Ein Comic-Blog (mit Feminismus!)

16. Januar 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 94 von 93 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

comicsport

Wie heißt du?
Lilli Loge.

Seit wann bloggst du?
Seit Oktober 2009.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Als ich vor etwa zwei Jahren begann, immer mehr Comic-Blogs zu lesen, dachte ich, es könnte auch für andere unterhaltsam sein, wenn ich selbst einen Blog hätte. In meinen Skizzenbüchern habe ich auch immer mal kleine Erlebnisse aus dem Alltag notiert, für die ich bisher keine direkte Verwendung gehabt hatte. Zu der Zeit habe ich mich außerdem ziemlich erfolglos mit einem ernsthaften, „gut“ gezeichneten, längeren Comic (sozusagen einer Graphic Novel) abgekämpft. Vielleicht war es deshalb auch erst mal eine Art Flucht in die ganz kurze autobiografische, skizzenhafte Form. (weiterlesen …)


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Omnomnom – die transglobale Pfannenparty

26. Januar 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 93 von 93 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

transglobal pan party
Auch auf Facebook

Wie heißt du?
Ela.

Seit wann bloggst du?
Oktober 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Angefangen, meine Rezepte zu sammeln und aufzuschreiben habe ich, als die Freundin eines guten Freundes schwanger geworden ist und ich den beiden ein Kochbuch geschrieben habe, weil beide nicht wirklich kochen konnten. Dieses Dokument wurde über Jahre hinweg erweitert und irgendwann war der Schritt, das ganze zu veröffentlichen, naheliegend. Seither versuche ich, so oft wie möglich neue Rezepte zu posten, die ich online oder in Kochbüchern gefunden habe, die mir FreundInnen/Bekannte/ProfiköchInnen verraten haben oder die ich mir selbst ausgedacht habe. Das Bloggen macht natürlich dank dem Feedback meiner lieben LeserInnen irrsinnig viel Spaß – und da ich sowieso fast täglich und mit absoluter Leidenschaft koche, ist es keine Belastung sondern eine große Freude. Darüber hinaus auch oft eine Inspiration, immer und immer wieder neue Dinge auszuprobieren und zu posten!

Worüber schreibst du?
Über das, was ich koche. Und warum ich es koche, mit wem…

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ohne Internet hätte ich die meisten meiner allerbesten Freunde und unglaublich viele liebe Bekannte vielleicht nicht kennengelernt.

Wovon braucht das Internet mehr:
User mit Verantwortungsbewusstsein.

Frauen* im Web haben…
auch nicht mehr oder weniger, als Frauen in der Realität haben, das Internet bietet nur andere Möglichkeiten, sich auszudrücken.

Deine tägliche Web-Lektüre:
www.zeit.de, www.facebook.com, www.gmail.com, Blogger-Dashboard, diverse Kochblogs und Foren: whatkatieate.blogspot.com, mics-cookmania.blogspot.com, kochfieber.blogspot.com, restaurant-am-ende-des-universums.blogspot.com, kochfrosch.blogspot.com.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Nachhaltig leben und über Kultur bloggen

5. Januar 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 91 von 93 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Aus der Sockenschublade

Wie heißt du?
Alexandra (im Internet: Mirka von Lilienthal)

Seit wann bloggst du?
Seit 2008.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich habe begonnen Blogs zu lesen und kam irgendwann an den Punkt, wo ich dachte: “Das möchte ich auch machen!” Meine Neugier hinsichtlich (für mich) neuer Dinge im Internet war schon immer grenzenlos.

Worüber schreibst du?
Ich schreibe primär über Kulturgut (Literatur, Film & Fernsehen, Musik…), aber auch über gesellschaftsrelevante und -kritische Themen, allen voran über nachhaltiges Leben. Für das Jahr 2011 hatte ich mir beispielsweise diverse Vorsätze gesteckt, über deren Durchführung ich regelmäßig berichte.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ich muss vorausschicken, dass ich die Hälfte meines Lebens online bin – also: Seit 9 Jahren. Und: Vor 9 Jahren war ich zudem 9 Jahre alt. Ich bin mit dem Internet aufgewachsen, mit einem Internet, das ich selbst erleben konnte, uneingeschränkt. Im Vergleich zu manch anderen Kindern hatte ich Eltern, die mich einfach haben machen lassen, was vermutlich auch ein wenig daran lag, dass sie selbst zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich online waren. Ich habe so ziemlich alles mitgenommen, was man in seiner Internet-Historie nur mitnehmen kann: Kindercommunitys, den Knuddels-Chat, peinliche E-Mail-Accountnamen, Foren, in denen ich Mädchen kennen lernte, die heute Frauen sind und meine besten Freundinnen. Und schließlich fing ich mit dem Bloggen an, was mein Leben für immer verändern sollte. Mit 15 war ich Modebloggerin, das erzähle ich gerne, weil das wie eine Anekdote aus fernen Zeiten erscheint. Niemand, der mich heute kennen lernt, würde mich für eine Modebloggerin halten. Ich denke immer noch, dass man über die Kleidung, die man trägt, viel zum Ausdruck bringen kann, seine Meinungen und Einstellungen kommunizieren kann, aber das hat für mich nichts mehr mit High Heels, sondern mit “Bacon had a Mum”-T-Shirts zu tun. (weiterlesen …)


