161 Jahre – so lange existiert die Firma Siemens schon. Und jetzt, 161 Jahre nach der Gründung, sitzt zum ersten Mal eine Frau im Vorstand: Barbara Kux. Siemens-Vorstandschef Peter Löscher hatte wohl bereits im Sommer gemotzt:
„Unsere 600 Spitzenmanager sind vorwiegend weiße deutsche Männer,“
und dies als zu eindimensional empfunden. Richtig! Und gut, dass mit der Benennung einer Frau für einen Vorstandsposten ein Anfang für eine andere Zukunft gemacht wurde.
Kux hat eine steile Karriere hinter sich: Elite-Uni, McKinsey und diverse Überfliegerinnen-Aktionen bei ABB, Philipps und Ford. Hut ab. Bleibt eigentlich nur die Frage, warum jetzt erst ein Unternehmen auf die Idee kommt, sie in ihren Vorstand zu holen.
Mit diesem Erfolg ist Kux erst die zweite Frau in sämtlichen DAX-30-Unternehmen. Auch in den restlichen deutschen Aktienunternehmen ist die Quote ernüchternd: 98 Prozent der Vorstandsposten werden von Männern bekleidet. Es gibt keine einzige Vorstandschefin darunter. In Norwegen kennt man dieses Problem seit Anfang des Jahres nicht mehr: Dort gibt es eine 40-Prozent-Quote für Vorstände und Aufsichtsräte.
(Quelle: taz-Artikel von Bernhard Hübner)

Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.