One Billion Rising-Nachlese und die e*vibes-Femen-Diskussion mit Termin – kurz verlinkt

One Billion Gedanken zu One Billion Rising: Natalie Gyte erläutert in der Huffington Post, warum sie One Billion Rising nicht unterstützt – und warum das Argument „Es ist doch für eine gute Sache“™ nicht gelten lässt. (Triggerwarnung für die Kommentare, fast schon selbstredend.) Gegenpositionen mit Kritik an Gytes gibt es auch, und zwar unter anderem auf spectra speaks.

Wenn weiße Autor_innen über Personen of Color schreiben, können sie es nur falschen machen – wenn sie es lassen, ist es auch wieder nicht richtig?  Tja – kommt halt damit klar, sagt Claire Light.

Im britischen Guardian schreibt Fat-Aktivistin Charlotte Cooper über die angebliche „Dicken-Epdemie“ und was dicken und fetten Menschen am besten hilft: weniger Diskriminierung und weniger Stigmatisierung.

Zahid, ein 29 jähriger Roma aus Konstanz, ist akut von Abschiebung bedroht – kurz vor Beginn seiner Ausbildung zum Mediengestalter. Dies soll durch eine Unterschriftensammlung verhindert werden. Jede Stimme zählt!

Das Bitch Magazine erinnert an Audre Lorde anlässlich ihres Geburtstags.

Interview mit Sharon Dodua Otoo zu kolonialistischen Fantasien in Pippi Langstrumpf, die über de Verwendung des N-Worts hinausgehen. [Triggerwarnung: Ausgeschriebenes N-Wort und sonstiges rassistisches Vokabular, dafür supergute Antworten auf einige echt schnarchige Fragen!]

Juhu, the Story of Riot Grrrl, beginnend mit einem ersten Teil!

Sarah Diehl schreibt auf Deutschland Radio, warum Abtreibung nicht ins Strafgesetzbuch gehört.

Diesen Tag bitte im Kalender anstreichen: Unser bekannter Flugzeugträger-Fernsehender ntv schreibt auf seiner Webseite über… Critical Whiteness!

Das Jugendnetzwerk::lambda Berlin-Brandenburg e.V. sucht ehrenamtliche Mitarbeiter_innen.

Der Spiegel berichtet über die Stärkung des Adoptionsrechts für homosexuelle Paare.

Einmal klicken für die Termine:

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One Billion Rising, Ulmen.TV und Krippenplätze – die Blogschau

Das Refugee Tribunal Germany zu den aktuellen und andauernden Protest geflüchteter Menschen: Das koloniale Unrecht muss aufhören – Jetzt!

Auf zuviel davon schreibt eine von Gewalt betroffene Person über die Folgen und ihren wütenden Umgang damit.

Nicole von Horst macht sich Gedanken über die sprachliche Bezugnahme auf Kinder und inwiefern diese Anti-Abtreibungsrhetoriken ähnelt.

Viruletta will endlich über Geld reden, über Umverteilung statt Verzicht.

Afrika Wissen Schaft kritisiert die Besprechung von afrikanischen Filmen auf der Berlinale des Missy Magazines und gibt Tipps, wie in Rezensionen keine kolonialrassistischen Bilder reproduziert werden können.

Michaela Werner hat sich mit einer transidenten Frau, die gerade den Prozess der Vornamensänderung bzw. Personenstandsänderung durchläuft, unterhalten und resümiert: „Die Notwendigkeit der Änderung des Vornamens und des Personenstandes sollte nicht durch Gutachter belegt werden müssen und das Verfahren sollte nicht vor Gericht geführt werden, sondern es sollte auf Antrag beim Einwohnermeldeamt oder dem Standesamt, einfach und möglichst unbürokratisch zu ändern sein.“

Zu rassistischen Handlungen und den Umgang damit haben die Danger Bananas ein Gleichnis zur Veranschaulichung geschrieben.

Feminist Mum dekonstruiert die Vorstellungswelten zu Müttern / Bezugspersonen von Kleinkindern in Bezug auf Krippenplätze.

Queerdenke_n muss sich mit den Sexismen eines Typens herumschlagen, der irritiert von einer FrauenLesbenTrans*-organisierten Party berichtet, weil sich die Anwesenden ihm gegenüber nicht so verhalten haben, wie er es von ihnen erwartete und nun Bestätigung braucht.

