Einträge mit dem Tag ‘Feminismus!’


Oh nein, im SPIEGEL steht was über Feminismus!

7. Juni 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 4 von 4 der Serie Feminist Fun Friday

In unserer Serie Feminist Fun Friday (a.k.a. Feminist Revenge Friday) analysieren wir aktuelle Themen bilder­reich. Kann Spuren von Ironie enthalten. 

Der SPIEGEL schreibt in der aktuellen Print­ausgabe über feministischen Aktivismus.

Ey, kein Scherz! Aber bloß nicht zum Kiosk laufen und der Malestream­presse Geld schenken. Ich habe mir nämlich extra die Mühe gemacht, die besten Sahne­stückchen dieses Artikels zu kommentieren. Let’s roll! Es beginnt wie Popcorn-Kino: Neben Wiebke Hollersen schrieb auch Jan Fleischhauer am Artikel mit. Ja genau. Das ist der, der als “Experte” zu Sexismus und Rassismus in alle Talkshows Deutschlands ein­geladen wird und dann – suprise, surprise – nur hetero_sexistischen und rassistischen Quatsch labert. Und der schreibt jetzt wieder was zu Feminismus…?

(weiterlesen …)


Facebook | |


Erstes Lady*fest in Heidelberg!

6. Juni 2013 von Magda

Absolute Weltpremiere! Vom 12. bis zum 15. Juni findet in Heidelberg das erste Lady*fest statt. Es wird eine Reihe an Workshops, Performances, Parties, leckeres Essen, Filme und ein Kleinkunstabend geben.

ladyfest Heidelberg

Du suchst ein Ladyfest in deiner Nähe? Es gibt eine Auflistung von Ladyfesten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vom letzten Jahr. Die meisten der Kollektive sollten noch aktiv sein und freuen sich immer über neue Mitstreiter_innen.


Facebook | |


Schlank für den Badestrand? Ne, lieber gewisse feministische Utopien – die Blogschau

25. Mai 2013 von Sabine
Dieser Text ist Teil 204 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Das BMZ hat unter Dirk Niebel eine Plakat- und Internetkampagne “The Big Five” über Afrika gestartet: Nashorn, Löwe, Elefant, Büffel, Leopard. Africavenir reagierte auf das kolonialrassistische Bild mit einer PM und einem feinen Gegenentwurf.

Katrin vergleicht auf Reizende Rundungen die Bademode in Deutschland gegenüber dem Ausland. Der eklatante Unterschied sticht  ins Auge.

Erst sexy gemacht, und dann einen (halben) Rückzieher. Helga schreibt auf femgeeks über die Figur Merida und den Sexismus bei(m) Disney(Film).

Mein Hals krächzt „ich möchte eine anzeige machen“ „Worum geht‘s denn? Nur so‘n Stichwort.“ Nur ein Stichwort… Stichworte sind Randnotizen. Verstummt. [im Text: V*rg*w*lt*g*ng ausgeschrieben]

Warum „Die Preziöse“ ein neuer Stern am Zeitschriftenhimmel werden kann, steht in der Blattkritik von Different Needs.

Ein Hetenmann erklärt Feminist_innen was der Sex ist und was der Feminismus da machen muss. Bei berechtigten feministischen Kritiken kontert dieStandard auf Twitter mit der Unlust „einer gewissen theoretischen strömung“ U get it?

Ryuu stellt sich einen Tag ohne Heterosexismus vor. Eine Utopie. Schön.

Paula ist neun Jahre alt und will mehr Realitäten lesen, deshalb schreibt sie einen “offen Brief an deutsche Verleger”.

Jetzt bitte kurz anschnallen: Auf femgeeks folgt der größte Linkspam aller Zeiten.

Und während ich diese Blogschau machte und den Linkspam (s.o.) durchlas, hab ich mir Zeit gelassen, weil Tea-riffic zwei Grrrl Power Soundtracks angefertigt hat. Well Done.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


Facebook | |


Bedingungsloses Grundeinkommen, heimlicher Abbau einer Gedenkstätte für Sinti und Roma – kurz verlinkt

22. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 191 von 194 der Serie Kurz notiert

Aus Protest gegen die Homo-Ehe hat sich ein Nazi in Frankreich öffentlich erschossen.

Die Empörung nimmt ab, der Rassismus nicht. Auf jetzt.de erzählen fünf Studierende von ihren alltäglichen Rassismuserfahrungen.

