Einträge mit dem Tag ‘Aktionen’


“Weg mit der rosa Augenbinde!”

17. Oktober 2011 von Verschiedenen

Der folgende Artikel erschien kürzlich im Infoportal Breast Cancer Action Germany. eine andere sicht auf brustkrebs – a critical view of breast cancer . Die Autorin Gudrun Kemper (Jg. 1959), Mitglied im Vorstand des Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. , arbeitet seit rund 10 Jahren aus der Perspektive von Betroffenen am Thema Brustkrebs.  Sie sagt: Die meisten Selbsthilfegruppen werden heute zum Teil in erheblichem Umfang industriell gesponsert, insbesondere von global agierenden Pharmakonzernen. Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Frauen aus dem Projekt Breast Cancer Action Germany, die sich zum Ziel gesetzt haben, eine Alternative zu industriell finanzierten Gruppen zu entwickeln.

 Brustkrebsmonat – Weg mit der rosa Augenbinde!

Schwarzweißporträt einer ernst blickenden Frau, die sich eine rosafarben kolorierte Augenbinde abnimmt, so dass ein Auge bereits zu sehen ist

Abbildung: Aktion The Big See! - UNISON und Women Environmental Network (WEN) 2005 - Copyright Mark Chilvers, Großbritannien, mit freundlicher Genehmigung

„Krebs ist Scheiße“ (CANCER SUCKS) steht auf einem bekannten Button von Breast Cancer Action. Das ist zumindest aus der Perspektive von Betroffenen treffend formuliert, auch wenn das Bild der Krankheit Brustkrebs besonders in Deutschland in der Öffentlichkeit heute rosa verpackt und von Fort­schritt geprägt zu sein scheint. Ob Staubsau­ger, Lockenstab, Mode­schmuck, Nagellack oder Bekleidung: mehr und mehr Firmen, aber auch „Selbsthilfe“ und „Charities“ benutzen die Krankheit, diverse Produkte geschäftstüchtig im Schlepptau ihres „Engagements“. Brust­krebs erweckt Aufmerksamkeit im Marketing, um sich selbst ins Gespräch zu bringen und vorgeblich human­istische Ansätze zu demonstrieren.

Doch „Bewusstsein für Brustkrebs“ gibt es inzwischen im Überfluss. Die an Bord solcher Kampagnen mitgeführten Botschaften sind häufig irreführend oder unzulässige Vereinfachungen, die mehr schaden als nützen. Die versprochenen Spenden sind selten transparent und erreichen betroffene Frauen oder medizinische Behand­lungszentren höchstens im Ausnahmefall in nennens­wertem Umfang.

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Arm aber Feminist_in – die News der Woche

12. Oktober 2011 von der Mädchenmannschaft

Gefährliches Mackerverhalten in der Tierwelt: Aufdringliche Guppymännchen schaden kooperativen Gruppen und machen Weibchen aggressiv, meldet Gehirn und Geist.

Das Magazin Antidote glamourisiert in seiner Modestrecke Armut. Jezebel nutzt das, um Zahlen über die traurige Realität wachsender Bedürftigkeit zu liefern. Nix Glamour.

Auch nah am Existenzminimum bewegt sich JD Samson. Gegenüber der Huffington Post schreibt das “Le Tigre”-Mitglied von den Schwierigkeiten, ihren Job zwar zu lieben, aber kaum davon leben zu können. Von ‘zukünftig davon leben können’ mal ganz zu schweigen.

Nicht nur JD Samson braucht Kohle, auch zwei feministische Projekte brauchen Unterstützung: Noch 15 Tage kann für die geplante Dokumentation über Riot Grrrl-Pionierin Kathlee Hanna gespendet werden. Die ING-DiBa spendet je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Das Girls Rock Camp freut sich über deine Stimme!

Das ist Welt Online eine Meldung wert: Die transsexuelle Anna Grodzka zieht ins polnische Parlament ein.

Herzensapplaus für das Posting von Himbeerworld und ihrer kleinen Anekdote über die Reaktion auf den Werbespruch eines Fitnessstudios, ob man den Sommer als Wal oder als Meerjungfrau begehen wolle.

Termine:

Es ist wieder Zeit für Rampenfiber, äh rampenfibrig, die kleine Schwester des queerfeministischen Musikfestivals in Wien. Am 15. Oktober gibt es einen Abend lang Musik mit queerfeministischer Raumnahme aka Raum-Körper-Manifest.  Klingt spannend!

