Einträge mit dem Tag ‘DIY’


do it yourself – just for fun?

4. März 2016 von Hannah C.

Vor Kurzem lernte ich an der Nähmaschine zu nähen und wie immer, wenn sich neue Handlungsoptionen ergeben, kam es mir vor wie der Übertritt in eine neue Welt.
Kleidung, die wirklich passt nähen! Stoffdinge nähen, die mir gut tun! Stofftiere nähen, die andere Menschen erfreuen! Yeay!

Und dann kam, was kommen musste: die Kostenfrage
Nicht nur “die Geldfrage” – an Material kommt man immer irgendwie und auch an verschiedenes Spezialwissen.
Wenn man einen Internetanschluss hat.
Und den bezahlen kann.

Für mich gab es im Stoffladen einen Moment, in dem ich mich fragte: “Okay – ist es das jetzt wirklich wert?”, nachdem ich als Frau kategorisiert und mit einer Kinderwunschunterstellung konfrontiert wurde. Dann gab es das Moment, nachdem ich frustriert und den Tränen nah vor meinem Projekt saß und merkte, wie viel Arbeit, Zeit, Kraft es bis zu seiner Fertigstellung von mir abverlangen wird. Und dann gab es das Moment, in dem mir sehr bewusst wurde, dass ich mir gerade etwas selbst mache, was an anderer Stelle als therapeutisches Hilfsmittel gilt und entsprechend teuer auch verkauft wird. Weshalb ich es mir ja selbst machen wollte. Weil ich kann mir ja selbst helfen. Ich bin ja superautonom selbstbestimmt Powermenschwesen Rosenblatt.

“Do it yourself” ist seit Jahren ein Schlagwort für Eigeninitiative, kreatives und eigenverantwortliches Selbermachen.
Geht es in Sachen „Heimwerk(en)“ nachwievor überwiegend darum (cis) Männern ihre Erfolgserlebnisse bei der Materialverarbeitung im Zuge von Badezimmersanierung und Garagendämmung zu verkaufen, geht es in Sachen „Handarbeit“ nachwievor überwiegend darum (cis) Frauen Spaß und Freude bei der Materialverarbeitung für eher gestaltend-dekorierend bis praktisch-schönem Allerlei anzudrehen.

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#feministsarehot, #schauhin, Breaking Bad – die Blogschau

6. September 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 258 von 295 der Serie Die Blogschau

Eine ausführliche Besprechung von Marlene Streeruwitz´ Roman „Nachkommen“ hat Melusine Barby für Gleisbauarbeiten verfasst.

#feministsarehot? Fallstricke lauern bei verkürzendem Hashtag-Aktivismus hier und da. Einen greift Heng bei Tea-riffic auf: „Als eine dieser berüchtigten haarigen, dicken, lesbischen_typenhassenden, nicht-weißen, veganen Feministinnen, vor denen seit Jahrzehnten in den Medien gewarnt wird, habe ich es endlos satt, dass sich von “Menschen wie mir” abgegrenzt werden muss.“

Ebenfalls bei Tea-riffic, aber ein anderes Hashtag: Angesichts von rassistischen Übernahmeversuchen des Hashtags #schauhin fordern die Aktivist_innen der Kampagne dazu auf, das Hashtag zurück zu erobern. Sie haben einen Film gedreht, der noch einmal zeigt, was es mit dem sogenannten „umgekehrten Rassismus“ auf sich hat.

Nadia stellt bei Shehadistan den Film „The Women of The Assad Opposition“ vor und verlinkt ihn netterweise auch direkt zum Anschauen.

Viele Links und Infos rund ums Thema „Nähen für große Größen“ hat Ringelmiez zusammen getragen.

Im Mai sollte Simran Sodhi aus Berlin ausgewiesen werden, was zum Glück verhindert werden konnte. In einem Interview mit ihrem Team von With Wings and Roots erzählt sie von ihren Erfahrungen in diesem Prozess, vom Kampf gegen die Ausweisung und von ihrer Arbeit.

Es gibt ein neues Blog zu den Verschränkungen von Rassismus, Fat Shaming und Heterosexismus: Hier ist Schwarz Rund.

