Selbermach-Sonntag (27.7.08)

von Susanne

Immer wieder sonntags: Eure Texte, Themen, Gedanken und Kommentare der Woche.




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 27. Juli 2008 um 9:39 Uhr unter Uncategorized. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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11 Kommentare

  1. Barbara sagt:

    Die Reborn-Babies, über die die Standard titelt: Modelleisenbahn der Frauen
    http://diestandard.at/?url=/?id=1216325398106

  2. Goofos sagt:

    http://static.askmen.com/specials/2008_great_male_survey/
    http://static.askmen.com/specials/2008_great_female_survey/

    Witzig, wenn man vergleicht wo Übereinstimmungen, Missverständnisse, Differenzen o.ä. herrschen, auch wenn man das nicht als korrekt oder repräsentativ verstehen muss.

  3. access denied sagt:

    Was hier eindeutig fehlt, sind queere Argumentationsstrukturen.

  4. jj sagt:

    Hier ist mal ein schönes Beispiel für die Probleme in der Kommunikation, die dadurch entstehen, daß Feministinnen oft die diskursiven Prinzipien, die sie von anderen fordern („Erfahrungen anderer ernst nehmen“) nicht selten vergessen, wenn es um Probleme von Männern geht, oder solche, die auch vom Feminismus befördert wurden. Und natürlich auch das Problem, daß Axiome und Annahmen als Fakten präsentiert und individuelle und Gruppenperspektive je nach Argumentationsbedarf gewechselt oder sogar gemischt werden… so sollte man es nicht machen, egal wie „persönlich das politische ist“.

    http://www.thefword.org.uk/features/2001/07/reply_to_nigel_planer

    „One thing I agree with Nigel about is that women’s subjugation by men is not the fault of individual men. But surely even Nigel must accept there is a collective responsibility? Of course it doesn’t help to blame individuals and it’s sad to think that poor Nigel seems to feel that he has been expected to personally shoulder the blame for all the things that made those nasty women write all that horrible graffiti about men. But when I read Nigel’s article I can’t help being reminded of a little boy crying and stamping his feet because his sister has taken away his little toy. He just can’t understand his sister’s reasoning, that he’s been playing with it for ages now and it’s her turn.“

    Wer findet die argumentativen Widersprüche allein in diesem Abschnitt?

  5. jj sagt:

    Und wo wir gerade dabei sind… das hier aus der Übersicht der Themen, die die Emma nicht online hat, dürfte auf Euch bezogen sein:

    „Feminismus light
    Wenn es um Macht und ans Eingemachte geht, ist das nicht immer lustig. Junge Frauen nennen sich wieder „Feministinnen“ und wollen mit Spaß mehr Macht. Das dürfte schwierig werden – findet NEON-Redakteurin Vera Schroeder.“

    Der entsprechende Artikel in NEON war schlecht, der Artikel in der EMMA dürfte wohl kaum besser sein. Aber eine Frage stelle ich mir dann doch: „Macht“. Kaum ein Wort ist im Feminismus weniger klar definiert und keines wird häufiger verwendet um dieses und jenes anzuprangern oder zu Fordern. Oft auch im vermeintlichen Gegensatzpaar „Macht/Oppression“. Daher die Frage – wie versteht ihr Macht. Ist „Macht“ wichtig für Euren Feminismus? Und ist Macht haben nicht doch die Antithese zum Feminismus?

  6. jj sagt:

    Da kommt ja was zusammen heute… in der NYT.

    Why would HE want to win as a SHE in Beijing?

    http://olympics.blogs.nytimes.com/2008/07/27/lab-ready-for-sex-tests-for-female-athletes/index.html?hp

    Und die Frage warum Bloggerinnen glauben, nicht so ernst genommen zu werden, wie Männer. Vielleicht weil sie nicht so viel Selbstbewußtsein haben? Oder weil es Konferenzen wie BlogHer gibt? Der reine Frauenworkshop bei der Republica in Berlin war nicht so der Riesenerfolg…

    http://www.nytimes.com/2008/07/27/fashion/27blogher.html?_r=1&bl&ex=1217304000&en=8e469174b1e6b2ed&ei=5087&oref=login

  7. Lini sagt:

    Wieso sollte „Macht haben“ die Antithese zum Feminismus sein? Macht ist an sich nichts Schlechtes oder nichts Gutes – ähnlich wie Geld. Man kann sie mißbrauchen und man kann sie ebenso für Gutes nutzen. Nur sollten nicht manche sehr sehr viel davon haben und andere sehr sehr wenig.

  8. Nils sagt:

    thx, jen..

  9. Katrin sagt:

    „Macht“ ist ein soziologisch amorpher Begriff, wie schon Max Weber wusste ;)
    bzw. eine interessante Definition von Macht fand ich einmal bei Friedberg und Crozier: Macht ist, wenn es Ungewissheiten gibt, und eineR mehr darüber weiß, als die anderen, bzw. ein Werkzeug besitzt, mit den Ungewissheiten umzugehen. Macht ist auch, wenn eineR mehr Ressourcen hat, als andere. Was auch immer das für Ressourcen sind.
    Macht entsteht außerdem immer erst in der jeweiligen Situation, finde ich. Sie ist immer und überall und sie ist weder gut noch schlecht. Sie ist einfach. Sie kann sich auch verkehren.