Einträge mit dem Tag ‘Ana Mendieta’


Feministische Avantgarde: Selfies aus den 1970ern

28. Mai 2015 von Charlott

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Ein Mann und eine Frau betreten einen der Ausstellungsräume. Er schnaubt etwas verächtlicht mit Blick auf die präsentierten Fotografien, sie läuft hinter ihm her. Dann nähern sie sich einigen Bildern an, bleiben stehen. Er bemerkt im fachmännischen Ton: „Ist halt alles aus den 70ern, das darf man nicht vergessen. It’s dated.“ Ich bin in der Ausstellung „Feministische Avantgarde der 1970er Jahre“ in Hamburg und wie wenig ‚dated‘, also veraltet oder überholt, eine künstlerische, feministische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Verhältnissen ist, beweist nicht nur dieser Herrklärer.

Und er ist nicht der einzige. Einige Räume weiter begegne ich einem zweitem Mann-Frau-Gespann. Sie stehen vor der Videoaufnahme der Aktion „Change“ von Ewa Partum aus dem Jahr 1974. In diesem lässt sie sich vor Publikum die eine Hälfte ihres Körpers in ein älteres Alter Ego umschminken, um dann ihren Körper zu Kunst zu erklären. Der Mann kommentiert: „Und hier wird sie jetzt hässlich geschminkt.“ Wüsste ich es nicht besser, könnte es sich um eine ironisch-bissige Performance handeln: „Typen, die Frauen feministische Kunst erklären“. Aber dem ist nicht so.

In den große Kunstmuseen, aber auch in den Gallerien, sind die Werke von Künstlerinnen bis heute unterrepräsentiert. Und als vor einigen Jahren das Pariser Centre Pompidou die Kunstwerke von Männern einlagerte und ausschließlich Künstlerinnen präsentierte (elles@centrepompidou), traf dies auf viel Skepsis (aber auch gute Besucher_innenzahlen). Bisher zogen keine ähnlich renomierten Kunsthäuser nach – und es ändert sich auch nicht viel an dem Fakt, dass auch der Anteil von Kunstwerken von Künstlerinnen am Gesamtbesitz des Centre Pompidous immer noch unter 20 Prozent liegt.

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Chimamanda Ngozi Adichie, Solange Knowles, Tupoka Ogette, Ana Mendieta – kurz verlinkt

22. Mai 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 242 von 365 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Beiträge

Bereits im März berichtete Tupoka Ogette im RBB über die alltäglichen Rassismus-Erfahrungen, die sie in Berlin macht.

Die Wanderausstellung Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen setzt sich mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2007 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes im November 2011 auseinander.

englischsprachige Beiträge

Über Sexismus innerhalb von emanzipatorischen Bewegungen: Bei Black Girl Dangerous beschreibt La Stephanie, warum sie die United Farm Workers verlassen musste.

Cecily McMillan, die bei einer Demo im Rahmen von Occupy Wall Street durch den sexualisierten Übergriff eines Polizisten verletzt wurde, wurde nun verurteilt – wegen des angeblichen Angriffs auf besagten Polizisten.

(CW: Bilder mit Blut) Mit der Aktion We wish Ana Mendieta was still alive (Wir wünschten, Ana Mendieta wäre noch am Leben) erinnerten_protestierten_performten Künstlerinnen vor der Galerie, in der eine Ausstellung mit Werken desjenigen Mannes läuft, der Mendieta mutmaßlich getötet hat.

Im Anschluss an die Lesung von Chimamanda Ngozi Adichie hat Peggy Piesche auf Facebook einen offenen Brief an die Autorin veröffentlicht.

Anlässlich eines aufsehenerregenden (anscheinenden) Streits zwischen Solange Knowles und Jay-Z schreibt Jasmine N. Salters bei For Harriet über öffentliches Amüsement auf Kosten Schwarzer Frauen.

Nur dreizehn Prozent der Autor_innen bei Wikipedia sind Frauen. Das Ms. Magazine berichtet über Autorinnenschaft als feministischen Aktivismus.

Bei BitchMedia werden entmenschlichende Aspekte des „Mythos Starke Schwarze Frau“ diskutiert und geschichtlich eingebettet.

Termine in München, Salzburg, Würzburg

Würzburg, 24. Mai: Vortrag von Magda Albrecht “(Mein) Fett ist Politisch” im Rahmen des FemFest Würzbug.

Salzburg, 26. Mai: Eröffnungsveranstaltung des Grrrl Zine Archiv (Facebook-Link)

München, 30. Mai bis 1. Juni: 7. Trans*-Tagung München, Anmeldung bis 23. Mai möglich.


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