Auf Colorlines kritisiert Schauspielerin Lucy Liu die Rollenvergabe nach rassifizierten Kriterien. (englisch)

David Jay porträtiert auf The Scar Project Brustkrebs-Überlebende. (englisch)

In Wiesbaden lässt eine Schule eine Gedenkstätte für Sinti und Roma still und heimlich abbauen. Nach Protesten wird behauptet, sie habe nie existiert, schreibt die taz.

Unterstützer_innenInfo hat ein neues Heft herausgebracht. In “Kompass” geht es um Mythen und Realität im Bezug auf sexualisierte Gewalt.

DieStandard.at hat ein Interview mit Ina Praetorius zur Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen geführt.

Sharon Dodua Otoo schreibt im Nachgang zum taz-Panel über Aktivismus und Ally sein. (englisch)

Die Süddeutsche hat Geschlechterforscherin Melanie Groß zu Geschlechterrollen, dem Barbie Dream House in Berlin und der Farbe Pink interviewt.

Red No. 3 nimmt sich der typischen Aussage an, die (auch) Feminist_innen oft als “Kritik” zu hören bekommen: “Du möchtest nur mit Menschen reden, mit denen du einer Meinung bist“. (englisch)

Nachdem eine Jobcenter-Mitarbeiterin einen Mann trotz schwerwiegender Herzerkrankung zur Arbeit gezwungen hatte und dieser daraufhin einen Herzstillstand erlitt, droht ihr nun eine Strafanzeige.

Neonazi-Experte Bernd Wagner bestätigt bei einem Gespräch anlässlich des NSU-Prozesses in der Heinrich-Böll-Stiftung: Rassismus ist in deutschen Behörden strukturell verankert.

Seit in München der NSU-Prozess läuft, sind mehrere Einrichtungen Zielscheibe von Einschüchterungsversuchen vermutlich aus der rechten Szene geworden. Besonders heftig traf es eine Rechtsanwaltskanzlei, die vor Gericht die Angehörige eines Mordopfers vertritt, so sueddeutsche.de.

Die EU-Grundrechteagentur veröffentlichte am vergangenen Freitag, dem Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie Ergebnisse ihrer Online-Befragung, an der 93.000 Menschen teilnahmen: Gewalt, Isolation und Angst gehören zum Alltag vieler LGBT.

Raise Our Story teilt Erfahrungen von Menschen, die im Kindes- und Jugendlichenalter als sogenannte “undokumentierte Einwander_innen” in die USA einreisten.

In Irland soll die rigide Gesetzgebung zu Abtreibungen reformiert werden. Frei entscheiden dürfen Schwangere weiterhin nicht, schreibt die Jungle World.

Nadine hat mit der taz über das Buch “queer_feminismus. label & lebensrealität” gesprochen, das sie zusammen mit Leah Bretz geschrieben hat.

Termine in Aachen, Berlin, Braunschweig, Düsseldorf, Hamburg, Kiel und Wien findet ihr nach dem Klick:  (weiterlesen …)


Facebook | |


Feministische Netzpolitik und das Problem interkultureller Trainings – die Blogschau

4. Mai 2013 von Nadine
Dieser Text ist Teil 201 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Femgeeks haben die kürzlich veröffentlichte Studie von Kathrin Ganz zu feministischer Netzpolitik rezensiert.

Das Mädchenblog bereitet die feministische Kritik an Femen der letzten Wochen und Monate noch einmal auf und kommt zum Schluss: Femen, ruhe in Frieden!

Ninia LaGrande rechnet mit Sexisten ab und verpackt das Ganze mit utopischen Gedanken.

eleonora roldán mendívil nimmt auf ihrem Blog cosas que no se rompen einen Aufruf zu einem Training, das sich an “deutsche” und “ausländische” Stud_entinnen richtet, auseinander: “im diesem aufruf ist so viel /weiße/ /deutsche/ normvorstellung und kulturalisierende zuschreibungen, dass mir eigentlich nichts mehr einfällt…”

Antje Schrupp hat das Programm des Evangelischen Kirchentages in Hamburg unter die Lupe genommen und fragt: “Nichts gegen Geschlechtergerechtigkeit, aber wo bleibt der Feminismus?

Das Voice Refugee Forum Germany vermeldet, dass erneut eine geflüchtete Person aufgrund mangelnder Gesundheitsversorgung ums Leben gekommen ist.

