„Und warum ist das Interessanteste an einer militanten Rechtsextremistin ihr Liebesleben?“

von Nadine

Heute erreichte uns ein Hinweis auf den Offenen Brief des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus zur Berichterstattung über die Rechtsextremistin Beate Zschäpe. Sie war lange Zeit in einer neonazistischen Untergrundorganisation tätig, die unter anderem für mehrere rassistisch motivierte Morde und zahlreiche Banküberfälle verantwortlich zeichnet. Skandalös an diesem Fall ist derzeit vor allem die Rolle der ermittelnden Behörden sowie des Verfassungsschutzes, da die Gruppe über Jahre unbemerkt agieren konnte. Beate Zschäpe stellte sich vor mehr als einer Woche der Polizei, Aussagen von ihr zu den Vorfällen und der Organisation selbst gibt es noch keine. Trotzdem sind die Medien voll mit Spekalutionen über die Rechtsextremistin, die angeblich nur eine Mitläuferin gewesen sei. Besonders interessieren sich die Medien aber für das Sexualleben von Beate Zschäpe sowie ihre Beziehungen zu den anderen Tätern.

Das Forschungsnetzwerk dazu:

„Aus unserer Perspektive wird hier das übliche Klischee von der unpolitischen Frau unreflektiert reproduziert. […] Frauen haben nach dieser Logik zum einen keine politische Überzeugung und wenn, dann keinesfalls eine so gewalttätige wie die rechtsextreme. Frauen gelten immer noch als das ‚friedfertige‘ Geschlecht. Wenn überhaupt, dann erscheinen Frauen in der Szene nur als sexualisierte Anhängsel denkbar.“

Besonders problematisch an dieser Verharmlosung sei vor allem die Wirkmächtigkeit dieser sexistischen Grundannahme: Rechtsextreme Frauen geraten gar nicht erst in den Fokus der Ermittlungsbehörden, weshalb sie weitestgehend unbehelligt blieben. Hinzu kommt, dass die Präsenz von Frauen in der rechtsextremen Szene diese auch nach außen weniger bedrohlich und gewaltvoll erscheinen lasse. Das Forschungsnetzwerk warnt deshalb eindringlich vor der sexistischen Verharmlosung rechtsextremer Frauen und fordert Medienschaffende und Wissenschaftler_innen auf,

„in diesem und anderen Fällen rechtsextreme Frauen als das zu sehen und darzustellen, was sie sind: mutmaßlich rassistische, menschenverachtende Täterinnen. Die Verharmlosung der Rolle von Frauen im Rechtsextremismus spiegelt nicht nur sexistische Stereotype wider, sie verharmlost auch die rassistische und antisemitisch motivierten Taten selbst.“

Wer sich zu Frauen im Rechtsextremismus informieren will, kann sich das Buch des Forschungsnetzwerkes zulegen oder diesen Vortrag als PDF nachlesen.




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 16. November 2011 um 17:26 Uhr unter Gewalt, Zeitgeschehen. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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27 Kommentare

  1. GwenDragon sagt:

    Erstaunlich, dass die Männer richtige Nazis sind und deren Frauen nur arme verblendete Mitläufer-Opfer.
    Nicht neu, so eine Verharmlosung. Das ist aber seit den 80ern schon so, dass die rechtsextremen Frauen nur harmlose Handlanger, Beischläfer und Mitläufer angesehen werden.

    Das Klischee der harmlosen friedvollen Opfer-Frau nervt.

  2. Roggen sagt:

    Das ist eine gute Antwort auf alle, die sich gegen die gegenderte oder geschlechtsneutrale Sprache aussprechen mit der schwachen Begründung und der Diskriminierungs-Retourkutsche „Man sagt ja auch nicht Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen, sondern redet bei negativen Sachen immer nur über Männer.“ Stimmt, sagt man leider nicht. Aber selbst in dieser angeblichen Bevorzugung von Frauen wird doch auch nur ein abwertendes Frauenbild deutlich.
    Guter Artikel. Danke.

