Einträge mit dem Tag ‘Equal Pay Day’


Alle Jahre wieder – oder warum der Equal Pay Day noch immer nötig ist

23. März 2012 von Jennifer
Collage an roten Taschen

Symbol des Equal Pay Day: die rote Tasche

Es gibt Gedenktage, bei denen man sich jedes Jahr aus Neue wünschen würde, die Welt hätte sich endlich so entwickelt, dass dieser Tag nicht mehr benötigt würde. Der heutige, mittlerweile neunte Equal Pay Day zum Beispiel.

Doch dieser ist leider nach wie vor unverzichtbar. Erst vor kurzem hat die OECD eine Studie veröffentlicht, der zufolge das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen auch im Jahre 2012 in keinem anderen europäischen Land so groß ist wie in Deutschland: 21,6 Prozent verdienen Frauen, die Vollzeit arbeiten, demnach im Schnitt weniger als ihre männlichen Kollegen. In den anderen untersuchten Industrie­staaten beträgt der Unterschied durchschnittlich „nur“ 16 Prozent. Das statistische Bundesamt beziffert den Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen sogar wie in den Vorjahren mit 23 Prozent.

Wie dieser Pay Gap errechnet wird, ist hinlänglich bekannt. Genau wie die verschiedenen Gründe für sein Zustandekommen – Frauen arbeiten häufiger Teilzeit als Männer, sind öfter in schlecht bezahlten Branchen beschäftigt, müssen die Probleme bei der Vereinbarkeit von Job und Beruf eher ausbaden, treten in Gehaltsverhandlungen angeblich weniger durchsetzungsstark auf – können in unserer Faktensammlung zum Equal Pay Day nachgelesen werden.

Sie hier noch einmal aufzuführen, macht deshalb keinen Sinn – frau könnte jedes Jahr aus Neue einen alten Text per copy and paste einfügen. So wie Helga nicht mehr eigentlich selbstverständlichen Mini-Fortschritten applaudieren will, wäre es mir jedoch am liebsten, ich müsste mich gar nicht mehr über Missstände ärgern, die längst überwunden sein sollten. Denn das ist das eigentlich Bittere: Dass sich so wenig ändert! Und dass von denjenigen, die dazu in der Lage wären, anscheinend nicht einmal ernsthaft versucht wird, Bewegung in die verfahrene Situation zu bringen!

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EU-Initiative: Gleiche Bezahlung für Frauen und Männer

31. Januar 2012 von Franziska
Dieser Text ist Teil 17 von 19 der Serie Post aus Brüssel

Salut,

Ich möchte euch heute über meine Initiative “Gleiche Bezahlung – JETZT!” berichten, die ich im März 2011 gestartet habe, um endlich etwas gegen die immer noch enormen Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern in der EU zu tun. Schon in den Gründungsverträgen der Europäischen Union von 1957 wurde das Prinzip der gleichen Bezahlung für Männer und Frauen bei gleicher Tätigkeit festgeschrieben – doch bis heute gibt es keinerlei EU-weit verbindliche Regelungen dazu. Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern stagniert seit Jahren bei 17,5 Prozent im EU-Durchschnitt und ganzen 23 Prozent in Deutschland.

Illustration: (c) Eva Hillreiner

(c) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Im Jahre 2008 verabschiedete das Europäische Parlament einen guten Bericht, der damals die Europäische Kommission aufforderte, weitere gesetzliche Schritte im Bereich der Transparenz und der Sanktionen vorzulegen. Die Kommission hat bisher nicht reagiert. Das muss sie auch nicht – nach dem alten Vertrag von Nizza, der bei der Annahme des Berichts im Jahre 2008 noch gültig war, muss die Kommission nicht auf Aufforderungen des Parlaments reagieren.
EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat am 5. März 2011 den ersten EU-weiten “Equal pay day” ausgerufen – eine rein plakative Maßnahme, die Aktivität der EU-Kommission gegen ungleiche Bezahlung vortäuschen soll.

Das reicht aber nicht! Daher habe ich am 100. Internationalen Tag für die Frauenrechte am 8. März 2011 die Aktion “Gleiche Bezahlung – JETZT!” mit neun anderen weiblichen Abgeordneten aller pro-europäischen Fraktionen im Europaparlament gestartet. Die Auftaktveranstaltung im Straßburger Europaparlament war ein voller Erfolg!

