Mansplainer kommen in allen Formen – manchmal auch direkt mit einer Entschuldigung. Dass sich zu einem Bullshit-Bingo aber ein solcher einfinden würde, der selbst ein halbes Bullshit-Bingo voll bekam mit seinen Thesen zum Bullshitbingo, war dann doch unerwartet. Der (sich selbst so bezeichnende) Kommentator „Bin ein Typ, sry“ hatte Gedanken zur Institution Bullshitbingo An Sich (TM) und stellte daher eine Kleine Anfrage an Den Feminismus (TM).
Da Feminismus (wie auch Typ sry erkannt hat) eben nicht nur aggromisandristischen „Missmut über häufiges und i.d.R. nerviges“ Gelaber (oh, die Ironie…), sondern auch immer Dienstleistung für spontan vorbeischauende Typen (…sorry) bedeutet, die dabei ausdrücklich „freundlich“ behandelt werden möchten, während man ihnen noch einmal persönlich Feminismus 101 oder Die Feministische Feuerwehr erklären soll, waren wir natürlich sofort Feuer und Flamme und dachten uns: gehen wir gleich einen Schritt weiter! Warum nicht statt eines Bullshit-Bingo-Bullshit-Bingos direkt einen Feminist Fun Friday, der sich exklusiv diesem Kommentar widmet?
Am Rande sei erwähnt: Mit ein paar kurzen Klicks stünden Texte und Links mit Hintergrundinformationen, das Archiv, „Kategorien“, „Serien“, Netzwerke, Podcasts, die Blogroll und viele weitere Kanäle zur Verfügung für Verständnisfragen zu -ismen als „ggf. (vereinzelt) zutreffende“ „Sichtweise“ und gelegentliche Hatespeech-Irritationen… Mit bunten und glitzernden GIFs (die ja ebenfalls beliebt sind in „unseren Kreisen“, nech…) gehen wir nun aber unfreundlichen Worten aus dem Weg, haben selbst ein bisschen Spass und hoffen einfach mal, dass sich manche der „Anregungen“ des Typ sry dadurch selbst beantworten. BINGO!
„Bin Ein Typ, sry“


„Mal ganz allgemein gefragt (und vermutlich für die meisten Leser*::innen auch eine denkbar doofe bzw. unberechtigte Frage): „Wäre es möglich, dass die in euren Kreisen so beliebten Bullshitbingos Folgendes darstellen:“



„1. Eine Stereotypisierung von a) Kritik und b) Hatespeech, bei der auch harmlose oder ggf. (vereinzelt) zutreffende Gegenrede mit Hatespeech auf ein Level gestellt wird.“



„2. Eine widerständige Handlung, die sich nicht zuletzt aus dem Missmut über häufiges und i.d.R. nerviges Hatespeech ggüber Feminist*::innen und frauisierten Menschen ergibt.“



„3. Allgemeiner Spott über jede Person bzw. deren Ansichten, welche den eigenen Erkenntnisstand in feministischen und anti-istischen Fragestellungen deutlich unterschreiten.“



„Falls diese drei Punkte, die insgesamt vielleicht nur Nebenaspekte darstellen, zutreffen sollten, stellt sich aus meiner Sicht (Vorsicht: male privilege!) die Fragestellung, ob das dann eher ein suboptimales Beispiel guten, mitmenschlichen Umgangs mit anderen Auffassungen darstellt, oder eher eine in dieser Form notwendige Gegenwehr, welche die “typischen” Einstellungen von Menschen offenlegt. welche sich euren Sichtweisen nicht anzuschließen vermögen.“



„Unabhängig davon: Was genau bringt das, außer vielleicht ein wenig Spaß, und zwar darüber, dass Andersmeinende offenbar grundsätzlich minderbemittelt bzw. hinterwäldlerisch und übelst sexistisch seien?“



„Ich weiß, dass meine Fragen umständlich formuliert sind, entschuldige mich schon einmal dafür, und auch dafür, dass meine Fragen implizit Kritik vorbringen, zu der ich als Person sicher nicht berechtigt bin.“



„Eine Antwort, die ggf. berücksichtigt, dass ich gerne (möglicherweise ist das unangemessen!) freundlich behandelt werden mag, würde mich freuen.“










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