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„Ich habe noch gar nicht alles im Internet entdeckt“

15. Dezember 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 90 von 93 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Rummotzen

Wie heißt du?
Bäumchen

Seit wann bloggst du?
Seit November 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Es gibt in der kleinen Stadt, in der ich wohne, keine ausreichend feministische Vernetzung, und das, obwohl ich so begierig drauf war, endlich politisch aktiv zu werden. Ich habe mich politisieren lassen durch eine Tierrechtsgruppe hier vor Ort und spürte bald, dass ich umfassender werden musste. Feministin bin ich schon seit jüngeren Jahren, aber eher abgeschottet und für mich, da ich nie eine andere kennengelernt habe (außer natürlich in den Klassikern, aber die sind ja alle schon tot). Das Schreiben war für mich eine Möglichkeit, herauszukommen, den vielen Gedanken in meinem Kopf Geburtshilfe zu leisten und mich selber auch in dem zu finden, was ich schrieb. Fast zur gleichen Zeit entdeckte ich auch den Mädchenblog und schrieb dort meinen ersten Post. Es war alles sehr spannend, auch weil ich noch recht unbedarft war.

Worüber schreibst du?
Grundsätzlich ist mein Blog feministisch und links ausgerichtet und ich beschäftige mich mit vielen Gedanken, tagesaktuellen Themen, Medienbildern. Wichtig ist mir dabei die Verbindung mit anderen Themen, die eine Bedeutung in meinem Leben haben. Darum musste ich in meinen letzten Postings das eine oder andere Mal sehr persönlich werden, etwas, was mir ehrlich gesagt, zuerst sehr schwer fiel. Tierbefreiung, Religiösität, mein Leben als „Frau mit Migrationshintergrund“ (sehr hintergründig), Lesbisch-sein – all das sind Aspekte von mir, die zur Sprache kommen wollen und die ich nicht ausschließen kann aus meiner Betrachtung der Welt. (weiterlesen …)


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Brustkrebs: Austauschen, vernetzen, gegen Körpernormen kämpfen

5. Dezember 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 89 von 93 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Lebensrest

Wie heißt du?
In meinem Ausweis steht Susanne und ich bestehe, wenn schon gekürzt werden muß, auf Sue und wer mich Susi nennt hat echt schlechte Karten. Susi darf mich nur mein Sohn nennen.

Seit wann bloggst du?
Seit 2006.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich bekam die Diagnose Brustkrebs und mußte mir anfangs vieles einfach von der Seele schreiben. In der ersten Zeit war das eher ein Tagebuch, inzwischen ist es ein Blog auf eigener Homepage.

Worüber schreibst du?
Viel darüber was ich mit und durch die Krebserkrankung erlebe, aber auch über alles was mir sonst so durch den Kopf geht oder was ich erlebe. Manchmal provoziere ich auch ganz gerne. Da sehr viele Frauen im Laufe ihres Lebens mit dem Thema Brustkrebs konfrontiert werden, halte ich
Erfahrungsberichte und Vernetzung für sehr wichtig. Duch den Informationsaustausch kann viel erreicht, geholfen und aufgeklärt werden. Ich bin bekennende Amazone und kämpfe gegen den Druck den einige brustamputierten Frauen verspüren und sich nur wegen oberflächlichen Äußerlichkeiten einer (oder mehr) Brustaufbauoperation unterziehen. Ich rege mich fürchterlich über Verknüpfungen zwischen Brüsten, Gebärmutter, etc. und Frausein / Fraufühlen auf.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Eine spezielle Anekdote kann ich nicht erzählen, aber ich habe durch das Netz viele tolle und auch wertvolle Kontakte geknüpft.

