Treten Sie zurück, Herr Conzen!

Ab und zu wach ich morgens auf und denke: Ab heute ist alles gut. Du hast bestimmt schon acht Stunden keinen sexistischen Scheiß gehört, warum sollte es in Zukunft anders sein?
Diese Überzeugung hält normalerweise nicht lange, was ich jedoch am letzten Freitag des Januars zu lesen bekam, topt meine gewohnte Desillusionierung um Längen.

Das städtische Zuschüsse für frauenspezifische Vereine gekürzt werden, bin ich ja beinahe gewohnt. Das frauenspezifische Vereine ihre Angestellten unter Marktwert bezahlen müssen und das Geld ansonsten knapp ist auch.
Das die schuldenfreie Stadt Düsseldorf den Kulturzuschuss insgesamt nicht verringert, jedoch eine Kürzung beim Verein für Frauenkommunikation „kom!ma“ um 25% vornimmt, ist schon eine besondere Härte. Das die Kürzung des Zuschuss von „kom!ma“  die einzige Kürzung im Kulturhaushalt ist, ist einfach nur noch dreist.

Aber warum sich an Interpretationen abarbeiten, wenn der Vorsitzende des Kulturausschuss Friedrich G. Conzen seinen Sexismus auch noch niederschreibt und verschickt.

Aus dem Schreiben des Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion Düsseldorf, Friedrich G. Conzen, zur Kürzung des Zuschuss von „kom!ma“:

„Unsere Stadt ist daher in der glücklichen und nahezu einzigartigen Lage, bei nur wenigen und vergleichsweise marginalen Kürzungen einzelner Etats die Unterstützungsleistungen insbesondere im sozialen – und aber ausdrücklich auch – im kulturellen Bereich auf gleichem Niveau wie im vergangenen Jahr halten zu können.“

Wir halten fest:

  • marginal = 25%
  • wenige = „kom!ma“
  • Niveau = Gesamtetat des Kulturausschuss

(Wenige heißt für mich mindestens Zwei, denn eine wäre ja „eine“ – aber da haben Sie sich wohl marginal „verschätzt“, Herr Conzen.)

„Wir wollen, dass unsere Stadt ihren Handlungsspielraum unter allen Umständen bewahrt. Leider sind dafür Einschnitte erforderlich, die, wie in ihrem Fall, allen Beteiligten ein erhöhtes Maß an Kompromissbereitschaft abverlangen. (…) ich bitte Sie, (…) ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass sich Düsseldorf noch in einer finanziell sehr privilegierten Lage befindet, die es mit vereinten Kräften zu bewahren gilt.“

Wir halten fest:

  • alle Beteiligten = Frauen
  • Einschnitte = Kürzung von „kom!ma“
  • Kompromiss = einseitig bestimmte Übereinkunft
  • vereinte Kräfte = Frauen
  • finanziell privilegierte Lage entsteht durch finanzielle Einschränkung von Frauen(vereinen)

„Zudem berücksichtigt die Kürzung ihres Budgets maßgebliche gesellschaftliche Veränderungen, die sich seit der Gründung Ihres Vereins vor fast 30 Jahren vollzogen haben. Seit April 2008 heißt zum Beispiel das Frauenbüro der Stadt inzwischen „Büro für die Gleichstellung von Frauen und Männern“.“

Das ist wirklich phänomenal: Ich muss nur etwas umbenennen und schon verändert sich die Gesellschaft! Super Frau Conzen, probieren wir das doch gleich mal aus… schon gibt’s eine Stadträtin mehr. Jetzt nur noch weitere 20 Städträte und wir brauchen keine Frauenförderung in der Düsseldorfer Politik.
Also gut: Frau Buschhüter, Frau Cardeneo, Frau Eßer, Frau Dr. Fils, Frau Friedel, Frau Gutt, Frau Hartnigk, Frau Hösler, Frau Janetzki, Frau Kirschbaum, Frau Klein, Frau Kretschmann, Frau Kurth, Frau Maaßen….

„Gender Mainstreaming steht im Mittelpunkt der Arbeit dieser Institution [des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern vermutlich – Anm. der Bloggerin], nicht mehr allein der Kampf für die Rechte der Frau. (…) Dabei schließen wir uns der Definition des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an, die besagt, dass Gender Mainstreaming darauf abzielt „bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die Lebenssituation von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.“ Insofern begrüßen wir auch, dass Ihre Veranstaltungen Männern und Frauen offen stehen, wobei wir dies allerdings im Zuge der Gleichstellung der Geschlechter für eine Selbstverständlichkeit halten.“

Inwiefern haben Sie denn die Lebenssituation von Frauen in der nicht geschlechtsneutralen Wirklichkeit bei der einzigen Kürzung im Kulturhaushalt bedacht, Frau Conzen?

„Ihrem Selbstverständnis als einziger Verein, der „selbstbestimmte und selbstbewusste Frauen- und Lesbenkultur“ anbietet, können wir nicht uneingeschränkt zustimmen.“

In welchen anderen Vereinen, die Zuschüsse aus dem Kulturhaushalt der Stadt Düsseldorf erhalten, bestimmen denn Frauen über das Programm, Frau Conzen? Wahlweise definieren Sie doch bitte „selbstbestimmt“!

„Wir sind überzeugt davon, dass Ihnen auch nach der Kürzung Ihres Zuschuss genügend Spielraum für die Aktivitäten Ihres Vereins verbleibt. Sie würden Sensibilität für die aktuelle wirtschaftliche Situation in Düsseldorf beweisen, wenn Sie die aktuelle städtische Unterstützung in Höhe von mehr als 40.000 € zum Anlass nehmen würden, Ihre Planung diesem neuen Rahmen anzupassen statt ein Anspruchsdenken zu pflegen, das unangemessen wirkt.“

Nach meinen Informationen beträgt der gekürzte Zuschuss ca. 53.000 €. Wie Sie davon die Geschäftsführung bezahlen wollen, ist mir schleierhaft – nein, stimmt nicht: Frauen müssen ja nicht angemessen bezahlt werden.
Räumlichkeiten werden Ihres Erachtens auch überbewertet, denn Frauen arbeiten doch schon immer (von) zuhause?
Referentinnen gibt’s auch für einen Spottpreis, schließlich sind diese ja schon froh, wenn sie überhaupt Aufträge kriegen?
Sensibilität ist Frauensache oder -pflicht?

Das Einzige was völlig unangemessen wirkt, sind Sie, Frau Conzen. Das Niveau wäre für alle Beteiligten deutlich besser, wenn Sie Ihre Fraktion marginal um ihre Person kürzen. Wobei: Nehmen Sie doch besser die gesamte CDU-Fraktion mit, denn sie schrieben „Im Namen meiner Fraktionskolleginnen und –kollegen (…)“.

Tschö, Frau Conzen.
Stephanie Mayfield

E-Mails nimmt Friedrich G. Conzen sicherlich gerne entgegen: bmfriedrichconzen@duesseldorf.de

Mehr Informationen und den vollständigen Brief gibt’s beim virtuellen feministischen Zentrum.

55 Kommentare zu „Treten Sie zurück, Herr Conzen!

  1. Ernsthaft: Nicht alles, wo Frauenförderung draufsteht, trägt zu Geschlechtergerechtigkeit bei. Und dort wollen wir erwachsenen Menschen doch hin.

    Wie müsste ein „Frauenprojekt“ eigentlich aussehen, das Ihr ablehnt?

    Schöne Grüße,

    Sabrina

  2. ernsthaft: ich tue mich schwer damit, diesen herrn Conzen als frau tituliert zu lesen. obwohl die begründung für die mittelstreichung dazu förmlich einlädt. vielleicht auch gerade deshalb.
    darüber, wie ich es anders machen würde, muß ich allerdings noch ein bißchen nachdenken.

    vielleicht ne kampagne gegen männerhäuser auflegen. mit einer seinem schreiben nachgebastelten begründung. unter besonderer berücksichtung des satzes ‚Ihrem Selbstverständnis als … können wir nicht zustimmen‘.

    danke übrigens an die redaktion, dass ihr des drakon beiträge entfernt habt!

  3. @Sabs: schlechte „Frauenförderung“ ist für mich alles, wo behauptet wird, Frauen seien per se die besseren Menschen. Beispiele: Wirtschaftskrise: Frauen können besser mit Geld umgehen, wären Frauen an der Spitze der Banken, wäre das nicht geschehen. Beispiel 2: Esoterik – Bereich Urgöttin: weil Frauen mitfühlender, liebevoller, friedlicher, weiser etc pp sind, wäre die Welt besser, wenn sie von Frauen regiert würde.

    Das sind jetzt zwar keine Projekte, aber mir ist grad kein passendes eingefallen, und deine Frage beantwortet es vermutlich trotzdem.

    Ich glaube nicht, dass ein Geschlecht besser ist als ein anderes, deshalb lehne ich alles ab, was das behauptet. Ich finde, Frauen sollen nicht in den Himmel gelobt werden, denn sie müssen auch das Recht haben, Fehler zu machen.

    Wenn irgendwann wirklich mal eine Frau an der Spitze einer Bank diese Bank in eine Krise führt, wird aufgeschrieen werden, dass es Frauen eben doch nicht besser könnten. Ich denke aber, dass müssen wir auch gar nicht, „wir“ Frauen können im Schnitt gleich gut Banken führen oder uns in Mitmenschen einfühlen wie „die“ Männer. Mehr nicht, aber sicher auch kein bisschen weniger.