Außerdem am 15. Oktober in Wien: Das Frauenfest im FrauenLesbenMädchenZentrum. Los geht es ab 18 Uhr mit  Rundgang durchs Haus, Kabarett, Lesung, Theater und Konzerten. Gestärkt werden kann sich außerdem am veganen Buffet.

Weitere Slutwalks gibt es am 15. Oktober in Bielefeld und Leipzig!

Und wer am 15. weder in Wien noch auf Slutwalk-Mission aber in der Hauptstadt ist, der kommt zum Barcamp Frauen in die Kalkscheune.


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Engagiert protestieren, bewusst konsumieren, politisch feiern – die Blogschau

8. Oktober 2011 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 128 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Nach wie vor schert Facebook sich nicht um den Protest gegen – dezent formuliert – vergewaltigungsverharmlosende Aktivitäten auf ihren Seiten. Das Mädchenblog berichtet (Triggerwarnung).

Die Gleisbauarbeiten rezensieren Basha Mikas “Feigheit der Frauen” – mit viel Wut im Bauch.

Regina Frey dokumentiert und kommentiert ihren Mailwechsel mit dem Piraten-Abgeordneten Xander Dorn zum Thema Geschlechterverhältnisse bei den Piraten und sonstwo.

Anlässlich der  Gay Pride Belgrad (die letztendlich verboten wurde) berichtet bomec über die krasse Homophobie, die in Serbien grassiert.

Der aktuelle Gastblog beim Missy Magazine von Side-Glance thematisiert die oftmals äußerst problematischen Produktionsbedingungen von Unterhaltungselektronik.

Puzzlestücke blickt kritisch zurück auf die Veranstaltung Perspektiven feministischer Organisierung nach dem Slutwalk, die kürzlich auch hier bei der Mädchenmannschaft Anlass zur Diskussion war.

Ein Plädoyer für die Beilegung aller Mütter-Grabenkämpfe gibt es von Rike Drust a.k.a. inFemme unterstellt.

Einem interessanten Vortrag zur Enstehung von sexuellem Begehren hat Antje Schrupp beigewohnt.

An der Uni Paderborn plant der Frauenprojektbereich MIA für Anfang 2012 eine Kunstausstellung zum Thema „!Doing gender Killing gender¿“ und lädt dazu ein, sich mit künstlerischen Ideen daran zu beteiligen.

Ein neuer Blog in der feministischen Blogosphäre: Just Stuff.

Und ein paar wichtige Termine gibt’s natürlich auch noch, nach dem Klick: (weiterlesen …)


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Slut Walk in Bukarest

13. September 2011 von Silviu
Dieser Text ist Teil 13 von 19 der Serie Im Osten nichts Neues?

Zum ersten Mal in der Geschichte Rumäniens mobilisiert sich die kleine, aber feine Bukarester feministische Szene und ruft zum ersten SlutWalk auf. Ganz vorne unter den Organisatoren stehen zwei, drei feministische Bloggerinnen: Medusa und ein paar Freundinnen. Die bunte Demo wird am 6. Oktober unter dem ursprünglichen und gleichzeitig unter einem sehr geschickt adaptierten rumänischen Namen stattfinden.

Bei dem „Marsul Panaramelor“, zu Deutsch etwa „dem Marsch der Billignutten“, werden die TeilnehmerInnen vor allem gegen die allgegenwärtigen Schikanen und verbalen Angriffe auf den Straßen der rumänischen Städte protestieren, aber auch gegen die Verharmlosung der Aggression durch Behörden, Medien und vermeintliche Experten. „Panarama“ ist ein Begriff aus der Bukarester Umgangssprache, der ursprünglich ein billiges, lächerliches Spektakel bezeichnete; einen Skandal in der Nachbarschaft, einen „Zirkus“ oder eine triste Quatschkomödie, aber auch eine Person, über die sich alle anderen lustig machen, eine Person, die (moralisch, oder in den Augen der Gesellschaft) nichts wert ist. Grammatisch ist das Wort weiblich, und meistens ist damit eine Frau gemeint, obwohl es sehr häufig auch als Beleidigung für Schwule benutzt wird.

