„Dossier Asian Germany – Asiatische Diaspora in Deutschland“ ab sofort online

von Naekubi

Dieser Beitrag erschien im Februar bei Danger! Bananas. Wir danken der Autorin Naekubi für die Erlaubnis zur Zweitveröffentlichung!

Ich möchte euch ausdrücklich auf das soeben veröffentlichte Dossier „Asian Germany“ von der Heinrich-Böll-Stiftung hinweisen, das einen facettenreichen Blick auf asiatisches Leben in Deutschland wirft.

In besagtem Dossier finden sich Beiträge von Kien Hoang Le, Trang Thu Tran, Carmen Wienand, You Jae Lee, Kim Gŭn-ch’ŏl, Lee Mun-sam, Kim Ch’ang-sŏn, Alisa Anh Kotmair, Nya Luong, Indira Hong Giang Berghof, Bé Điểm Nguyễn-Xuân, Baly Nguyen, Dan Thy Nguyen, Kimiko Suda, Sun-ju Choi, Nguyen Phuong-Dan, Stefan Canham, Angelika Nguyen, Yoko Tawada, Linda Koiran, Hanna Hoa Anh Mai, Miriam Nandi, Smaran Dayal, Noa Ha uvm.

Das Dossier wurde von Kien Nghi Ha konzipiert, der auch für den offenen Brief an den Heimathafen Neukölln verantwortlich zeichnet, und entstand in Kooperation mit korientation e.V. und dem Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext.

Anders als die Medien immer suggerieren, sind AsiatInnen in Deutschland zu einem kleinen, aber vitalen Teil der Gesellschaft geworden. Asiatische Deutsche sind keineswegs Fremde oder das Andere. Ich zitiere weiter aus der Pressemitteilung:

Vor diesem Hintergrund stellt das vorliegende Dossier „Asian Germany – Asiatische Diaspora in Deutschland“ Positionen und Perspektiven vor, welche die Norm der Fremdwahrnehmung mit ihren oftmals ausgrenzenden Grundannahmen in Frage stellen und diese mit den Innenansichten asiatisch-deutscher Eigensinnigkeit konfrontieren.

Das Dossier geht mittels literarischer Verdichtungen, Gesprächen und oral history-Narrationen und fotografischen wie analytischen Essays der Frage nach, wie postmigrantisches Leben aus asiatisch-deutschen Perspektiven reflektiert werden kann. Was passiert, wenn die Migration zu ihrem Ende kommt? Welche Identitäten, Identifikationen und Identitätspositionen entstehen dann?

Das Dossier besteht aus fünf Teilen:

  • Community und kulturelle Identität
  • Fokus: 50 Jahre koreanisch-deutsche Arbeitsmigrationsgeschichte
  • Kulturelle Selbstverortungen und Imaginationen
  • Salon der Kurzgeschichten
  • Transnationale Verbindungen und Hybridität

Ich finde das Dossier sehr gelungen – es zeigt in aller Deutlichkeit die Vernetzungen zwischen Asien und Deutschland in einer tatsächlich globalen Welt. Selbst ich entdecke weitere Wirklichkeiten von Asiatisch-Sein in diesem Land.

Das Dossier steht auch als PDF zum Download zur Verfügung.




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 4. März 2014 um 9:00 Uhr unter Aktivismus, Geschichte, Kultur. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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