Jay vom Virtual Retreat Center geht der Frage nach, wie feministische Aktivist_innen den permanenten Druck auf Diskriminierungen reagieren zu müssen_wollen, in produktive Fragen und Handlungen überführen können.


Facebook | |


Feministische Medien als Motor sozialen Wandels

29. April 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 71 von 72 der Serie Die Feministische Bibliothek

Das 2012 im transcript Verlag erschienene Buch “Feminist Media. Participatory Spaces, Networks and Cultural Citizenship” von Elke Zobl und Ricarda Drüeke entstand aus einem wissen­schaftlichen Projekt, welches sich mit feministischen Medien in Europa befasste, die als wichtiger Motor neuer sozialer Bewegungen charakterisiert werden.

DasUMS2157.indd englisch­sprachige Folge­projekt in Form dieses Buches be­schäftigt sich mit den Fragen, welche Inhalte, Formen, Prozesse und Funktionen feministische Medien­erzeugnisse in Europa heut­zutage aus­machen. Wie werden sie politisch genutzt und welche Potentiale für sozialen Wandel tragen sich in sich?

In der Einleitung erklären die Heraus­geberinnen, dass sie mittels eines Aufrufs nach unter­schiedlichen Beiträgen für das Buch suchten. Wegen diverser Schwierig­keiten einen passenden Verlag zu finden, entschieden sie sich dafür, die im Buch erschienenen Beiträge auf wissen­schaftliche Essays zu beschränken. Das erklärt, warum ich es trotz der lebendigen Thematiken und der Vielzahl an informativen, klugen und kritischen Beiträgen als recht trocken empfand. Viele Beiträge beginnen mit einem seiten­langen Theorie­überblick in das jeweilige wissen­schaftliche Teil­gebiet (was Liebhaber_innenvon Media Studies durchaus beglücken kann), aber wohl nicht immer spannend für alle Interessierten ist, die bisher noch keinen Zugang zu diesen Feldern hatten.

Nachdem ich die ersten Seiten immer öfter über­sprang und mich den einzelnen Fallstudien, Interviews und Analysen zu feministischen Medien wie Blogs, Fotoseiten wie flickr.com, Magazine, Zines und Comics widmete, wurde das Buch zu einem Lesevergnügen. Geholfen haben auch einzelne Comics, Bilder und ein paar ver­bildlichte Statistiken, um die wissen­schaftlichen Essays zu visualisieren. Alle Beiträge habe ich nicht gelesen, sondern nur die, die mich inhalt­lich auch ansprachen. Dies ist glücklicher­weise kein Problem, denn ein von-vorne-nach-hinten Durchlesen ist bei Essay-Sammlungen ja nicht nötig, um einen Ein­blick zu bekommen.

Schön ist, dass alle Informationen, die im Rechercheprozess gesammelt wurden, auf grassrootsfeminism.net zu finden und jeder­zeit nach­zustöbern sind. Ich glaube, dass sich mit den Daten noch viel anfangen ließe, auch wenn es eine eingeschränkte Sammlung ist (in der Daten­sammlung befinden sich z.B. lediglich 25 feministische Blogs für Deutschland. Allerdings kann eine Studie wohl nie komplett die stetig wachsende Blogo­sphäre abbilden).

Auch die Mädchenmannschaft war Teil der Studie und so einige Statements, die damals getätigt und in die Analysen auf­genommen wurden, würden wir heute stark kritisieren. Es bleibt jedoch ein Zeit­zeugnis und zeigt umso mehr auf, wie aktuell Fragen bleiben, die sich damit beschäftigen, wer inner­halb feministischer Zusammen­hänge spricht, gehört wird und Wissen produziert – Fragen, die auch in einzelnen Beiträgen des Buches deutlicher hätten thematisiert werden können.

Elke Zobl, Ricarda Drüeke (eds.): Feminist Media. Participatory Spaces, Networks and Cultural Citizenship. Transcript Verlag, 2012.