Alle vier Stunden wird in Rumänien eine Frau vergewaltigt. In den meisten Fällen in der Familie, fern von den Augen der Öffentlichkeit. Die Privatsphäre bleibt bei Weitem der “ideale” Ort für die Ausübung der (sexualisierten, aber auch nicht sexualisierten) Gewalt. Doch die relativ niedrige Hemmuschwelle wird dabei stets durch die Vorstellung bestärkt, dass die Opfer (Frauen, aber häufig auch tatsächliche oder vermeintliche Roma- oder schwule Männer) selber schuld an der Gewalt sind, dass dumme Anmachen, hinterhergerufene Beleidigungen und andere Schikanen als Kavalierdelikte gelten sollen. Tatsächlich kommen solche Vorfälle in den rumänischen Städten systematisch und mit atemberaubender Spontaneität vor.

Die ersten Schritte dagegen werden nicht einfach sein. Wir sind gespannt!


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Männer designen T-Shirts gegen Gewalt

2. September 2011 von Anna-Sarah

Zahllose Mädchen und Frauen sind von Gewalt betroffen – täglich, weltweit. Sie werden Opfer von häuslicher Gewalt, Vergewaltigung oder Verstümmelung, von sexualisierter Gewalt, Menschenhandel oder sogenannten “Ehrenmorden“. Für Frauen und Mädchen in der Altersgruppe 16 bis 44 Jahre stellt derartige sexistisch motivierte Gewalt eine der hauptsächlichen Todes- und Verletzungsursachen dar, so das Netzwerk UNiTE to End Violence against Women, das vor diesem Hintergrund von einer “globalen Pandemie” spricht. Seit 2008 ist das Netzwerk aus verschiedenen Organen der Vereinten Nationen  unter der Federführung von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon aktiv, geleitet von der Motivation, jegliche Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in allen Teilen der Welt zu beseitigen. Um diesem ambitionierten Ziel näher zu kommen, hat UNiTE nun einen Wettbewerb ins Leben gerufen, der nicht zuletzt wegen seiner Zielgruppe interessant ist: Er richtet sich an Männer zwischen 18 und 25 Jahren, welche weltweit aufgerufen sind, ein T-Shirt-Motiv für die Kampagne zu designen. Die erstmal relativ weitgefassten Vorgaben:

  • Stell dir vor, wie die Welt ohne Gewalt gegen Frauen und Mädchen aussähe
  • Beziehe dich im großen Maßstab und positiv auf die Konzepte Gleichberechtigung, Diversität und Respekt
  • Setz deine Fantasie und künstlerische Fähigkeiten dafür ein, Stellung zu beziehen und dich gegen alle Formen der Gewalt gegen Frauen und Mädchen auszusprechen.

Eine hochkarätig besetzte internationale Jury wird die eingereichten Beiträge beurteilen, als Gewinn winkt eine Reise nach New York City, wo im Rahmen einer UN-Veranstaltung der Preis für den besten Entwurf verliehen wird.


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Schlampen und Schützinnen – die Blogschau

21. August 2011 von Anna-Sarah

Letzten Samstag wurde deutschlandweit geslutwalkt (siehe auch unser aktuelles Dossier), was auf ein großes Medienecho stieß.  Auch die heutige Blogschau widmet sich vornehmlich der Nachlese des wohl wichtigsten feministischen Großereignisses, das hierzulande in den letzten Wochen stattfand.

Impressionen vom Slutwalk in Berlin berichten die Ruhrbarone und Kweens.

Einen Demo-Bericht gibt es auch in der taz, wo der Slutwalk als explizit feministische Aktion eingeordnet wird. Neben Hintergründen und Ausblicken werden auch den hier bereits thematisierten negativen Aspekten der grundsätzlich ja durchaus angestrebten Öffentlichkeitswirksamkeit der Slutwalks  Raum gegeben.

Paula ärgert sich über das Auseinanderklaffen von Realität und medial vermitteltem Eindruck der Slutwalks und veranschaulicht diese Diskrepanz, indem sie selbst aufgenommene Fotos vom Slutwalk Berlin  dem jeweils ersten Satz aus Online-Artikeln gängiger Massenmedien entgegensetzt. Gute Idee!