  3. Angelika sagt:

    @GwenDragon – sehe ich auch so.
    (und „wir“ wissen ja, dass es diese quasi flächendeckende verharmlosung/belittling von frauen nicht nur im RE gibt)

    ausserdem „IT’s THE SYSTEM“ gilt für mich dann auch hier.
    danke für den hinweis auf das forschungsnetzwerk.

  4. medium sagt:

    Etwas weiterführend ne etwas ältere Doku über Frauen in der Naziszene:

  5. Khaos.Kind sagt:

    Mir ist auch wieder ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen, als ich von „Mitläuferin“ (Hallo? Die hatte Unmengen an Waffen und Sprengzeug in ihrer Wohnung!) oder ihr Liebesleben hören musste.
    Danke an euch fürs Aufmerksam machen auf das Forschungsnetzwerk.

    Was mir auch übel aufgestoßen ist bzw. immernoch aufstößt und nur am Rande mit den Geschlechterbildern zu tun hat:
    In den Medien kursieren viel zu oft Bilder der drei Täter*innen, die nicht unkenntlich gemacht wurden. Bei den beiden toten Männern ist das ja vergleichsweise wurst, wenn sie erkannt werden. Aber es sollte zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Täterin Wert darauf gelegt werden, dass eben nicht jede*R weiß, wie sie aussieht. Die Unsensibilität der meisten Medien dafür ist echt kaum auszuhalten.

  6. Nandoo sagt:

    @Khaos.Kind:
    Die Rechte zum Schutz ihrer Persönlichkeit sind in dem Moment verfallen wo sie zur Terroristin, somit auch zur sog. „Person der Zeitgeschichte“ wurde. Tatsächlich ist es so das mit wachsendem öffentlichen Interesse die Rechte am eigenen Bild schwinden.
    Es handelt sich hier eben nicht um gewöhnliche Kriminelle.

  7. Nadine sagt:

    @Nandoo

    Ich kenne das aus meiner eigenen journalistischen Erfahrung heraus eher so, dass Menschen bis zur rechtskräftigen Verurteilung unkenntlich gemacht werden in Pressefotos, z.T. auch Tote. Anders bei Fahndungsfotos.

    Nur weil die Öffentlichkeit ein Interesse an ihrer Person hat und sie sich freiwillig der Polizei gestellt, (Person der Zeitgeschichte ist immer ein herrliches Gummi-Argument), heißt das nicht, dass jede_r sie ablichten und herzeigen darf, wie es ihm_ihr passt, schon gar nicht in solchen Fällen. Menschen sind kein Freiwild, nur weil sie Nazis sind. Zumindest nicht nach presserechtlichen Bestimmungen und Journalist_innenethik.

    Mir ist die Frau persönlich herzlich egal, im Zuge der Berichterstattung ist aber schon auffällig: Frau = öffentliches Gut = Intimleben ausbreiten. Und das ist durch nichts gerechtfertigt.

  8. Nandoo sagt:

    Ich hab die Gesetze nicht gemacht, es wird nunmal so gerechtfertigt. Das mit dem „jede_r ablichten“ ist aber natürlich korrekt, sie darf nur im Zusammenhang mit den Taten gezeigt werden oder zB auf dem neuen Video wo sie auf ner Nazi-Demo rumrennt und scheinbar die Gegner ablichtet. Allein schon die Tatsache das kurz nach dem Suzizid der beiden anderen ihre Bude explodierte und sie 4 Tage verschwandt schafft einen derart dringenden Tatverdacht das sie gezeigt werden darf.

    Die Gleichung müsste aber eher lauten:
    Frau = einzige Überlebende = nur sie kann aufklären.
    Außerdem greift die Darstellung da nur einige Artikel aus vielen vielen anderen raus in denen es nicht um deren Beziehungen ging. Ob die Berichterstattung mit der Aussage „mal mit X, mal mit Y Zugange“ wirklich gegen die grundrechtlich geschützte Intimsphäre verstößt wage ich zu bezweifeln. Die Berichte übers Mitläufertum beziehen sich auf (mangelnde) Erkenntnisse der Geheimdienste.

  9. Nadine sagt:

    Ich sage ja nicht, dass sie nicht gezeigt werden darf. Ich verstehe nur nicht, warum ihr Gesicht kenntlich sein muss und ihr Intimleben eine Rolle spielt.

