Eva Herman is back! Und mit ihr ein drittes Prinzip. Das „Eva-Prinzip“ und das „Prinzip Arche Noah“ hatten wir ja schon, jetzt geht’s um alles: „Das Überlebensprinzip. Warum wir die Schöpfung nicht täuschen können“ heißt Hermans neuestes Buch – ein 196 Seiten langes Interview zwischen ihr und Friedrich Hänssler, in dessen Verlag das Buch auch erscheint. Und zwar übermorgen, aber Auszüge erschienen bereits in der Bild-Zeitung.
Auch mit ihrem dritten Buch verleumdet Eva Herman ihren gesamten bisherigen Lebenslauf, plädiert für das Dasein als Mutter und Ehefrau, haut aber doch jährlich ein Buch raus und beschreibt darin jeweils (reuevoll?), wie sie früher Job und Familie verband. „Das Überlebensprinzip“ ist persönlicher als alle ihre Bücher davor, so erzählt sie beispielsweise über ihre Mutterschaft:
„Niemals werde ich den Tag vergessen, an dem die Omi des Kleinen freudig bei mir im Dienst anrief und stolz berichtete, dass mein Sohn seine ersten Schritte getan hatte. So sehr ich mich darüber auch freute, so tieftraurig war ich als Mutter: Ich war nicht dabei gewesen, als mein einziges Kind laufen lernte.“
Und über ihre eigene Mutter:
„Ich machte sie für einige Zeit meines Lebens verantwortlich, dass sie uns Kinder öfter vernachlässigte, weil sie in unserem Hotel hart arbeiten musste. Sie tat damals nur, was sie tun musste, und sie hatte oft ein schlechtes Gewissen dabei und vor allem Sehnsucht nach uns, doch hatte sie gar keine andere Wahl. Und sie ahnte auch nicht, wie sehr sie uns fehlte und dass wir manchmal wirklich außerordentlich unter der Trennung litten.“
Doch nicht nur der Muttermythos wird hier ein weiteres Mal beschworen, Eva Herman stellt nun all ihre Thesen noch deutlicher als zuvor in einen göttlichen Zusammenhang:
„Mein Mann ist mir eine große Hilfe. Er unterstützt mich, wo er nur kann. Und er selbst hat den Weg zu Gott ebenfalls gewählt. Wir können stundenlang durch die Natur laufen, am Wasser sitzen oder auf den Gipfel eines Berges wandern, um dort innezuhalten und zu beten.“
Und:
„Es gibt mehrere Ziele, die mich leiten. Das größte und wichtigste ist, Gottes Willen zu respektieren und seine Schöpfung zu lieben und zu achten. Das ist unsere grundsätzliche Aufgabe hier auf Erden.“
Abschließend verrät Eva Herman der Bild-Zeitung bzw. ihrem Interviewer noch, sie bete für Alice Schwarzer. Warum?
„Alice Schwarzer hatte, als zum ersten Mal öffentlich über meine Thesen diskutiert wurde, hinter meinem Rücken eine Denunziation im großen Stil losgetreten. (…) Seit einiger Zeit bete ich für Alice Schwarzer. Wer seinen Gegnern in Liebe begegnet, kann mit Hilfe des Himmels Gutes erreichen. Ich bete für ihre Erkenntnis.“
Na dann.

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