Weltneuheit

von Anna

Unsere Leserin Christiane hat uns auf eine sehr schöne Anzeige aus dem „Pro Idee“ Katalog aufmerksam gemacht, es geht um eine Sonnenbrille mit eingebauter Kamera:

(Textauszug: „Jetzt gelingen Ihnen einzigartige Aufnahmen. Beim Biken, Klettern, Skaten, Drachenfliegen … Wahre Live-Mitschnitte von Ihren spektakulärsten Abenteuern – ganz ohne aufwändige Montage und immer aus dem perfekten Blickwinkel.“)

Für welchen Zweck die Katalogmacher (Erfinder? Werber?) die Brille allerdings am geeignetsten halten, lässt sich unschwer auf dem Bild erkennen. (Wobei es sich bei der Frau bestimmt um eine feindliche Spionin o.ä. handelt, denn: „Auch im professionellen Security-Bereich ist das Interesse an dieser genialen Erfindung groß.“)




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Eintrag geschrieben: Samstag, 23. August 2008 um 0:07 Uhr unter Uncategorized. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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8 Kommentare

  1. Steffie sagt:

    Ja super! Wahrscheinlich war deren Logik folgende: Sonnenbrillen trägt man auch am Strand und da laufen nun mal Frauen im Badeanzug rum. Oder: Offen für Voyeurismus zu werben geht ja nicht, deswegen verpacken wir es mit Abenteuer/Security, setzen aber noch eine leicht bekleidete Frau mit auf’s Bild, damit auch denjenigen, die sich nicht gleich in die große Gefahr stürzen, registrieren, dass sie wenigstens am Urlaubsort die Strandschönheiten damit heimlich begaffen können.

  2. Nils sagt:

    Wer soll denn sowas kaufen? Der pubertierende Sohn einer bibeltreuen Protestantin – Bei dem Mutti täglich eine Zimmerdurchsuchung veranstaltet? (Psst – Agenten haben Geheimdepots)

    Oder der pubertierende Sohn einer Rape-Culture Feministin – Nachdem Mutti den Playboy unterm Bettkasten entdeckt und dann bitter geweint hat vor Enttäuschung über das „mißbrauchte Vertrauen“? (Psst – Der große Geheimagent auf den Spuren des internationalen organisierten Patriarchats)

    Jeder andere ist doch spätestens nach dem dritten James Bond – Schinken gelangweilt von „Top Secret Geheimagenten und heiße Babes“ Spielen.

  3. Nils sagt:

    P.S.: In den 50er Jahren wäre das bestimmt der Renner gewesen..

  4. sven sagt:

    …stimmt, möglich auch schwimmen und tanzen, man könnte online angeschlossen über flohmärkte gehen oder durch kostümzentralen. Zitat:
    …Erst nach der Jahrhundertwende änderte sich langsam die Situation der Schauspielerinnen, die Anschluss an die Frauenbewegung fanden. Es entstanden Kostümzentralen, in denen Kostüme für wenig Geld geliehen werden konnten…
    http://www.mathilde-frauenzeitung.de/mh77berufwieandere.html

  5. Mikko sagt:

    Heute wird sowas mit der Handykamera gemacht und zwar viel und gerne, wie es ja das Internet und die Schulhöfe zeigen. Das auf ein „Top Secret Geheimagenten und heiße Babes” Spiel zu reduzieren wäre allerdings völlig verfehlt und nun ja, eine Sonnenbrille braucht man dafür eben nicht, außer sie hätte vielleicht noch mehr zu bieten…

  6. Nils sagt:

    (Wobei es sich bei der Frau bestimmt um eine feindliche Spionin o.ä. handelt, denn: „Auch im professionellen Security-Bereich ist das Interesse an dieser genialen Erfindung groß.“)

  7. sven sagt:

    die stretchstiefel aus dem gl. katalog sind nur 100 eur teurer

  8. Thomas sagt:

    Wer meint mit soetwas dummes Zeug anstellen zu können, der sollte sich vorher besser mit dem $ 201a StGB vertraut machen.

    Auch mit den Handykameras verspielt erwischte (Fotos über die Toilettenabsperrung machen und dann weitersmsen) hat schon so Manchen längere Zeit darüber nachdenken lassen.