Anschreiben gegen alle *ismen – Die Blogschau

von Charlott
Dieser Text ist Teil 214 von 295 der Serie Die Blogschau

Zu erst: Frauen, Trans* und Inter*, die sich als Schwarze, of Color, als jüdisch, muslimisch, im Exil lebend, als Sinti und Roma oder als Migrant_in verstehen, können sich jetzt für die Konferenz FemoCo 2013 anmelden. Sie findet am 07. und 08. September in Berlin statt.

Auf drop the thought schreibt Helga zur Drohung von Lammert, dass die „Eingetragene Partnerschaft“ abgeschafft werden würde, und warum dies nicht die „Homo-Ehe“ tangiert.

Langweilige Zimmerwände sind langweilig? Bei Handgemachtes gibt es eine tolle Anleitung, wie dich bald die Gesichter von Buffy und Freund_innen angucken können.

Die trans*geniale f_antifa berichtet von der Mad & Disability Pride Parade, welche am 13. Juli in Berlin stattfand.

Katrin von reizende Rundungen zeigt an einem Beispiel, dass fat shaming eben kein Mythos ist, sondern alltägliche Realität.

Einen Brief an die Filmfigur Wendy aus „The incredibly true adventures of two girls in love“ schreibt Clara Rosa auf ClassMatters. Sie bemerkt unter anderem: „Du warst der perfekte Zerrspiegel für das, was ein_e Queerfeminist_in offenbar nicht zu sein hat. […] Aber Wendy – Dir kann das egal sein. Denn Du bist wunderbar.“

Auf [‚cosmonautilus] wird noch einmal das Konzept Defintionsmacht erläutert.

Beauty-Blogger_innen können ziemlich hohe Leser_innenzahlen erreichen. Das macht sie auch besonders interessant für die Kosmetikindustrie. Brigitte schaut sich auf denkwerkstatt dieses Zusammenspiel im deutschsprachigen Raum an.

fuckermothers weist auf den Vortrag „Überschwemmt von Geschlechtshormonen. Zur Geschichte des endokrinologischen Modells der Schwangerschaft“ hin, der online zu hören ist.

Die Schrifstellerin Chimamanda Ngozi Adichie gewinnt den diesjährigen Chicago Tribune Prize for Fiction schreibt Stefanie auf Afrika Wissen Schaft.

Nein, ich höre nicht auf zu jammern!„, schreibt aufZehenspitzen.

Auf dem antiblog gibt es eine kurze Geschichten zum Aufeinandertreffen mit einem (vermutlichen) Pickup Artist. Wie eins erwarten könnte: [Inhaltshinweis: Übergriff].

Jonathan Meese reproduziert „Gesellschaftsscheiße“. Bushido reproduziert „Gesellschaftsscheiße“. Aber die Messlatte für beide wird sehr unterschiedlich angelegt, stellt Nadia bei Shehadistan fest.

Heute findet in Freiburg ein Holi-Fest statt und auch in anderen Städten in Deutschland erfreuen sich überwiegend weiße Menschen an diesem Fest-Import. Auf tea-riffic wird beschrieben, warum eins da nicht hingehen sollte. Stichwort: Kulturaneignung.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!




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Eintrag geschrieben: Samstag, 20. Juli 2013 um 9:04 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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6 Kommentare

  1. Hier gibt es das Flugblatt, das die trans*geniale f_antifa am 13.7. auf der Mad & Disability Pride Parade verteilt hat. Es ist in Leichter Sprache geschrieben und erklärt, was die Gender-Queer-Fahne ist.

    http://transgenialefantifa.blogsport.de/2013/07/13/flugblatt-zur-pride-parade-behindert-und-verrueckt-feiern/

    Als pdf:
    http://transgenialefantifa.blogsport.de/images/GenderqueerFahne.pdf

  2. Jess sagt:

    Bin ich eigentlich die einzige, die es immer noch seltsam findet, zu lesen, dass wir „gegen alle *ismen“ sind? Ich bin zum Beispiel nicht per se gegen Organismen. Auch nicht unbedingt gegen Jouranlismus, Magnetismus, Realismus, Pluralismus oder Perfektionismus. Impressionismus und Empirismus finde ich sogar ziemlich gut.

