… sagt mensch nicht! Zumindest nicht, wenn es nach dem Repräsentantenhaus in Michigan (USA) geht. Mitten in den hitzigen Debatten zu zwei Gesetzesentwürfen, die die Einschränkung von Abtreibungsrechten im US-amerikanischen Bundesstaat Michigan vorsahen (und letztendlich leider erfolgreich beschlossen wurden), erhielt eine Politikerin für mindestens einen Tag Hausverbot im Repräsentantenhaus.
Warum? Lisa Brown, demokratische Abgeordnete, wagte (!) es, in ihrem Redebeitrag, in dem sie die Gesetzesentwürfe kritisierte, das Wort ‚Vagina‘ auszusprechen. Vagina? Ja! Vagina!
„Ich fühle mich geschmeichelt, dass Sie sich so um meine Vagina sorgen. Aber Nein heißt Nein.“
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Offiziell hieß es dann später, dass es gar nicht um das Wort Vagina ging. Von „Netiquette“ und „Würde“ einhalten war zum Beispiel die Rede. Quasi eine nette Umschreibung für „Sag nicht Vagina!!!“
Dann ging’s zack-zack: Aus Protest performte Brown vor dem Parlamentsgebäude die berühmten Vagina Monologe, gab mit Eve Ensler (Ideengeberin für die Vagina Monologe) Interviews und brachte tausende Menschen auf die Straße, die sich für Abtreibungsrechte und für das öffentliche Aussprechen von korrekten anatomischen Bezeichnungen (VAGINA!) einsetzten, ganz im Sinne von: Wer Vagina nicht hören mag, darf schon gar nicht über sie bestimmen.

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