    Zum Brief: dieses Herumreiten auf „Frau Conzen“ finde ich auch etwas mühsam. Ich würde auch eher versuchen mit Beispielen die Argumentation ad absurdum zu führen.

  4. @alle: Wie ihr wisst, wird hier moderiert. Wie schon so oft wollen wir euch deswegen bitten, klare Netiquetteverstöße einfach unkommentiert stehen zu lassen, dann ist es für uns leichter, diese rauszunehmen.
    Außerdem möchte ich daran erinnern, dass auch der provokativste Kommentar keine/n von euch berechtigt, selber seine oder ihre gute Kinderstube zu vergessen.

  5. Ich sehe einen Widerspruch zwischen „selbstbestimmt und selbstbewusst“ (Eigendarstellung von kom!ma) und der Selbstverständlichkeit, mit der hier die Anspruchsberechtigung auf Gelder aus öffentlichen Fördertöpfen gesehen wird.

    Wobei ich den Brief von kom!ma selber durchaus vernünftig fand – mit Argumenten belegt und in einem höflichen Ton verfasst. Alles andere stößt sowieso nur auf Abwehr, zumal es ja kein Grundrecht auf zahlenmäßig genau festgelegte Förderungen solcher Veranstaltungen gibt.

    Aber wie gesagt: „selbstbestimmt und selbstbewusst“ heißt für mich was anderes. Und überhaupt: Wie will man das Patriarchat abschaffen, wenn man sich von seinen Fördertöpfen abhängig macht?

  6. @Rahab, Kanaan & Laura
    Die „Frau Conzen“ ist mir auch schwer gefallen durchzuhalten – aber wo hätte ich sinnstiftend damit aufhören können?

    Übrigens habe ich als Weiterleitung eine Unterstützungsemail für Herr Conzen erhalten, die seine eigene Karrikatur sein könnte. Als Beispiel ein Satz:

    „Tatsächlich haben Sie es auch vernünftig begründet und damit gezeigt, dass Sie den Unterschied zwischen Frauenförderung und GENDER MAINSTREAMING begriffen haben. Ich will Ihnen jetzt auch gar nicht zu voreilig und überhastet Vorschläge machen, für welches jungen- und männerspezifische Projekt Sie die Mittel weiterhin sinnvoll einsetzen könnten. “

    Muss mich mal rechtlich informieren, ob ich die gesamte Mail veröffentlichen darf.

  7. @Al
    Die Debatte die Du ansprichst ist ungefähr genauso alt wie zumindest die 2. Frauenbewegung.

    Soweit ich weiß zahlen in Deutschland alle in den gleichen Topf. Warum sollte dann Frauenförderung nicht aus diesem Topf (mit-)bezahlt werden?
    Deutschland ist weiterhin ein Land das eine ausgeprägte Vereinsstruktur hat und viele, z.B. soziale, Belange durch Zuschüsse an diese Vereine delegiert werden. Inwiefern das gut ist oder nicht, ist eine andere Debatte.

  8. „Soweit ich weiß zahlen in Deutschland alle in den gleichen Topf. Warum sollte dann Frauenförderung nicht aus diesem Topf (mit-)bezahlt werden?“

    Es geht ja im Düsseldorfer Beispiel nicht um die grundsätzliche Frage, ob oder ob nicht, sondern um eine aus Sicht der Geldgeber rückläufige Förderungswürdigkeit in einem konkreten Fall. Dagegen kann man dann argumentieren (was kom!ma versucht hat), darüber kann man Hohn und Spott ausgießen (was Du getan hast), aber soweit ich weiß, hat man eben als aus öffentlichen Geldern geförderter Kulturverein keinen automatischen Anspruch auf eine bestimmte Höhe oder Bezugsdauer der Zuwendungen.

  9. @Al
    Damit änderst Du jedoch wieder das Thema.
    Willst Du generell über die Frage diskutieren, ob staatliche Gelder angenommen werden dürfen oder ob z.B. kom!ma förderungswürdig ist?
    Weiterhin wäre eine Diskussion möglich, inwiefern städtische Zuschüsse auch mit Verantwortung von der Stadt für die Bezuschussten gekoppelt sind.

  10. @Stephanie
    wenn ich das alles richtig verstanden habe, dann wurde der kulturetat nicht gekürzt, sondern nur kom’ma der zuschuß gestrichen. da frag ich mich: wo ist das geld hingekommen?
    nicht dass anderen die zuschüsse nicht gegönnt sind. aber dennoch wäre es wohl mal lohnend, die etatposten der letzten jahre im einzelnen zu vergleichen.

    @Al
    was heißt da sich abhängig machen? immerhin ist die fülle der fördertöpfe davon abhängig, dass was in sie hineinkommt. die kohle fällt bekanntlich nicht vom himmel. – und nun wüßte ich gern, was die stadt Düsseldorf so sagen täte, wenn lesben beschließen, keine steuern mehr zu zahlen. mit dem argument, dass sie zur vermeidung von abhängigkeiten die kohle leider selber brauchen. na?

  11. Stephanie: „Willst Du generell über die Frage diskutieren, ob staatliche Gelder angenommen werden dürfen…“

    Nein, eigentlich nicht. Sondern, wenn schon generell, finde ich die Frage spannend, woher Menschen die Selbstverständlichkeit beziehen, mit der sie auf der uneingeschränkten Fortführung einst erworbener Ansprüche auf staatliche Gelder bestehen.

    „…oder ob z.B. kom!ma förderungswürdig ist“

    Nein, auch nicht generell.

    Dass mir „selbstbestimmt und selbstbewusst“ aus der Argumentation von kom!ma auffiel, hat nur mit meinem eigenen Empfinden als, na ja, einigermaßen selbstbestimmte und selbstbewusste Frau zu tun: Für mich passt das mit einer Existenz in Abhängigkeit vom Wohlwollen der jeweiligen Geld- und Machthaber nicht zusammen. Für andere evtl. schon.

  12. @Rahab, Kanaan
    Das Geld ist an den Düsseldorfer Bücherbummel geflossen. Ich hatte das im Blog nicht erwähnt, da mir eine Diskussion nach dem Motto „Wer ist besser“ immer unlieb ist.

    @Al
    Das Thema was Dich interessiert, dürfte unter „Staatsfemis“ fallen. Schau doch mal in die Emma und Courage der etwa 80er Jahre, da dürftest Du einiges dazu finden.

  13. Die Verlinkung auf das Gehalt ist lebensfern. Dort geht es um ein Gehalt in Höhe von 150.000 E für den Geschäftsführer einer kleinen mittelständischen GmbH. Also im produzierenden Gewerbe, nicht in der Kulturlobbybranche.

    Dort wird so etwas üblicherweise ehrenamtlich organisiert.

    Interessant wäre doch mal eine Aufschlüsselung der Kosten der kom!ma.

    Was haben sie für Fixkosten, wie ist ihr Spendenaufkommen? Wieviel Geld bekommen sie über Mitgliedsbeiträge/Förderverbände/Eintrittsgelder/Spenden? Da könnte man sehen wie sie in der Stadt verwurzelt sind.

    Für eine sachliche Auseinandersetzung wäre es für mich auch interessant, ob sie im Vergleich zu anderen Vereinen mehr oder weniger bekommen. Wenn die Förderung zB bisher sehr großzügig gewesen wäre und sie jetzt auf normal zurückgestuft worden wären, dann wäre dies nicht zu beanstanden.
    Wieviel Geld bekommen also andere Vereine, zB Ausländerkulturvereine im verhältnis zu ihren Mitgliedern?

  14. Kulturarbeit wird weitestgehend mit Steuermitteln bezahlt, die die Steuerzahlenden aufbringen. Kein Theater, kein Museum könnte ohne Steuergelder seine Türen öffnen.
    Selbst große Häuser, die Kultursponsoring erfolgreich betreiben, bekommen Zuschüsse aus städtischen oder Bundestöpfen.
    Die Kulturhauptstadt 2010 bekommt über 180 Millionen Euro Zuschüsse!
    In Düsseldorf ist der Kulturetat um keinen Euro gekürzt worden, nur der Zuschuss an den Verein komma. Alle übrigen Institutionen bekommen weiterhin ihre Zuschüsse in Höhe von 100.000 Euro bis 6.000.000 Euro im Jahr!!
    Worüber diskutiert Ihr hier?
    Ob Frauenvereine mit einer halben Stelle und weitestgehend ehrenamtlicher Arbeit kommunale Zuschüsse bekommen dürfen?
    Dürfen autonome Frauen überhaupt einen Schritt auf Bürgersteige tun oder öffentliche Schwimmbäder in Anspruch nehmen, nur weil diese auch mit Steuermitteln bezahlt werden?
    Hallo? Verhältnismäßigkeiten bitte beachten.

  15. Ich stimme gab_ddorf zu und ergänze.

    @Sabine
    Die spannende Frage ist, warum „so etwas üblicherweise ehrenamtlich organisiert“ ist. Ist Kulturarbeit weniger wert?

    Wenn ich Deine Kriterien z.B. an Museen anlege, kommt dabei kein guter Schnitt raus. Dennoch halte ich es für wichtig Museen zu finanzieren.

