Der Ball ist rund – keine Frage. Aber dass er rollt, scheint mittlerweile vor allem der Verdienst von Frauen zu sein. „Frauen machen Fußball zur Wachstumsbranche“ hieß es diese Woche in einer dpa-Meldung. So das Ergebnis einer Erhebung unter 1.000 sportinteressierten Bundesbürgern, die das Kölner Marktforschungsinstitut „Sport und Markt“ durchgeführt hatte. Demnach hat sich die Zahl der weiblichen Fußballfans seit 1991 von 5,9 auf 12,5 Millionen mehr als verdoppelt. Außerdem seien fast ein Viertel (23 Prozent) der Stadionbesucher von Erstligaspielen Frauen.
Klingt doch super! Vor allem der Blick hinter die Nachricht: Frauen sind ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für den deutschen Fußball! Hartmut Zastrow, Vorstand des Marktforschungsunternehmens „Sport und Markt“, bestätigt: „Die Erstligavereine haben in der Saison 2007/2008 mehr als 100 Millionen Euro durch Frauen und Mädchen eingenommen.“ Bei männlichen Fans sei die Begeisterung dagegen weitgehend „ausgereizt“.
Bleibt abzuwarten, wie der Markt auf dieses Zeichen reagiert und Frauenzeitschriften um ein Sport/Fußballressort erweitert werden oder der Kicker beim Gynäkologen im Wartezimmer ausliegt.

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