Einträge mit dem Tag ‘Frauenquote’


Geschlechtergerechte Sprache, Karrierefrauen und Hausarbeit – Kurz Notiert

24. November 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 131 von 191 der Serie Kurz notiert

Das österreichische feministische Monatsmagazin an:schläge präsentiert eine brandneue Homepage. Ein Abo ist strengstens zu empfehlen!

Die New York Times ist in ihrer Wortwahl oftmals mehr als daneben: Da wird Vergewaltigung oder sexueller Missbrauch von Kindern auch mal “Sex” genannt. Nun wagt die Zeitung einen kritischen Blick auf die eigene Berichterstattung.

Von minimalen Erfolgen berichtet das Handelsblatt: Der Frauenanteil in den Vorstandsetagen der weltweit größten Unternehmen ist seit 2004 einer US-Studie zufolge um 1,1 Prozentpunkte gestiegen. In den 200 umsatzstärksten Unternehmen liege der Anteil bei 13,8 Prozent. Vorangetrieben wurde der Anstieg vor allem von Ländern, in denen eine Frauenquote existiert.

Zur Konstruktion von Geschlecht über die Stimme schickte uns @midnite8lue noch folgendes Video:

Erst in die Schule gehen, dann Abitur machen und schließlich studieren – für Marie Christine Lanfermann war das alles nicht ganz so einfach. Fehlende Rampen für den Rollstuhl, ewig-lange Anträge und Mobbing im Volontariat sind nur einige der Schwierigkeiten, von denen sie derWesten berichtet hat.

Ein dpa-Text über das Frauenproblem der Wikipedia geisterte dieser Tage durch diverse Medien, von heise bis zur Mitteldeutschen Zeitung. „Freundschaftsbänder und Schuhdesigner“ seien Themen, die (mangels Autorinnen) bisher noch ver­nach­lässigt seien. Helfen soll ein einfacherer Texteditor, sowie explizite Ein­la­dungen an Frauen. Ebenfalls angesprochen wird auch die „garstige Atmosphäre“ – wie sie verbessert werden soll, steht aber leider nicht im Artikel.

Im Mai erst erschien eine Auswertung des US-Fernsehens, nach der 2008 Frauen in Filmen deutlich unterrepräsentiert aber übersexualisiert waren. Jetzt ist auch die Auswertung von 2009 da, geändert hat sich nichts, so die Los Angeles Times.

Die Uni Graz hat eine hilfreiche Anleitung zum geschlechtergerechten Formulieren (PDF).

Leigh Alexander schreibt über Computerspiele und das als Frau. Für manche immer noch eine Neuigkeit, für sie selber nur noch eines: ermüdend. Denn trotz ihrer jahrelangen Arbeit wird sie immer wie auf „die Frau die über Computerspiele schreibt“ reduziert oder, schlimmer, als Auskunft für Genderthemen bemüht, wenn es doch nur darum geht, eine Entschuldigung für Vorurteile einzuholen. „Genug davon!“ meint sie bei Kotaku.

Stichwort Mythos “neue Väter”: Den Großteil der Hausarbeit verrichten immer noch Frauen, so Spiegel Online.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die erschreckend hohen Häufigkeiten, mit denen Mädchen und Frauen mit Behinderungen sexualisierte Gewalt erfahren.

Termine nach dem Klick (weiterlesen …)


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“Kristi, Uschi und die Quote” – unsere Lieblingssoap geht endlich weiter!

18. Oktober 2011 von Anna

Es ist mal wieder Zeit für Quotentalk. Nicht etwa, weil es endlich verbindliche Gesetze oder gar ein Bekenntnis der zuständigen Ministerin geben würde. Nein, es wurde einfach mal wieder offiziell ein bisschen drüber geplaudert und schon hagelt es Artikel an jeder Ecke. Rumgekommen ist aber wie üblich – nichts!

Um konkreter zu werden: Gestern trafen sich Frauenministerin Kristina Schröder, Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger mit Vorstandsmitgliedern der DAX-30-Unternehmen (also die 30 umsatzstärksten an der Frankfurter Börse notierten Unternehmen) um über die Frauenquote für die Führungsebene zu sprechen. Oder, wie es das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) formuliert: “den Dialog über die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen fortzusetzen”.