  16. „Wir halten fest:

    * alle Beteiligten = Frauen
    * vereinte Kräfte = Frauen“

    Ich kann das langsam nicht mehr sehen das alle „Frauenrechtlerinnen“ meinen sie würden für alle Frauen sprechen und das Kürzungen bei ihren Etats allen Frauen zum Nachteil wären. Alle Beteiligten sind alle Frauen die diesen Verein gut finden oder aber unterstützen, vereinte Kräfte sind diejenigen Frauen die sich dort engagieren. Ich zähle jedoch nicht dazu und ich will mich auch nicht dazugezählt sehen.

    Ausserdem ist der Brief den der Verein kom!ma an die Ratsfraktion geschrieben hat in Teilen ebenfalls von Überheblichkeit geprägt.

    „Wir müssen annehmen, dass Sie und Ihre Partei das Frauen- und Lesbenkulturelle Engagement der kom!ma nicht zu würdigen wissen. Die Stadt Düsseldorf hat im Februar 2008 die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Sie kann sich dieser nicht verpflichtet fühlen, sonst würden Sie den einzigen Verein, der selbstbestimmte und selbstbewusste Frauen- und Lesbenkultur anbietet, nicht existenzgefährdend den Zuschuss kürzen!
    Im Jahre 2011 feiert die kom!ma ihr 30jähriges Jubiläum. Wir rechnen damit, dass die Kürzung zum Jubiläumsjahr zurückgenommen und ein angemessen erhöhter Zuschuss gewährt wird.“

    Wenn man auf eine Budgetkürzung noch eine Budgeterhöhung fordert, und dann auch noch in dem Ton „wir rechnen“ anstatt „wir hoffen“ dann weiß ich es auch nicht. Ich stelle mir gerade vor ich würde so mit meiner Chefin sprechen, die würde mir auch was husten. Ausserdem hat der Rat ja noch mehr geschrieben was hier unerwähnt blieb:

    „Ihrem Selbstverständnis als einziger Verein, der „selbstbestimmte und selbstbewusste Frauen- und Lesbenkultur“ anbietet, können wir nicht uneingeschränkt zustimmen. Vorträge zu gesundheitsrelevanten Themen wie Burn Out finden sich auch in Programmen anderer Institutionen. Ihre Veranstaltungen sind in der Tat vielseitig, sie lassen sich aber nicht als Alleinstellungsmerkmal Ihres Vereins anführen, das als Begründung für einen hohen Zuschuss aus dem Kulturetat dienen könnte.“

    Zusammenfassen kann man die Begründung also folgendermassen:

    1. Bietet der Verein zu großen Teilen Dinge an die nicht alleinstellend sind
    2. Ob Frauen oder Männer diese Dinge an Frauen oder Männer anbieten ist irrelevant
    3. Vereine die sich allein um Frauenrechte nicht aber um Männerrechte im Sinne des Gender Mainstreaming kümmern sind ein Auslaufmodell.

  17. @stephanie

    Wer Geld mit seiner Tätigkeit verdient kann an Lohn zahlen, was er will. Wer kein Geld mit seiner Tätigkeit verdient, der kann nur zahlen, was die Wohltätigkeit hergibt.
    Das ist in der Regel weniger in der Kulturarbeit.
    Komma ist ein Verein oder? Du willst nicht ernsthaft vertreten, dass irgendwo im normalen Vereinsbereich im Kulturbereich ein Gehalt von 150.000 € gezahlt wird. Damit ist deine Verlinkung kontraproduktiv. Sie würde allenfalls belegen, dass die kritik nicht bedacht ist, weil die Auslagenseite überzogen dargestellt wird (und das selbst wenn man der Auffassung wäre, dass alle Vorstände von Vereinen im Kulturbereich 150.000 € erhalten sollten).

    im übrigen haben sie gegenwärtig gar keine angestellte Geschäftsführerin, wenn ich einen der obigen Kommentare richtig verstehe, sondern nur Räume und eine Bürokraft. Auch das macht die Verlinkung nicht besser.

    @sandra W.
    Die Forderungshaltung finde ich auch falsch. Vielleicht wäre eine Besinnung auf die kernkompetenz des Vereins sinnvoll und angebracht. Das ist sicherlich die Vertretung von Lesben- und Frauen. Soviel gibt der Veranstaltungskalender da jetzt nicht her.

  18. @Sandra W.
    In meinem Blog steht nirgendwo „Alle Frauen“ und das bewusst. Dennoch trifft es nur Frauen.

    Weiterhin:
    Auf die Perspektive kommt es an. Wem und welchem Themenaspekt gebe ich welchen Raum. Z.B. frauenspezifische Drogenprävention würde sich wahrscheinlich deutlich mehr mit dem Missbrauch von Beruhigungsmitteln beschäftigen (s. Werbung zwischen 8 und 12 Uhr) – mit Burn-Out kenne ich mich für ein Beispiel nicht gut genug aus.

    Schau Dir doch das Programm von kom!ma mal an, und google z.B. mal wo Ulrike Janz eingeladen wird. Darauf geht der Brief von Conzen nicht ein, sondern er sucht sich Beispiele die auf seinen unreflektierten Blick banal erscheinen.

    @Sabine
    Das fällt mir doch schonmal der Fußball ein. Da gibt’s genügend Streit um die Frage, ob es sich beim DFB noch wirklich um einen Verein oder ein Wirtschaftsunternehmen handelt.

    Spannend ist tatsächlich die Frage, warum in Deutschland Kulturarbeit unter Wohltätigkeit fällt und warum wir nur Geld akquirierenden Tätigkeiten ein finanziellen Wert beimessen.

    „Nur eine Bürokraft“ gibt es in, soweit ich weiß, keinem Frauenverein – die Tätigkeiten der zumeist „Hauptamtliche“ genannten Kraft sind meistens genauso umfassend wie der einer Geschäftsführung. Es werden also ähnliche Fähigkeiten verlangt, nur für weniger Geld (ähnlich weil sich z.B. Personalverantwortung mit ehrenamtlichen Kräften anders gestaltet, als bei bezahlten Kräften).
    Im Fall von kom!ma heißt es auch Geschäftsführung – die halbe Stelle ist eher Indikator für die geringe finanzielle Ausstattung.

  19. @stephanie

    1.
    Verteidigst du wirklich eine Lohnforderung in Höhe von 150.000 Euro für einen Verein mit (laut homepage) 4 Mitarbeitern?

    Und vergleichst du wirklich diesen kleinen Verein mit einem mittelständischen Unternehmen mit Verantwortung für wesentlich mehr Mitarbeiter und mit einem wesentlich größeren Haftungsrisiko und einer höheren Verantwortung oder mit großen Fußballvereinen mit einem Millionenumsatz dank Werbeeinnahmen und Gewinnbeteiligungen? Komma ist mit dem DFb mit 6.7 Millionen Mitgliedern wohl kaum zu vergleichen.

    Wenn sie mehr Gelder wollen, dann sollten sie einsehen, dass sie mit Argumenten überzeugen müssen – nur weil sie aus ihrer Sicht wertvolle Arbeit leisten bedeutet es nicht, dass sie jeden Betrag verdient haben.

    2.
    Ich hätte mir einen Brief wie den Folgenden gewünscht:

    „Sehr geehrter Herr Conzen,

    mit Bedauern haben wir die Kürzung der uns sonst ausgezahlten Beihilfen zur Kenntnis genommen, möchten aber keine Gelegenheit ungenutzt lassen, ihnen darzustellen, dass die Gelder bei uns sinnvoll eingesetzt sind.

    Wir sind ein Verein mit x Mitgliedern und stellen damit die größte Vereinigung der Düsseldorfer Lesben und Frauen dar.

    Unsere Gelder setzen wir bisher wie folgt ein.:

    Mit x Euro schlägt die Anmietung der Räume in der X Straße zu Buche. Diese benötigen wir für die Büroarbeit von 4 Angestellten und für kleinere Veranstaltungen.

    Da wir täglich ca. 100 Anrufe von Frauen uns Lesben bekommen, die Rat und Hilfe suchen und zudem täglsich ca. 100 Briefe bzw. Emails beantworten benötigen wir eine feste Hilfskraft, da diese Arbeiten mit freiwilligen Helfern allein nicht zu bewältigen ist. Zwar helfen x Personen mit, allerdings erfordert die Arbeit aus diesen und jenen Gründen eine ständige Besetzung des Büros.

    Gleichzeitig werden von uns die folgenden Veranstaltungen angeboten.

    Veranstaltung 1 bot folgendes, sie wurde von 2.000 Leuten besucht und machte auf … aufmerksam… Wir fügen Presseberichte bei, in denen die Bedeutung dieser Veranstaltung hervorgehoben wird.

    Veranstaltung 2 bot dies und das. Sie wurde von x Personen besucht.

    Veranstaltung 3

    Hieraus sehen sie, dass unsere Arbeit von vielen Personen angenommen wird und ein wichtiger Bestandteil der Düsseldorfer Frauen- und Lesbenszene ist.

    Zudem nehmen wir am Frauenforum teil. Unser Beitrag hierzu ist…. Dazu haben wir die folgenden umkosten…. Wir fügen Stellungnahmen des Frauenbüros und der politischen Initiative „Frauen ins Düsseldorfer Rathaus“ bei, die dieses Frauenforum gegründet haben. Aus diesen ergibt sich, dass unsere Arbeit wichtigt für die Aufrechterhaltung des Frauenforums ist und über unser Büro wesentliche Verwaltungsaufgaben hierfür durchgeführt werden. Mit den reduzierten Mitteln kann diese Arbeit nicht mehr geleistet werden, so dass das Frauenforum nicht weiter betrieben werden kann.