Zum nochmal selber nachgucken: Viele schöne, lustige oder auch ärgerliche Bilder und Eindrücke vom Slutwalk Berlin bieten – neben den diversen Slutwalk-Seiten im Netz und auf Facebook – der entsprechende youtube-Channel sowie der  Fotopool auf flickr, der mit selbst geschossenen Fotos befüllt werden kann. Slutwalk-Bilder gibt es auch von Barbara Muerdter und dem Kotzenden Einhorn.

Spreemieze schenkt uns einen persönlichen Blick auf die Slutwalkbewegung vor dem Hintergrund eigener Gewalterfahrungen und erinnert an machtvolle Vergewaltigungsmythen.

Noch  Schwung vom Slutwalk und Power, weiterzumachen?  Das Mädchenblog stellt noch einmal die Hollaback!-Bewegung vor, die inzwischen auch in Berlin und Dortmund vertreten ist und sich zum Ziel gesetzt hat, weltweit vernetzt “Erfahrungen mit sexualisierten Übergriffen öffentlich zu machen, zurück zu pöbeln (das bedeutet Hollaback! übersetzt) und den alltäglichen Sexismus zur Sprache zu bringen”. Außerdem wird erläutert, wie mitgemacht werden kann.

Ein “weiblicher Ninja” in der Tasche, der bei Pöbeleien gegen lesbische Mädchen eingreift: Eirika (18) aus Reykjavik hat diese Idee in ihrem Kurzfilm ‘Doppelaxt’, einem von drei Kurzfilmen, die bei einem Workshop des Dortmunder Medienprojekts queerblick e.V. während eines Sommercamps vom Jugendnetzwerk Lambda entstanden sind, umgesetzt. Insgesamt “20 schwule, lesbische und transidente Jugendliche aus Island, Frankreich, Israel, Finnland und Deutschland” haben laut queerblick e.V. ihre eigenen Kurzfilme produziert. Zu sehen sind die Filme im einer Spezialausgabe des Magazins ‘queerblick’, die von den Workshopteilnehmer_innen selbst moderiert wurde.

Nadine hat hier bereits über Störerabwehr per Wasserbomben berichtet, wie sie die Frankfurter Slutwalker_innen vorgemacht haben. Ein Zurückschießen ganz anderer Art:  Der Schützenverein Schwitten im Sauerland hat im dritten Anlauf eine Satzungsänderung beschlossen, nach der nun auch Frauen in den Verein aufgenommen werden dürfen. Angeblich folgt er damit einem Trend.

Last not least ein Terminhinweis für alle (Wahl-)Berliner_innen und/oder Reisefreudigen: Ab 25. August soll in Berlin an jedem letzten letzten Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Sonntagsclub ein Stammtisch für alle Bisexuellen stattfinden. Laut Eigeninfo will der Bi-Stammtisch Berlin allen Bisexuellen, Unentschlossenen und Neugierigen die Möglichkeit geben, in fröhlicher Runde  zwanglos miteinander ins Gespräch zu kommen.


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SlutWalks brauchen eure Unterstützung!

8. August 2011 von Nadine

Plakat des Slutwalk Hamburg - blaue Turnschuhe und rosa High Heels an einer Wäscheleine

Die heiße Vorbereitungsphase der SlutWalks in Deutschland beginnt: Noch fünf Tage bis zu den deutschlandweiten Demonstrationen gegen sexuali­sier­te Gewalt, Vergewaltigungsmythen und -verharmlosungen. Doch es gibt noch viel zu tun bis dahin und auch auf dem Walk selbst brauchen die Organisator­_innen nicht nur jede Menge Teil­nehmende, sondern auch unzählige hel­fende Hände, die gemeinsam anpacken, um Slut­Walks hierzulande zu sicheren und angenehmen Demos machen – trotz aller Wut!

Was ist zu tun?

Die Orga-Teams der einzelnen Städte benötigen Menschen für Schutz. Sobald die Demonstration bei der Polizei angemeldet ist, erwartet diese von den Veranstalter_innen die Angabe einer ungefähren Teilnehmer_innenzahl. Je nach geschätzter Größe des SlutWalks in der jeweiligen Stadt fordert die Polizei daraufhin eine Mindestanzahl von Ordner_innen für den Walk selbst. Diese müssen allerdings volljährig sein. Aufgabe der Ordner_innen ist es, Gehwege und U-Bahn-Eingänge freizuhalten und schreiten ein, falls es zu aggressivem Verhalten (bspw. grenz­über­schreitendes Verhalten von Zuschauer_innen und Presseteams) kommt.