Platt sexistische Werbung und kein Ende – diesmal proudly presented von Borco, Herstellerfirma von Sierra Tequila und Paloma Lemonade. Genderfail kauft das nicht.

Einen Videobeitrag zum Thema „Haare, menschliche Grenzen und mixed People“ hat Wurzelfrau für uns bereit gestellt.  Schwarz Rund hat diesen Beitrag aufgegriffen und dazu noch etwas aus ihrer Perspektive geschrieben.

Kontextfrei und Spaß dabei? Steinmädchen kritisiert die selbsterklärte Anti-Stigma-Kampagne Ich bin in Therapie, weil sie den Kontext ausblendet, in dem psychiatrische Diagnosen und das Reden von psychischer Krankheit stehen.

Welche Serienheld_innen geliebt und welche gehasst werden, hat auch mit Sexismus zu tun. Auch bei der weit und breit gefeierten Serie „Breaking Bad“, wie Antiprodukt zeigt.

Jayrôme hat auf seinem Blog eine neue Rubrik gestartet: „In Ein Hoch auf …! möchte ich Trans* und gender queer Menschen aus dem deutschsprachigen Raum, die meine Bewunderung hervorrufen, jeden Monat mit einem Text würdigen.“ Den Anfang macht seine schöne Freundschaftserklärung an den Musiker MSOKE.

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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Doofe Fragen, das echte Leben und rassistische Soße – die Blogschau

14. Dezember 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 232 von 295 der Serie Die Blogschau

riot_nrrrd lässt uns an ein paar Fragen teilhaben, die ihm_ihr immer wieder mal gestellt werden, die er_sie aber niemals ernsthaft beantworten wird. Außerdem sagt riot_nrrrd im Nachgang zum unsäglichen Silke-Burmester-Artikel über „Behindertenwitze“ nochmal an, wo es da hakt.

Über psychiatrische Zwangsbehandlung von Hungerstreikenden in Klagenfurt berichtet Der Lindwurm – wenn „Menschen, die sich gegen politische Zustände wehren, für verrückt erklärt werden und man ihnen noch die letzten Menschenrecht aberkennt“.

Franziska Naja ärgert sich über einen Text, der das so verkürzte wie beliebte Argument, Netzfeminismus und Genderstudies hätten mit dem echtem Leben(tm) nix zu tun, bedient.

„Obwohl Supermärkte trivialer kaum sein könnten, spiegeln sie, wie kein anderer Ort, die Alltäglichkeit von Rassismen und Sexismen wider“ – zum Beispiel durch penetrantes Affirmieren des Wortes „Zigeuner“, wie Filiz Demirova bei EDEWA analysiert. Den Beitrag gibt es dort auch in englischer Sprache sowie als Audiofassung zum Nachhören im Radio.

Unsichtbarmachung, Wegnennung, Misogynie: Karnele ärgert sich über „Schwulenverehrung und Lesbenhass“ in diversen Medien.

Musikhören als Kreativitätsförderung, oder auch: Wie mensch an der Universität intervenieren kann. Mehr NOISEAUX, weniger Richard Wagner – ein Text von Jayrôme C. Robinet.

Es gibt Neuigkeiten von der Petition gegen Sexismus im öffentlich-rechtlichen TV – leider , wenn auch wenig überraschenderweise, keine guten. ARD und ZDF lassen keine Auseinandersetzung mit den Forderungen erkennen und sehen keinen Grund an ihrer Praxis irgendwas zu ändern. Juhu.

Das Fat Up Kollektiv macht ein Zine! Und zwar mit euren Beiträgen: „Gedichten, Texten, Erzählungen aus dem eigenen Leben oder Fiktion, Überlebens_Ratschläge/Guides für fette Feiertage/Familienfeste, Rezensionen, Tipps und Schnipps bis zu Bildern, Gemälden, Collagen oder Comics und noch mehr und mehr und übermehr – schickt uns eure fetten Beiträge an fatup@riseup.de bis Ende Januar (2014) und gestaltet mit uns ein dickes, fett-ziges Zine für alle fett-positiv gelaunten und denkenden Mit_Menschen!“

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Rebel Grrrls to the Front – Juhu, eine Rebel Grrrl Convention!