Diese Woche lief die erste Folge der neuen Christian-Ulmen-Sendung (wir berichteten). Fernseher kaputt geht in der Kritik vor allem auf die klassistische und ableistische Gestaltung der Figur „Uwe Wöllner“ ein, die so den Projektionen der Zuschauenden ausreichend Abgrenzungspotenzial bietet, um sich nicht mit den in der Sendung wiederholten Sexismen auseinandersetzen zu müssen.

Am Donnerstag fand die Aktion One Billion Rising statt. Faserpiratin, Dani Sojasahne, Kätzchen Kotz, Tinuquin und Serialmel haben ihre Gedanken zur Aktion im Vorfeld und_oder Erfahrungen als Teilnehmer_innen verbloggt. Ich selbst bin aus verschiedenen Gründen nicht hingegangen. Wenn ihr weitere Erfahrungsberichte getippt oder gelesen habt, packt sie doch gerne in die Kommentare.

Termine und Stellenausschreibungen nach dem Klick

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Samstagabendreflexion: One Billion Rising

Wer bei youtube die Suchwörter „One Billion Rising“ (wahlweise mit der Stadt oder dem Land eurer Wahl) eingibt, findet hunderte Videos – Musikvideos, Sprachbotschaften, Tanzanleitungen – die sich an der Bewegung gegen Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* beteiligen, die auch in vielen Städten in Deutschland stattfinden wird. Für unseren Samstagabendbeat wollte ich ein paar schöne Video raussuchen, denn nächste Woche, am 14. Februar, findet One Billion Rising statt.

Etwas irritiert war ich über so manches unglaublich gewaltvolles Video, bei dem ich mich schon fragen muss, ob diese krasse Inszenierung von (sexualisierter) Gewalt wirklich sein muss… Um Menschen ‚wachzurütteln‘? Menschen, die betroffen sind von dieser Gewalt müssen bestimmt nicht ‚aufgeweckt‘ oder ‚wachgerüttelt‘ werden, sondern werden im schlimmsten Fall re-traumatisiert. Ein anderer Aspekt ist die teils problematische Bezugnahme auf Gewalt, die i.d.R. nicht in westlichen Ländern verortet wird. In einer Bewegung, die primär von Initiator_innen aus Ländern wie den USA oder Deutschland getragen wird, stellt sich die Frage, wer an der Konzeption mitgearbeitet hat und aus welcher Perspektive Geschichten von Frauen* und Mädchen* weltweit erzählt werden. In ihrer Stellungnahme (PDF) zu One Billion Rising kritisiert GLADT e.V., dass in dem Kampagnenvideo der Initiatorin Eve Ensler rassistische Stereotype reproduziert werden: sexualisierte Gewalt wird nur von Schwarzen Männern ausgebübt, Weiße Frauen sitzen ordentlich gekleidet im Großraum-Büro, während Women of Color ohne jegliche Tätigkeit in der Wüste laufen.

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Streiken, tanzen, aufbegehren: One Billion Rising

In genau einem Monat, am 14. Februar 2013, wird V-Day, die internationale Bewegung gegen Gewalt gegen Frauen* und Mädchen*, 15 Jahre alt.

One Billion RisingZu diesem Anlass hat Eve Ensler, Gründerin von V-Day, zu ihrer bisher größten weltweiten Aktion aufgerufen: One Billion Rising. Auch in Deutschland werden in vielen Städten Aktionen stattfinden.

Laut den Iniator_innen ist One Billion Rising

Ein globaler Streik
Eine Einladung zum Tanzen
Ein Aufruf an alle Männer und Frauen den Status Quo so lange zu bestreiken bis Vergewaltigung und rape culture Geschichte sind
Ein Akt der Solidarität, der die Gemeinsamkeiten der Kämpfe von Frauen betont und ihre Macht in Zahlen aufzeigt
Die Weigerung, Gewalt gegen Frauen und Mädchen als gegeben zu akzeptieren
Eine neue Zeit und eine neue Art des Seins

One Billion Rising Osnabrück hat die Städte, die in Deutschland teilnehmen, gesammelt. Dort findet ihr auch alle Kontaktdaten, falls ihr mitmachen wollt. Mit dabei sind bis jetzt: Berlin, Bad Sobernheim, Bornheim, Bremen, Coburg, Erlangen, Frankfurt/Main, Göttingen, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Köln, Leipzig (in Planung), Mainz, München, Münster, Nürnberg, Osnabrück, Potsdam, Reutlingen (in Planung), Simmern, Tübringen, Ulm und Wolfen.

