Die Redaktion des Sterns hat sich dafür entschieden, mit seiner aktuellen Ausgabe ein bisschen was von Charlotte Roches Erfolg für sich abzuzwacken, indem sie den Roman auf den Titel(!) nimmt. Klar, ist ja auch eine gute Gelegenheit, einen nur dürftig bekleideten Frauenkörper A4-groß abzudrucken. Auf stern.de darf dann die Autorin Alexa Hennig von Lange schreiben, wie sie selbst das Buch findet, was dazu führt, dass sie sich selbst, nun ja, vor allem als faul, outet:
Was den Roman „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche anbelangt, mag der Tumult weniger von den Schilderungen sexueller Handlungen ausgelöst worden sein, sondern durch die Entweihung des weiblichen Körpers. Wie das Modell Gisele Bündchen kürzlich erklärte: „My body is my temple.“ Doch Charlotte Roche scheint den weiblichen Körper eher als eine Art nässenden, gärenden Komposthaufen zu verstehen. Ich kann dies allerdings nur vermuten, ich selbst habe das Buch nur in Auszügen gelesen.
Interessanterweise sind die Kommentare unter dem Text sehr amüsant und überraschend progressiv – tummeln sich doch normalerweise Konservative auf Deutschlands Presse-Webseiten, um per Kommentar ihre Weltsicht kundzutun.

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