Facebook | |


‘Wir sind die Früchte des Zorns’ – eine weibliche Genealogie

24. April 2013 von Lisa
Dieser Text ist Teil 70 von 72 der Serie Die Feministische Bibliothek

“Als Odysseus die Unterwelt aufsucht, zählen für ihn nur die Helden. Über die Töchter und Mütter der heroischen Helden weiß er nicht viel. Leerstellen hinter der bloßen Nennung ihrer Namen. Mehr ist nicht bekannt. Die Frauen sind Trägerkörper, Wirtsmenschen, Geburts- und Stillgeräte, die ausleiern, schadhaft sind und entsorgt werden. Ich schlüpfe in Odysseus’ Haut, um ihre Geschichten zu entdecken. Sonst kann ich nichts ausrichten gegen das Verschwinden und die Angst davor. Ich fülle blinde Flecken.” (S. 61)

Sabine Scholl: Wir sind die Früchte des Zorns (Foto: Fuckermothers)

“Ich lasse meiner Zunge freien Lauf. Ich stehe die Worte der anderen, um zu überleben. Ich nähe sie zusammen, stopfe die Lücken. (…) Aber die Schrift ist der Tod. Und Kinder sind das Gegenteil. Und deshalb bin ich froh. Für die Kinder habe ich leben gelernt. Fingern und fädeln. Wort ist Faden und Faden macht Welt.” (S. 182)

Sabine Scholl hat ein neues Buch geschrieben. ‘Wir sind die Früchte des Zorns’ heißt es. Das Buch handelt von vier Frauengenerationen: der Schwiegermutter, den zwei Großmüttern, der Mutter und der Tochter der Ich-Erzählerin (die große Nähe zur Autorin selbst aufweist). Wie einen Flickenteppich näht sie dabei kurze Szenen aus den jeweiligen Leben aneinander. Von der Vergangenheit in die Gegenwart geht es, vom Aufwachsen als Bauernmagdt in Österreich über das Wohnen im Glanz des herrschaftlichen Versailles, das problemreiche Stillen der ersten Tochter, bis zum nächtlichen Schwimmen in französischen Pools. Das Buch handelt vom Sammeln von Waldfrüchten gegen den Hunger, dem Leben in einem Haus, das nah an für Tiere und Kinder tödlichen Bahngleisen liegt, über Kindergeburtstage in Chicago, nächtliche Einbrüche und den silber lackierten Fingernägeln der ‘Germanys next Topmodel’-schauenden Tochter.

Zwei Dinge habe ich mich beim Lesen gefragt; zum einen, warum der Titel sich so prominent auf ein anderes Werk bezieht, nämlich auf John Steinbecks ‘Die Früchte des Zorns‘, das ich nie gelesen habe. Eine klare Antwort fand ich nicht. An einer Stelle liest die Protagonistin als junges Mädchen dieses neben vielen anderen Büchern. Wie Steinbecks Roman handelt es sich um eine Familiengeschichte und es kann wohl ebenfalls als Parabel verstanden werden – in diesem Fall als Parabel auf das Mutter-Sein in westlichen Gesellschaften, auf Lebensmöglichkeiten und auf weibliche Kreativität. Sabine Scholl setzt sich dabei klar mit feministische Positionen auseinander. Eine ‘Parabel’ allerdings hört sich nach trockenen Lehrstück an und wird dieser fesselndem, in kurzer, kraftvoller Sprache geschriebenen Geschichte nicht ganz gerecht.

Zum anderen habe ich mich gefragt, ob eine Geschichte aus rein weiblicher Perspektive, die so sehr sich mit Familienverbindungen und Mutterschaft befasst, nicht Gefahr läuft, eine spezifische ‘Wesenhaftigkeit der Frau’ zu bestimmen. Und ob die Gleichsetzung von Kindern mit Leben nicht schnell konventionelle Positionen bestätigt. Das Buch tappt jedoch nicht in diese Falle. Es entwirft keinem Familienstammbaum mit festen Ursprüngen und klaren Identitäten, sondern eine lose Genealogie der Überschneidungen, Vermischungen und Wiederhohlungen. Statt einen zeitübergreifenden ‘Geschlechtscharakter’ zu formulieren beschäftigt es sich mit verschiedenen weiblichen Lebensrealitäten. Es schreibt seine Protagonistinnen nicht fest, sondern lässt ihnen ihre Ambivalenz. Und stellt mehr Fragen als es beantwortet.

(Dieser Text erschien bereits auf Fuckermothers)

Scholl, S. (2013). Wir sind die Früchte des Zorns. Zürich: Secession.