Im Anschluss an die Aktion übergaben die Parlamentarierinnen einen Brief mit ihrem Vorschlag für einen neuen Bericht, basierend auf dem erwähnten Bericht von 2008, an Parlamentspräsident Jerzy Buzek.
Damit wurde ein Verfahren in Gang gesetzt, das das durch den Lissabon-Vertrag verstärkte Initiativrecht des Europaparlaments nutzt. Auf einen nach diesem Verfahren verabschiedeten Bericht MUSS die Kommission dann – innerhalb einer vom Europaparlament gesetzten Frist – reagieren: entweder mit der Vorlage einer Gesetzesinitiative oder einer begründeten Ablehnung.

Jetzt ist der nächste Schritt in diesem Verfahren gemacht: Nachdem Jerzy Buzek unseren Vorschlag akzeptiert und an den zuständigen Ausschuss für die Rechte der Frau und Gleichstellung (FEMM) weitergeleitet hat, wurde der Bericht “Gleiche Bezahlung” nun auf die Tagesordnung des FEMM-Ausschusses gesetzt; er soll im Mai 2012 im Plenum abgestimmt werden. Der Berichtsentwurf liegt leider noch nicht vor, kann aber eingesehen werden, sobald die Berichterstatterin Edit Bauer ihn veröffentlicht.

Übrigens: Der nächste Internationale Tag für die Rechte der Frau am 8. März 2012 steht im Europäischen Parlament ganz unter dem Motto “Gleiche Bezahlung für Frauen und Männer” – eine gute Gelegenheit, das Thema erneut auf die Agenda zu setzen und unseren Initiativbericht im Europaparlament voranzubringen.

Ich halte euch über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden!

Viele Grüße aus Brüssel,

Eure Franziska


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Heute an die rote Tasche gedacht?

25. März 2011 von Helga

In den letzten Tagen haben wir schon drauf hingewiesen, jetzt ist es soweit. Heute haben die deutschen Frauen endlich den Lohn der deutschen Männer in 2010 erwirtschaftet. Etwas überraschend mutet da schon fast die Meldung der Süddeutschen an, dass Frauen ihr Beruf wichtiger sei als Männern. Passend gibt es heute auch wieder viele Veranstaltungen, die das Aktionsbündnis Equal Pay Day auf einer Deutschlandkarte vermerkt hat. So ist z.B. Antje Schrupp mit ihren 10 Thesen in den Frankfurter Mainarkaden und diskutiert ab 17 Uhr mit Helma Sick, Kolumnistin der Brigitte.

Eine Collage roter Taschen zum Equal Pay Day

Also raus mit der roten Tasche und für Lohngleichheit protestiert. Die Mainzer FEG hat ihre Taschen schon einmal dokumentiert. Außerdem gibt es dieses Jahr eine Online-Petition, die u.a. den „Abbau von Fehl­an­reizen im Steuer- und Sozial­ver­sicherungsrecht“ fordert. Etwas das Frauen­ministerin Kristina Schröder bisher noch gar nicht vorangetrieben hat. Auch in ihrem Statement zum Equal Pay Day preist sie lieber einzelne Programme – Pflaster­kleben statt echter Heilung.

In der Schweiz war der Equal Pay Day übrigens schon am 11. März, dort beträgt der Unterschied etwas weniger als 20 Prozent. Die Österreicherinnen müssen dagegen 27 Prozent aufholen und protestieren erst am 14. April. Weitere inter­nationale Termine bei BPW International.

Was habt Ihr heute erlebt? Habt Ihr mit Euren Kolleg_innen diskutiert oder einen Workshop besucht? Oder vielleicht ein Foto von Euch mit roter Tasche? Schreibt uns in den Kommentaren, wir freuen uns auf Eure Geschichte und Links.


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Die Ecard zum Equal Pay Day

22. März 2011 von Helga

Pinke Postkarte, darauf in weiß: Frauen nehmen Elternzeit. Darunter in schwarz: Wer sonst?