    Bevor mir absichtliches Falschverstehen vorgeworfen wird: Natürlich verstehe ich genau, was gemeint ist. Und natürlich bin zu zu 100% auf eurer Seite. Dies ist keine ernsthafte Beschwerde. :-)
    Und nein, einen geeigneteren Sammelbegriff kenne ich auch nicht…

  3. Jess sagt:

    Ach ja, danke für die Blogschau!

  4. Charlott sagt:

    @Jess: Und ja, wir sind natürlich auch nicht gegen Feminismus. Aber für die Wendung „*ismen“ hat sich ja auch eine relativ spezifische Definition etabliert, wie sie zum Beispiel im Glossar bei femgeeks zu finden ist:

    *istisch/ *ismen
    Der Begriff funktioniert als Überbegriff für Diskriminierungsformen. Der Ausdruck “*istische Strukturen” beispielsweise meint dann sexistische, ableistische, rassistische, cis-sexistische, heterosexistische, klassistische, lookistische etc. Strukturen.

    Ich kenne keine Person, die den Begriff nutzen würde, um alle Begriffe die auf „ismus“ enden zusammenzufassen . Eher passiert es natürlich, dass Menschen mit dem Begriff nichts anfangen können, aber Glossare wie das oben genannte helfen auch da etwas weiter. Zu mindestens in allen feministischen Blogs, die ich so lese, wird der Begriff genau so verwendet und ich begrüße es einen Sammelbegriff zu haben.

    Natürlich sollte es nicht daran hindern weiter nach passenden Begriffen zu suchen, andere Worte und Wortschöpfungen auszuprobieren. Aber so ein wenig pseudo-mäßiges herumkriteln an Wörtern, die in widerständigen Schriften benutzt werden, finde ich immer schwierig.

  5. Jess sagt:

    @Charlott
    Ich habe hoffentlich deutlich gemacht, dass ich nicht die Idee dahinter angreife und weder dich noch dieses wunderbare Blog dafür kritisiere. Ich verstehe, wie gesagt, den Inhalt dieser Formulierung genau wie ihr und finde es wie du auch sehr sinnvoll, diese Konzepte zusammenzufassen, da sie eben oft verwoben sind.
    Ich schreibe so etwas deshalb, weil ich die Formung solcher Begriffe einfach einen sehr interessanten Prozess finde. Und weil ich noch nach etwas suche, das uns ermöglicht, statt „gegen ALLE“ „gegen XX-ismen“ zu schreiben — ersetze XX durch etwas Sinnvolles… wenn ich nur wüsste, was.
    Also nichts für ungut! Schönen Sonntag und schöne Sommerpause!

  6. Ruth Luschnat sagt:

    Liebe Mädchenmannschaft,

    ihr habt den Themenpunkt Gentifikation vergessen, der ist doch für sehr viele Menschen mittlerweile
    sehr existenziell und so ließe sich leichter folgende Info posten und finden.

    Kommt alle am 28.09.2013 14.00 Uhr zum Lausitzer Platz, da findet eine Demo statt, wo zum ersten mal versucht wird alle Akteure/tricen, die für eine solidarische Stadt einstehen zusammen agieren wolen, also neben Aktivisten/innen gegen Zwangsräumung und für Freiräume auch die für Stadtwerke und die gegen Stadtautobahnen oder Einsparungen der sozialen Rechte …was alles aktuell ist.
    das Flugi findet Ihr auf – wir beliben alle – http://wirbleibenalle.org/?page_id=819
    Die Demo ist bundesweit vernetzt und auch mit der Europaweiten Aktion in diese Richtung am 19.10.2013….es fängt also an, dass sichzusammen gegen die neoliberale Austeritätspeitsche Menschen zusammentun….macht mit !