Wovon braucht das Internet mehr:
Mehr sinnvolle Vernetzungen und Bündelungen von Wissen.

Frauen* im Web sind
…taff, offen, modern und oft sehr gut informiert.

Deine tägliche Web-Lektüre:
dreamsandme.wordpress.com, vergangenundzukunft.wordpress.com,
katerwolf.wordpress.com (ich liebe ihre Joschi Geschichten), Konsequenzen eines Gentests, www.wissen-hilft-weiter.info

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Mode als Indikator gesellschaftlichen Wandels

24. November 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 88 von 93 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Im Nahtschatten
(auf Twitter @Barbara_berlin, auch über Facebook und Bloglovin)

Wie heißt du?
Barbara Russ

Seit wann bloggst du?
Ich blogge seit April 2009.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich habe Modedesign studiert, war aber immer mehr am Schreiben und am Lesen über Mode interessiert, als am Entwerfen und Schneidern. Nach der Ausbildung an der ESMOD habe ich zwei Jahre gearbeitet und den Traum vom Schreiben ein bisschen schleifen lassen. 2009 bin ich dann nach Berlin gezogen, habe noch mal angefangen zu studieren und bin durch meinen Freund
zum Bloggen gekommen. Es hat mir von Anfang an Spaß gemacht und war der erste Schritt zur Erfüllung meines Traums. Bloggen ist ein wunderbarer Einstieg – nicht nur in die Modebranche.

Worüber schreibst du?
Auf meinem eigenen Blog (Im Nahtschatten) schreibe ich über die Schattenseiten der Mode. Das muss nicht unbedingt etwas negatives heißen. Zum Beispiel kann das Modegeschichte oder Modetheorie beinhalten, die von den meisten Menschen nicht beachtet wird. Oder ich lese ein Buch, das mit Mode zu tun hat und stelle es vor. Mich interessiert das einfach mehr, als was irgendwer gerade auf der Straße trägt. Obwohl das auch wichtig ist, denn es dokumentiert Gesellschaft und gesellschaftlichen Wandel. Ich versuche die Dinge, die ich im Studium lerne, sei es Soziologie oder Kulturwissenschaft, auf Mode anzuwenden. Das Schreiben hilft auch gegen das Vergessen.
Auf den anderen Blogs (modabot, fashionfreax, globe-m) schreibe ich über Mode, Kultur & Lifestyle. (weiterlesen …)


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Mütter, Kinder, Feminismus

14. November 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 87 von 93 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

fuckermothers
(auch auf Facebook)

Wie heißt ihr?
Wir sind momentan zwei Personen, unser Blog heißt „Fuckermothers“. Unter dem Namen stellt eine von uns auch die eher sachlichen Texte ins Netz, die andere schreibt als „Unter den Haaren“ Geschichten und Glossen.

Seit wann bloggt ihr?
Wir bloggen seit Mai 2011.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum habt ihr damit angefangen?
Fuckermothers: Ich habe damit angefangen weil ich wissenschaftlich schon länger zum Thema Elternschaft arbeite und irgendwann sehr genervt war, was in vielen Medien und Ratgebern über Mütter geschrieben wird. Zudem bin ich immer wieder überrascht, wie wenig sich politisch in diesem Gebiet vorwärts entwickelt. Außerdem denke ich bereits länger selbst über Kinder nach, es ist also auch eine Art persönliche – wenn auch eher theoretische – Auseinandersetzung mit dem Thema.

Unter den Haaren: Ich bin wütend gewesen, seit ich Kinder habe, dass ich mich in den meisten Texten von Müttern im Netz nicht wiederfinden kann. Mir fehlt da immer eine übergeordnete Perspektive, die Rollen-Probleme in der Partnerschaft die durch die Geburt der Kinder entstehen werden mir da immer zu persönlich behandelt und der rote Faden höchstens im lamentieren gefunden. Da gibt es eine Lücke zu füllen.

Worüber schreibt ihr?
Fuckermothers: Über Mutterschaft, Elternschaft und Feminismus in verschiedenen Variationen.
Unter den Haaren: Ich hoffe, ich tue das selbe, nur ziemlich untheoretisch.

Was euch ohne Internet nicht passiert wäre:
Fuckermothers: Ich hätte nicht mit dem Bloggen angefangen. Ich wuerde sehr viel weniger TV-Serien schauen. Wahrscheinlich wäre ich aber auch nicht so sehr unter ständigen Zeitdruck.

Unter den Haaren: Ich könnte nicht ohne weiteres die Online Ausgaben griechischer Zeitungen lesen. Denn dann gäbe es den Google-Translator nicht.