Am Freitag ist es wieder soweit: In Deutschland wird auf den Unterschied auf dem Lohnzettel hingewiesen. Schließlich verdienen Frauen im Durchschnitt 23 % weniger als Männer. Darauf – und auf einige der Gründe wie Elternzeit und die Karriere­end­station Teilzeit – weisen die Ecards der dbb bundesfrauenvertretung hin. Kann mensch zum Beispiel an seine Abgeordneten in Land- und Bundestag schicken.


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Lohnungerechtigkeit bekämpfen: Equal Pay Day 2011

18. März 2011 von Magda

In einer Woche ist der Equal Pay Day 2011 – der Tag, der für die Lohn­un­gleich­heiten von Männern und Frauen in Deutschland steht. Um für das Jahr 2010 die derzeitige Lohndifferenz von immer noch rund 23 Prozent auszugleichen, müssten Frauen bis zum 25. März 2011 arbeiten. Damit ist Deutschland eines der Schlusslichter in der Europäischen Union.

Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, veranstalten die Business and Professional Women (BPW), die Arbeitnehmerkammer und die Landes­gleich­stellungs­stelle in Bremen einen Aktionstag. Mehr Informationen gibt es unter Equal Pay Day und auf der Seite der „Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau“.


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Heute ist der Equal Pay Day

26. März 2010 von Helga

Seit 10 Tagen weisen wir darauf hin, heute ist es soweit: Der Equal Pay Day. Bereits zum dritten Mal macht das Aktionsbündnis von Frauenbüros, Gleichstellungsstellen und Wirtschaftsverbänden so auf die Unterschiede bei der Bezahlung von Männern und Frauen aufmerksam. Der Termin hängt dabei jedes Jahr vom Unterschied des letzten Jahres ab und setzt diesen in Zeit um. 2009 lag der Unterschied bei 23% – bis zum 26. März arbeiteten Frauen quasi ohne Entlohnung. Neben dem Aufruf, heute eine rote Tasche zu tragen, sind wieder viele Aktionen in Deutschland geplant und auf der Aktionslandkarte 2010 verzeichnet.

Eine Collage roter Taschen zum Equal Pay Day

Und auch in der Blogosphäre wird viel diskutiert: (weiterlesen …)


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Die Tasche zum Equal Pay Day

16. März 2010 von der Mädchenmannschaft

Rote Umhängetasche mit schwarzem Druck: Eine Frau in Jeansjacke, die in der linken Hand ein Megaphon hält und in der rechten Hand ein hellrotes HerzRote Taschen raus! Denn: Am 26. März findet der Equal Pay Day statt; der Tag, der für die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen steht. Um für das Jahr 2009 die derzeitige Lohndifferenz von 23 Prozent auszugleichen, müssen Frauen  bis zum 26. März 2010 arbeiten.

Ungerecht? Genau! Deshalb: Rote Tasche raus! Wer sich heute, am 26. März mit einer roten Tasche zeigt, trägt sie als Symbol für diese Ungerechtigkeit. Und wer keine rote Tasche hat: Bei uns in der Mannschaftskollektion gibt es eine zu kaufen.


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Und die anderen so…?

21. März 2009 von Anna
Dieser Text ist Teil 33 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Der Genderblog gibt einen Hilferuf des Berliner Mädchennotdienstes Wildwasser weiter. Dieser braucht dringend eine neue Wohnung.

Christa Wolf wurde am 18. März 80 Jahre alt. Danilola gratuliert und verlinkt außerdem zu weiteren Gratulanten.

Dieses Bild einer - ja! - öffentlichen Waage hat die Kaltmamsell bei feministing gefunden.

Dieses Bild einer - ja! - öffentlichen Waage hat die Kaltmamsell bei feministing gefunden.

dieStandard.at berichtet über die geplante Abschaffung der Anrede “Fräulein” (und anderer Anreden, die auf den Familienstand hinweisen) im EU Parlament und über die Ehrung von IBM und dem Beratungsunternehmen equalizent als Organisationen, die aktiv für die Gleichstellung von homosexuellen MitarbeiterInnen eintreten.

Anna von Karmakonsum hat es uns schon verlinkt, aber dies soll nochmal einen prominenten Platz bekommen hier: Anlässlich des Equal Pay Day wird Christoph 23% seines durchschnittlichen Brutto-Tageseinkommens an ein Frauenprojekt spenden. Er sucht noch Nachmacher!