6. September 2013 von Viruletta

Die ein oder andere hat es vielleicht schon mitbekommen, auch wir haben bereits in der Blogschau und im Kurz Notiert darauf hingewiesen: vom 20. – 22. September wird es in Mülheim an der Ruhr eine Rebel Grrrl Convention geben!

http://rebelgrrrlconvention.blogsport.eu/

http://rebelgrrrlconvention.blogsport.eu/

Vor einiger Zeit hat die Liedermacherin Krikela einen Aufruf gestartet, weil sie es satt hatte, in nahezu allen Punkten, die mir ihrem Musik machen zu tun haben, von (weißen cis-)Männern abhängig zu sein.  Ganz egal ob es ums Aufnehmen, das Erwerben von Technikskills oder die Vermittlung von Konzerten und/ oder Auflegemöglichkeiten ging, überall war sie mit informellen Männernetzwerken konfrontiert. Gleichzeitig kannte sie wenig aktive Frauen* in ihrem Genre, hatte immer wieder allein mit sexistischen Strukturen zu kämpfen. Deshalb startete sie im April einen Aufruf, um Menschen zu erreichen, denen es ähnlich geht. Angesprochen sollten sich alle fühlen, die von Sexismen betroffen sind, Musik, Kunst oder Textperformances vor Publikum machen und mit ihrer Kunst Kritik an Herrschaftsverhältnissen üben. Dem Aufruf folgten einige Treffen, inzwischen ist daraus ein kleines Kollektiv hervorgegangen und das läd nun Ende des Monats zur Rebel Grrrl Convention ins AZ Mülheim.

Die Convention soll die Möglichkeit bieten, andere Künstler*innen kennenzulernen, sich auszutauschen, Skills weiterzugeben, gemeinsam Musik zu machen, Netzwerke und Banden zu bilden. In einem aktualisierten Aufruf auf dem Blog steht nun:

Die Convention ist für politisch Musik machende, auflegende und/oder Text performende FrauenLesbenTrans*Intersex oder solche, die das gerne machen möchten und sich bisher noch nicht trauen oder nicht die Möglichkeit haben. Politisch finden wir schon, wenn FrauenLesbenTrans*Intersex überhaupt auf der Bühne stehen, denk also nicht, dass du zu unpolitisch für die Convention bist!

Die Teilnahme an der Convention ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen würde sich die Gruppe jedoch freuen, wenn ihr euch bis zum 15. September per Mail anmelden würdet.


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Falsch reden, richtig rocken – kurz verlinkt

11. Januar 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 185 von 361 der Serie Kurz notiert

Gute Nachricht für eifrige Netsurfer_innen: Da sich zwischen den Jahren, wie man so schön sagt, allerhand Lesenswertes bei uns eingefunden hat, gibt es diese Woche  „Kurz verlinkt“ gleich zweimal. Hier Teil 2.

Welche Auffassungen führen zu Street Harrassment? In letzter Konsequenz: die Überzeugung, das Recht dazu zu haben (Text auf Englisch).

Auch wenn die bekannte Zeitschrift Brigitte nicht gerade, hm,  Vorreiterin im Kampf gegen Körper- und Schönheitsnormen ist: In diesem Beitrag wird vieles, was Fat Shaming, aber auch Selbstakzeptanz ausmacht, schön auf den Punkt gebracht. Dazu passt auch das Interview mit der ARGE Dicke Weiber in der aktuellen Progress.

Laina Dawes hat ein Buch über ihre – teilweise ganz schön widrigen – Erfahrungen als Schwarzer weiblicher Metal-Fan geschrieben. Im Interview stellt sie es vor.

DIY, das selbst Herstellen von Dingen, ist hip. Dagegen sei an sich erstmal nichts einzuwenden, so Sarah Brown bei xojane – jedoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass entgegen des teilweise besonders „ethisch“ daher kommenden Appeals vieler DIY-Blogs und Webseiten diese kaum einen ernsthaften Widerspruch zu Konsumismus und gängigen Weiblichkeitsvorstellungen bieten (Text auf Englisch).