Wir hatten bereits im letzten Jahr zum Mitmachen aufgerufen und wollten die Anliegen der Aktion gerne erweitern, um auch auf Gewalt gegen Menschen aufmerksam machen, die nicht in die heteronormative Norm passen, da diese sowohl in den Statistiken wie auch in der medialen Berichterstattung häufig ignoriert werden. Also: Setzt am 14. Februar 2013 euer Statement gegen Gewalt gegen Mädchen*, Frauen* und all jene, die nicht in die binäre Geschlechterlogik passen wollen oder können.

Auf unserer Jubiläumsfeier im letzten Jahr war die Filmemacherin Luci Westphal von V-Day dabei und hat ein paar Videobotschaften aufgenommen. Im folgenden Video seht ihr Helga, die erklärt, warum sie am 14. Februar auf die Straße gehen wird.

Weitere Videos gibt es z.B. von Kristin und Julia von Hollaback! Berlin oder Sharon Adler von AVIVA.

Konservativer Kuchen, empowernde Musik, obdachlose Familien – die Blogschau

Dieser Text ist Teil 238 von 295 der Serie Die Blogschau

Du brauchst keine Vagina um eine Frau zu sein – das Mem zum teilen und verbreiten gibt es bei Trouble X. Als Bonus dazu wichtige Links zu (sexualisierter) Gewalt und One Billion Rising.

Keine Ausreden mehr von wegen „wir wollten ja, aber wir kannten keine_n“: das Bündnis Mind The Trap hat eine Liste von Wissenschaftler_innen und Kulturschaffenden zu den Themen Migration, Ableismus, Rassismus, Postkolonialität und Repräsentation.

„Und während garstige, engstirnige Konservative ihren ollen Kuchen verteidigen, essen wir™ Torte“ – Teariffic will gar nix abhaben von normativen Trockengebäck.

Jayrôme hat eine tolle Playlist mit empowernden Songs von Trans* und genderqueer Musiker_innen zusammengestellt – genau genommen schon zwei.

Danger! Bananas stellt vor und empfiehlt: das soeben veröffentlichte Dossier „Asian Germany“ von der Heinrich-Böll-Stiftung.

„Der „Defekt“, wenn es ihn denn gibt, ist auf Seiten desjenigen, der das öffentliche Verbreiten seiner Angst als vermeintliche Stärke tarnt, und unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerung Hass und Verachtung predigt.“ – Sandra Charlotte reichert über Heterosexismus und sein mediales Schaulaufen.

Über (mangelnden) Mutter- und Kinderschutz für obdachlose Familien berichtet Hinz & Kunzt – zwar mit ein paar problematischen Abgrenzungen, aber ein wichtiges Thema.

Die Inititative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt fragt: Wie kümmern wir uns eigentlich um sexualisierte Gewalt – individuell, gesellschaftlich und juristisch?

Anders deutsch hat in verschiedenen Blogbeirägen eine Menge Filmrezensionen zur Berlinale geschrieben.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!

Selbermach-Sonntag (16.02.2014)

selberEndlich wieder Sonntag: Was habt ihr diese Woche Interessantes gelesen? Worüber habt ihr geschrieben? Welche Themen würdet ihr gern mit anderen Leser_innen diskutieren? Und ganz konkret, wart ihr bei One Billion Rising Aktionen? Wie war es?

Fünf Gründe, warum Eve Ensler nicht als Leiterin einer weltweiten feministischen Kampagne akzeptiert werden sollte

Morgen ist es wieder so weit: Der 14. Februar. One Billion Rising. Bereits im letzten Jahr hatten wir im Vorfeld einige Kritiken zusammengetragen, dieses Jahr aber möchte ich den Anlass nehmen, um noch einmal auf Eve Enslers Aktivismus zu schauen. Ensler ist die Initiatorin der Kampagne und untrennbar mit dieser verbunden – genau da fangen auch bereits die Probleme an. Hier fokussiere ich mich auf fünf (natürlich auch irgendwie miteinander verknüpfte) Aspekte. Die Liste ist nicht vollständig.