    Leider ist uns eine Finanzierung aus privaten Mitteln nicht möglich. Die Spenden reichen trotz entsprechender Bemühungen unsererseits nicht aus, die Kosten zu tragen. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass viele unser Mitglieder nur über eingeschränkte finanzielle Mittel verfügen…

    Wir bitten sie daher, ihre Entscheidung noch einmal kritisch zu hinterfragen. Gerne stehen wir Ihnen für weitere Informationen zur Verfügung“

    Einfach nur der Verweis „Wir machen wichtige Arbeit, das ist halt so“ finde ich etwas dürftig. Insbesondere wenn die Homepage dann Burnoutkurse und Yogakurse darstellt.

    Das es den Mitarbeitern nicht gefällt, wenn die Zuschüsse gekürzt werden, ist klar. So fehlt aber eine tatsächliche Begründung, die über diesen Unmut hinausgeht. Und das macht angreifbar. So wirken sie halt nörgelig. Ein Zentrum für Kommunikation sollte doch eigentlich kommunizieren können.

    Das ärgert mich. Weil es so so leicht fällt sie abzutun.
    (Der Inhalt des Schreibens ist gerade eben anhand der Homepage erstellt, es handelt sich mehr um Formulierungen dem Sinn nach als um überprüfte Inhalte).

  20. @Stephanie

    Du hast es indirekt geschrieben, *alle* Frauen ist das Bild welches der oder die LeserIn in der Regel im Kopf hat wenn uneingeschränkt einfach nur das Wort Frauen genannt wird, und das gleich zwei mal. Das sind rhetorische Kniffe.

    Die Veranstaltungen habe ich mir jetzt nochmal angesehen, leider bestärken diese meine Meinung nur. Aufgelistet sind dort ja Veranstaltungen für zirka 6 Wochen

    1. 13.1. Frauenforum Dauer 2h im Rathaus, kostenlos
    2. 22.1. Burn Out Einführungsvortrag (kostenlos) zu einem kostenpflichtigem Seminar
    3. 25.01 Filmvorführung eines Films über lesbische Liebe im Bambi, Kosten 5-7 €
    4. 28.01 Vortrag über lesbisches Leben in einem Dortmunder Viertel, ebenfalls kostenpflichtig 2-6 € und in Kooperation mit der Frauenberatungsstelle
    5. 10.02 Frauenforum Dauer 2h im Rathaus, kostenlos
    6. 06./07.02 Burn Out Seminar, Dauer 10-17 Uhr, 80 Euro pp.
    7. 22.02 Filmvorführung eines Films über lesbische Liebe im Bambi, Kosten 5-7€
    8. 28.02 Über eine Dauer von 4 Wochen werden Bilder bzw Collagen in den Räumlichkeiten ausgestellt, am Einführungstag gibt es 2 Stunden Gesang, kostenlos

    Desweiteren findet sich noch eine Linkpage namens „Frauen in Düsseldorf“ und es gibt für insgesamt 6 Stunden in der Woche telefonische Sprechzeiten, für was die sind steht da nicht.

    Auf diesen Zeitraum entfallen zirka 68.000/52*6= 7800 € des Budgets (laut Brief auf der Seite des feministischen Zentrums ist das die ursprüngliche Budgethöhe).

    Ich finde das ehrlich gesagt recht mau für soviel Geld, der Großteil der Veranstaltungen kostet ja was und das was nichts kostet ist eine 2 Stunden Gesprächsrunde einmal im Monat sowie eine Einführungsveranstaltung für ein kostenpflichtiges Seminar.

    Da ich nicht davon ausgehe das der Verein unsauber arbeitet, würde ich dringendst empfehlen die Ausgaben zu prüfen. Ich sehe das externe Anbieter dort an zwei Tagen die Woche abends Yoga und Tanz anbieten, dafür sind also scheinbar ausreichend große Räumlichkeiten vorhanden, die aber für den normalen Vereinsalltag nicht notwendig erscheinen, zumindest nicht dauerhaft. Die wirklich seltenen Veranstaltungen die direkt im komma Büro/Vereinsheim stattfinden, könnten auch in gemieteten Räumen stattfinden, da gibt es bestimmt auch in Düsseldorf Möglichkeiten günstig einen Raum für 4 Stunden zu mieten. Der Verein selber kann dann von einer 40 qm Büro gesteuert werden.

    Wie es mit dem Personal ausschaut weiß ich auch nicht, aber 7.800 Euro sind für das was angeboten wird in dem Zeitraum definitiv zu viel.

  21. @Sabine
    Der Artikel sagt soweit ich weiß 40.000 – 150.000 €.
    Was Deinen Briefvorschlag betrifft: Ich kenne es aus Mainz so, dass etwas derartiges – nur ausführlicher – als Antrag für die Bezuschussung eingereicht werden muss.

    @Sandra W.
    Dein Dortmunderviertel ist das „Beginen-Projekt“: http://www.beginenhof-dortmund.de.
    Abgesehen davon ist die Referentin gerade für diesen Vortrag Ulrike Janz, die ehemalige Herausgeberin der Ihrsinn: http://www.ihrsinn.auszeiten-frauenarchiv.de.

    Anhand des Programms erkenne ich eher die Kompetenz von kom!ma.

  22. komische diskussion. ich geh mal davon aus, dass kom!ma mit dem verlängerungsantrag auch ne finanzplanung vorgelegt hat. daran wird’s also nicht gelegen haben.

    und was ist das „Selbstverständnis“ dieses bücher-dingens? und wer macht das?

  23. @Stephanie

    Woran genau machst du die Kompetenz am Programm fest, welche eine Förderung aus Steuergeldern von 7.800 Euro im genannten Zeitraum rechtfertigt ?

    Es gab einen Vortrag welcher zwischen 2 und 5 Euro kostete in Zusammenarbeit mit einem anderen Verein, und weiter? Ich bemühe mich wirklich, aber ich finde nichts. Man besucht das Frauenforum für 2 Stunden im Monat, schlägt dem Kino Filme für Sondervorstellungen vor welche zu normalen Eintrittspreisen gezeigt werden, lässt eine Heilpraktikerin kostenpflichtige Workshops veranstalten, und befindet sich scheinbar halbtags im Büro und ist dort 6 Stunden die Woche telefonisch erreichbar. Warum ich dort überhaupt anrufen sollte ausser vielleicht um einen Termin beim Burn Out Workshop zu bekommen wird auch nicht genannt.

    Naja, ich muss jetzt schlafen, wünsche allen die noch nicht schlafen eine gute Nacht.

  24. @Rahab, Kanaan
    Hier für Dich der Link zum Bücherbummel: http://www.buecherbummel-auf-der-koe.de/

    @Sandra W.
    Deine Rechnung ist einfach nicht richtig. Mach doch mal ein Praktikum bei einem Verein (muss ja nicht mal ein Frauenprojekt sein) und Du wirst sehen, dass Deine Rechnung nicht aufgeht.

    Aber sei’s drum: Dir geht es um die ersten zwei Monate des Jahres, dass in den ersten 2 Wochen des Jahres keine Veranstaltung ist, ist nicht weiter verwunderlich. Wir wären also bei 11.330 €.

    Gehen wir davon aus, dass die Geschäftsführung inkl. Lohnnebenkosten und Einkommenssteuer 2.500 € in Teilzeit kostet, sind wir schon mal bei 5.000 €.
    Eine Veranstaltung würde ich durchschnittlich und günstig mit 250€ bemessen, also Honorarkosten, Gema, Material, Werbung, Fahrtkosten, Unterbringungskosten etc. Bei 8 Veranstaltungen komme ich auf 2.000 €.
    Miete warm sind mindestens 600 €: Also 1.200 €.
    Telefon, Internet, Porto, Strom, Druckertinte – halt die üblichen Bürokosten dürften mindestens 200 € sein: Insgesamt also 400 €.
    Bin ich schon mal bei 8.600 €.
    Für die Anschaffung von Computer, Möbel, Drucker etc. sollten mind. ca. 100 € zurückgelegt werden: Also nochmal 200 €.
    Versicherungen für öffentliche Veranstaltungen würde ich mal jährlich mit 1.200 € bemessen: nochmal 200 €.

    Mit 9.000 € von Dingen auf die ich spontan komme ist weder eine Ehrenamtliche, noch die Geschäftsführung geschult oder fortgebildet, keine Konferenz besucht, kein Zeitungs- und Zeitschriftabo bestellt, keine Mitgliedsgebühr für Dachverbände bezahlt, keine Steuerberaterin im Hause gewesen…

    Dafür habe ich jedoch sowohl die Referentinnen als auch die Geschäftsführung schlecht bezahlt, eine günstige Miete eingerechnet usw.

  25. @stephanie
    Wie ist denn die andere Einnahmeseite, also Spenden, Mitgliedsbeiträge (62 € pro Jahr, vielleicht ist da eine Erhöhung möglich?) etc? Und wie ist die Annahmeseite? Was nehmen sie für die in ihren Räumlichkeiten angebotenen Kurse von den Kursanbietern? Wieviele Mitglieder haben sie, die diesen Aufwand rechtfertigen?

    Die Vorstellung des Beginen-Projekts ist ja nicht mehr als Werbung. Die dürfte kostenlos sein. Leben die Mitarbeiterinnen von Komma auch in diesem Projekt?

