Mütter, Kinder, Feminismus

von Helga

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

fuckermothers
(auch auf Facebook)

Wie heißt ihr?
Wir sind momentan zwei Personen, unser Blog heißt „Fuckermothers“. Unter dem Namen stellt eine von uns auch die eher sachlichen Texte ins Netz, die andere schreibt als „Unter den Haaren“ Geschichten und Glossen.

Seit wann bloggt ihr?
Wir bloggen seit Mai 2011.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum habt ihr damit angefangen?
Fuckermothers: Ich habe damit angefangen weil ich wissenschaftlich schon länger zum Thema Elternschaft arbeite und irgendwann sehr genervt war, was in vielen Medien und Ratgebern über Mütter geschrieben wird. Zudem bin ich immer wieder überrascht, wie wenig sich politisch in diesem Gebiet vorwärts entwickelt. Außerdem denke ich bereits länger selbst über Kinder nach, es ist also auch eine Art persönliche – wenn auch eher theoretische – Auseinandersetzung mit dem Thema.

Unter den Haaren: Ich bin wütend gewesen, seit ich Kinder habe, dass ich mich in den meisten Texten von Müttern im Netz nicht wiederfinden kann. Mir fehlt da immer eine übergeordnete Perspektive, die Rollen-Probleme in der Partnerschaft die durch die Geburt der Kinder entstehen werden mir da immer zu persönlich behandelt und der rote Faden höchstens im lamentieren gefunden. Da gibt es eine Lücke zu füllen.

Worüber schreibt ihr?
Fuckermothers: Über Mutterschaft, Elternschaft und Feminismus in verschiedenen Variationen.
Unter den Haaren: Ich hoffe, ich tue das selbe, nur ziemlich untheoretisch.

Was euch ohne Internet nicht passiert wäre:
Fuckermothers: Ich hätte nicht mit dem Bloggen angefangen. Ich wuerde sehr viel weniger TV-Serien schauen. Wahrscheinlich wäre ich aber auch nicht so sehr unter ständigen Zeitdruck.

Unter den Haaren: Ich könnte nicht ohne weiteres die Online Ausgaben griechischer Zeitungen lesen. Denn dann gäbe es den Google-Translator nicht.

Wovon braucht das Internet mehr:
Fuckermothers: Manchmal denke ich, es bräuchte eher weniger. Vielleicht mehr direkte Auswirkungen auf Politik?
Unter den Haaren: Auf jeden Fall weniger! Aber mehr Anstand vielleicht auch. Die Leute beschimpfen sich so schnell und kommen vom Thema ab. Ich finde auch alles zu User-generated, ich will auch Dinge erfahren, die ich nicht kenne.

Frauen* im Web sind
Fuckermothers: unterschiedlich.
Unter den Haaren: …wie Frauen zu Land und auf der See.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Fuckermothers: Täglich schaffe ich leider eigentlich nichts (außer Facebook). So oft es geht: Die SZ, Bitch Magazine, die Mädchenmannschaft, Unter den Haaren, Unsichtbares, und was sonst so auf der Blogroll steht.

Unter den Haaren:
Kommt total darauf an, wie hysterisch ich mit einem Thema bin. Wenn die Wirtschaft abschmiert, dann gehe ich auf andere Seiten, als wenn in Fukushima eine Kernschmelze beginnt. Also täglich gehe ich eher politisch gucken.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.




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Eintrag geschrieben: Montag, 14. November 2011 um 9:36 Uhr unter Familien_politik, Netz(kultur). RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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