Wovon braucht das Internet mehr:
Fuckermothers: Manchmal denke ich, es bräuchte eher weniger. Vielleicht mehr direkte Auswirkungen auf Politik?
Unter den Haaren: Auf jeden Fall weniger! Aber mehr Anstand vielleicht auch. Die Leute beschimpfen sich so schnell und kommen vom Thema ab. Ich finde auch alles zu User-generated, ich will auch Dinge erfahren, die ich nicht kenne.

Frauen* im Web sind
Fuckermothers: unterschiedlich.
Unter den Haaren: …wie Frauen zu Land und auf der See.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Fuckermothers: Täglich schaffe ich leider eigentlich nichts (außer Facebook). So oft es geht: Die SZ, Bitch Magazine, die Mädchenmannschaft, Unter den Haaren, Unsichtbares, und was sonst so auf der Blogroll steht.

Unter den Haaren:
Kommt total darauf an, wie hysterisch ich mit einem Thema bin. Wenn die Wirtschaft abschmiert, dann gehe ich auf andere Seiten, als wenn in Fukushima eine Kernschmelze beginnt. Also täglich gehe ich eher politisch gucken.

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Gibt besonderen Büchern eine Stimme: @Klappentexterin

3. November 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 86 von 93 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Klappentexterin | Das gute Buch im Internet
(auch auf Twitter und Facebook)

Wie heißt du?
Simone Finkenwirth

Seit wann bloggst du?
Ich habe im Januar 2008 mit einem Blog angefangen. Der war eher ein Mischmasch aus allem, doch irgendwann wollte ich eine gerade Linie. Dieser Wunsch hat mich zu meinem Literaturblog Klappentexterin geführt, den ich seit April 2010 pflege. Im Oktober 2010 kam dann noch das Blogprojekt „Reading Murakami“ dazu, das ich zusammen mit drei anderen Bloggerinnen ins Leben gerufen habe.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich liebe gute Bücher jenseits des Mainstreams, habe Ideen zur Literaturwelt und bereits als Journalistin viel geschrieben. Diese Freuden kann ich auf der Klappentexterin bestens zusammenbringen.

Worüber schreibst du?
Im Mittelpunkt stehen bei mir Rezensionen. Mir liegen vor allem Bücher am Herzen, die etwas Besonderes sind und nicht den Stempel eines Bestsellers tragen. Gut, manchmal bleibt es nicht aus, dass ich auch Bücher lese, die in der Bestsellerliste stehen, aber die feinen Bücher waren schon immer meine Lieblinge. Auf meinem Blog bekommen sie endlich eine Stimme. Dadurch, dass ich mich auch als Buchhändlerin mit Büchern beschäftige, bleibt es natürlich nicht aus, dass mir Gedanken dazu durch den Kopf gehen. Manchmal fallen mir bibliophile Bilder vor die Augen, die ich gern fotografiere. Für all die Dinge ist die Klappentexterin ein schöner Ort, um sie dort mit anderen zu teilen.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ohne das Internet hätte ich nicht so viele wunderbare Menschen kennengelernt. Aus einigen Kontakten haben sich in der Zwischenzeit wertvolle Freundschaften entwickelt. Darüber freue ich mich sehr und danke dem Internet für diese glücklichen Begegnungen. Ohne das Internet würde auch nicht der schöne Pokal im Wohnzimmer stehen, den ich für meine Auszeichnung als Online-Autorin des Jahres 2011 erhalten habe. Das Internet bleibt ein weites Meer mit unbegrenzten Möglichkeiten. Deshalb liebe und schätze ich es so!

Wovon braucht das Internet mehr:
Mut, gute, nicht kommerzielle Ideen und Professionalität.

Frauen* im Web sind
…einfach großartig! Im Laufe meiner Blogzeit bin ich auf viele interessante kreative und bemerkenswerte Blogs gestoßen, wobei der Großteil von Frauen gestaltet wurde. Leider sind wir Frauen immer noch zu leise, aber auf dem guten Weg der Besserung.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Natürlich besuche ich zunächst meine Literaturnachbarn wie Ada Mitsou liest…, Ailis’ Leseturm, aus.gelesen, Bücherwurmloch, Crime Time, Syn-ästhetisch, um nur einen Teil zu nennen. Doch ich halte mich nicht nur im Buchuniversum auf und klicke mich ebenso gern durch andere lesenswerte Blogs wie Girls Can Blog, Gespenst der Armut, und Frau Liebe. Facebook, Spiegel Online, sueddeutsche.de, buchreport.de und boersenblatt.net zählen genauso zu meiner Web-Lektüre dazu.