Weitere Helfer_innen werden für die Lautsprecherwagen gebraucht. Diese gilt es einerseits zu schieben oder zu fahren, sowie zu schützen, damit sich Teil­nehmer­_innen nicht verletzen.

Plakat des Sluwalk München - Drei Frauen mit in die Hüften gestemmten Armen, eine in langen Klamotten, eine in kurzem Top und Shorts, eine mit T-Shirt und lange Hose

In einigen Städten gibt es sogenannte Awareness-Teams. Diese achten spe­ziell darauf, ob sexistische, homo­queer-trans*phobe oder rassis­tische Übergriffe unter den Teil­nehmer­_innen passieren und greifen de­es­ka­lierend ein.

Hilfe ist natürlich auch gern gesehen in Sachen Promotion: Flyer verteilen, Plakate aufhängen, stickernd durch die Stadt laufen und eifrige Mund­pro­pa­gan­da.

Jede weitere Hilfe in allen Aufgaben, die anfallen, ist natürlich ausdrücklich erwünscht.

Wo kann ich mich melden?

Auf der Slutwalk Berlin Seite findet ihr eine Übersicht von allen teilnehmenden Städten sowie Kontaktdaten, Homepages, etc. Mailt die Organisator_innen einfach an, diese werden euch umgehend kontaktieren und euch mitteilen, wo, wann und wie ihr helfen könnt.

Und sonst?

In unserem Dossier in der rechten Spalte findet ihr weitere Informationen zu SlutWalks. Spread the word! Wir sehen uns Samstag auf der Straße!

Plakat des Slutwalk Ruhr - ein Frauengesicht mit ihre Fäuste vor den Augen, darauf steht: no means noPlakat des Slutwalk Berlin - eine Hand hält einen Schuh hoch


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Frauen müssen draußen bleiben – Neues aus Israel

18. Juli 2011 von Helga

Immer stärker gerät die Geschlechtertrennung im öffentlichen Raum in Israel auf die Tagesordnung. Auf der einen Seite wurde der staatliche, orthodoxe Radiosender „Kol Barama“ gezwungen, künftig auch Frauenstimmen zu senden – allerdings soll das laut Senderangaben auf eine Sendung pro Woche und „Notfälle“ beschränkt werden. Selbst Sendungen die sich an Hörerinnen richten, werden von Männern moderiert und Anrufe von Frauen nicht gesendet, berichtete DRadio Wissen.

In der taz gibt es außerdem einen Bericht über einen Wirtschaftskongreß der orthodoxen Zeitung Hamodia, der ohne weibliche Beteiligung abgehalten wurde.

Die unerträgliche Leichtigkeit, mit der es den Männern gelingt, unter sich zu bleiben, überrascht insofern, als es häufig die orthodoxen Frauen sind, die die Familie ernähren müssen, während sich ihre Männer dem Studium der Thora widmen. Gerade in den letzten Jahren initiierte das Wirtschaftsministerium in Jerusalem zahlreiche staatliche Programme, die auf die Integration der ultraorthodoxen Frauen in den Arbeitsmarkt abzielen.

Dem liberalen Wirtschaftsblatt The Marker sei dies nicht geheuer, da der verstärkte Einfluss der Ultraorthodoxen zunehmend zu Benachteiligung von Frauen führen würde.

Eine hoffnungsvolle Geschichte hat immerhin noch die FAZ: Dort gibt es ein Porträt der Israelin Ilana Hammerman. Sie schmuggelt Palästinenserinnen für Ausflüge nach Tel Aviv und besucht mit ihnen den Zoo oder am Strand.


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Der Papst in Deutschland? What the Fuck!

