Laut Independent ist die Zahl der „Ehrenmorde“ in der Türkei mittlerweile bei 200 Fällen im Jahr – und das macht etwa die Hälfte aller Morde in dem Land aus. Insbesondere im Hinterland und den kurdischen Gebieten werden Frauen dafür getötet, wenn sie nicht das tun, was ihre Familien von ihnen verlangen.
2005 hatte die Türkei das Strafrecht verschärft und für Ehrenmörder die lebenslange Haft eingeführt. Zuvor konnten sich solche Täter auf „Provokation“ berufen und mussten mit lächerlichen zwei Jahren Gefängnis rechnen.
Jetzt, wo das Morden also unbequemer geworden ist, verlegen sich offenbar immer mehr Familien darauf, ihre Töchter die Drecksarbeit gleich mitmachen zu lassen, und sich zur Ehre der Familie selbst umzubringen:
When Elif’s father told her she had to kill herself in order to spare him from a prison sentence for her murder, she considered it long and hard. „I loved my father so much, I was ready to commit suicide for him even though I hadn’t done anything wrong,“ the 18-year-old said. „But I just couldn’t go through with it. I love life too much.“
All Elif had done was simply decline the offer of an arranged marriage with an older man, telling her parents she wanted to continue her education. That act of disobedience was seen as bringing dishonour on her whole family – a crime punishable by death. „I managed to escape. When I was at school, a few girls I knew were killed by their families in the name of honour – one of them for simply receiving a text message from a boy,“ Elif said.

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