Puh, diese Woche wurden wohl dutzende Finger wund gebloggt, so viele tolle Blogbeiträge haben wir gesammelt! Los geht’s:
Antje Schrupp ist ja bekanntlich eine Unterstützerin des Bedingungslosen Grundeinkommens, ist aber immer wieder frustriert, wenn in Büchern zu Grundeinkommen Care- und Fürsorgearbeit fast gar nicht beachtet werden.
engl@absurdum schreibt darüber, wie meckernde Männer und meckernde Frauen gesellschaftlich unterschiedlich bewertet werden.
In Ägypten ist sexuelle Belästigung alltäglich. Auf der Website Harassmap können betroffene Frauen die Übergriffe melden, berichtet soukmagazine. Das Projekt erinnert an Hollaback!, das es auch in Deutschland in Düsseldorf, Berlin und Dresden und Umgebung (facebook-Link) gibt.
High on Cliches machte sich Gedanken über die Aneignung von diskriminierenden Wörtern – wer eignet sich die Wörter an und wer sollte diese Wörter lieber nicht benutzen?
Ein Wut-Posting zum Thema Frauenquote findet ihr auf myBeautyBlog: „Frauen in Führung – leckt mich mal am Portemonnaie!“
Fuckermothers schreibt über Doing Gender in Kinderbüchern.
Clara Rosa von Class Matters begab sich auf eine popkulturelle Exkursion, um die Figuren Bella von „Twilight“ und Katniss von „The Hunger Games“ zu analysieren.
In Berlin gab es letzte Woche einen Flashmob vor der Russischen Botschaft für die kürzlich inhaftierte feministische Punk Band Pussy Riot (wir berichteten).
Kathreina thematisiert auf ihrem Blog rheinsalon die Einkommensunterschiede zwischen Akademikerinnen und Akademikern.
An Schulen im US-amerikanischen Missouri wurde eine Filtersoftware installiert, die Kinder und Jugendliche vor nicht altersgemäßen Seiten im Internet schützen sollte. Problem: Diese Software filterte LGBT-Seiten raus, weil diese Informationen zu Sex enthielten, erlaubte aber LGBT-feindliche Seiten, weil diese unter dem Titel „Religion“ zugänglich waren. Ein Gericht entschied diesen Filter nun für unzulässig, so queernews.at.
Ebenfalls auf queernews.at: In Deutschland machen sich fundamentalistische Christ_innen und ihre homofeindlichen Ansätze immer breiter, z.B. mit Therapien, um Homosexuelle zu „heilen“. Aktivist_innen fordern ein „Ende der staatlichen Förderung derartiger Organisationen und den Entzug der Gemeinnützigkeit. Stattdessen sollte die Bundesregierung das Symptom „Homophobie“ stärker bekämpfen.“
Das Nuf nimmt Abschied von ihrer Größe 36.
„Was mal über gewisse Zustände in Altenheimen gesagt werden muss„, titelt Karnele und ärgert sich, dass Altenpfleger_innen nicht so viel Gehör geschenkt wird wie dem Literaturnobelpreisträger Grass.
Karnele hat ebenfalls über die neue phenomenelle gebloggt, ein Online-Magazin für Lesben, Bisexuelle und alle Frauen, die Frauen lieben, welches am 1. Juni starten wird.
Für wirre Interessen und große Neugier im Leben plädiert Charlott von Afrikawissenschaften.
Die denkwerkstatt kommentiert den Profil-Beitrag, der die Lohnungleichheiten von Männern und Frauen leugnet und ist frustriert darüber, dass Argumente von Maskulisten scheinbar immer salonfähiger werden.
Sina beleuchtet die Situation von Sexarbeiter_innen in Schweden und New South Wales.
Auf antiblog klärt die Autorin über HPV (Humane Papillomviren) auf, u.a. auch, weil sie selbst davon betroffen ist.
Zu guter Letzt: Abstimmen für euer Lieblingsblog könnt ihr bei den BOBs – Deutsche Welle Blog Awards, u.a. für Fuckermothers und Anders Anziehen.
Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!

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