Die DAX Unternehmen präsentierten dabei einen Katalog, in dem sie festlegen, dass bis 2020 der Anteil von Frauen im Management auf bis zu 35 Prozent steigen soll. Richtig gelesen, 2020 und “bis zu 35 Prozent”. Unfassbar revolutionäre Ziele, die im übrigen aber natürlich nicht für Vorstände und Aufsichtsräte gelten sollen. Was genau eine Führungsposition ist, definieren die Firmen selbst.

Und was sagten die anwesenden Ministerinnen dazu? (weiterlesen …)


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Weibliche Tweets, Neu-Delhi-Slutwalk und tunesische Feministinnen – kurz notiert

4. August 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 116 von 191 der Serie Kurz notiert

Mehr Straßen und Plätze nach Frauen benennen! Hier wurden Düsseldorfer_innen befragt, wen sie gern verewigt wissen würden. Den meisten Befragten fiel übrigens spontan immer mehr als eine Person ein.

Mit 75% Sicherheit sagen Forscher_innen jetzt voraus, ob Mann oder Frau einen Tweet abgesetzt haben. Indikatoren: “My husband” und “my yoghurt” verraten Frauen, Biertweets und “my wife” sind Männerdomänen, so die ZEIT. Auf Twitter gab es prompte Reaktionen:

Tweet von @JollySea (Jøël Ådamø): "my yoghurt" "my yoga" "my husband". Und jetzt? bit.ly/o4PlRJ (via @habichthorn @hanhaiwen) - 34 minutes ago via web

Nicht allzu freizügig aber mächtig umstritten: The Star berichtet vom Slutwalk in Neu Delhi. Die Stadt hat die höchste Zahl an Vergewaltigungsanzeigen in Indien – gleichzeitig werden Frauen, die eine Anzeige machen, einem „Fingertest“ unterzogen um zu sehen, ob sie an „Sex gewöhnt sind“.

Wie sieht derzeit die Situation der Frauen und besonders von feministischen Aktivistinnen in Tunesien aus? Steal this Hijab hat nachgefragt.

Quotenfrauen in Vorständen und Aufsichtsräten als “verschlissenes Label”? Anke Domscheit-Berg, Gründerin von fempower.me und ehemalige Direktorin von Microsoft Deutschland dazu im Freitag.

Queer Audio Performance Festival in Berlin: „Empowerment, der Protest gegen Heteronormativität, gegen die Ausgrenzung durch die weiße, enthinderte, heterosexuelle Normalität.“

In der CDU gibt’s Ramba-Zamba: Parteiinterne Reformer_innen wehren sich gegen „verknöchertes Denken“ in Bezug auf die ewiggestrige Diskussion um die Gleichstellung schwuler und lesbischer Partnerschaften mit Hetero-Ehen.

„Lach doch mal wieder und bitte beschwer Dich nicht soviel.“ Diese guten Ratschläge, die Feminist_innen oft genug hören, nimmt Barbara Ehrenreich auseinander:


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Recht und Politik aus einer feministischen Perspektive

11. Juli 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 74 von 116 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

rechtundgeschlecht

Wie heißt du?
Maria Wersig

Seit wann bloggst du?
Ich blogge erst seit April 2011, betreibe aber unter rechtundgeschlecht.de seit ein paar Jahren eine einfache Webseite.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Aus Empörung. Ich las am Frühstückstisch einen Artikel von Kristina Schröder über Gleichstellungspolitik in der Zeitung und habe meine Meinung dazu in meinen ersten Blogbeitrag umgewandelt. In dem Zeitungsartikel stand unter anderem, dass Altfeministinnen und institutionalisierte Gleichstellungspolitik den Benachteiligungsstatus von Frauen verteidigen. Dazu habe ich als Juristin, die sich mit den Rechtsstrukturen und Gleichstellung beschäftigt, eine ganz andere Meinung.

