja wohl steigerungsfähig.
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„Ich habe gelächelt und ihnen zugewunken”

8. Juli 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 42 von 44 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

EIN-FREMDWOERTERBUCH.blogspot.com

Wie heißt du?
Mein Blog heißt “ein fremdwörterbuch” und ich heiße Kübra Yücel.

Seit wann bloggst du?
Seit 2008.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ein paar blöde Menschen liefen mir über den Weg. Unter anderem ein großer Glatzkopf-Haufen, den ich auf dem Hamburger Nazi-Aufmarsch am 1. Mai antraf. Das war eine schöne Begegnung, weil ich eines realisierte: Es gibt sie wirklich: Menschen, die andere Menschengruppen hassen. Einfach so, aus Prinzip. Ich war sehr verwundert und stand mit großen Augen hinter der Presse-Absperrung. Der Haufen drehte sich langsam zu mir um und starrte mich durch die dunklen Sonnenbrillen an. Ich habe dann gelächelt und ihnen zugewunken.
Und das mache ich eigentlich bis heute noch: Ich lächele und winke den Menschen zu. Schaut her, das ist mein Leben, das bin ich. Ich bin Muslimin, Studentin, Bloggerin, ich liebe World-Musik, Kunst, Fotografieren, Städte, Menschen und Lakritze. Da finden Hass, Vorurteile und Idotie keinen Platz mehr.

Worüber schreibst du?
In letzter Zeit viel über den Islam und das Leben als Muslimin, aber außerdem über: Politik, Kunst, Musik, Kultur, Kurzfilme und das Leben in London, wo ich gerade studiere.
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Ran an die Technik!

28. Juni 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 41 von 44 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

RYUU.de

Wie heißt du?
Ich bin im Netz vor allem als ryuu unterwegs. Im Real Life höre ich auf den Namen Camilla.

Seit wann bloggst du?
Ich habe 2001 angefangen, mich für Webdesign zu interessieren, aber lange nur meinen Uni-Webspace benutzt. Mit dem Bloggen habe ich im Januar 2006 angefangen, den Sprung weg von twoday.net hin zum selbstgehosteten Blog habe ich im Sommer 2009 gewagt.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Angesteckt hat mich ein Freund, der mittlerweile nicht mehr bloggt, ich wollte das einmal probieren und war nahezu sofort „angefixt” von der Möglichkeit, schnell und unkompliziert etwas zu veröffentlichen. Schreiben, der öffentliche Austausch mit anderen Menschen, ist seitdem ein Mittel, mich mit Dingen auseinanderzusetzen, die mich beschäftigen, der eine ganz andere Wirksamkeit hat als der bloß private Austausch über Mails oder Telefonate oder auch als Forendiskussionen.
Am Bloggen reizt mich die Unmittelbarkeit – zugegeben: ich bin mit meiner Art, impulsiv und subjektiv zu bloggen, schon einige Male Leuten auf die Zehen getreten. Und darüber hinaus mag ich die Möglichkeit, mit nahezu null Kosten einen Text zu veröffentlichen, der ohne große Umständlichkeit von anderen weiterverbreitet, aufgegriffen, kritisiert und beantwortet werden kann.

Worüber schreibst du?
Ursprünglich habe ich irgendwann mal „Linux, Musik und der ganze Rest” als Motto gewählt. Tatsächlich aber schreibe ich über alles, was mich bewegt. Konstanten sind: Linux und freie Software, textiles Handwerk, sporadisch gender- und queere Themen, hin und wieder das Musikmachen und immer wieder Berlin-Neukölln.
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Südafrika – mehr als Fußball

17. Juni 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 40 von 44 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

PHELINA.wordpress.com

Wie heißt du?
Phelina Mielke

Seit wann bloggst du?
Ich blogge seit August 2009.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich lebe seit dem 15. August 2009 in Kapstadt, wo ich einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst ableiste, und möchte prinzipiell meine Erlebnisse mit den Daheimgebliebenen teilen, da ich sie einerseits auf dem Laufenden halten wollte und mich andererseits verpflichtet fühle, meine Erfahrungen, Eindrücke und ggf. persönliche Einsichten mitzuteilen, da ich das Privileg habe, ein anderes Land, Leute und Kultur bzw. einen Teil davon kennen zu lernen und dadurch Erfahrungen mache, die nicht jedem so direkt zugänglich sind – und das dank des Freiwilligenprogramms „weltwärts“ des BMZ sowie vieler Spenden aus dem Familien- und Bekanntenkreis.