8. Juli 2011 von Magda

Vom 22. bis 25. September 2011 wird der Papst, Joseph Aloisius Ratzinger, in Deutschland zu Besuch sein. Anlässlich des Besuches haben sich in Berlin, Freiburg und Erfurt Bündnisse gebildet, die neben Gegen-Aktionen am Tag des Papstbesuches im Vorfeld auch Veranstaltungen zum Thema organisieren. Im Aufruf des Berliner Bündnisses “Der Papst in Berlin? What the Fuck!“ schreiben die Organisator_innen:

Wir nehmen den Besuch dieses Menschen zum Anlass, unsere grundsätzliche Kritik an Religion, an der Katholischen Kirche im Speziellen und an diesem Papst im Besonderen Ausdruck zu verleihen und rufen hiermit dazu auf, diese Kritik auf der Straße und bei den verschiedenen Veranstaltungen zu verdeutlichen. Denn Joseph Ratzinger ist ein Mensch, dessen Denken und Äußerungen sich großzügig aus dem Pool reaktionärer Ideologien speisen. Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus sind die tragenden Pfeiler seines erzreaktionären Weltbildes.


Mobilisierungsvideo des Berliner Bündnisses “Der Papst in Berlin? What the Fuck!
Es gibt noch zwei weitere Berliner Gruppen, die gegen den Papstbesuch mobilisieren: Der Papst kommt! (auch auf Facebook) und Not welcome! Papst Bündnis aus Berlin.


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lesbisch, queer, utopisch – es ist genug für alle da

2. Juli 2011 von Verena
Dieser Text ist Teil 115 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Der WM-Aufreger der letzten Tage ist leider nicht die glanzvolle Leitung der deutschen Nationalmannschaft sondern die Lesben-Hetze von Nigerias Bundestrainerin Eucharia Uche. Wer regelmäßiger feministische Blogs liest, den wird das nicht überraschen. Die Homosexuellen-Feindlichkeit in einigen afrikanischen Staaten ist hier immer wieder ein trauriges Thema. Deshalb mit der wöchentlichen Blogschau weiter am Ball bleiben:

Passend zum Thema “Lesben und Fußball: Ein dickes Ding meldet L.Mag. Beim WM-Spiel in Mönchengladbach wurden Banner mit der Aufschrift „Fußball ist alles, auch lesbisch” verboten. ‘Die Fifa wolle das nicht’ hieß es als Begründung.

leena.de dagegen macht alles richtig und erlöst die “Frauen”fußball-WM aus ihrem Sonderfall-Trikot, um es den Männern anzuziehen. “Das-überhör-ich-schlicht”-Reaktionen darauf schildert sie in ihrem Blog.

In seinem Politik-Blog auf Zeit.Online wirft Jan Kercher einen Blick auf den Frauenanteil in der deutschen Politik. Drei Ministerpräsidentinnen in deutschen Bundesländern, der Frauenanteil in Spitzenämtern bei den Grünen am höchsten und trotzdem die “gläserne Decke” bei Spitzenämtern von Fraktions- und Parteivorsitz.

Missy-Gastbloggerin im Juni Khaos.Kind “verschwendet” ein paar Gedanken an Utopien – aus einem  persönlichen  und zum Teil praktischen Blickwinkel.

Am 13. August finden bundesweit die “Schlampenmärsche” statt. Ob Slutwalks wirklich sinnvoll sind, diese Frage stellt das Mädchenblog. “Ist es emanzipatorisch das Wort ‘Schlampe’ durch Selbstbezeichnung und Neuinszenierung aus der patriarchalen Schmuddelecke zu holen. Und sind High-Heels, Miniröcke und Netzstrümpfe für Frauenbefreiung wirklich notwendig?” Denn es geht um mehr als das Recht “sexy zu sein”.

Wer jetzt nichts mehr lesen mag, der hört zu: Und zwar beim Motor.FM Interview zum Slutwalk Berlin.

Und doch noch ein bisschen was zu lesen: Sina’s Blog startet in dieser Woche eine “Erste Fragen- und Antworten- Runde!” zu ihrem Job als Sexarbeiterin.

Noah Sow reagiert auf Rassismus in Kinderbüchern mit einem Aufruf zum Generationenvertrag, der alle publizierenden PoC (People of Colour) Autor_innen verpflichtet, “in ihrer Schaffenslaufbahn zumindest ein Kinderbuch zu schreiben”.

Und noch ein Termin für Filmfreaks und solche, die es werden wolllen: Am 9. und 10. Juli findet im Rahmen des Queer:Film:Festivals paranoid:paradise #2 in Leipzig ein Symposium zu Queer, Film und DIY statt. Beim Paranoid Symposium am Samstag ist auch MM-Mitglied Nadine Lantzsch mit dabei.

 


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