  1. Der Fokus auf die Vagina. Eve Ensler ist vor allem bekannt geworden als Autorin der „Vagina Monologe“ und auch wenn diese für einige durchaus empowerndes Potential haben, wurden die Ausschlüsse, die in diese eingeschrieben sind, schon vielfach diskutiert. Ensler verbreitet immer wieder cissexistische, biologistische und esoterische Vorstellungen zu Geschlecht, „Geschlechtsorganen“ und „Weiblichkeit“ – verbunden mit der Vereinnahmung und_oder Exotisierung von Geschichten von Frauen of Color. So insistiert sie dann auch schon einmal bei Vorbereitungsveranstaltungen zu One Billion Rising, dass alle Anwesenden durch den Raum gehen und laut „Vagina“ in „ihrer eigenen Sprache“ rufen, da dies der Weg zur Befreiung sei.
  2. Das (Nicht-)Thema Gewalt durch den Staat: Im letzten Jahr war ein großer Punkt der One Billion Rising Kampagne, dass Frauen dazu „empowert“ werden sollten sexualisierte Gewalt anzuzeigen – und das, obwohl Aktivist_innen seit vielen Jahren aufzeigen, wie gerade auch durch Staatsapparate wie die Polizei Gewalt ausgeführt wird und wie die Erfahrungen mit Institutionen eng zusammenhängen mit Kategeorien wie Geschlecht, Sexualität, race usw. Dieses Jahr hat die Kampagne „gelernt“, hat für die USA die Initiative „One Billion Rising For Justice U.S. Prison Poject“ ins Leben gerufen und fokussiert sich auf „Justice“, die auch unterschiedlich aussehen darf und nicht nur auf Gerichtsverfahren und Anzeigen bezogen wird. Woher die Einsicht kam, dass institutionelle Gewalt thematisiert werden sollte, macht Ensler in allen Interviews wie immer unsichtbar. Und auch die Forderungen an sich kratzen weiterhin an der Oberfläche, so heißt es bei Prison Culture: „Es wird nicht anerkannt, dass Gefängnisse an und für sich Gewalt darstellen. Es wird nicht die Kampagne erwähnt, die vor kurzem darauf aufmerksam machte, dass Frauen, die Gewalt gegen ihre Täter anwenden, sich häufig eingeschlossen in den gleichen Gefängnissen wiederfinden. Es ist als wären sie unsichtbar für die Kampagne. Sie sie nicht auch Gefangene? Sie sie nicht auch Überlebende von Gewalt? Das ganze macht deutlich, dass One Billion Rising’s Analyse der Quellen von Gewalt in den Leben von Menschen zu unkompliziert ist.“
  3. Congo-Stigmata?! In einem Artikel beim Guardian im Dezember letzten Jahres verweist Ensler darauf, wie sehr sie ja durch „die Frauen im Kongo“ inspiriert worden wäre zu OBR, vor allem auch durch deren Tanzen. Im oben verlinkten Text von Prison Culture wurde auch bereits festgestellt, dass es doch sehr bezeichnend ist, dass Ensler durch das Tanzen inspiriert wurde – nicht etwa durch die jahrelangen Kämpfe und den Aktivismus der Frauen. Aber es bettet sich ein in die Art und Weise, wie Ensler Frauen of Color und insbesondere Betroffene von Gewalt im Kongo instrumentalisiert. Einen vorläufigen Höhepunkt fand dieses Gebaren in Enslers aktuellem Buch. In diesem vergleicht sie unter anderem ihre Erfahrungen mit Krebs mit den physischen Wunden und Traumata von kongolesischen Frauen, die diesen durch sexualisierter Gewalt zugefügt wurden. Ensler macht kongolesische Frauen zu Objekten ihrer Beobachtungen (bis hinein zu entmenschlichenden Szenen im OP-Saal, wo Ensler einer Operation an einer kongolesischen Frau beiwohnt, weil sie unbedingt eine Fistula sehen möchte) und lässt deren Leid zu einer großen Metapher werden, die nur eine im Mittelpunkt hat: Eve Ensler. Dabei schafft sie es auch noch die Gewaltfolgen zu glorifizieren, als ständen sie im Zentrum der Möglichkeiten einer „gemeinsamen weiblichen Erfahrung“.  Zum Weiterlesen zu diesem Aspekt empfehle ich zum einen die bei Storify durch Mikki Kendall gesammelten Tweets. Weiterlesen „Fünf Gründe, warum Eve Ensler nicht als Leiterin einer weltweiten feministischen Kampagne akzeptiert werden sollte“

