Einträge mit dem Tag ‘Indien’


Que(e)rbeet

9. Januar 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 21 von 152 der Serie Kurz notiert

Das neue Jahr bringt uns eine Menge Rückblicke:

Auf salon.com erfährt man mehr über das lebendige feministische Jahr 2009 und auf stilettorevolt.com wurden die besten zehn Filme 2009 gekürt, die entweder von Frauen gemacht wurden und/oder starke Frauen-Charaktere präsentierten.

KinoliebhaberInnen kommen auch bei diesem Rückblick auf eine Dekade queere Filme auf ihre Kosten:

Während in den 1990er die “inoffizielle Geburt von queeren Filmen” stattfand, konnte man in den letzten zehn Jahren einen kleinen Aufschwung der queeren Filmszene beobachten. Auf windycitymediagroup.com  beschreibt Richard Knight, Jr. sehenswerte LGBT Filme.

Ein Hoch auf Portugal: Mit den Stimmen der SozialistInnen und mehrerer kleiner linker Gruppierungen wurde in Portugal die Homoehe eingeführt. Kinder adoptieren dürfen Schwule und Lesben weiterhin nicht – berichtet taz.de.

Auf thefbomb.com, ein Blog für und von jungen FeministInnen im Jugendalter, beschreibt die lesbische Trans Steph, warum sie der Gay Pride Bewegung kritisch gegenübersteht.

Ein Artikel auf timesofindia.com erzählt uns von den feministischen Bewegungen in Indien - Feminism India-Style eben.

Jessica Valenti von feministing.com spricht über ihren größten Karrierefehler (inklusive Skript).

Auf salon.com stellt man die kontroverse Frage, ob erzwungene Sterilisation jemals OK sei (insbesondere angesichts der Tatsache, dass erzwungene Sterilisation in den USA Geschichte hat).

Laut spiegel-online.de rechnet das Deutsche Jugendinstitut damit, dass in den kommenden Jahren deutlich mehr Kita-Plätze gebraucht werden als bislang erwartet. Den von der Bundesregierung für 2013 angepeilten Bedarf von Plätzen für 35 Prozent der Kleinkinder halten die Experten für viel zu niedrig.

Auch Schlafen sei ein feministisches Thema – so zumindest Ariane Huffington von huffingtonpost.com.

Die lustigste Nachricht der letzten Tage kam über TPM: Bristol Palin ist Botschafterin der Candie’s Foundation, für die sie Abstinenz unter Jugendlichen propagiert. Erinnerung: Palin ist neunzehn Jahre alt und alleinerziehende Mutter eines einjährigen Sohns.


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Blog, Blogger, Bloggigst…

9. Januar 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 19 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Anke Domscheit war gerade in Indien unterwegs und dokumentierte diese Reise in ihrem neuen Blog. So war sie z.B. in einer Nightschool, die es Mädchen ermöglicht, abends in die Schule zu gehen, wenn sie tagsüber arbeiten oder ihre Geschwister betreuen müssen.

Im mädchenblog fragt dodo “Ab wann ist Werbung eigentlich sexistisch?” und leonie schreibt über den französischen Streit um die Burka.

Dass die „Zeitschriftenrevolution” der Brigitte, keine Models mehr abzubilden, den Schlankheitswahn nur noch weiter anheizt, findet der Hobbyweltverbesserer(in)-Blog. Die neue Strategie besticht bisher durch Laienmodels die locker als echte Models arbeiten könnten und die Nach-Weihnachten-Diät. Auch A Blog Of One’s Own ist nicht begeistert.

Ein etwas anderer Rückblick: Auf Svenja-And-The-City beschreibt Svenja die letzten zehn Jahre und ihre Verwandlung vom Mann zur Frau.

Neues gibt’s beim Missy Magazine: Dort bereichert ab sofort jeden Monat eine Gastbloggerin das Geschehen. Den Anfang macht die Stadtpiratin. Kostprobe:

In einem neuen abgeklärten und lässigen Jahrzehnt hat an der Oberfläche niemand ein Problem mit nichts. Schon gar nicht mit Sex, egal in welcher Form. Das Schulterklopfen für den Platzhirsch und die ungläubigen Blicke auf die leichte Barschnecke passieren dabei wesentlich subtiler und sind mit Sicherheit Teil der Ursache für die scheinbare Unsterblichkeit der Masche.

Mit mehr Männer- und Jungenförderung will die neue Bundesregierung dem Bildungsnotstand entgegentreten. Medienelite schaut nach, wer wirklich zu den Bildungsverlierern gehört und *SPOILER* von deren Förderung hat Dr. Kristina Köhler bisher nichts gesagt.

