Das hervorragende Good Magazine hat diese Woche einen sehr lesenswerten Artikel über ein Resozialisierungsprojekt für minderjährige Prostituierte.

Im Children of the Night finden Mädchen Zuflucht, die zwischen zwölf und siebzehn sind und sich prostituieren mussten. Das Heim befindet sich in Los Angeles und wird von einer tollen Lady namens Lois Lee betriebe. Sie schrieb in den siebzigern ihre Dissertation über das Phänomen Zuhälter und fing dabei an, jungen Stricherinnen und Strichern zu helfen – indem sie sie bei sich übernachten ließ, ihnen Geld lieh, mit ihnen redete oder zur Polizei ging. Vor dreissig Jahren gründete sie dann das Heim, es wird nur durch private Spenden betrieben – sogar Hugh Hefner hat einiges Geld gegeben. Lee versucht den Mädchen (und wenigen Jungs) nicht nur ein Dach über dem Kopf und eine Ausbildung zu verschaffen, sie verwöhnt die Kids auch, lässt sie ins Spa fahren oder Essen gehen und verbringt enorm viel Zeit mit ihnen. Indem sie ihre Schützlinge leben lässt, wie „normale“ Jugendliche, gibt sie ihnen ihre Würde und ihr Leben zurück. Tolle Sache, toller Text. Lesen, lesen!
Und: Wer kennt ähnliche Projekte in Deutschland?

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