Worüber schreibst du?
Über Recht und Politik aus einer feministischen Perspektive und die Zusammenhänge von Recht und Geschlechterverhältnissen. Meistens geht es um Themen, mit denen ich mich auch beruflich beschäftige, wie Familie, Gleichstellung, Steuern und Soziales. Die ersten Blogeinträge beschäftigten sich mit Frauenquoten, Unterhaltsrecht und der Heteronormativität von Regelungen zu künstlicher Befruchtung. Anlässe zum Schreiben gibt es irgendwie genug, ich habe jetzt auch eine Rubrik „Kristinas Welt“, die sich mit aktuellen Vorschlägen unserer Frauenministerin auseinandersetzt.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Im letzten Jahr bin ich für ein paar Monate nach New York City gezogen. Ohne das Internet hätte ich nie binnen kürzester Zeit eine Untermietgelegenheit mitten in Harlem gefunden und mir auch nicht per Google Streetview ein Bild von der Gegend machen können. Erst bei meiner Abreise habe ich meine Vermieterin persönlich kennengelernt. Weil wir aber im Netz so viel Kontakt hatten, kam es uns beiden so vor, als würden wir uns schon ewig kennen.

Wovon braucht das Internet mehr:
Eine dem kommerziellen Angebot Juris vergleichbare kostenlose Rechtsdatenbank in deutscher Sprache wäre fein. Für eine Recherche nach einschlägigen Gerichtsurteilen sollte meiner Meinung nach niemand bezahlen müssen. Und natürlich brauchen wir noch mehr Feminismus.

Frauen im Web sind…
wie Frauen offline auch – intelligent, stark, mutig und schön!

Deine tägliche Web-Lektüre:
ist eher klassisch, die großen und auch ein paar kleinere Tageszeitungen und ein paar nette Blogs.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Verbale Aufgeschlossenheit bei weitgehender Verhaltensstarre

4. Juli 2011 von Adele
Dieser Text ist Teil 34 von 39 der Serie Muttiblog

Die Frauenquote findet ja immer mehr AngängerInnen, wie es gerade so scheint. Auch meine Arbeitgeberin hat dieses Thema als etwas entdeckt, worüber man mal reden sollte und sich das Ziel gesteckt, bis 2015 30% Frauen in Führungs­positionen zu beschäftigen. Erreicht werden soll dieses Ziel mit mehr Kinder­betreuungs­möglichkeiten, flexibleren Arbeits­zeiten und Heim­arbeits­plätzen. Klingt erstmal toll und modern. Allerdings merkt man an den Maßnahmen sehr deutlich, wer sich das ausgedacht hat: weiße verheiratete Männer Mitte 50 mit durch­schnittlich 2.1 Kindern, die davon ausgehen, dass Frauen diejenigen sind, die Familie und Beruf vereinbaren müssen.

Frau in High Heels und Bluse, Minirock und Leggins, die eine Aktentasche, Pfanne und Staubwedel mit drei Armen hält, sowie ein Baby in einem kleinen Wagen hinter sich herzieht

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Wegen der Wohnsitzproblematik blieb für uns letztendlich nur die Option „Betriebs­kinder­garten“. Aber auch dort sind die Plätze heiß begehrt und es be­durfte eines Wutausbruchs im Büro meines Chefs und mehrerer emotional sehr auf­ge­ladener Gespräche mit oberen Führungskräften, um nach einem Jahr Warte­zeit nun endlich ab Sommer das Kind an meinem Arbeitsort in den Kinder­garten schicken zu können und damit den Status „Wochenendmama zu beenden.

Jetzt haben diese Männer also erkannt, dass sie das Potential ihres Führungs­nachwuchses nicht voll ausschöpfen, weil ein Teil des Potentials ganz offen­sichtlich nicht beachtet wird. Und woran liegt das? Daran, dass die weiblichen High Potentials mit Kindern Beruf und Familie vereinbaren müssen. Da helfen wir denen doch mal ein bisschen und spendieren denen Kindergärten, flexible Arbeitszeiten und Heimarbeitsplätze. Nur: Die außertariflich Angestellten werden schon heute nicht nach Anwesenheitszeit bezahlt. Die somit bereits realisierten flexiblen Arbeitszeiten bedeuten in dem Zusammenhang hauptsächlich „Über­stunden sind mit dem Lohn bereits abgegolten“. Und auch der Laptop, Zugang von einem externen Internetanschluss via VPN zum Firmennetzwerk und der Blackberry gehören zum Standard, so dass das Arbeiten von zu Hause aus bereits jetzt schon problemlos möglich ist. Diese vollmundig versprochenen Maßnahmen, größtenteils bereits etabliert, werden wahrscheinlich einfach nicht reichen, solange die männlichen Konkurrenten eben nicht das Problem haben, Karriere und Familie zu vereinbaren. (weiterlesen …)


