Am Mittwoch habe ich in der DRadio Wissen Redaktionskonferenz eine Sendung zum Thema „Muslimische Feministinnen“ gehört. Nachdem ich meine Gedanken dazu aufgeschrieben hatte, fiel mir noch etwas auf.
Im Ausblick auf die Redaktionskonferenz heißt es:
Sie tragen Kopftuch und nennen sich Feministinnen.
Den Trend, (auch nicht-muslimischen) Feminist_innen die Selbstbezeichnung als solche vorzuhalten, habe ich nun schon öfter gesehen und gehört, verstehen tue ich es nicht.
Ist Feminismus wie Emanze heute ein Schimpfwort und es kaum verständlich, warum sich Menschen selbst beschimpfen sollten? Oder verbirgt sich dahinter der Wunsch, selbst zu urteilen, zuzuschreiben und erstmal schauen zu wollen, ob diese Personen der eigenen Definition von Feminismus entsprechen? Sind nur männerhassende, lila Latzhosen-tragende Lesben, die ihren BH verbrannt haben, echte Feministinnen, die sich so nennen dürfen?
Wenn ihr Vorschläge für Grundsatzfragen habt, dann mailt sie an post(at)maedchenmannschaft.net

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