Bereits vor 25 Jahren entwirft die feministische Theoretikerin Donna Haraway in ihrem Cyborg Manifesto die Utopie einer freieren, gerechteren Gesellschaft, die sich gegen Repressionen und Dominanz auflehnt. Neue Kommunikationstechniken sind die Waffen, mit denen die Aktivist_innen und marginalisierten Subjekte für Freiheit kämpfen. Heute scheint Haraways Utopie Wirklichkeit geworden zu sein: Revolutionen, Soziale Bewegungen und politisches Handeln passieren im Netz selbstverständlich und global. Oder?
Auf der re:publica 2011 wollen Helga, Magda und ich analysieren, welche globalen Machtverhältnisse sich in Zeiten unaufhaltsamer Digitalisierung und Demokratisierung weiter fortschreiben. Ist das Internet der freie und partizipative Raum, für den er oft genug gehalten wird? Bietet das Netz für alle die Möglichkeit an politischen Ideen- und Entscheidungsfindungen teilzunehmen? Und wer schafft die kommunikativen Strukturen, in denen wir uns bewegen und auf deren Grundlage wir täglich politisch theoretisieren und handeln?
Am gleichen Tag diskutieren Verena und Meredith Ein- und Ausschlüsse innerhalb der deutschsprachigen Blogosphäre. Eine zentrale These: Die Bloglandschaft agiert in einer weißen, westlichen und heteronormativen Matrix ist, die Pluralismus unsichtbar macht oder gänzlich verhindert. Mit dabei sind u.a. Urmila Goel und unsere Kolumnistin Kübra Gümüsay.
Wer_welche von feministischem Aktivismus im Netz nicht genug bekommen kann, dem_der seien auch folgende Panels wärmstens empfohlen: Social Media Hacking mit Helga und Kathrin Ganz sowie das Gespräch mit Cyberfeministinnen, moderiert von Anne Roth.

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