    Es geht inhaltlich auch nicht um den Schutz der Intimsphäre einer Person, sondern wie Sexismus eben die Darstellung einer Neonazistin verschleiert. Genau aus diesem Grund haben die ermittelnden Behörden eben keine konkreten Erkenntnisse. Steht ja auch alles in dem oben verlinkten offenen Brief.

  10. Nandoo sagt:

    Die Beziehungen des Trios untereinander können sehr wohl eine Rolle spielen, nur wenn nicht danach gefragt werden darf findest du es nicht heraus.

    Die Erkenntnislosigkeit ist aber bestimmt nicht dem Sexismus geschuldet, sonst müssten die beiden anderen ja seit Jahren ganz oben auf jeder Fahndungsliste stehen, aber nein: Es kommt erst nach deren spektakulärem Selbstmord raus was die wirklich angerichtet haben. Bis vor kurzem wurden alle drei aber „nur“ wegen eines versuchten Sprengstoffanschlags gesucht. Es handelt sich hier offensichtlich um eine hochgradig durchorganisierte Truppe wo auch eine antisexistische Behörde niemals drauf gestoßen wäre. Das Problem liegt hier einfach mal nicht im strukturellen Sexismus oder sonstwo, sondern darin das die 3 (oder mehr?) hochmotivierte Terroristen waren.

  11. Nadine sagt:

    You’re not getting my point.

    Aber wie ich sehe, hältst du ja schon die Eingangsthesen des Forschungsnetzwerkes für Quatsch. Sexismus nicht relevant für Strafverfolgung? Männer- und Frauenbilder (im Rechtsextremismus) irrelevant? Hui. Ich würde mich nur wiederholen, deswegen lass ich das und dir deine Meinung.

  12. Bäumchen sagt:

    Das ist ein Phänomen, das selbst von der Antifa reproduziert wird. Bei sogenannten ,,Outings“ von Nazis durch Antifamenschen fiel mir gerade bei der Beschreibung von Nazifrauen auch auf, dass die meiste Zeit von ,,ihrem Freund“, ,,ihrem Bruder“ die Rede ist und in einem bestimmten Fall ging es darum, dass sie durch Sex Neue in ihre Gruppe lockt und sie so rekrutiert …

  13. Bäumchen sagt:

    Siehe in der Kommentarspalte dieses Artikels:
    http://linksunten.indymedia.org/de/node/39666
    Zitat: ,,Marie Leder ist eine ehemalige Antifaschistin, die es um 2008 herum zu den Nazis zog. Grund dafür war, wie man hört, eher der männliche Liebestrank, als nationale Ideen. So fällt sie lediglich dadurch auf, dass sie 4 Mal pro Woche einen anderen Nazi an der Hand rumführt, und in ihre Liebeshöhle zieht. Sie kann daher sehr wohl als gefährlicher ,,Multiplikator“ angesehen werden. Ihr Uterus hat anscheinend eine missionarische Wirkung.“

  14. illith sagt:

    ist das nicht auch öfter so, wenns um berichterstattung über sexuellen missbrauch geht, wo die täterInnen ein pärchen sind…?

  15. GwenDragon sagt:

    Wow. Die Antifa dort ist ja ein „netter“ sexistischer Haufen. Da füht sich eine gleich aufgehoben und geschützt.

  16. Jolene sagt:

    Ich hab grad einen Artikel gelesen, dass Beate Zschäpe schon lange vor ihrem Verschwinden durch aggressives Verhalten gegen politisch missliebige Leute auffiel. U.a. berichtet die Thüringer Landtagsabgeordnete Katharina König:

    http://nachrichten.t-online.de/terrorgruppe-nsu-jagdszenen-auf-dem-weihnachtsmarkt-wie-beate-zschaepe-zuschlug/id_51548302/index

    „(…) „Wenn man da erkannt wurde, ist man sofort zusammengeschlagen worden. Die haben einen geschnappt, zu viert, zu fünft, und haben auf einen eingeprügelt“.
    (…)
    „Zschäpe war die Zuschlagende“, berichtet König. Damit war klar, dass die damals 21-Jährige nicht bloß eine „Nazi-Braut“ war, Anhängsel eines Neonazis, sondern selbst „politisch entsprechend ideologisiert“ war, schlussfolgert König. Radikalisiert wurde Zschäpe wahrscheinlich durch die Freundschaft zu Uwe Mundlos. (…)
    Gerüchte, Zschäpe hätte sowohl mit Mundlos als auch mit Böhnhardt Beziehungen geführt, kann König nicht bestätigen. (…)“

  17. John Dean sagt:

    „schon gar nicht in solchen Fällen“

    Aha. Und warum „schon gar nicht“?