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Neues von Haseloff und der Männer-CDU

13. Mai 2011 von Helga

Rainer Haseloff (wir erinnern uns an „die ostdeutsche Frau an sich“) ist im Landtag von Sachsen-Anhalt erneut mit fragwürdigen Aussagen aufgefallen. Und diesmal nicht der einzige. So berichtete der MDR, Haseloff habe nach internen Querelen bei den Koaliationsverhandlungen von „hormongesteuerten Frauen“ gesprochen, die man „beruhigen“ müsse. Der derzeitige Innenminister sagte ferner „das Eierstockgehabe geht mir auf den Geist.“

Hintergrund sind Proteste der Frauenunion und ihrer Vorsitzenden, Eva Wybarnds, dass beim Postengeschacher nach der Wahl die Frauen übergangen wurden. Von 35 Postionen sind nur 2 an Frauen gegangen, ein Antrag auf eine Frauenquote von 30 Prozent weiblicher Beteiligung wurde abgelehnt. Mal abgesehen davon, dass drei weitere Bewerberinnen keinen Posten abbekamen, spricht die Erklärung Bände: „Bei sechs Frauen in der Fraktion kann man schlecht eine 30-Prozent-Quote durchsetzen.“

Nach allem was ich in der Schule gelernt habe, sind Parteien dazu da, die Wählerschaft und ihren Willen abzubilden – was in Deutschland als generisches Maskulinum auch die Wählerinnen miteinschließt. Um dies zu erreichen, sind sie ausdrücklich aufgefordert, aktiv Kandidatinnen und Kandidaten zu suchen und aufzustellen. Und das ist keine neue Idee, das ist ihre Aufgabe seit über 60 Jahren. Wenn die CDU in Sachsen-Anhalt es also bis heute versäumt, die Hälfte der Bevölkerung ordentlich zu repräsentieren, dann sollte sie vielleicht darüber nachdenken, sich in Männer-CDU umzubenennen.


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Schreiben statt Schämen. Blogschau zum Wochenende

7. Mai 2011 von Nicole
Dieser Text ist Teil 108 von 203 der Serie Genderissimi: Die Blogschau


Franziska von franziskript möchte übers Stillen reden, und zwar auch mal über die negativen Seiten ohne Weichzeichner: Stilleinlagen, Stillorte und die Mode! Weibliches Schämen kommt von weiblicher Scham – oder umgekehrt, stellt Katrin Rönnicke fest. Über Scheidenpilze und Selbstbefriedigung sollten Frauen nicht sprechen, oder wenn doch, dann nur mit hochrotem Gesicht.

Eure Homophobie-Toleranz kotzt uns an, schreiben Frittenbude dem Chiemseereggaesummer ins Gästebuch und bleiben weg.

Mit einem Text zu Frauenquoten und Männerangst aus der ZEIT/Wirtschaftswoche der vergangenen Woche beschäftigen sich das Genderblog ebenso wie rechtundgeschlecht. Und bei Frau Lila lesen wir einen Gastbeitrag zweier grüner Männer zur Familien-/Frauen-/wasauchimmer-Politik im Hause Schröder.

Die Stadtpiratin macht sich Gedanken zum 1. Mai, zu Protesten, Krawallen und Berichterstattung.

Die Library Mistress weist auf einen Fragebogen der Wirtschaftsuni Wien hin. Es geht um ein Forschungsprojekt zur Bedeutung einer homosexuellen Orientierung von Unternehmer_innen.

So geht’s mit dem Glücklichsein, wissen die Frauenzeitschriften! Grafisch aufbereitet beim graphitti-blog. Und wer’s immer noch nicht begriffen hat, versteht vielleicht die Bilder von obi: Männer bauen auf und ziehen ein, Frauen ziehen groß und genießen. Changinglifestyle verdreht die Augen. (via puzzlestuecke.wordpress.com)

Wie immer gilt: Wir freuen uns über Hinweise auf interessante Blogs für unsere wöchentliche Umschau im Netz. Gerne hier in den Kommentaren, per Mail oder auch morgen beim Selbermach-Sonntag. Und jetzt ins Wochenende!