CeCe McDonald kommt frei! – Kurz verlinkt

Dieser Text ist Teil 224 von 370 der Serie Kurz notiert

Da sich über unsere Pause einiges an Links angesammelt hat, gibt es hier für diese Woche zwei Teile unserer Zusammenstellung:

Deutschsprachige Artikel

Im Tagesspiegel gibt es ein wirklich lesenswertes Interview mit der Autorin Zadie Smith über ihre Literatur, weißsein als unbenannter Standard und Klasse.

„Weil er sich das Leben nehmen wollte, saß der Asylbewerber Ettayebi Bouzalmate in der Psychiatrie – bis ihn die Polizei zur Abschiebung abholte.“, schreibt die Süddeutsche.

Englischsprachige Artikel

Worker’s World berichtet, dass Mitte Januar CeCe McDonald aus dem Gefängnis entlassen werden soll! McDonald war verurteilt worden, nachdem sie sich bei einem rassistisch und trans*feindlichen Übergriff zur Wehr gesetzt hatte. Sie wurde in ein Männergefägnis interniert. Laverne Cox ist gerade dabei eine Dokumentation über sie zu drehen.

Wie kannst du einer dir nahe­stehenden Person Unterstützung geben, wenn diese eine Panik­attacke oder einen Flash­back hat bzw. durch etwas getriggert wurde? Sometimesmagical hat ein paar hilfreiche Tipps zusammengetragen.

„Besides Harriet Tubman and Rosa Parks, Black women do not get as much praise when it comes to the history of Black people.“ schreibt Kimberly Foster in ihrem Artikel und wünscht sich, dass Aktivistinnen der Schwarzen Bürger_innenrechts- und Black Panther-Bewegungen mehr in den Blick genommen werden.

Auf colorlines.com gibt es einen sehr lesens­werten Artikel über die rassistische und hetero_sexistische Rezeption des Schwarzen weiblichen Körpers als „gefährlich“ und „unkontrolliert“.

Eve Ensler, Initiatorin von One Billion Rising, reagierte auf die Kritiken im letzten Jahr und verkündete, dass One Billion Rising nun auch vermehrt Staatsgewalt in den Blick nehmen möchte. Ziemlich halb­herzig und ohne wirkliche politische Konsequenz, findet die Autorin von Prison Culture.

Es gibt Menschen mit Behinderungen und Menschen ohne Behinderungen… Falsch! Diese Dichotomie nimmt That Crazy Crippled Chick aus­einander und thematisiert den Ableismus dieser Annahme.

Charlott Cooper veröffentlicht bei Obesity Timebomb ein wissenschaftliches Paper zum Umgang von Fat-Aktivist_innen und Medien. Cooper stellt dem voran:

It’s research by and about fat people. This pretty much never happens.

It’s a research paper that’s underpinned by Research Justice values, which are about recognising and drawing on community expertise, and creating research that benefits those communities directly. This pretty much never happens either.

Termine in Hamburg, Köln und Wien

2013: Ein Debattenrückblick in zwei Teilen (1)

Logo_TwitterBevor wir uns in die Winter­pause ver­ab­schie­den, möchten wir noch ein­mal mit ei­ner Text-Zu­sam­men­stel­lung auf das Jahr zu­rück­blicken. Wel­che The­men ha­ben viel Raum ein­ge­nommen? Wel­che As­pek­te waren uns wichtig? Wo­rüber haben wir uns ge­är­gert, wo­rü­ber ha­ben wir ge­lacht? Beim vir­tuel­len Blät­tern durch die Archive tauchte häufig folgender Gedanke auf: Was, das war alles in diesem Jahr? Ja, war es. Deshalb haben wir auch zwei Beiträge daraus gemacht: das heißt, hier könnt ihr Januar bis Juni nachlesen, morgen dann die zweite Hälfte des Jahres.