    Diese Frau lässt sich bereits vor einer gerichtlichen Verurteilung – imho ganz einwandfrei – als Person der Zeitgeschichte werten.

    Anyway, ist es nicht auch Sexismus gegenüber kriminellen männlichen Rechtsterroristen, wenn nach deren Beziehungsstatus gefragt wird? Warum ist das nur Sexismus, wenn es bei Frauen geschieht?

    Oder ließe sich sagen, dass es bei einer derart furchtbaren Terrorserie verständlich und auch vertretbar ist, wenn Interesse an allen Aspekten der Taten und Tatentstehung gibt, inklusive auch dem Beziehungsgeflecht unter den drei bislang bekannten Täter_innen?

  18. Anna-Sarah sagt:

    @John Dean:

    Aha. Und warum “schon gar nicht”?
    Diese Frau lässt sich bereits vor einer gerichtlichen Verurteilung – imho ganz einwandfrei – als Person der Zeitgeschichte werten.

    Das hat Nadine doch weiter oben bereits erläutert.

    Anyway, ist es nicht auch Sexismus gegenüber kriminellen männlichen Rechtsterroristen, wenn nach deren Beziehungsstatus gefragt wird?

    Meine Antwort wäre: nein.

    Warum ist das nur Sexismus, wenn es bei Frauen geschieht?

    Weil hier die Muster und Stereotypen ins Spiel kommen, an denen sich die diskursive Umgang mit Frauen* überwiegend ausrichtet (Stichwort Frauen- und Männerbilder). Weil Frauen* oft als Objekte männlichen Handelns und irgendwie auf Männer* ausgerichtet, weniger als Subjekte mit eigener Handlungsmacht dargestellt werden.

    Die noch kürzere Antwort wäre: Weil es strukturellen Sexismus gegenüber Männern* in unserer Gesellschaft nicht gibt.

    Außerdem sind „nach Beziehungsstatus fragen“ und „Beziehungsstatus/sexuelle Aspekte in den Vordergrund eines Erklärungs-/Begründungsversuchs rücken“ nicht unbedingt dasselbe, ebenso wenig wie berechtigtes öffentliches „Interesse“ und medial reißerisches Ausschlachten.

  19. GwenDragon sagt:

    Radikalisiert wurde Zschäpe wahrscheinlich durch die Freundschaft zu Uwe Mundlos.

    Die Story von der harmlosen Frau, die dann erst durch den Partner „verführt“ zur Nazi-Schlägerin wurde.
    Frauen sind friedfertig. :( Scheiß backlash und Verharmlosung!

    Ich kann es nicht lesen, den Unsinn.
    Nazinen sind nicht nett und Docs mit Stahlkappen tun auch bei tretenden Frauen weh, brechen Rippen und zermatschen das Hirn.

    Wo sind wir? IM Herzi-Bärchen-Land? In der Frauen niemals nicht gewalttätig werden und nett Plakate kleben? Die küssen nicht, die lassen dich den Bordstein küssen bis Zähne und Schädel knacken.

  20. Marcel sagt:

    Jener offene Brief hat immerhin „Spiegel Online“ dazu gebracht, dem Thema ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken.

  21. John Dean sagt:

    @ Gwendragon

    Ich kenne kaum Nazifrauen, sondern eigentlich nur Typen. Zwei habe ich gedreht. Keine tolle Leistung, aber besser als nix. Imho ist es schon so, ganz unabhängig vom Geschlecht, dass sie sich gegenseitig radikalisieren. Das ist, so nenne ich das mal – „zu-lange-nur-in-der-eigenen-Soße-sitzen“-Effekt. Gewisse Radikalisierungseffekte, bzw. ein gegenseitiges Radikalisieren, gibt es auch relativ häufig in anderen politischen Gruppierungen, die sich anderen gegenüber abschotten.

