Seit dem 1. Juli diesen Jahres zahlen freiberufliche Hebammen und Frauenärzt_innen deutlich höhere Versicherungsprämien, wenn sie Geburten betreuen, etwa als Beleghebamme.
Nach starken Protesten und der bisher erfolgreichsten Onlinepetition gab es von den Krankenkassen mehr Geld, um die Kostensteigerungen aufzufangen. Allerdings nicht viel, erinnert pflegen-online.de:
„Das war aber keine Einigung“, so Martina Klenk die Präsidentin des Hebammenverbandes, „das war Erpressung. Das Ergebnis der Schiedsstelle ist eine Katastrophe für die Kolleginnen. Bezogen auf das Gesamtvolumen der Hebammenleistungen beträgt die Erhöhung weniger als 2%. Diese Erhöhung ist weder Existenz sichernd, noch können Hebammen davon die gestiegenen Haftpflichtprämien zahlen“.
Getan hat sich seitdem erstmal nichts mehr. Bundesgesundheitsminister Rösler versprach zwar Verbesserungen, entzog sich dann aber mit Verweis auf die Schiedsstelle. Stattdessen haben bereits 400 Hebammen ihre Arbeit als Geburtshelferinnen aufgegeben, wohnortnahe Versorgung und verläßliche Geburtshilfe werden so mitten in Deutschland immer mehr zur Mangelware.
Im Sommer gab es daher verschiedene Mahnwachen, die am Donnerstag mit einer Abschlussmahnwache in Berlin beendet werden. Der Ort ist passenderweise das Gesundheitsministerium in Berlin, Friedrichstr. 108, vor dem von 14 bis 16 Uhr schweigend demonstriert werden soll.

Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.