Simone de Beauvoir und ihr Werk zu entdecken, macht Spaß, öffnet die Augen und beeindruckt – vor allem weil die Philosophin nicht nur radikal, sondern auch weitsichtig war und viele ihrer Gedanken auch heute noch uneingeschränkt gültig sind. Wer sich auf die Suche nach der Frau machen will, die heute 100 Jahre alt geworden wäre, hier ein paar Lese-Empfehlungen:
Für den schnellen Überblick beleuchtet die ARD Simone de Beauvoirs Lebensstationen.
Auf einestages.de schreibt Alexa Henning von Lange über Beauvoirs Vermächtnis.
Für die taz schreibt Barbara Vinken eine Hommage.
Der österreichische Standard empfiehlt, unbedingt Beauvoirs Werke wieder zu lesen.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt über Simone de Beauvoirs Kampf gegen das „Das können Frauen einfach nicht“.
Der Deutschlandfunk stellt die neuesten Biografien über die Beauvoir vor.
Ich selbst empfehle, unbedingt „Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht“ von Hans-Martin Schönherr-Mann zu lesen.
Wem ihr legendäres Werk „Das andere Geschlecht“ selbst zu umfangreich ist, dem sei das letzte Kapitel, „Die unabhängige Frau“ ans Herz gelegt. Hier zeichnet de Beauvoir einen Weg zur Befreiung der Frauen, indem sie erklärt, woher die Unterdrückung überhaupt kommt:
„Wir haben gesehen, warum die Männer ursprünglich die Frauen unterjocht haben. Die Entwertung der Weiblichkeit war eine notwendige Etappe der menschlichen Evolution, die aber auch zu einer Zusammenarbeit der Geschlechter hätte führen können.“
Sehr modern, was sie damals schon sah: Ein Miteinander der Geschlechter ist ein Weg aus dem Gefängnis der Frauen, das die Männer gebaut haben.
Den Gedanken vom Einbeziehen der Männer betont auch die Süddeutsche Zeitung in ihrem Feuilleton-Beitrag:
„… Aus dieser Wirklichkeit ist Sartre nicht wegzudenken als dienstbarer Geist, der stets darauf hinwies, dass die Frauenbewegung gettoisiert werde, wenn sie nicht auch von Männern getragen werde. Sartres Forderung ist so wenig wie die Simone de Beauvoirs eingeholt: An den Sieg der Frauenbewegung könnte er erst glauben, wenn ein Mann einen Gedenkartikel über Simone de Beauvoir geschrieben und so seinen Castor dem Orkus entrissen hätte.“
Der Tagesspiegel denkt über die Schwierigkeit nach, die Philosophin zu biografieren.
Und Die Presse aus Österreich behauptet einfach kategorisch „Simone de Beauvoir lebt„.
Immer noch nicht genug? Noch mehr lesen.

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