    Nehmen wir einfach mal an, dass es 4 Frauen sind, die den Verein gegründet haben und das war es. Sie leben davon und machen 8 Veranstaltungen pro Jahr um den verein aufrecht zu halten. Das wäre für mich dann nicht förderungswürdig. Also möchte ich schon etwas mehr über ihre Arbeit wissen, damit ich weiß, was ich von ihrer Arbeit halten soll. Dazu finde ich aber nichts.

    Wie Sandra kann ich auch meist nur Veranstaltungen sehen, bei denen sie sich ranhängen und ggfs ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Auch die 6 Stunden telefonische Erreichbarkeit innerhalb der Woche rechtfertigen keine Halbtagskraft. was hat diese genau für Tätigkeiten und was bietet dieses Sekretariat den Frauen Düsseldorfs für Mehrwert? Die Teilnahme am Frauenforum durch eine bezahlte Kraft bei ansonsten ehrenamtlicher Teilnahme wäre auch in ihrer Notwendigkeit zu hinterfragen, wenn das in den Arbeitszeiten drin ist. Die Geschichte auf der Homepage hört 2006 auf und hat einen bis zwei Einträge pro Jahr. Das dort für 2006 als Jahresarbeit dargestellte Internetportal habe ich mir angeschaut. Es wird nicht geführt und liegt ohne Einträge brach.

    Kurzum: Die Aussendarstellung ist nicht sehr gut. Mir persönlich reicht es nicht, wenn sie selbst sagen, dass sie gute Frauenarbeit und Lesbenarbeit machen. Frauensolidarität im Sinne eines „Was immer sie machen, solange es für Frauen ist sollen sie bekommen was sie wollen“ finde ich nicht den richtigen Weg. Auch Frauenarbeit sollte sich einem Wettbewerb stellen und dafür ist Information notwendig.

  26. @Sabine ( & Sandra W.)
    Skepsis ist ’ne wichtige Sache, wirklich. Aber nicht alle wollen oder tun Böses.

    Zuschüsse an Vereine sind selten überkandidelt – es ist nicht so als würden Staatsorgane die gesellschaftliche Aufgaben an z.B. Vereine delegieren, diesen das Geld hinterherschmeissen oder als würden Vereine im Reichtum schwimmen.

    Kultur ist in 99% der Fälle Zuschussabhängig, genau wie Soziale Arbeit. Deutschland ist darauf aufgebaut, dass diese Dinge bezuschusst werden und das Vereine bestimmte Aufgaben übernehmen. Die Verantwortung des Staats für die Bevölkerung ist hier und wird hier anders aufgenommen, als anderswo. Vergleiche z.B. die Krankenversicherungs-Debatte in den USA mit Deutschland.

    kom!ma zu kritisieren, setzt vorraus, dass einiges an Wissen für die Lage von Vereinen und deren Arbeit da ist. Davon sehe ich nur recht wenig, in Euren, Sabine und Sandra W., Kommentaren. Dafür sehe ich umso mehr Ansprüche – die vllt. erfüllt werden sollten, jedoch um welchen Preis? Aber gerade der Preis wird von Euch bezweifelt.

  27. @stephanie

    Dann sag doch zumindest mal, wieviele aktive Mitglieder der Verein hat, damit man sich was vorstellen kann.

    Im übrigen forderst du ja nicht nur, dass wir ihn in Ruhe arbeiten lassen, sondern, dass wir ihn durch Mails unterstützen. Da kann man doch wohl ein paar Informationen forden. Wenn sich die Arbeit des Vereins aus der Internetseite ergeben würde müßte ich nicht fragen. Ich habe auch nach Presseberichten gesucht, aber nichts gefunden. Blinde Unterstützung finde ich unkritisch.

    Ich habe das mal bei einem Tierschutzverein erlebt, der im wesentlichen der Ernährung der eigenen Pferde und Hunde diente. Die haben auch gesagt, dass jetzt Tierrechte beschnitten werden und das das unrecht wäre ohne das sie Nachweise bringen wollten. Als man sich das etwas näher anschaute, war klar, dass sie ausser ihre Privattiere zu unterhalten keine wesentliche Arbeit geleistet haben. Seitdem bin ich (vielleicht zu) mißtrauisch, wenn ich die geleistete Arbeit nicht erkennen kann.

  28. @ Sabine
    die komma wird seit vielen Jahren vom Kulturamt der Stadt Düsseldorf gefördert und rechnet die Zuschüsse selbstverständlich verantwortungsvoll und richtig ab, sonst würde der Verein gar nicht gefördert werden. In den offiziellen Kulturreporten der geförderten Kultureinrichtungen ist die Arbeit der komma in den vergangenen Jahren ausführlich dargestellt. Hier liegt auch ein Schwerpunkt der Arbeit der bezahlten Kraft: die Mittelverwendung ordnungsgemäß darzustellen. Wer jemals öffentliche Gelder beantragt hat, was für ein -absolut gerechtfertigter – Aufwand das ist.
    Dem Vorsitzenden des Kulturausschusses ist die Arbeit der komma also durchaus bekannt, deshalb konnte der Verein in dem Anschreiben „ironisch“ werden. Die Frauen gehen davon aus, dass es politisches Kalkül ist, die geförderte Frauen- und Lesbenkultur ausbluten zu lassen. Und die Antwort bestärkt diese Annahme. Ich gebe Sabine Recht, dass die Arbeit und das Engagement der komma besser dargestellt werden muss, immerhin organisiert der Verein fast 50 kostenpflichtige und kostenfreie Veranstaltungen im Jahr, die gut besucht werden.
    Diese Kürzung war ein Schuss vor den Bug, von dem die Ladys sich jetzt erholen. Sie werden ihre Arbeit zukünftig besser darstellen.
    Die Frauen, die die komma vor fast 30 Jahren gegründet haben, sind dort übrigens nicht mehr aktiv, mittlerweile engagiert sich dort die 4. Generation.
    Die Inhalte haben sich mehrfach verändert und jetzt geht es darum, dies auch nach außen so gut darzustellen wie es in den Monatsanzeigen der Kulturmagazine geschieht.

  29. @Stephanie

    Ich bestreite ja nicht das Kosten anfallen können, wobei ich einwerfen möchte das ich einen Bruttolohn (ohne Arbeitgeberanteil) von 2100 Euro für eine Teilzeit Kraft sehr üppig finde auch wenn diese Teilzeit Kraft sich dort als Geschäftsführerin bezeichnen kann, sprechen wir hier ja über einen winzigen Verein, vergleichbar mit einer IchAG, finanziert aus Spenden und Steuergeldern, da kann von schlechter Bezahlung für die Geschäftsführung keine Rede sein.

    Noch kurz zu den Kosten der Veranstaltungen:

    Du setzt für 8 Veranstaltungen grob 2000 Euro Kosten an. Das könnte allgemein hinkommen, tut es hier aber definitiv nicht. Die Filmvorführungen kosten den Verein nichts, das Kino nimmt normalen Eintritt und bekommt Gäste die den Film gucken, man bestimmt nur den Film. Das zweistündige Frauenforum veranstaltet man nicht, sondern besucht es nur. Die Burn Out Gruppen Workshops veranstaltet eine externe Heilpraktikerin und die nimmt 80 Euro pro Person für ca. 12 Stunden und bekommt nebenbei noch neue Kundinnen für ihre Praxis, und der einzige Vortrag wird zusammen mit der Frauenberatungsstelle gemacht und kostet obendrein noch 2-6 Euro Eintritt.

    Aber egal, mir geht es vor allem darum das ich nicht sehe *was* dieser Verein macht um seine Existenz, seine Kosten, *überhaupt* zu rechtfertigen. Es gibt nahezu keine direkt von kom!ma *abhängige* Veranstaltungen, sicher im Büro ist man für mich als aussenstehende nur 6 Stunden die Woche, ob und was man die übrige Zeit macht ist schleierhaft da dort einfach mal nichts steht.

    Ich wundere mich ehrlich gesagt das es unter diesen Umständen überhaupt noch einen Zuschuss gibt. All das was der Verein zumindest von dem was ich als aussenstehende wahrnehmen kann macht, könnte selbst eine Kraft auf 10-15h Teilzeit Basis im Frauenberatungsbüro der Stadt für einen Bruchteil der Kosten erledigen bzw delegieren. Da braucht es keine Geschäftsführung, keine großen Räumlichkeiten, sondern nur ein Telefon, einen PC sowie einen Schreibtisch und alles würde laufen wie bisher. Die Burnout Workshops, das Frauenforum, die Kinofilme, und auch der Vortrag alle 4-6 Wochen, alles noch da, selbst die Sprechzeiten von 6h die Woche blieben bestehen.

  30. @Sandra W.
    Ich glaube wir können den Schlagabtausch „Nein, Du rechnest falsch“ „Nein, Du…“ einfach hier beenden.

    Stattdessen lasst uns doch mal über meinen Blog diskutieren oder geben mir tatsächlich alle Recht, dass Herr Conzen für seinen sexistischen und unverschämten Mist den Rücktritt einreichen sollte?

  31. @Stephanie

    Ich kann keinen Sexismus seitens des Rates der Stadt Düsseldorf bzw des Vorsitzenden Conzen erkennen, du interpretierst den da durch Umformulierungen des Textes rein. Warum du das tust kann ich nicht sagen, ich denke du siehst den Verein als wichtig an, was er genau den Frauen und Lesben in Düsseldorf *einmaliges* bietet, was ohne den Verein unmöglich wäre, sagst du jedoch leider nicht.