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Buffy, Kritik an “feministischen Hochzeiten” und Natasha Walter im Interview

23. Februar 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 95 von 191 der Serie Kurz notiert

Was hat eine Teenager-­Serie über ein blondes, Vampire tötendes High-School-Girl mit Genderforschung und postmarxistischer Theorie zu tun? Der Freitag stellt Buffy als “attraktive Antikapitalistin” vor.

In Irland gibt es die Pille danach jetzt rezeptfrei, berichtet Choice Ireland.

Auf Womanist Musings kritisiert Tassja den Trend, dass (weiße, heterosexuelle und wohlsituierte) Frauen wie Jessica Valenti (feministing.com) ihre eigene “feministische Hochzeit” publikumswirksam zelebrieren und dabei ignorieren, dass das Heiraten für viele Menschen auch heute noch ein Privileg darstellt und mit gesetzlichen Hürden und Diskriminierung verbunden ist.

Sexismus und Lookism galore! Die Flugbegleiter_innen der Linie Virginia Atlantic müssen sich ab jetzt “Red Hotties” nennen lassen. Eine illustre Männerrunde durfte abstimmen, weiß dieStandard.at.

Die Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftlichen Zentrums Berlin, Jutta Allmendinger, bekommt am 8. März den Berliner Frauenpreis verliehen. Der Ehrung wird seit 1998 jährlich jenen Frauen zuteil, die sich für Geschlechtergerechtigkeit einsetzen.

Natasha Walter, Autorin des Buches “Living Dolls. The Return of Sexism”, spricht im Interview mit Deutschlandradio Kultur über die begrenzte Wirkung einer Frauenquote. Das Interview ist ebenfalls als Podcast abrufbar.

Eine digitale Geschichte über die sexuelle Belästigung von Frauen in Pakistan hat Sana Saleem produziert. Geschrieben, animiert und aufgezeichnet wurde “My body, my country” von Bloggerin Mehreen Kasana. (via MuslimahMediaWatch)

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für Februar, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder queer/feministische Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen… Veranstaltungshinweise könnt ihr über unser Kontaktformular an uns senden, auf unsere Facebook-Wall posten oder per Twitter an @grrrls_team schicken.


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Von Quotenfrauen, Aktivistinnen und Fußballerinnen

16. Februar 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 96 von 191 der Serie Kurz notiert

Im SWR2 Forum könnt ihr der Diskussion zum Thema „Ganz oben alles männlich - Welche Chancen haben Frauen in Unternehmen?“ lauschen.

Auch Susanne Klingner und Barbara Streidl diskutieren im DRadio Wissen über Frauen und Erwerbsarbeit, die Frauenquote und Feminismus: „Macherinnen ohne Quote“.

Immer noch nicht genug von der Quote? Heute Abend ist Meredith Haaf von der Mädchenmannschaft zu Gast bei der Sendung ZDF login im ZDF infokanal, bei der ebenfalls die Frauenquote diskutiert wird.

Daniela Schaaf von der Sporthochschule Köln untersucht im Auftrag der Fifa die Vermarktungsmöglichkeiten des Frauenfußballs. Im Interview mit dem tagesspiegel berichtet sie, dass das Vorurteil von der nicht werbefähigen „Kampflesbe“ in den Köpfen der berichtenden Journalisten noch sehr lebendig ist.

Auf Gender Across Borders wird mit zwei Annahmen über die Proteste in Ägypten aufgeräumt: Die Protestierenden sind entgegen der US-amerikanischen Berichterstattung weder naiv und irrational, noch gehen nur Männer auf die Straße. Unter den Protestierenden sind auch die feministische Aktivistin Nawal El Saadawi und die Journalistin Mona Eltahawy.

Nicht nur in Tunsien, Ägypten und anderen Ländern gehen die Menschen auf die Straße: Laut der Berliner Zeitung folgten am Sonntag in Italien Hunderttausende dem Aufruf von Regierungskritiker_innen, die genug von Sexskandalen und dem Frauenbild Silvio Berlusconis haben. So zogen die Demonstrant_innen mit Parolen wie „Italien ist kein Bordell“ durch Rom.

