Aus der Reihe „Führende Geistliche erklären die Geheimnisse der Wissenschaft“, Ausgabe Geophysik:
In einer Predigt am letzten Freitag äußerte sich der Gebetschef Teherans Hoyatoseslam Kazem Sedighi zu dem Problem Erdbeben, von dem ja auch der Iran immer wieder heimgesucht wird, wie erst 2003 in der Katastrophe von Bam mit 31.000 Toten. Wenn man sich die Ereignisse der letzten Monate ansieht, Haiti, Chile, Kalifornien, China und jetzt dieser Vulkan, ist das ja auch ein sehr gutes Thema für die Predigt; weniger zu halten ist allerdings von Sedighis Erklärung für die tektonischen Aktivitäten. Demnach ist es nämlich ganz einfach: Die Frauen waren es! Sagt Sedighi, laut iranischer Presse und internationaler Berichterstattung:
„Viele Frauen, die sich nicht bescheiden kleiden, verführen junge Männer, korrumpieren ihre Enthaltsamkeit und verbreiten Ehebruch in der Gesellschaft… Dies führt zu Erdbeben.“ Offenbar gibt es in der islamischen Republik immer wieder Aufregung über junge Frauen, die sich nicht an das Gebot der kompletten Verhüllung halten, und auch mal eine Jeans oder einen Pony unter dem Tschador vorblitzen lassen.
Was zu tun sei, um weitere Katastrophen, speziell im Iran, zu verhindern: Bitte strenger an den Koran halten. Frauen, verhaltet euch ruhig, dann tut es die Plattentektonik auch.
Rein logisch ist das wohl verwandt mit Benedikts VI Geistesblitz, AIDS liege an Kondomen. Schön, dass sich die Kirchen weltweit wenigstens darauf einigen können, jede Plage der Welt nach wie vor mit der menschlichen Sexualität zu erklären.

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