    Ich sehe also zunächst nur einen Verein der augenscheinlich bezogen auf das was er tut zu viel kostet, von Herrn Conzen unter anderem darauf hingewiesen wurde und eigentlich in der Rechenschaftspflicht seinem Geldgeber -der Stadt- gegenüber ist. Vielmehr startet man jedoch den Angriff nach vorn. Falls der Verein mit dem Budget wirklich nicht mehr als das genannte vorzuweisen hat, sollte vielmehr die Geschäftsführung des Vereins zurücktreten.

    Die überhebliche Antwort von Conzen kam deshalb weil der Verein auf die Nachricht der Senkung in überheblicher Weise noch eine Erhöhung der Bezüge fest eingefordert hat, mit der nicht belegten und auch nicht aus den allgemeinen Informationen ersichtlichen Begründung man leiste mit dem Geld schliesslich wichtige Frauen und Lesbenarbeit. Das einzigste Fehlverhalten der Stadt sehe ich darin das man vor der Kürzung mit dem Verein das Gespräch hätte suchen sollen, ohne Gesprächsangebot kurz vor Beginn des neuen Jahres einfach zu kürzen und vor vollendete Tatsachen zu stellen ist nicht die feine Art.

  32. Ich sehe es auch so wie Sandra. Auf Basis der bisherigen Informationen besteht kein Rücktrittsgrund.

    Nehmen wir doch mal für einen Moment an, dass die Kürzung aufgrund des Tätigkeitsprofils von Komma gerechtfertigt war. Wie hätte Herr Conzen das den sonst höflich ausdrücken sollen? Indem er in seinem Bericht genau auflistet, warum das Geld nicht mehr berechtigt ist und damit Komma auch angreift?

  33. @Sabine
    Wie wär’s denn mit „Sorry, wir sahen keine andere Möglichkeit.“ Das würde ich zwar nicht glauben, jedoch würde ich mit Sicherheit das Schreiben nicht in meinem Blog auseinander nehmen.

    @Sandra W.
    Wie wär’s Du schaust Dir mal die Briefe der LAG Lesben NRW und der Wir Frauen an. Veröffentlicht hier: http://feministisches-zentrum.de/d%C3%BCsseldorf-k%C3%BCrzt-den-zuschuss-von-komma

    Soweit ich weiß, habe ich Dir auch mit Ulrike Janz als Referentin geantwortet, mit dem Fachwissen, was Beginen sind usw. (und diese beiden Beispiele nur aus einem einzigen der kom!ma-Veranstaltungen)

    Aber bevor Du weiterhin so tust, als würde ich Dir nicht antworten, eine Gegenfrage: Wer bietet den Frauen und Lesbenkultur in Düsseldorf noch an?

  34. @Stephanie

    Wie stehst du eigentlich zu Komma? Bist du Mitglied oder Freunde von dir oder ist es für dich einfach ein fremder Verein?

    Er schreibt doch, dass „leider Einschnitte erforderlich sind“. Nach dem Brief von Kom!ma finde ich seinen Brief höflich und sachlich.

    Wie ist eigentlich hier die Abstimmung abgelaufen? Haben die restlichen Parteien gegen den Kulturhaushalt gestimmt oder haben sie die Kürzung mitgetragen?

  35. @Stephanie

    Die Briefe habe ich gelesen, relevant ist für mich jedoch in erster Linie was der Hauptbetroffene, also der Verein schreibt, denn an den richtet sich ja auch der Antwortbrief.

    *Soweit ich weiß, habe ich Dir auch mit Ulrike Janz als Referentin geantwortet, mit dem Fachwissen, was Beginen sind usw. (und diese beiden Beispiele nur aus einem einzigen der kom!ma-Veranstaltungen)*

    Tut mir leid aber langsam wird’s echt albern, ich wiederhole mich ja nur noch. Erstens wurde dieser Vortrag zusammen mit der Frauenberatung veranstaltet, nicht von komma alleine, zweitens war er kostenpflichtig, drittens von Frau Janz erarbeitet und nicht von komma, viertens sprechen wir hier über ein Budget von über *10.000 Euro* welches in diesen Zeitraum verwendet wurde.

    Ich weiß ja nicht wieviel du verdienst, aber ich leiste für die genannte Summe als Studentin an der Uni über *eintausend Arbeitsstunden*. Und wenn man diese Summe dem Verein kom!ma gibt kommt nicht viel mehr als ein kostenpflichtiger Vortrag dabei heraus…

    *Aber bevor Du weiterhin so tust, als würde ich Dir nicht antworten, eine Gegenfrage: Wer bietet den Frauen und Lesbenkultur in Düsseldorf noch an?*

    Wie ich bereits sagte kann das Düsseldorfer Frauenberatungsbüro mit denen bereits bei diesem einzigen Vortrag zusammengearbeitet wurde, eine Teilzeitstelle mit 10-15h die Woche einrichten welche dann die bisherigen Leistungen des Vereins übernimmt. Auch Frau Janz wird bestimmt nicht eine Zusammenarbeit mit dem Frauenbüro als einziger Partnerin ablehnen.

  36. @Sabine
    Ich kenne kom!ma vom Namen her. Was meine Aufmerksamkeit erregt ist die Situation, das Verfahren und der Brief. Dementsprechend sind mir die anderen kleineren Fraktionen erstmal Schnuppe.

    @Sandra W.
    Jetzt kapier ich das: Du meinst die Frauenberatungsstelle.
    Ernsthaft: Ich kann in einer Kommentardiskussion keine komplette Darstellung der Frauenvereine-, institutionen und Zusammenhängen mit Staatsorganen liefern – auch nicht in einem Blog.
    Daher ist unsere Diskussion hier einfach Quatsch. Sorry.

  37. @Stephanie

    Also kannst du letztendlich zu der Qualität und dem Umfang ihrer Arbeit nichts sagen?

    Wo kann man denn das erste Schreiben des Herrn Conzen lesen, damit man sich mal einen Gesamteindruck machen kann?

    Auf der verlinkten Seite des feministischen Zentrums ist so wie ich das sehe nur die Antwort des Herrn Conzen, aber nicht der erste Brief von ihm, aus dem zu zitierst.

  38. @Stephanie

    Ich wollte von dir nicht wissen wie die verschiedenen Vereine und Institutionen zusammenhängen. Das ist auch nicht nötig wenn ich nur erfahren will was ein Verein konkret mit dem Geld welches er bekommt der Öffentlichkeit besonderes bietet was ohne ihn nicht oder nur schwer möglich wäre (ausser einem kostenpflichtigen Vortag von Frau Janz und anderen Referentinnen alle 2 Monate).

    @Sabine

    Das ist der Brief aus dem sie zitiert.

    http://www.feministisches-zentrum.de/brief-von-friedrich-g-conzen-komma-vom-21012010

  39. @Sabine
    Es gab keinen initiierenden Brief von Herr Conzen – nur die Reaktion. Daher weiß ich nicht genau, was Du meinst.

    Bei der Qualität ihrer Arbeit verlass ich mich auf die Autoritäten, die Unterstützungsschreiben verschickt haben und die auf feministisches-zentrum.de veröffentlicht sind.

    @Sandra W.
    Um dir das zu erläutern, wäre ein umfassendes Hintergrundwissen notwendig – schon allein um Dir zu erklären, warum Kooperationen stattfinden, warum sich die Vereine nicht einfach zusammenschließen, warum die Filmabende wesentlicher kultureller Beitrag sind usw.

    Wir können uns jetzt natürlich länger darüber batteln, ob meine Forderung des Hintergrundwissens notwendig ist oder nicht. Aber so kommen wir zwei nicht weiter.

    Danke übrigens, dass Du Sabine den Link schnell geposted hast.

  40. @Stephanie

    Ich verstehe nicht warum du nicht einfach sagst was dieser Verein den Lesben und Frauen der Stadt Düsseldorf in dem genannten Zeitraum für 10.000 Euro Fördergeld geboten hat abseits seiner blossen Existenz inklusive Broterwerb für eine Frau, Mieteinnahmen für einen HausbesitzerIn und dem bereits mehrfach geannten kostenpflichtigen Vortrag von Frau Janz sowie 2 ebenfalls normalpreisigen Kinofilmen, und einem kostenpflichtigen Workshop von einer externen Kraft.

    Bei nahezu jedem Verein weiß man das, bei der Frauenberatungsstelle, bei der Tafel, den Archen, bei der Jugendhilfe, nur beim Verein komma soll es so schwierig sein zu erklären was der Verein den Bürgern konkret bringt, wofür also das Büro und die Leiterin denn überhaupt bezahlt werden, sofern man es denn selber weiß?

    Nicht das du mich falsch verstehst: Ich frage nicht deshalb so genau um dich zu ärgern, ich frage nach weil es sich um einen sehr kleinen Verein handelt wo nur ein bis drei Leute sich gegenseitig auf die Finger schauen (können). Das heisst es wäre im Prinzip möglich 6 Stunden die Woche das Telefon zu besetzen, während dieser 6 Stunden (oder auch länger, das ist zeitunabhängig ) privaten Dingen nachzugehen die der Öffentlichkeit nicht dienlich sind, einmal alle 4 Wochen dem Kino einen Filmvorschlag zu übermitteln, einmal im Monat die Frauendiskussionsrunde zu besuchen, alle 2 Monate eine Referentin einzuladen und einen Saal zu mieten. Dann überlässt man die Vereinsräumlichkeiten an 6 Terminen abends externen Anbietern, diese haben einen eigenen Schlüssel, nur nicht für das eigene Büro wo wichtiges liegt, wohlgemerkt alles kostenpflichtig für die Besucher und es sieht nach aussen auf einen schnellen Blick nach viel aus, in wirklichkeit tut man aber kaum was für die Vereinszielgruppe sondern bezahlt sich und vielleicht noch eine andere Person nur selber für die Anwesenheit (wobei ja selbst die Anwesenheit nur 6 Stunden prüfbar ist).