Worüber schreibst du?
Ausgehend von meinen persönlichen Erfahrungen schreibe ich oft über meine Eindrücke zu gesellschaftspolitischen Themen und anderen Auffälligkeiten in Südafrika, was Themen wie Rassismus, den Kontrast zwischen Arm und Reich, das Leben in Afrika, besonders mein eigenes, Sicherheit oder das Gesundheitssystem umfasst. Aktuell habe ich selbstverständlich einen Artikel über die Fußball-Weltmeisterschaft in meinem Gastland veröffentlicht.
Ein Teil der Berichte bezieht sich angesichts meines Freiwilligendienstes auf meine Arbeit in einer Kapstädter NGO namens Children’s Movement, die Kindergruppen und Gesundheitszentren an Schulen in ganz Südafrika gegründet hat und beispielsweise Anti-Bullying-Kapagnen, Kultur- und Umweltprogramme durchführt. Darüber hinaus gibt es innerhalb der Organisation das Girl Child Movement, das die Schwierigkeiten fokussiert, denen Mädchen und junge Frauen in Südafrika heutzutage ausgesetzt sind.
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„Ich” im Massenmedium

7. Juni 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 39 von 44 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

www.MARIAM-FFM.de

Wie heißt du?
Mariam Dessaive

Seit wann bloggst du?
Januar 2010

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Die Idee hatte ich schon länger. Letzten Herbst sah ich einen Film über eine Frau, die ihre Erfahrungen als Köchin ins Netz stellte (Julie & Julia?). Der Reiz: In einem öffentlichen Massenmedium Ich sagen, das war ja bislang verpönt. Themen ansprechen können, die in den „offiziellen“ Medien ausgespart oder einseitig dargestellt werden. Die hergebrachten Medien werden ja noch immer von weißen Männern dominiert.

Worüber schreibst du?
Eigentlich meist über die Erfahrungen, die ich als Neo-Deutsche in letzter Zeit mache. Ich bin halb Deutsche, halb Inderin, lebe praktisch schon immer in Europa, ging bisher als Europäerin problemlos durch, aber in letzter Zeit bekomme ich die massiv gestiegenen Ressentiments gegen Migranten muslimischer Religion zu spüren: Mariam ist ein typischer muslimischer Frauenname, so wie Maria für Christen. Diese Erfahrungen finde ich interessant, weil soviel an Ur-Ausgrenzung drinsteckt, wie Frauen das sowieso kennen. Beispielsweise die Erfahrung der Objekt-Position und wie mühsam es oft ist, ich zu sagen, die Schere im Kopf zu überwinden, die Subjekt-Position einzunehmen. Und zwar öffentlich.
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Vom Leben in der Ferne

27. Mai 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 38 von 44 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

BITTEGITTE.blogspot.com

Wie heißt du?
Gitte.

Seit wann bloggst du?
Meinen ersten Blog habe ich 2003 eingerichtet. Damals hatte ich genau einen Leser. Wir haben uns gegenseitig kommentiert. Das wurde schnell langweilig. Deswegen habe ich bald alle Einträge und den ganzen Blog gelöscht. Ich fand das alles zu selbstbezogen und ins Leere geschrieben. Alle anderen meiner Bekannten waren (und sind es meist bis heute) nicht so affin mit dem frühen Web 2.0. Als ich dann im Februar 2005 nach Seoul ging, wusste ich sofort, dass ein Blog mein Medium wäre, um das, was ich erlebe, aufzuschreiben. Seitdem gibt es “Seoulmate”.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Um meine Erlebnisse im fremden Land zu verarbeiten. Um zu schreiben, denn das macht mir Spaß, und um meiner Familie und meinen Freunden und allen anderen Interessierten vom Leben in der Ferne zu berichten.