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschspachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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Fünf-Minuten-Coaching

21. März 2009 von Verena

Gestern war Equal Pay Day und ich habe mich ins Frauengetümmel im Hamburger Museum der Arbeit gestürzt. Dort fand der Weltrekordversuch im High-Speed-Coaching statt: 56 Coaches machen 1000 Frauen in 12 Stunden für Gehaltsverhandlungen fit. Und das sah so aus:

Auf den ersten Blick sehe ich jede Menge Kameras, ein paar Männer und viele, viele Frauen. Als ich mich um 12.30 Uhr in die Liste eintrage, bin ich Nummer 238. 1000 Frauen sollen es bis 19 Uhr werden. Obwohl ganz schön viel los ist, bin ich nicht sicher, ob sie das schaffen. Ich schlendere ein bisschen umher, schaue mir Prospekte an Infoständen an, werfe einen Blick auf einen Stand mit roten Taschen und stelle mich schließlich in die Coachingreihe. Ziemlich schnell spricht mich eine Frau an, stellt sich als Barbara Graber vor und führt mich an einen kleinen Tisch.

Vorab sollte ich mir eine Frage überlegt haben, denn mehr als fünf Minuten Zeit bleiben bei High-Speed nicht. Trotzdem habe ich nicht den Eindruck, dass hier die Zeit drängt und ich möglichst schnell abgefertigt werden soll. Ich will wissen, wie ich mich als freie Journalistin auf dem Honorarmarkt nicht unter Wert verkaufe. Barbara Graber fragt mich nach Themen, auf die ich spezialisiert bin und was ich außerdem für Fähigkeiten und Eigenschaften zu bieten habe. Zuverlässigkeit und Ideen abseits des Mainstreams fallen mir ein. Sie notiert sich ein paar Punkte und rät mir, mich bei Gehaltsverhandlungen auf diese Vorteile als Argumente für ein entsprechendes Honorar zu stützen. Wir entwerfen noch grob eine Szene, in der ich ein Gehalt verhandele und dann gibt sie mir außerdem die Emailadresse einer anderen freiberuflichen Journalistin mit. Mit der könnte ich mich austauschen, sagt Graber.

Wirklich neu sind Grabers Tipps für mich nicht. Sich über die eigenen Stärken klar zu werden, scheint nun mal die Coaching-Strategie schlechthin zu sein. Worauf es hier beim Equal Pay Day – neben der Schaffung eines Bewusstseins für Lohnungleichheit – viel mehr anzukommen scheint, ist das Netzwerken. Das betont auch Sabine Asgodom, neben den Business and Professional Women (BPW), Initiatorin der Veranstaltung und bestsellernde Coaching-Autorin. „Für die heutige Veranstaltung habe ich nur zwölf Adressen angeschrieben und siehe da, 56 Coaches aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind heute nach Hamburg gekommen“, sagt Asgodom. Kontakte knüpfen zu Menschen, die die gleichen Interessen, das gleiche Anliegen, ähnliche Ziele verfolgen – so lassen sich Fragen beantworten, Unsicherheiten überwinden und schließlich auch ganz allgemein Dinge verändern – vielleicht sogar bis zur gerechten Lohnverteilung.

Also stecke ich die Emailadresse, die mir „mein“ Coach in die Hand gedrückt hat, in meine rote Tasche. Ich bin zwar nicht unbedingt klüger was Gehaltsverhandlungen angeht, aber womöglich um einen spannenden Kontakt reicher.

Übrigens, ein Interview mit einer der Organisatorinnen des Equal Pay Days, könnt ihr bei jetzt.de lesen. Tipps für die eigene Gehaltsverhandlung gibt es bei karriere.de. Und Tarifverträge könnt ihr euch bei der Hans-Böckler-Stiftung anschauen.


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Eure roten Taschen

20. März 2009 von Verena

Heute ist Equal Pay Day und bevor wir alle mit unseren roten Taschen als Zeichen gegen ungerechte Lohnverteilung in den Tag stürmen, ein dickes Dankeschön für eure Fotos!


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