Heute im Zeit Magazin: Das Portrait einer Spitzenmanagerin, die nach der Geburt ihres Kindes aus ihrem Job gemobbt wurde.
Gerade Akademikerinnen, die die Politik immer ermuntert, Kinder zu bekommen, bezahlen genau dafür oft einen hohen Preis. Sie müssen ihre herausgehobenen Positionen aufgeben, weil die Unternehmen fürchten, dass die Mitarbeiterinnen mit Kind zu abgelenkt und unflexibel sind.
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„Bei erfolgreichen Frauen ist die Arbeitsrolle doch die viel bestimmendere als die Mutterrolle“, sagt die Münchner Professorin Barbara Vinken, die den deutschen Muttermythos untersucht hat. Mit ihrer Arbeit hätten sich die Frauen über die Jahre selbst entworfen – sie kommen nicht ohne sie aus. Deshalb ist es heute fatal, wenn eine Mutter aus dem Job gedrängt wird: „Dann führt der Glücksfall, der jede Geburt ist, letztlich zur Zerstörung ihrer Existenz: nicht unbedingt finanziell, aber psychisch.“
Nachtrag:
Zeit Online bringt daneben ein Interview zur Frage „Was sollen Frauen tun, die nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit aus ihrem Job herausgeekelt werden?“ Sich wehren, rät der Berliner Anwalt Friedemann Koch.

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