Im gerade vergangenen Dezember haben wir euch dazu aufgerufen, eure liebsten Blogs für 2011 vorzuschlagen. Etwa siebzig verschiedene Blogs habt ihr daraufhin für den Titel
Bloggermädchen des Jahres
ins Rennen gebracht.
Aus allen Kandidatinnen haben wir nun in der Redaktion – teilweise schweren Herzens angesichts vieler toller Vorschläge – eine Top 14 ausgewählt. Wichtig war uns dabei, dass die nominierten Blogs jeweils auf ihre Art einen kritischen Blick auf die Dinge, mit denen sie sich befassen, richten – und natürlich, dass sie spannend, originell, unterhaltsam und einfach gut sind! „Disqualifiziert“ wurden Blogs, die kommerziell betrieben werden, Blogs von Mädchenmannschafts-Autorinnen sowie solche, die bereits für das Bloggermädchen 2009 oder 2010 nominiert waren.
Zur Abstimmung stehen bis zum 31. Januar 18 Uhr nun also diese Bloggerinnen – in der linken Seitenleiste könnt ihr dreien davon jeweils eure Stimmen geben:
anarchie & lihbe: Linksradikal, Genderkram, und das Ganze geschüttelt und gerührt mit „dem romantischen Idealismus privilegierter junger Leute“, wie Blogbetreiberin Franziska mal sagte.
Baum der Glückseligkeit: „Eine Feministin, die noch werden muss“, denkt, motzt rum und dichtet, bis „das Gerüst in sich zusammen fällt“.
brushedthewrongway: Laura Schmalenbach ist Philosophin in Ausbildung und liefert trotz Selbstbezeichnung „Prokrastiniererin“ ordentlich was zu „Politik, Internet und Popkultur“.
denkwerkstatt: Gender Studies, Geschlechterforschung, Sexismus und Rassismus, Männlichkeiten, (Frauen-)Politik und Medienkultur – diese und andere Schweinereien werden bei der denkwerkstatt behandelt.
Die Roten Schuhe: Mit einem gutem Schuss Humor und einem Faible für die Feinheiten der Sprache gibt es hier immer wieder „Neues vom Prekariat“.
Fuckermothers: Ob Mutter- und Schwangerschaft in der heteronormativen Gesellschaft, Möglichkeiten genderneutraler Kindererziehung oder multiple Elternschaften – hier wird mensch kompetent informiert.
genderbüro: Regina Frey fokussiert gesellschaftliche Geschlechterverhältnisse, inspiriert durch Praxis und Gendertheorien. Ihr Credo lautet: „Wissenschaftlich, aber nicht abgehoben.“
kiturak: Politisch-kritisch-persönliche Betrachtungen mit dem Versuch der Selbstverpflichtung zur Intersektionalität.
Mein Augenschmaus: Julia Probst kämpft für Barrierefreiheit, für die in den Köpfen genauso wie für die „da draußen“.
Ninia LaGrande: Online für „Poetry. Feminism. Music. Art.“ – offline ist Ninia dementsprechend als Slammerin unterwegs.
Puzzlestücke: Paula sammelt und reflektiert ihre Beobachtungen z.B. über Medien, Sexualität(en) und Identität(en).
Rheinsalon: Katharina schreibt „für feministisch, politisch und kulturell Interessierte, die im Rheinland wohnen, mal da gewohnt haben oder gern dort wohnen würden (was ja im Prinzip auf jedeN zutrifft).“
Stop!Talking: Accalmie analysiert scharfsinnig, wortgewandt und kenntnisreich von (meistens) Berlin aus in englischer Sprache die vielfältig verschränkten Mistigkeiten, welche ihr im nicht nur akademischen Alltag entgegen springen.
TraumaReport: Caro sammelt Informationen über das Leben nach Schockerlebnissen und nennt Anlaufstellen für Betroffene.
Wir wünschen den nominierten Bloggerinnen viel Erfolg! Für alle Twitter-User_innen: Ihr könnt gerne den hashtag #bloggerin2011 nutzen.

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