    Ich weiß ja nicht ob es so ist, aber zumindest beschleicht mich dieser Eindruck aufgrund dessen was der Verein preisgibt. Das die Gelder nicht bei den allesamt kostenpflichtigen Veranstaltungen draufgehen siehst du ja auch, also muss es ja hauptsächlich in das Personal gehen, und die geben einer Düsseldorfer Frau laut Website einfach keinen Grund mit ihnen in Kontakt zu treten, ausser vielleicht um sich bei dem Workshop anzumelden.

  41. Nachtrag: Das ist das was ich an diesem Verein so komisch finde.

    Mir geht es nicht darum ob nun lesbisch feministische Arbeit gefördert werden soll oder nicht, mir geht es nur darum ob diese speziell für diese Arbeit genehmigten Fördermittel auch sinnvoll verwendet werden. Ich zweifle bei diesem Verein halt immer stärker daran, das dies der Fall ist. Da fliesst verhältnismässig viel Geld, für verhältnismässig wenig prüfbares.

  42. @Sandra W.
    Letzter Versuch und kurz:
    Januar und Februar sind normalerweise nicht die Hauptveranstaltungszeiträume.
    Es gibt schlimmere Webseiten, als die von kom!ma.
    Frauen- und lesbenspezifische Filme zu zeigen, macht sonst kaum eine_r. Auch die „Kunst“ Kinos, also nicht die Cineplex Geschichten, nagen am Hungertuch.
    Die Frauenberatung ist nicht gleich Kultur, auch wenn vielerorts die Frauenvereinen mehrere Bereich abdecken (und dafür vielfach kritisiert werden).
    Ein Telefon für Sprechzeiten während der gesamten Arbeitszeit freizugeben, verschlechtert die Arbeitssituation für die gesamte Arbeit (schließlich muss die jeweilige auch mal in Ruhe arbeiten können).

    Wenn Du Dir Sorgen machst, dass kom!ma betrügt, lies doch bitte die Unterstützungsschreiben. Wenn Du jedoch nur CDU’ler_innen als Autorität akzeptierst, kann Dir auch meine und deren Aussage niemals reichen.

  43. @Stephanie

    Auch von mir nur kurz,

    *Januar und Februar sind normalerweise nicht die Hauptveranstaltungszeiträume.*
    Im Brief der LAG Lesben steht der Verein macht 50 Veranstaltungen im Jahr inklusive Kooperationsveranstaltungen. Rechnet das was in den 7-8 einsehbaren Wochen passiert/e hoch, so kommt man auf den genannten Soll.

    *Es gibt schlimmere Webseiten, als die von kom!ma.*
    Weiß ich, ist aber irrelevant für meine Frage. Dort steht was gemacht wird und es wird aktualisiert, also scheint es mehr nicht zu geben als das was da steht.

    *Frauen- und lesbenspezifische Filme zu zeigen, macht sonst kaum eine_r. *
    Weiß ich ebenfalls, ist für meine Frage was mit den Fördermitteln passiert irrelevant. Die Vorstellungen kosten nichts solange Frauen kommen.

    *Auch die “Kunst” Kinos, also nicht die Cineplex Geschichten, nagen am Hungertuch.*
    Es geht um komma, nicht um das Kino welches Filme zeigt. Das freut sich nur das Besucher kommen und regulären Eintritt zahlen.

    *Die Frauenberatung ist nicht gleich Kultur, auch wenn vielerorts die Frauenvereinen mehrere Bereich abdecken (und dafür vielfach kritisiert werden).*
    Das sehe ich ein, hat aber auch nichts mit der Frage zu tun was mit den Fördermitteln passiert.

    *Ein Telefon für Sprechzeiten während der gesamten Arbeitszeit freizugeben, verschlechtert die Arbeitssituation für die gesamte Arbeit (schließlich muss die jeweilige auch mal in Ruhe arbeiten können).*
    Ist grundsätzlich verständlich, die Frage „Welche Arbeit denn bei dem bisschen „Output“ “ ist aber trotzdem noch im Raum. Beantworten kannst du die Frage ja scheinbar ebenfalls nicht, also bringt es wohl wirklich nichts weiter zu diskutieren.

    * Wenn Du Dir Sorgen machst, dass kom!ma betrügt, lies doch bitte die Unterstützungsschreiben. *
    Wie du dem ersten Satz entnehmen kannst habe ich beide Schreiben gelesen.

  44. @Sandra W.
    Das ist genau der Grund, warum ich mich ärgere, dass ich mich nicht an mein eigenes Wort halte und die Diskussion beendet habe:
    Ich sage, 50 Veranstaltungen ist viel, Du sagst das ist wenig. Ich sage, dass Geld reicht nicht, Du sagst Das reicht etc. Wenn ich Dir aus meinen Erfahrungen vorrechne was so was kostet, sagst Du dass geht auch günstiger – ich sage dann nein und du sagst doch.
    Wenn ich Dir jetzt vorrechne wieviel Zeit es kostet eine Veranstaltung zu organiseren, sagst Du wieder stimmt nicht….
    Wir können so ewig weitermachen. Das ist keine Diskussion, das ist ein Schlagabtausch und damit allerhöchstens ein Sympathiewettbewerb.

    (Du kannst jetzt natürlich sagen „nein, stimmt nicht“, daher schicke ich jetzt schon mal mein „Doch ist es“ vorraus).

  45. @Stephanie

    zum Teil liegt es eben daran, dass deine Berechnung nicht konkret ist. Du sagst, dass sie zwei Kräfte haben und die eben dies und jenes kosten. Zwei Kräfte seien nicht viel. Aber was diese Kräfte im konkreten Fall machen sagst du nicht. Es wird daher nur begründet, dass zwei Kräfte Geld kosten, aber nicht warum zwei Kräfte benötigt wurden.

    Wenn Sandra dann konkret wirkst weichst du aus und sagst, dass der Zeitraum eben nicht repräsentativ ist/es zu lange dauern würde die Zusammenhänge zu erklären/andere doch auch dafür seien und die wüßten es bestimmt.

    Wir wissen gegenwärtig noch nicht mal wieviel Mitglieder der Verein hat. Vielleicht hatte er seine große Zeit in den ersten Jahren nach der Gründung, in denen noch Zeitschriften aufgelegt worden sind etc, ist inzwischen aber eher reine Selbsterhaltung.

  46. @Stephanie

    Ich habe nicht einfach geschrieben das was du sagst sei falsch, ich habe dir jede Menge Argumente für meine Ansicht geschrieben auf die du jedoch kaum eingegangen bist.

    Meine Schwester die gerade da war denkt ähnlich, die arbeitete früher 3 Jahre als Eventmanagerin, kennt sich also aus im Bereich „Veranstaltungen“ nochmal besser aus als ich. Ich habe ihr die Seite von komma gezeigt wo die Veranstaltungen stehen, ihr gesagt das die dafür eine Teilzeit Kraft brauchen und sie sagte zu mir „Mehr nicht? Wenn ich für die Organisation von so simplen Veranstaltungen die sich regelmäßig in den selben Locations wo man die Konditionen kennt wiederholen so lange gebraucht hätte, wäre ich nach einem Monat auf die Strasse gesetzt worden“. Dann kam: „Da kostet ja alles Geld, ich dachte das ist ein Verein.“ Und darauf: „Die haben ja nur einen einzigen Vortrag in der ganzen Zeit halten lassen, ansonsten sind das ja alles Subunternehmer die auf eigene Rechnung da Leistungen in den Räumen anbieten und einmal im Monat zeigt das Kindo nen Film den die vorschlagen gegen normales Eintrittsgeld oder vertu ich mich jetzt? “ Sie musste wieder los, und ich rief noch:“ In dem Zeitraum wurde der Verein mit über 10.000 Euro gefördert“ Sie dann „Wenn ich gewusst hätte das sowas heute noch möglich ist hätte ich auch einen Verein gegründet und wäre Eventmanagerin geblieben, dann lohnt es sich, tschö Sandy“.

  47. @Sabine
    Ausweichen würde ich das nicht nennen, sondern ein darauf verweisen, dass es sich hier um einen Kommentardiskussion handelt. Ich werde keine ellenlangen Ausführungen über die Arbeit einer Geschäftsführerin liefern. (Fänd ich aber mal einen genialen Blog)
    Außerdem habe ich nirgendwo geschrieben, dass kom!ma zwei (bezahlte) Kräfte hat.

    Abgesehen davon kann ich Skepsis natürlich gut verstehen, aber ich glaube selbst wenn ich Dir ein Buch über kom!ma schreiben würde, wäre die Skepsis immer noch da. Weiterhin erhalten die Kommentare von ga_ddorf keinerlei Beachtung, obwohl diese qualifizierte Kommentare abgegeben hat.

    Last but not least: Mein Blog handelt von etwas anderem. Aber auf diesen und auf meine Argumente wird nicht eingegangen. Woran liegt das?