Der internationale Frauentag jährt sich 2011 zum hundertsten Mal. Der vorwärts würdigt das Jubiläum mit einer eigenen Ausgabe, erstellt nur von Frauen. Und ruft Leser und Leserinnen, Blogger und Bloggerinnen auf, sich mit eigenen Beiträgen zu beteiligen.

In der Tikkun Daily wird die Bloggerin Fatemeh Fakhraie vorgestellt, die die Muslimah Media Watch gegründet hat. Außerdem schreibt sie für das Bitch Magazine, Racialicious und auf ihrem eigenen Blog. In den nächsten Tagen werden noch weitere Muslim_innen vorgestellt, die online „Wellen schlagen“.

Die Zeit stellte eine polyamore Familie vor und räumt mit dem Vorurteil der Orgien ohne Selbstkontrolle auf. Tatsächlich erfordere Polyamorie vor allem Diskussionen, Reflektion und Organisation.

Zu ihrem Buch Feminismen und »Neue Politische Generation« haben Anne Lenz und Laura Paetau ein Interview gegeben, in dem sie die Strategien feministischer Strömungen diskutieren.

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für Februar, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder queer/feministische Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen… Veranstaltungshinweise könnt ihr über unser Kontaktformular an uns senden, auf unsere Facebook-Wall posten oder per Twitter an @grrrls_team schicken.


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Berlinale, Burka und das Zölibat: Die Blogschau

5. Februar 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 94 von 203 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Ninia LaGrande schreibt an Frau Merkel: “Es ist einfach schade, wenn eine Frau die Chance hat, was Großes zu ändern und diese Chance nicht nutzt. Sie sind die Bundeskanzlerin. Sie müssen doch am besten wissen, wie viel schwerer es für Sie als für Männer war, an die Spitze zu kommen.”

Wo wir gerade bei Briefen sind: Bei Claudia Neusüß gibt es einen offenen Brief von verschiedenen Wissenschaftler_innen an den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert zu lesen. Sie fragen nach, warum unter den 17 Sachverständigen der im Dezember beschlossenen Enquete-Kommission keine einzige Frau zu finden ist.

Betty Friedan hätte am 4. Februar Geburtstag gehabt (Rosa Parks übrigens auch). Aviva-Berlin und auch dieStandard poträtieren Friedan.

Außerdem bei dieStandard zu lesen: “Wo Männer von Männern erzählen”. Es geht um … richtig, Wikipedia.

“schnelle akademische Bildung für zwischendurch” gibts bei der Denkwerstatt. Und zwar in Form eines Videobeitrags von Donna Haraway, aufgenommen an einer Schweizer Privatuniversität.

Noch mehr akademisches lesen wir bei gender:queer: “Weg mit dem Queer-Ding! Ansätze für eine queere Kapitalismuskritik”.

Luise Pusch schreibt bei fembio über bzw gegen so genannte “korrigierende Vergewaltigungen”.

blogabsatz hat den Film “we want Sex” gesehen und wagt angeregt dadurch schon mal einen Ausblick auf den kommenden Equal Pay Day.

“Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass der Operationszwang zum Erlangen einer Personenstandsänderung nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist.” Warum diese eigentlich gute Nachricht einen ziemlichen Beigeschmack hat beschreibt Bad hair days.

Sina hat die Serie “Secret Diary of a Call Girl” gesehen und fragt sich, wie berechtigt die teilweise heftige Kritik daran wirklich ist.

Vom Honig beschäftigt sich mit der Debatte um das Zölibat: “Die Forderung nach der Abschaffung des Zölibats, die jetzt aus dem konservativen Lager kommt, ist höchstens ein Modernisierungsanstrich, um den Kahn noch eine Weile über Wasser zu halten.”

anders deutsch ist die seltsame Bebilderung bei Berichten über das Burkaverbot (nicht nur) in Hessen aufgefallen.

Gabriele Scholz ist Gastbloggerin drüben bei den Missys und wird die Berlinale (am 10.02. gehts los) aus weiblicher Sicht begleiten und kommentieren. Ihr Einstand macht Lust auf mehr!

Antje Schrupp hat über das neue Buch von Bascha Mika (Titel: “Die Feigheit der Frauen”) gelesen und denkt wie gewohnt ein großes Stück über den gewohnten Tellerrand hinaus.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


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