Worüber schreibst du?
Über das (mein) Leben in Korea. Nicht tagebuchmäßig, à la “Heute war ich dort und dort”, sondern ein bißchen mehr analytisch. Ich versuche, das Leben, die Menschen, das Land, die Kultur zu beobachten und zu verstehen. Obwohl ich keine Sozial- oder Kulturwissenschaftlerin in, habe ich manchmal das Gefühl, der Blog geht in die Richtung. Es ist gar nicht so einfach, über eine fremde Kultur zu schreiben: Ich möchte, dass meine Texte interessant sind, aber ich will auf keinen Fall orientalisieren und exotisieren. Ich berichte auch von meinen Reisen im Land und in der weiteren Region, also Japan, Singapur, Taiwan, China, Malaysien, das ist dann etwas dokumentarischer. Wichtig ist der Blog auch, weil ich hier meine Fotos hochladen kann.
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Ohne das Internet würde etwas fehlen

17. Mai 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 37 von 44 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

www.BEHINDERTENPARKPLATZ.de

Wie heißt du?
Christiane Link

Seit wann bloggst du?
Seit August 2004

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich wollte für mich aufschreiben, was mir so alles passiert, aber auch einfach Dinge kommentieren, die mir wichtig sind.

Worüber schreibst du?
Ich schreibe über Dinge, die mich beschäftigen, das heißt, ich schreibe viel über Barrierefreiheit, Medien und schreibe darüber, wie es ist, als rollstuhlfahrende Journalistin in Deutschland bzw. Großbritannien zu leben. Ich schreibe über meine vielen Reisen und was ich dort so erlebt habe und über die Rechte behinderter Menschen.
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Pop, Pop, Popmusik

6. Mai 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 36 von 44 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Die Bloggerin heute ist im Mai Star-Gast des Monats bei Missy Online:

www.POPKONTEXT.de

Wie heißt du?
Barbara Mürdter. Der (aktuelle) Blog heißt Popkontext.

Seit wann bloggst du?
2006

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Weil ich Dinge, vor allem aus Kultur und Politik, die ich interessant finde, mit anderen teilen und diskutieren wollte.

Worüber schreibst du?
Im Moment vorrangig über (Pop-)musik und Popkultur im allgemeinen.

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Worüber ich will!

26. April 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 35 von 44 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

INFEMME.twoday.net

Wie heißt du?
Rike Drust

Seit wann bloggst du?
Seit 2006.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Weil mir langweilig war. Die Schreiberei für meinen Werbetexterinjob hat mich nicht ausgefüllt und ich habe nach einer anderen Möglichkeit gesucht. Einem Platz, in dem ich statt „Jetzt neu!“ und so weiter schreiben kann, was ich will.

Worüber schreibst du?
Worüber ich will :) Am häufigsten antworte ich Franz Josef Wagner, dem schlimmen Kolumnisten der BILD-Zeitung, auf seine unsäglichen Briefe. Die schicke ich ihm parallel auch häufig per Email, aber er hat noch nie geantwortet. Ansonsten schreibe ich über alles, was mich beschäftigt. Sonderbare Werbung und Fussball zum Beispiel. Oder Promis. Oder Hautärzte. Oder Politisches. Und seitdem ich ein Kind habe und mich als Gastbloggerin beim Missy Magazine vermehrt mit dem Thema auseinandergesetzt habe, geht es auch vermehrt wieder um Frauenthemen, weil ich schon ab der Schwangerschaft gemerkt habe, dass es ganz schön schwierig und scheisse sein kann, Feministin und Mutter gleichzeitig zu sein. Dass ich mich vorher so wenig mit Feminismus auseinandergesetzt habe, liegt an der Uni. Ich habe in Bristol einen MSc in Women‘s Studies gemacht, meine Magisterarbeit über Prostitution geschrieben und hatte ein Promotionsangebot zum selben Thema. Aber zu dem Zeitpunkt hatte ich genug von Theorie und Diskussion. Außerdem eckte ich mit meinem Pragmatismus und meiner zu „saloppen“ Art zu schreiben an. Das ist übrigens heute noch so. Ich schreibe meistens ziemlich aufgebracht, aber so, dass es etwas zu Lachen gibt. Dafür lange ich verbal dann auch gern etwas härter zu. Mein Mann hat deshalb öfter mal Angst, dass hier irgendwann Rechtsradikale oder religiöse Fanatiker vor der Tür stehen und mir auf die Fresse hauen wollen, ist aber bis jetzt nicht passiert.
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