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Genderbüro: Blog und Praxis

24. Oktober 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 85 von 93 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

genderbüro blog

Wie heißt du?
Regina Frey

Seit wann bloggst du?
Seit Januar 2011.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Anlass war die kleine Gender-Analyse des Feuilletons der Süddeutschen Zeitung; um die zu veröffentlichen brauchte ich schlicht ein Medium. Das war dann auch der erste Blogeintrag.

Worüber schreibst du?
Über „Gender“ also gesellschaftliche Geschlechterverhältnisse in verschiedenen Facetten, angeregt durch meine Arbeit als Beraterin und inspiriert durch Gendertheorien. Dabei versuche ich das Thema einerseits sachlich, differenziert und auch wissenschaftlich zu bearbeiten ohne dabei abgehoben und unverständlich zu werden.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Das allgemeine Staunen, wenn ich erzähle, dass die Domain gender.de im Jahr 1998 noch frei war (und ich sie mir dann gleich schnappte).

Wovon braucht das Internet mehr:
Hm, ich glaube, es hat bereits mehr als es braucht. Sprich: Leute, die doch noch einmal kurz über das nachdenken, was sie gerade im Begriff sind ins Netz zu stellen.

Frauen* im Web sind…
…wenn es um die entscheidenden Stellschrauben geht leider weiterhin unterrepräsentiert: Bei Wikipedia gibt es z.B. nur sieben Prozent weibliche Schreibende. Da heißt es: Ran an den Speck und diskursbildend wirken!

Deine tägliche Web-Lektüre:
Die Mädchenmannschaft ist Pflichtlektüre, klaro. Auch dieStandard.at ist sehr informativ. Ansonsten beziehe ich viele Infos tatsächlich noch über das Abo einer qualitativ hochwertigen Tageszeitung (noch aus so richtigem Papier…).

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Bloggen wider Marketinganleitungen

13. Oktober 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 84 von 93 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

andreame

Wie heißt du?
Andrea Mayer-Edoloeyi (@andreame)

Seit wann bloggst du?
Ich blogge seit 2008 und wundere mich mittlerweile, warum ich damit nicht früher angefangen habe. Meine ersten eigenen Inhalte im Web stammen aus den frühen 1990ern, die geniale Form Blog habe ich wirklich etwas spät entdeckt.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Neugier. Ausprobieren. Immer wieder gibts es Inhalte, die ich gerne mit anderen teilen möchte. 140 Zeichen auf Twitter sind dafür oft nicht genug und ein Blog ist eine hervorragende Basis für die Kommunikation im Internet.

Worüber schreibst du?
Ich verstehe mein Blog andreame als privates Blog, wo ich über das schreibe, was mir gerade in den Sinn kommt. Das ergibt dann einen ziemlich bunten Themenmix, wo in jeder Marketinganleitung zu lesen ist, dass das so nicht geht. Das ist mir aber ziemlich egal, ich will mich da lieber von meiner Intention leiten lassen und im Blog die Widersprüche, die mein Leben so mit sich bringt, nicht zudecken. Vielleicht sogar eher die einen oder den anderen überraschen, was mich auch noch beschäftigt. Themen, die mich immer wieder interessieren, sind Politik, Feminismus, Theologie und Social Media, ab und an gibt es auch Lokales aus Linz, aber sogar Urlaubsfotos und ein bisschen Cat-Content in sanften Dosen.
Da ich als Social Media Managerin für die Katholische Kirche in Oberösterreich / Katholische Aktion arbeite, blogge ich auch viel auf http://kirche20.at. Dort dann natürlich vor allem Fachliches zum Thema Kirche und Social Media, aber auch mit etwas persönlichem Touch. Sonst ist es ja kein Blog.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Das ist soviel, dass mir da jetzt nichts Gscheites einfällt. Sorry.

Wovon braucht das Internet mehr:
Frauen*, Männer* und …*, die das, was ihnen wichtig ist und wofür sie persönlich stehen, öffentlich machen und zur Diskussion stellen. Politische Rahmenbedingungen, die sicherstellen, dass das auch wirklich möglich ist.

Frauen* im Web…
sind da genauso vielfältig und überraschend wie sonst auch.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Ca. 100 RSS-Feeds, meinen Twitter- und Facebook-Stream und sonst noch so allerlei über das ich gerade stolpere. Oft sind das sehr kontroverse Lebenswelten, das mag ich aber.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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