An US-amerikanischer Pop- und Netzkultur Interessierte haben es wahrscheinlich mitbekommen: den Streit zwischen der – auch von Feminist_innen gefeierten – Rapperin Azealia Banks und Klatschblogger Perez Hilton, in dessen Verlauf Banks mit hetero/sexistischen Beleidigungen aufwartete.  Spannende Perspektiven auf diese Vorfälle, die über ein „Banks vs. Perez“-Tribunal hinaus gehen, gibt es bei  von Janet Mock bei xojane und von Edward Ndopu beim Crunk Feminist Collective (auf Englisch).

Der Freitag übersetzt einen Text von Kira Cochrane über voyeuristisches Paparazzi’eskes Mobbing per Creepshots (heimlich aufgenommene Fotos, in der Regel von sexualisierten Körperteilen/Motiven, die dann im Internet veröffentlicht werden). Fazit: „Da äußert sich Wut gegen eine eigenständige weibliche Sexualität. Sex und Frauen – das ist vollkommen in Ordnung, solange die Frauen passive Objekte sind. Doch sobald sie selbst über ihre Intimität bestimmen wollen und mit wem sie diese teilen, weckt das Hass.“

Sprache ist wichtig. Sprache verändert sich und uns. Und wer bestimmt, was „richtige“ Sprache ist? Unter der pointierten Überschrift „Frauen, hört auf zu reden. Alte Männer mögen nicht, wie ihr sprecht“ widmet sich Jezebel   dem Dauerbrenner (auf Englisch).

Wie kann sexueller Konsens – also das Herstellen von Einvernehmlichkeit –   in der Praxis aussehen?  Ein Vorschlag dazu sind „Ja, nein, vielleicht“-Listen: Sammlungen von von Tätigkeiten,  bei denen vermerkt werden kann, welche Dinge man sehr gern tut, mal ausprobieren würde oder was gar nicht in Betracht kommt. Ob man diese Listen nun ausfüllt und dann austauscht, gemeinsam ausfüllt und darüber redet oder einfach für sich selbst zur eigenen Inspiration verwendet – eine Fülle von Anregungen zur Kommunikation über Sex und für konkrete Action können sie auf jeden Fall bieten.  Scarleteen hat allerhand Vorschläge (auf Englisch).

Wie der Buchhandel Trivialromane als „Frauenliteratur“ vermarktet, beschreibt DieStandard.

Termine:

Am 21. Januar an der Ruhr Universität, Bochum: Die Welt ist komplex – Genau wie du! Workshop zu sozialer Ungleichheit – in intersektionaler Perspektive

Im Jahr 2013 wird der erstmals der Marlies-Hesse-Nachwuchspreis des Journalistinnenbundes für Online-Beiträge vergeben. Alle Informationen dazu findet Ihr hier , Vorschläge werden bis 1. März 2013 angenommen.


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Unbequem und solidarisch bleiben – die Blogschau

1. September 2012 von Viruletta
Dieser Text ist Teil 178 von 295 der Serie Die Blogschau

Nachdem Fiona Baines von Maskulisten aus der Wikipedia-Community gemobbt worden ist, hat Wikimedia nun wenigstens eine Stellungnahme gepostet, in der dazu aufgerufen wird, sich mit Betroffenen zu solidarisieren. Femgeeks haben den Vorfall zum Anlass genommen, die deutsche Wikipedia einer ausführlichen Analyse zu unterziehen, in der sie den Ist-Zustand analysieren und Vorschläge für die Zukunft machen.

Dem Thema Maskulisten haben sich auch Kathrin Ganz, Leah Bretz und Nadine gewidmet und einen Artikel für den Sammelband „Die Maskulisten“ über Hatr.org geschrieben, eine Plattform, die laut Selbstbezeichnung „Scheiße zu Geld“ macht.

different needs rezensiert „Mach’s selbst“, ein DIY-Buch (nicht nur) für Mädchen*.

Auch das mädchenblog kann mit einer Rezension aufwarten; utrumque widmet sich dort einem neu erschienenen Buch zum Thema Intersexualität.

Viruletta schreibt auf ihrem Blog über das Privileg, die Welt durch eine rosa Brille zu sehen.