Kommentare, die gegen die Netiquette verstoßen, fliegen wieder raus. Doch oft genug gibt es auch hier Kommentare bei denen wir uns nicht sicher sind, ob es eine ernste Nachfrage ist oder direkt aus Derailing for Dummies. Das geht nicht nur uns so: Weiteres bei Aus Liebe zur Freiheit.

Geschlechtsangleichende Operationen, wie die von Amanda Simpson, sind bis heute für einige Leute so spannend, dass jedes Detail beleuchtet werden muss. Selbst wenn die Betroffene nurs ein normales Leben will. Mehr auf Bad hair days.

Die neuesten Ergüsse des Gerhard Amendt über den (verpassten) Kampf gegen den Feminismus hat Ti_Leo ausführlich analysiert.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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Nicht vergessen…

19. November 2009 von Helga
Dieser Text ist Teil 4 von 152 der Serie Kurz notiert

Die (feministischen) Themen der Woche, die hier bisher noch nicht zur Sprache kamen:

Der Spiegel berichtet von der Steinigung einer Ehebrecherin in Somalia. Die regierende radikale Miliz hat bereits vergewaltigte Teenager und geschiedene Frauen wegen „Ehebruchs“ zum Tode verurteilt.

Beim Spiegel gibt es auch ein Video mit der neuesten FEMEN-Aktion. Die ukrainischen Feministinnen protestieren gegen Sexismus und ungewollte, weitgehende Avancen von Kommilitonen und Professoren.

Die BBC berichtet über eine neue Studie zu Intimoperationen. Danach seien die Risiken noch viel zu unerforscht und würden von den Chirurgen verharmlost. Das Argument, vorstehende Schamlippen könnten Schmerzen bereiten, sei meist psychologisch bedingt, sonst müssten Männer, deren Genitalien noch viel weiter „herausragen“, weit größere Unanehmlichkeiten haben.

Neue Studien disktutiert auch die New York Times. Hilft Stillen beim Abnehmen nach der Geburt? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber sollte man Stillen wirklich als Diätmethode sehen?

100.000 Euro lobte Nordrhein-Westfalens Innovationsministerium als ersten Gleichstellungspreis für Universitäten und Hochschulen aus. Die Uni Duisburg-Essen, die Uni Paderborn und die FH Bielefeld bekommen jeweils diese Summe, da sie ihren Ansprüchen auch Taten folgen liessen, so die taz. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Frauenanteil in den MINT-Fächern.

Am 24. November veranstaltet der VDE in Berlin das VDE-Symposium „Karrierestart für Absolventinnen von MINT-Studiengängen der Elektro- und IT-Branche“. Studentinnen und Berufseinsteigerinnen können dort andere „Young Professionels“ und Vertreter aus Firmen und Hochschulen treffen.

In Indien sind Wähler_innen nicht mehr auf die Geschlechtskategorien „männlich“ und „weiblich“ beschränkt: Transgender, Intersexuelle und Eunuchen können nun O wie „other“ ankreuzen, berichtet CNN.

Der Harvard Business manager über eine Kundinnenbefragung: Was wollen Frauen wirklich? Weniger Klischee und mehr Praktikabilität.

Christa Walliczek, Erzieherin, fordert im Interview mit der Sueddeutschen mehr Förderung und weniger reine Lippenbekenntnisse für Kinder aus sozial schwachen Familien.


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Terminhinweis: Shortcut to justice – Frauen richten in Indien

29. August 2008 von Katrin

Nihisha Desai

Am Dienstag, den 2. September, findet im Kino Central, Rosenthaler Straße 39 (Hackesche Höfe) ein Abend zum Thema Frauen in Indien statt. Veranstaltet wird dieser von der Heinrich-Böll-Stiftung. Den Beginn macht ein Film von Daniel Burkholz und Sybille Fezer: „Shortcut to justice – Frauen in Indien schaffen einen neuen Weg zur Gerechtigkeit“.

Das Indische Rechtssystem ist hoffnungslos überlastet: Über 13 Millionen Fälle sind unbearbeitet, manche Verfahren dauern dort bis zu zehn Jahre. Besonders betroffen sind Frauen, denn Gewalt in der Ehe (mit immer noch über 7.000 Morden an Ehefrauen jährlich) und Zwangsverheiratung sind nach wie vor alltäglich für indische Frauen quer durch alle gesellschaftlichen Schichten.

“Eigeninitiative ist die einzige Chance: In Gujarat, im Nordwesten Indiens, haben Frauen deshalb selbst Gerichte ins Leben gerufen. Sie sprechen Recht – unter einem Baum auf einem staubigen Platz am Rande eines Armenviertels. Sie greifen ein, um Frauen zu ihrem Recht zu verhelfen.”

