Man wird nicht als Mann geboren, man wird dazu gemacht – mit diesem abgewandelten Zitat Simone de Beauvoirs haben mehr als 20 Grünen-Politiker ein Anti-Macho-Manifest veröffentlicht.
Darin fordern sie ein neues Bewusstsein für eine neue Männlichkeit, in der nicht das sozial konstruierte Geschlecht im Vordergrund steht sondern der Mensch – nur so kann Gleichberechtigung für Frauen und Männer erreicht werden.
Einen Makel haben einige feministische Diskurse aber leider gerade in Deutschland bis heute: Männer spielen in ihm nur selten eine Rolle. Dabei ist wirkliche Gleichberechtigung, sind gleiche Rechte und gleiche Pflichten nur mit den Männern zu erreichen – nicht gegen sie. Frauen haben durch den Feminismus ihre Möglichkeiten erweitert, Männern steht dieser Schritt noch bevor.
Die Forderungen richten sich sowohl direkt an Männer – gebt Macht ab! – als auch an die Arbeitswelt, in der die Vorstellung des männlichen Haupternährers nach wie vor dominiert. Neue Zeitmodelle und Unternehmensstrukturen sollen auch Männern Teilzeitphasen und Familienzeiten ermöglichen.
Wir wollen auch hier Gleichberechtigung: Die Aufteilung der Elternzeit muss paritätisch sein. Dies würde nicht nur Männern mehr Verantwortung abverlangen, sondern auch die Unternehmen und Arbeitgeber zum Umdenken zwingen. Zwei Monate ist ein Arbeitnehmer für den Arbeitgeber zu entbehren, sechs Monate oder länger jedoch verlangen neue Zeit- und Jobmodelle, die wir dringend brauchen – hin auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung.
Neue Jungs, neue Väter, ein neues Gesundheitsbewusstsein – das Männermanifest holt zum gelungenen Rundumschlag aus. Spiegel Online hat sich drüber lustig gemacht – wir finden es super!

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