Facebook | |


Femen und die muslimische Frau: Gut gemeint…

11. April 2013 von Kübra
Dieser Text ist Teil 40 von 40 der Serie Das Wort zum Freitag

Die Aktivistinnen von Femen wollen die muslimische Frau befreien. Was die dazu sagt, spielt dabei keine Rolle. Wie aus einer guten Sache eine hässliche wird.

via Muslimapride

Aktivistinnen in Berlin, via Muslimapride

Mit erhobenen Fäusten und nacktem Oberkörper protestierten vorige Woche Aktivistinnen der Gruppe Femen aus Solidarität zu Amina Tyler. Die Tunesierin hatte Bilder von sich online gestellt, auf denen sie barbusig mit der Aufschrift „Fuck your Morals“ und „Mein Körper gehört mir und ist nicht Quelle von irgendjemandes Ehre“ zu sehen war.

Damit hatte Tyler eine Kontroverse in Tunesien entfacht. Als konservative Prediger Peitschenhiebe und gar die Steinigung der jungen Frau forderten und Tyler für mehrere Tage von der Bildfläche verschwand, kündigte Femen den internationalen „Topless Jihad Day“ an. (weiterlesen …)


Facebook | |


Zum 19. Todestag von Kurt Cobain: Brief an Bikini Kill

5. April 2013 von Nadia

Tobi Vail & Kurt Cobain (via chapteronemanhatten – deactivated)

Ich mache es kurz, denn es ist ja allgemein bekannt: Ich bin ein ganz großer Nirvana-Fan. Letztes Jahr habe ich Kurt Cobains Tagebücher gelesen, und sie haben mich schwer beeindruckt, weil sie mir unter anderem auch vor Augen führten, wie viel von dem, was wir heute so besprechen und verhandeln, schon Jahrzehnte altes und hart umkämpftes Diskurs-Terrain ist: *Ismen, die Gratwanderung zwischen kritischer Counter- und Pop-Culture, Rape-Culture, und und und.

Niemand, niemand kann sagen, dass zum Beispiel so etwas wie Rape Culture nicht schon immer und immer und immer wieder behandelt und angeprangert worden ist, so dass es doch heute eigentlich ein Witz ist, dass Aktivist_innen sich immer wieder wiederholen müssen, wenn es darum geht, gesellschaftliche strukturelle Missstände (als reale Faktoren) zu thematisieren. (weiterlesen …)


Facebook | |


Nächsten Freitag Konferenz in Berlin: Energize, Polarize, Mobilize

15. März 2013 von der Mädchenmannschaft

Unter diesem Motto “Energize, Polarize, Mobilize. Menschenrechte. Beteiligung. Aktivismus. Internet” veranstaltet die Heinrich-Böll-Stiftung am kommenden Freitag, den 22. März 2013 eine internationale Workshopkonferenz.

“Was sind die Werkzeuge und Trends, die Chancen und Herausforderungen für den Aktivismus im Jahr 2013?”

Das ist die zentrale Frage, um die es gehen wird. Welche neue Möglichkeiten haben Aktivist_innen zu kommunizieren und zu mobilisieren? Welche Chancen und Herausforderungen bieten digitale Technologien?

Es wird Panels geben, die diese Fragen in unterschiedlichen Bereichen und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und diskutieren werden. Angefangen von:

  • Wie lässt sich Aktivismus in eine politische Aktion übersetzen?
  • Feministische Bündnisse über Grenzen hinweg, welche gemeinsamen Kämpfe, Strategien zeigen sich?
  • Internetfreiheit vs Regulation und Überwachung, welche Methoden gibt es, wie können Aktivist_innen sich schützen?
  • Bis hin zu Panels, die eben jener Frage nach Meinungsfreiheit sowie den Menschenrechten auf den Grund gehen möchten.

Es sind spannende, mutige Aktivist_innen aus rund 20 Ländern dabei u.a.:

Jillian York, key note speaker, Electric Frontier Foundation
Elisabeth Ngari, Women in Exile, Deutschland
Jérémie Zimmerman, Internet-Bürgerrechtler, La Quadrature du Net
Maya Indira Ganesh, Tactival Technologie Collective
Reem Al-Masri, 7iber.com, Jordanien
Sheena Gimase Magenya, Sister Namibia, Windhoek
Vera Franz, Open Society Foundations, New York
Miss Kaewmala, thaiwomantalks.com, Thailand
Christian Mihr, Reporter ohne Grenzen, Berlin
Borka Pavicevic, Gründerin des Centre for Cultural Decontamination, Belgrad

Gemeinsam mit Digitale Gesellschaft e.V. und Reporter ohne Grenzen e.V. sind wir Kooperationspartner_innen dieser Konferenz.

Mehr Informationen findet ihr hier.


Facebook | |



Anzeige