Nachdem ein Filmstudierender einen fiktiven, extrem sexistischen Werbespot für das Kultgetränk Club Mate ins Internet gestellt hatte, hat die Raummaschine eine E-Mail an die dazugehörige Brauerei und anschließend einen Blogpost über den Vorfall geschrieben, in dem sie den Mailverkehr abbildet und dazu aufruft, viel mehr unbequeme Mails zu schreiben.

Das Khaos.Kind schreibt über die Problematik, die entsteht, wenn potentiell von einer Diskriminierung Betroffene die dahinterstehenden Strukturen und Machtverhältnisse leugnen.

TRIGGERWARNUNG: Die Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt nimmt einen taz-Artikel auseinander, in dem sexualisierte Gewalt als ein minderschweres Verbrechen dargestellt wird, das in einem Nachruf ruhig schon mal schön geredet werden darf.

Wie es sich anfühlt, wenn der persönliche Schutzraum vor den Augen des eigenen Kindes plötzlich von der Polizei gestürmt wird, beschreibt MUTTERSEELENALLEINERZIEHEND und schildert dabei Sexismus, Polizeigewalt und das Ausspielen von Macht. Nichts für schwache Nerven.

High on Clichés ruft im vierten Teil ihrer Serie You can stop r*** dazu auf, bedingungslose Solidarität mit Betroffenen zu zeigen und Täter*innen aus dem sozialen Umfeld auszuschließen.

Auf menschenhandel heute wird erklärt, welche Folgen die Vorstellung, dass es sowas wie das „perfekte Opfer“ gibt, für Betroffene unterschiedlicher Gewaltverhältnisse haben kann, die nicht in dieses konstruierte Bild passen.

glücklich scheitern schreibt über Probleme und Diskriminierungen, mit denen Mütter bei der Jobsuche konfrontiert sind.

Termine: (mehr …)


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Femgeeks, nervige Leser und ein feministisches Teenie-Magazin – die Blogschau

7. Juli 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 168 von 295 der Serie Die Blogschau

Puh, da habt ihr aber in die Tasten gehauen diese Woche!

Erst einmal ein großes YEAH an Femgeeks, das neue und nun erste deutsch­sprachige geekfeministische Gemeinschaftsblog, in dem sich Feminismus und Einblicke in Wissenschaft und Technik treffen werden.

Clara Rosa von Class Matters liest in links-queeren Wohnungsanzeigen immer öfter, dass das ausformulierte: „gegen -ismen und Diskriminierungen“ um Klassismus er­gänzt wird. In der Theorie klingt das ja ganz gut, aber was heißt das für die Praxis?

CD Hüllen selbst basteln? Na klar! Kotzendes Einhorn hat eine tolle Anleitung gefunden.

Die Modebloggerin Katrin von reizende Rundungen führt ihre neue, coole Hose vor.

Johanna sieht den freizügigen feministischen Protest der Femen aus der Ukraine kritisch, weil „mit dem antisexistischen Protest schlicht sexistisch umgegangen [wird]“.

ryuu ist genervt von der Debatte zu Arbeitskultur und Karriere, weil sie keinen Bock auf ätzende 50h Jobs mit wenig Zeit für Kultur und Repro-Arbeit hat.

Andreas Kemper schreibt über den ewig alten Mythos der „Jungen als Bil­dungs­verlierer“ – alles Quatsch, wenn mensch genauer hinsieht.

Off the rokket hat ein schönes neues PinUp gezeichnet.

Italien hatte während der EM im Männer­fußball­spiel gegen Deutsch­land ge­punktet – und zwar gleich zwei Mal von Balotelli. Die Kommentare und Be­richt­erstattung zu seiner Jubelpose war danach durchwachsen: Von irgendwelchen komischen Analysen, warum er genau jene Pose einnahm bis zu vermeintlich lustigen Comics. post_gedanken erklärt, warum visuelle Ver­gleiche von Balotelli mit Godzilla und Pitti­platsch überhaupt nicht klar gehen und Viruletta fordert für alle Critical Whiteness Workshops.

Die kleine ethnologin schreibt über herabwürdigende und rassistische Darstellungen von Kindern aus dem Südsudan.