Weiter geht es danach in einer Podiumsdiskussion um die Fragen “Welche Anerkennung findet diese Form der alternativen Gerechtigkeit bei Justiz und in der Gesellschaft?” und  “Worin liegen die Erfolge und Perspektiven der Frauengerichte?”

Die beiden Dokumentarfilmer_innen diskutierten diese Fragen mit der indischen Frauenrechtlerin Nimisha Desai. Moderiert wird die Runde von Dr. Gülay Çaglar von der Humboldt-Universität Berlin, deren Fachgebiet Gender und Globalisierung ist.

Der Abend beginnt um 20.00 Uhr und kostet insgesamt gut investierte 5,50 €.

Und für alle KölnerInnen: Am 5. September gibt es Film und Diskussionsrunde auch in der Alten Feuerwache, Beginn ist ebenfalls 20.00 Uhr.

(das Foto zeigt eine Szene aus dem Film; © Sybille Fezer)


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Das Leben und Sterben der Mädchen in Indien

15. Mai 2008 von Susanne

Vorletzte Woche sah ich auf Arte eine sehr gute und erschütternde Reportage über Mädchen und Frauen in Indien. Jetzt ist die Dokumentation auch endlich online zu sehen. Sie zeigt die ganze Komplexität des Themas: dass weibliche Föten abgetrieben werden, weil nach indischem Recht Frauen nicht erben können. Stattdessen steigen die Erwartungen an die Mitgift einer Braut mittlerweile ins Unermessliche. Und je weniger Frauen es in Indien gibt, desto weniger Mitspracherechte haben sie auch.

Organisationen wie Save A Girl Child kämpfen dagegen an, dass Mädchen in der indischen Gesellschaft so missachtet werden. Sie filmen mit versteckter Kamera in Abtreibungskliniken. Sie unterstützen Frauen, wenn diese ihre Tochter nicht abtreiben. Sie bringen Ärzte vor Gericht, die neugeborene Mädchen auf Geheiß der Eltern “verschwinden” lassen. Sie veranstalten Geburtsfeste auch für Mädchen, obwohl diese normalerweise nur bei der Geburt eines Jungen stattfinden.

(Foto über Arte)


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Viel Lärm um nichts

12. Januar 2008 von Susanne

Die Tennisspielerin Sania Mirza ist von indischen Ultra-Nationalisten verklagt worden. Sie empören sich, Mirza habe die indische Flagge mit nackten Füßen berührt, wie es obiges Foto beweise – wenn man denn genau das unbedingt sehen will. Zeugen sagen, zwischen Füßen und Flagge sei ein großer Abstand gewesen.

So oder so ist es absurd, dass Sania Mirza schon wieder verklagt wird. Obwohl erst 21 Jahre alt, ist es schon das zweite Mal – vor drei Jahren wurde sie bereits verklagt, weil sie in der Öffentlichkeit “in unwürdiger Kleidung” auftrete, also in Tenniskleidung, die ihre nackten Arme und Beine zeigt. Sie sei ein schlechtes Vorbild für Millionen. Später verbrannten Konservative wütend Bilder von ihr, weil sie angeblich gesagt habe, Sex vor der Ehe sei okay. Laut ihrem Manager sind alle diese Vorwürfe Quatsch. Offensichtlich wird sie nur deshalb angefeindet, weil sie einen selbstbestimmten westlichen Lebensstil pflegt.

(Foto über sueddeutsche.de)


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In Indien tanzen die Kondome!

10. Januar 2008 von Meredith

In Indien ist Kondomwerbung noch nicht zu einer langweiligen Pflichtübung von Gesundheitskampagnen degeneriert. Nachdem die Dinger dort noch nicht allzu populär sind, müssen sich Hersteller richtig ins Zeug legen. So wie die Kondomfirma Nirodh, die – allerdings vor einer ganzen Weile – ein richtiges kleines Gummimusical produziert haben. Ein rosafarbenes, ein gelbes und ein blaues Kondom-Männchen ziehen durch Indien und erklären den Menschen, warum sie ihre Freunde sind.

Und jetzt alle zusammen: “Never forget me, I am Nirodh, gay people must use me too.”

Via Jezebel


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Verloren und verdammt

14. Dezember 2007 von Susanne

Im SZ-Magazin von heute schreibt Susanne Schneider über indische Mädchen ohne Rechte.

“Wer mit ihnen spricht, zieht Unglück auf sich. Wer sie tötet wird nicht bestraft. In Indien gibt es Millionen Mädchen, deren Leben als völlig wertlos gilt: Die Gesellschaft hält sie für verflucht. Reportage aus einer Welt des tödlichen Aberglaubens.”

Geschichte lesen >>


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