Januar

Das Jahr 2013 startete mit einem großen Knall: Der Diskussion um Rassismus in Kinderbüchern. Auslöser für diese Debatte, die nun auch die deutschen Mainstreammedien erreichte, war die Ankündigung des Thiemann-Verlags in einer neuen Auflage des Buchs Die kleine Hexe rassistische Sprache zu ersetzen. Das konnte natürlich nicht angehen, befand die mehrheitlich weiße, deutsche Medienlandschaft. Sabine nahm darum Jan Fleischhauers Nicht-Argumentation beispielhaft auseinander und Gastautorin Sula schrieb über das „Hamsterrad der Ignoranz – Wenn Weiße mit sich selber über Rassismus reden„. Den Schlusspunkt der „Debatte“ hätte eigentlich der Brief von Ishema Kane an die ZEIT setzen sollen.

Die Latte für Fernseh“unterhaltung“ legte dann gleich mal Tele5/ Ulmen TV mit der Sendung „Who wants to fuck my girlfriend“ ganz niedrig. Anna-Sarah fragte zurück und lieferte die Antwort gleich mit: „Who wants to f*ck TELE 5? Nobody. Ever.„. Das Positive? Unsere – kurze und knappe – Antwort auf die Einladung von Ulmen TV zu einer Vorab-Vorführung, wurde später im Jahr zum ersten Beitrag unserer Reihe Feminist Fun Friday gemacht.

In der Nacht vom 24. zum 25. Januar wurde der Hashtag #aufschrei ins Leben gerufen und gleich auch mit sehr viel Leben gefüllt. Ein paar Tage später nahm sich Magda der Aktion an und schrieb bereits über die Gefahr von Ausschlüssen, die Wichtigkeit von Vernetzungen und Sichtbarmachungen von Bewegungsgeschichten und zu einer der ersten furchtbaren Talkshows zum Thema, natürlich bei Jauch.

Ein weiteres Thema, welches bereits im Januar aufkam, und dann das Jahr über eigentlich nicht mehr wegging: Femen. Am 30. Januar veröffentlichten wir einen offenen Brief von e*vibes, der viele wichtige Kritiken anriss.

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Fette Fotos, Gewinnspiele und queer-feministisches Biertrinken – die Blogschau

Dieser Text ist Teil 231 von 295 der Serie Die Blogschau

Zine-Fans, aufgepasst: Es gibt ein brandneues heteronormativitätskritisches Zine namens out_hentisch.

Die Berliner Gruppe Fat Up! hat auf ihrem Blog fette Fotos gegen Patriarchat und Körpernormen veröffentlicht.

Die feministische Punkband Respect My Fist gab ein Interview zu feministischer Musikarbeit und politischer Verantwortung.

Auf reizende Rundungen und In Fat Style gibt’s hübsche Outfits für Modefans.

Der erste Teil der neuen Miniserie zu Verschlüsselung von Kommunikation und Daten findet ihr auf Femgeeks.

Eine kritische Linksammlung zu One Billion Rising hat Am Zaun zusammengestellt.

Bei Derailing für Anfänger gibt es die ultimative Anleitung für jene, die Aktivist_innen so richtig nerven und deren gesellschaftskritischen Argumente delegitimieren wollen – selbstverständlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen.

Identitätskritik schreibt über die Verharmlosung von sexualisierter Gewalt. Ihr Text ist Reaktion auf vergewaltigungsverharmlosende Blogeinträge, die gerade im Netz kursieren, und keiner Verlinkung wert sind. Achtung: Beschreibung von gewaltvollen Szenen.

Fuckermothers weist noch einmal auf die Petition gegen die Sanktionen von HartzIV hin – bis zum 18.12. werden 50.000 Unterschriften benötigt.

Unsere österreichischen Kolleg_innen sind ganz wild auf Weihnachtsgeschenke: sugarbox präsentiert einen queeren Adventskalender, die Denkwerkstatt verschenkt bei einem Gewinnspiel tolle Geschenke (z.B. ein an.schläge-Abo) und der futblog hat Geschenkideen von lokalen Feminist_innen aufgelistet. Support your local feminists!

Das nächste queer-feministische Biertrinken in Frankfurt/Main findet am 9. Dezember statt.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!

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