Als feministische oder rassismuskritische Bloggerinnen bekommt mensch öfter mal E-Mails von anstrengenden Menschen. Nachdem Charlott von Afrika Wissen Schaft immer wieder von dem gleichen Typen belästigt wurde, schrieb sie ihm einen offenen Brief.

Ein zweites YEAH: Die fuckermothers bloggen als Gästinnen beim Missy Magazine.

Auf L-Talk findet ihr einen interessanten Artikel zur Geschichte von Das Persönliche ist Politisch und was der Slogan auch heute noch bedeutet.

Die DrMutti schreibt über Kinder und Geschlechtssterotype, „Affenmädchen“ und abstruse wissenschaftliche „Erkenntnisse“.

Nach dem Klick Termine in Berlin, Leipzig und Salzburg:

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Mädchenmannschaft trifft Ladyfest trifft SlutWalk

2. August 2011 von Magda

Vom 7. bis 14. August findet das diesjährige Berliner LaDIYfest statt (Was ist ein Ladyfest?). Auch in diesem Jahr gibt es eine Vielzahl an tollen Workshops, Diskussionsrunden, Filmen, Möglichkeiten zum Quatschen, Chillen und Vokü-Essen und ein Konzert mit Live Bands und Djanes. Das Programm findet ihr online unter ladyfest.net.

laDIYfest berlin 2011

LaD.I.Y.fest Berlin 2011

Neben Workshops zu Tango, erneuerbaren Energien, Häkeln, Theater und Sex-Spielzeug, legen wir euch noch gerne ein paar Highlights ans Herz:

Am 8. und 9. August könnt ihr im Café Cralle eure Lieblingssprüche für den Berliner SlutWalk auf Transparente malen oder sprayen.

Ebenfalls im Café Cralle gibt Helga Hansen am 12. August um 16 Uhr einen Workshop zu „Netzpolitik und Feminismus“; anschließend stellt Nadine Lantzsch „Queer/Feministische Blogs“ vor.

Am Samstag, den 13. August, findet im SO36 ab 20 Uhr ein Konzert mit Live Bands und Djanes statt. Mit dabei sind Respect My Fist (All Style Grrrl Punk / Berlin), Mensch (Rock, Kraut, Pop, Afrobeat & New Wave / Lyon), Mo Leen (Singer Songwriter / Bremen), Monsterbeat and the Immigrant (21st Century Riot Grrrl Rock / Marburg) und als Special Guest „Ladyfest meets Slutwalk!“ Rodeo (Pop//Electronic/Jams). Auflegen werden die Djanes Very Serious, Karacho Rabaukin und annasoul.


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Für das revolutionäre Herz

28. Juli 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 5 von 19 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

In unserer neuen Serie „Wanna Disco? Listen Up!“ (Le Tigre meets Gossip) stellen wir euch (feministische) Musiker_innen vor, die euren Player zum Grooven bringen. Bereits interviewt haben wir djane mithras (Djane Kurse für Mädchen und Frauen), Sookee (HipHop), The Stattmatratzen (Punk) und Zorro Zensur (New Wave/Punk). Heute sprechen die drei Musikerinnen Mel, Inna und Eve von Monsterbeat and the Immigrant neuerdings Stereowoolf (auch auf twitter und facebook) über weibliche Vorbilder, Sexismus in der Musikszene und warum sie nicht auf allen Konzerten spielen. 

Monsterbeat and the Immigrant

In einer Welt voll Elektro und Indie haben Monsterbeat and the Immigrant ein neues Genre erschaffen – 21st century riot grrrl rock! Erst Oktober 2010 in Marburg formiert, treffen sie das revolutionäre Herz mit Texten über Themen, über die sich nur wenige Leute zu singen trauen, mal offensiv, mal subtiler – untermalt durch Klänge mit Ohrwurmgarantie! Und das alles D.I.Y!

Ihr kommt aus Marburg. Gibt es dort eine feministische (Musik-)Szene?

Eve: Eine feministische Szene gibt es sehr wohl! Und aus genau der kommen wir auch. Das heißt, sie hat uns den letzten Anstoß gegeben, uns als Band zu formieren.