    So, wie unsere Gesellschaft verfasst ist (inkl. Benachteiligungen, Rollenmuster, Sexismus usw.), sind Frauen tatsächlich im Schnitt, bzw. statistisch betrachtet, weniger gewaltorientiert, aber jeder Mensch ist halt anders. Schlägerinnen gibt es halt auch – aber etwas seltener ist sowas schon. Wie die tatsächlichen inneren Verhältnisse und Radikalisierungsvorgänge bei der Terrorgruppe aus Zwickau aussieht, sowie ihrem mindestens 20 Personen umfassenden Unterstützerumfeld, werden Ermittlungen, AntiFa-Arbeit und Rechercheergebnisse von Journalist_innen noch zeigen. Bei dem, was bislang bekannt ist, muss bei allen drei Personen von einer ausgeprägten Bereitschaft zu Gewaltausübung ausgegangen werden. Eine Sprengung eines Wohnhauses inkl. Gefährdung von Bewohnern und Anwohnern, sowie eine jahrzehntelange Tätigkeit in einer mordenden Terrorzelle spricht nicht gerade für eine herausstellenswerte Gewaltlosigkeit der Frau Tschäpe.

    Im Moment sehe ich in dem Fall überhaupt keinen Ansatz, irgendeinen Zusammenhang mit dem Geschlecht der Täter_innen zu ziehen. Ich habe bislang auch noch keine Artikel in der Presse gelesen, wo das der Fall war. Und dass es halt ein paar Journalisten gibt, die das trotzdem versuchen:

    Das ist eben so. Es gibt ja auch FDP-Wähler, beispielsweise, obgleich das eigentlich ziemlich schwer vorstellbar ist. Aber es ist imho nicht gerade so, dass die in diesem Terrorfall sexistisch berichtenden Journalisten auch nur ansatzweise die Mehrheit unter den geäußerten Stimmen stellen. Ich mein, es gibt ja immer eine Reihe von Depp_innen, immer und überall, zum Beispiel auch „Maskulinisten“, welche imho die mit Abstand dämlichste politische Gruppierung in Deutschland repräsentieren – so reinweg vom real sichtbaren Dämlichkeitswert – die es gibt.

    Ein paar Deppen gibt es halt immer. Und, das könnte vielleicht auch ein Faktor sein, erhebliche Teile des Pressewesens sind patriarchal und sexistisch strukturiert, Frauen dort sehr deutlich benachteiligt. Vor diesem Hintergrund ist es fast schon tröstlich, dass die aus feministischer Perspektive bemängelnswerten Kommentare und Berichterstattungen zur rechten Terrorserie vergleichsweise selten vorfallen.

  22. Rena Jacob sagt:

    Frauen und rechte Gewalt, ist schon eine Thematik, die ein genaues Hinschauen benötigt.
    Die Frage, die sich hier stellt, ist doch, ob es eher um Traditionen, denn um Überzeugungen geht. Aus meiner Sicht wäre eine Synopse von Links- und Rechtsterroristen sowie Islamistinnen ein Beginn, der differenziert „weiblichen Terrorismus“ zu erarbeiten.

    http://sunday-news.wider-des-vergessens.de/?p=2268

    Noch wirft das Thema mehr Fragen auf, als es seriöse Antworten hat …. ich bliebe dahingehend gern in der Diskussion…

  23. Angelika sagt:

    immerhin, in 3sat wurde heute gefragt „Rechtsradikale Frauen : Welche Rolle spielen sie heute?“
    das interview mit Esther Lehnert fand ich sehr gut (leider noch/nicht i.d. mediathek dort). text ohne interview hier :
    http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/158614/index.html

  24. Marcel sagt:

    Link scheint nicht zu funktionieren, warum auch immer… jedenfalls ist das Angelika erwähnte Video jetzt in der Mediathek.

  25. Helga sagt:

    @Marcel: Bei mir funktioniert der Link zum Video.

  26. Angelika sagt:

    @Marcel – danke !