  48. @Staphanie

    Du sollst keine Ausführungen über die Arbeiten einer Geschäftsführerin machen, was die macht, wenn genug Arbeit vorhanden ist, wissen wir.

    Aber ist das hier der Fall? Es fehlt der konkrete Bezug zu dieser Geschäftsführerin, die im übrigen keine ist, sondern Vorstand eines Vereins. Ich war auch schon im Vorstand eines Vereines und bin mir bewußt, dass das Arbeit ist. Die wird aber andererorts auch gleistet und mit gerinigeren Mitteln.

    gabb_ddorf hat auch nichts konkretes gesagt, außer das die bezahlte Kraft im wesentlichen dazu da ist die Mittel anzufordern, wobei ihr Gehalt einen wesentlichen Teil dieser Mittel auffrisst. Davon scheinen mir die Frauen in Düsseldorf wenig zu haben.

    Zum eigentlichen Thema deines Blogs (was ich übrigens ein fürchterliches Wort finde, weil es für mich für den Blog an sich steht, und nicht für den Artikel in diesem):

    Es besteht eine Verbindung, weil du die Kürzung als sexistisch darstellst, aber sie dies nicht sein muss.
    Viele der sprachlichen Mittel wurden in den Kommentaren auch schon aufgegriffen. ich finde es ist normale Politikersprache.

  49. @Sabine
    „Normale Politikersprache“ – mhh, ja dann müssen wir das wohl so hinnehmen?

    Das kann’s doch nicht sein: Wenn Conzen argumentiert, dass nur ein Frauenverein gekürzt wird, um den Haushalt Düsseldorfs schuldenfrei zu halten, finde ich das widerlich.
    Wenn Conzen einen Zuschuss kürzt und damit natürlich die Existenz und die Arbeit eines Vereins (egal welchen) bedroht, und dann dem Verein vorwirft, zu wenig empathisch zu sein, finde ich das widerlich.
    Wenn Conzen so tut, als müsste es keine explizite Frauenförderung geben, weil… warum eigentlich… achso Gender Mainstreaming (häh?)…, finde ich das widerlich.
    Wenn Conzen eine Kürzung von 25% als marginal betitelt, finde ich das widerlich.
    Wenn Conzen nicht beachtet, dass die Kürzung nur Frauen trifft (im Sinne von ausschließlich), dann hat er den falschen Job.

    Das geht so weiter.

    Auch wenn das „normale Politikersprache“ ist, finde ich nicht, dass das auch nur im geringsten akzeptiert werden muss.

  50. @Stephanie

    „Wenn Conzen eine Kürzung von 25% als marginal betitelt, finde ich das widerlich.“

    Du musst diese Zeilen aber auch im Kontext lesen. Er sprach hier allgemein von Etats im gesamten Stadthaushalt (nicht nur im Bereich Kultur) die vergleichsweise (also im Vergleich zu dem was gerade in anderen Städten passiert) marginal gekürzt werden.

    „Wenn Conzen nicht beachtet, dass die Kürzung nur Frauen trifft (im Sinne von ausschließlich), dann hat er den falschen Job.“

    Er hat es beachtet indem er auf Gendermainstreaming verwies. Das der Verein nur Frauen was bringt scheint ja gerade ein mitgrund für die Kürzung zu sein.

    „Wenn Conzen so tut, als müsste es keine explizite Frauenförderung geben, weil… warum eigentlich… achso Gender Mainstreaming (häh?)…, finde ich das widerlich.“

    Wenn man politisch festschreibt das die Lebenssituation beider Geschlechter bedacht werden soll ( ursprünglich wohl um Frauenförderung zeitgemäßer erscheinen zu lassen, soweit ich weiß haben Feministinnen das irgenwann mal ausgearbeitet), darf man sich aber nicht wundern wenn irgendwann auch mal Leute feststellen das es fast nur Frauenförderung gibt. Das hat ein wenig was von „Die Geister die ich rief“. Das es keine Frauenförderung geben darf hat er ja nicht gesagt, nur indirekt zum Ausdruck gebracht das hier dauerhaft betrachtet Mittel umgeschichtet werden müssen die bisher nur oder fast nur Frauen zugute kommen.

    Zum Teil überheblich geschrieben hat er, da stimme ich voll zu, aber das hat komma unter anderem durch die sinngemäße Phrase „wir rechnen also mit einer angemessenen Erhöhung unserer Bezüge im nächsten Jahr“ auch zumindest zum Teil provoziert.

  51. @Sandra W.

    Zunächst wäre da die Frage offen, ob sich eine schuldenfreie Stadt mit einer verschuldeten Stadt vergleichen kann, sowie die Frage, ob eine Kürzung um 25% eines einizigen Zuschuss überhaupt marginal sein kann.

    Bei der von Conzen zitierten Definition von Gender Mainstreaming kommt definitiv nicht heraus, dass es zuwenig patriarchaler Kultur gibt. Stattdessen finden wir immer noch heteronormative und sexistische Filme in Massen, wenig Referentinnen, wenig Feminismus und wenig weibliche Comedians und Kabarettistinnen. Von anderen Kulturbereichen fang ich besser gar nicht erst an.

  52. hi,
    ich hab schon neulich überlegt ob ich den Blog kommentiere, da war mir aber bisschen viel Rumgetrolle bei den ersten Beiträgen.

    Das grundsätzliche Unverständnis das der Blog auszulösen scheint, teile ich nicht. Verwundert über die Kürzung bin ich jedoch nicht. Das ist eben die schlechtzuheißende Politik der Ratsmehrheit.
    kom!ma ist ein politisches Projekt, dass so wie ich es (erst in den letzten 10 Jahren) kennengelernt habe immer noch zu den linken feministische Wurzeln steht die es mal zu Beginn hatte. Das ist doch super.
    Aber genau das ist auch das Problem. Ich hoffe den Aktiven bei kom!ma war klar, dass dieser Punkt irgendwann kommt. Linke feministische Politik, auch wenn umrahmt von einem Kulturprogramm, wird von konservativen Machthabern nicht finanziert. Dass es eine meinungsbildende Vielfalt an politischen und kulturellen Organisationen gibt, ist von diesen Menschen nicht erwünscht, sobald eine Stimme zu sehr vom Mainstream nach links abrückt. Das kennen und wissen Aktive schon seit anno dunnemols.
    Konservative haben ein Weltbild. Weltbilder haben zeichnet sich eben dadurch aus, dass es weder ethisch begründet werden muss, noch, dass man es sich durch „so welche“ zerreden lässt. Das ist sehr gut in Viktor Klemperers LTI nachzulesen. (Bin zu faul zum zitieren).

    Es geht nicht nur darum, Frauenkulturföderung zu verhindern, sondern einen kritischen Verein handlungunfähig zu machen.
    Das finde ich zum Kotzen!
    (Das das ganze Masche ist, zeigt sich doch immer wieder. z.b. hat die aktuelle Landesregierung, kaum dass sie an der Macht war sie Zuschüsse für Frauenhäuser radikal gekürzt, weil, so sagte sie, es punktuell kleinere offizielle Zahlen über Gewalt gegen Frauen gab. Die passen eben nicht in deren Familienbild, denke ich. Nach dem Motto „Was nicht sein darf gibt es auch nicht“.)
    Zu deinem Blogbeitrag, Stephanie möchte ich noch loswerden, dass er mir stellenweise zu sehr übertreibt, dass macht ihn für die „Gegenseite“ angreifbarer, finde ich.

    Viele Grüße, Thomas

    [wer sehen will was die kom!ma in den letzten Jahren geleistet hat, kann das z.b. in den Archiven von http://www.terz.org/, der düsseldorfer stattzeitung tun]

    [Die kapitalistischen Verwertungsmaßstäbe, die von Sabine und Sandra angesetzt werden um einen politischen Kulturverein in ein vom messbaren Output bestimmten Dings zu verwandeln sollte sich kom!ma möglichst widersetzen. Das ist Ökonomisierung in Reinform. Alles, was nicht einem Controlling und einem Qualitätsmanagement unterliegen kann soll nicht förderungswürdig sein. Die Idee, dass so ein Verein als Anlaufstelle auch dann weiter existieren sollte, wenn gerade etwas weniger messbare sog. Qualität vorhanden ist, finde ich besser. Dass, einem weitgehend autonomen Frauenkulturverein durch solche Aktionen das genommen wird, was ihn auszeichnet, nämlich die Autonomie, bedenkt ihr nicht. Ich hoffe nicht mit meinem Klammerkommentar die obige Debatte wieder anzuheizen.]

  53. oh… meinte nat. rumgetrolle bei den blogkommentaren insgesamt, die ich auf den seiten gelesen habe. wollte erstmal lesen und mich nicht ungewollt einreihen…

  54. @thomas_düsseldorf

    Danke für Deinen Beitrag und Deine Ausführungen.

    Ich würde übrigens nicht von einem „grundsätzlichen Unverständnis“ ausgehen – schließlich ist ein „Finde ich gut/richtig“ Kommentar auch nicht gerade etwas, dass z.B. ich häufig schreibe.

    Zu Deiner Kritik: Unangreifbar zu sein, war nicht meine Intention – ich wollte gerne einen Blog zu einem „leidigen“ Thema schreiben, der leicht, spannend und vielleicht auch mit einem kleinen Lächeln lesbar ist. Schließlich muss darüber trotz des „Es wird immer schlimmer“-Gefühls trotzdem berichtet und gelesen werden.

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