Inna: Eine Musikszene hat aber erst kürzlich angefangen, sich zu entwickeln. Es gab z.B. im Mai den ersten Schlagzeug- und Gitarren-Workshop für Frauen. Außerdem organisieren wir eine Open Stage, zu der jetzt auch immer mehr Frauen kommen und mitspielen.

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Kackscheiße, Kapitalismus und Cunnilingus – die Blogschau

2. Mai 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 109 von 295 der Serie Die Blogschau

Wir melden uns frisch und fröhlich vom 1. Mai zurück und haben ein paar Links aus der vergangenen Woche für euch:

Das Missy Magazine verlost ein Hörbuch zur Geschichte des Frauenfußballs und auf die interessanten, witzigen und aufschlussreichen Beiträge von Studierenden der Gender Studies in Basel im Missy Gastblog April sei auch noch einmal extra hingewiesen.

Jürgen Voß bricht in seinem Blog Das Ende des Sex mal wieder mit gängigen Klischees und Normen über Geschlecht und Sexualität.

Sexualisierte Gewalt in Hochschulen und Universitäten ist nach wie vor ein Tabuthema. Erst kürzlich wurden mehrere Fälle sexueller Nötigung und Vergewaltigung von jungen Studentinnen bekannt. Auf Die Stimme des Opfers beschreibt Lucrezia, Doktorandin aus Hamburg, ihre Situation und tritt in Austausch mit anderen Betroffenen. Gerade wurde das Strafverfahren gegen ihren Doktorvater eingestellt.

Hooray! Trouble X hat einen neuen DIY-Comic veröffentlicht!

Im aktuellen Nrrrdz-Podcast von Kathrin und Maj geht es unter anderem um Hatr.org.

Claudia Killian kritisiert Zuschreibungen und problematische Begriffe an einem Crowdfunding-Projekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, schöne Wohnungen für den kleinen Geldbeutel einzurichten.

Der Gurkenkaiser hat mal wieder ein theoriereiches Prachtstück fabriziert: Ein Besuch in einem Einkaufszentrum ist für ihn Anlass, einmal genauer auf die kapitalistischen Logiken des Konsums und deren Einfluss auf unsere Körper zu schauen.

Andersdeutsch hatte die Meldung des Tages zur britischen Hochzeit des Jahres: 50 Prozent der Menschen, die der Hochzeit „aufgeregt“ entgegenfieberten, waren Frauen(!!!!).

Nicht von Diskriminierungsverboten erfasst wird in Deutschland das sogenannte racial profiling, die anlass- und verdachtsunabhängigen Personenkontrollen aufgrund rassifizierender Zuschreibungen durch staatliche Akteur_innen. Der Menschenrechtsausschuss der UN erklärte dieses Verfahren bereits 2008 für menschenrechtswidrig; in anderen Ländern ist es mittlerweile verboten, weil vor allem Nicht-Weiße und Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus von diesem rassistischen Generalverdacht betroffen sind. Hierzulande ist sich die Polizei nicht zu schade, diese Vorgehensweise auch weiterhin öffentlich zu besprechen und zu praktizieren. Aktuell: Personenkontrollen zum 1. Mai in Hamburg. Metalust kommentiert scharf.

Spreeblick hat nicht nur Jaclyn Friedman interviewt, sondern auch unsere Kolumnistin Kübra Gümüsay.

Lukas Heinser hat sich den Songtext „You & Me“ von Milow vorgenommen. Urteil: Sexistische Kackscheiße.

Christiane Link regt sich über die Darstellung von Jugendlichen und Kindern mit Behinderung in den Medien auf und kritisiert gleichzeitig die Sonderschulpraxis in Deutschland.

Kackscheisse.soup.io sammelt *istischen Bockmist. Aktueller Beitrag: der re:publica-Comic von Beetlebum, der von Ausschlüssen innerhalb der deutschen Blogosphäre offenbar nichts wissen will und gleich mal ein paar antifeministische Klischees reproduziert. Mit dabei sind auch Kumpel Chauvi und Privilegiennegierung. Mehr zur re:publica findet ihr hier bei uns.

Aktuelle Termine für Mai hat Magda zusammengestellt, die gern in den Kommentaren ergänzt werden dürfen.

Eine schöne Woche euch allen!


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