Lieber FC Siewillja, Humor ist, wenn Ihr trotzdem nicht lacht

von Nadia

Ihr alten Häuser vom FC Siewillja! Ja, huch, so schnell geht das, ich bin wegen des wohl bekannten SPIEGEL-Artikels „Fußball im Zeichen der Männlichkeit“ über Euch gestolpert, der ja quasi der große Furzankündiger des eventuell aufziehenden Shitstorms ist. Und ich würde laut Fremdwahrnehmung einiger Eurer Face­book-Fans wohl in die Schublade „weltfremde Eman­ze“ gehören, oder als jemand identifiziert werden „der (sic) sich davon diskriminiert fühlt sucht entweder ver­zweifelt Aufmerksamkeit und Probleme oder hat ander­weitige schwer­wiegende Probleme und Störungen die er/sie damit zu über­spielen versucht!“ Und wahrscheinlich passe ich auch in das Töpfchen „Diesem Gender­quatsch und diesen Feministinnen muss endlich einhalt geboten werden! Die Vorwürfe sind absurd und lächerlich! Nicht den Namen ändern! Also Frau würde ich mich eher schämen, von so hirnverbrannten an der Uni vertreten zu werden. Das ganze gleich schon einer Gehirnwäsche!“

Ja, ich bin es also, eine von diesen hirnverbrannten, unverschämten und spaß­be­freiten Feministinnen. Eine von denen, die es nicht gecheckt haben, eine von denen, die auch eigentlich nicht emanzipiert sind, weil „Ich finde das eine jede Frau heut zu Tage so weit emanzipiert sein sollte, dass sie darüber lachen kann! Wenn nicht, ist es wirklich traurig für diejenige!“ Seid gegrüßt. Ihr verwendet also einen Namen für Euren Club, der ganz unfassbar witzig ist, der manchem noch als lustiger Running Gag diverser Bart-Telefonstreiche in Simpsons-Episoden in Erinnerung ist. Dennsiewillja, höhöhö, ja, das ist spaßig, das ist zum in die Ecke schmeißen, einmal die Klappstühle in der Halle aufstellen und los geht`s, und dazu noch eine Referenz an die guten alten 90er dazu, und ein Schelm, hach, was sage ich, eine Schelmin, wer dabei Böses denkt.

Und dann kommen Leute, die sagen, das ist irgendwie nicht so witzig, und irgendwie auch nicht so cool. Und dann kommt ihr und reagiert irgendwie, und auf die Reaktion darauf erklärt Ihr dann nochmal in etwa so: „“Wir wussten nicht, wie wir die Kritik einzuordnen haben, und antworteten mit einer sarkastischen und ironischen Stellungnahme.“ Und sicher, einiges an Diskussion wird nun schon gelaufen sein, denn seit einigen Tagen liest mensch ja bei Euch: „Wir haben den Namen „FC Siewillja“ in reiner Anspielung auf den spanischen Erstligaverein FC Sevilla ausgewählt“. Strike. Ihr beklagt den Pranger, Ihr betont dass Ihr Euch „hiermit noch einmal ausdrücklich von Verherrlichung von sexueller Gewalt und Sexismus“ distanziert, dass Ihr Gleichberechtigung gut findet und Fairplay. Na, schön. Und wisst Ihr was? Ihr kriegt jetzt von mir die höchstpersönliche Einladung dazu. Weil, ganz unter uns, auch diese Sevilla-Analogie-Nummer kaufe ich Euch nicht ab, da bin ich aber ganz „pssssst“.

Fairplay bedeutet nämlich, die Argumente der „gegenerischen“ Mannschaft – in diesem Fall vielleicht auch mal meine/unsere, und wie hübsch sich auch noch unserer Blog-Name in diesen Kontext einfügt, hach! – sportlich zu nehmen. Ist aber irgend­wie nicht der Fall, wenn ich mir den Grundtenor Eurer Ver­tei­di­gungs­apostel auf Eurer Seite anschaue. Ich meine, wissen die Menschen, die sich über „diese durch­ge­knallten Feminist­innen“ Bindestrich „selbst­er­nannten Aktivist­innen“ Bindestrich „Pro­fi­lierungssüchtigen“ Bindestrich „Über­eifrigen“ undsoweiter echauf­fieren, wissen die, was Feminist_innen eigentlich tun? Wofür sie sich einsetzen? Und glauben Sie, – oder glaubt Ihr – wir hätten am Ende des Tages immer wieder Freude daran, als fehl­geleitete Be­kloppte dargestellt zu werden, denen es an Auf­merk­samkeit mangelt?

Ich meine, hey, Ihr seid doch in einem akademischen Kontext unterwegs, Ihr könnt doch vielleicht die ein oder andere Transferleistung erbringen, und mein lieber Herr Gesangsverein, wenn Ihr doch so eine lustig-bunte Truppe Spieler_innen seid, wieso fällt es so schwer, den Kern der Diskussion mal freizulegen und zu gucken, worum es eigentlich geht? Und ich betone, ja, ich habe schon verstanden dass das alles so unfassbar lustig ist mit Eurem Namen, dass Humor ist wenn mensch trotzdem lacht, dass es ja noch viel krassere Probleme gibt und überhaupt was-soll-das-denn-jetzt-schon-wieder-meine-Fresse!, jaha, ich kann`s mir denken. Weil, ganz einfach, wenn ich dann schon wieder so etwas sehe…:

„grad die ladies haben davon keine ahnung, besonders wenns um arbeit (schonmal quotendruck für kanalisationsarbeiter gesehen? ne, aber manager etc. eh?), um unterhalt, sorgerecht geht – da werden die süßen zu kleinen furien und es is vorbei mit gleichberechtigung.“

… ja, dann denke ich: Also, wenn der SPIEGEL erzählt, Ihr wärd aus Versehen sowas wie die „Projektionsfläche einer Diskussion über alltäglichen Sexismus“ geworden, und ich versichere Euch deswegen natürlich mein Beileid aus tiefstem Herzen (hust), dann müsste ich ja jetzt vielleicht im Umkehrschluss sagen, Leute wie meine Kolleg_Innen und ich werden wegen dieser Sache jetzt zu einer „Projektionsfläche einer Diskussion über Feminismus“ (nur wird uns dafür keiner bemitleiden, aber wisst Ihr was, drauf geschissen).

„Wir haben alles hinterfragt. Unsere Dokumente waren schon sehr männlich geprägt, jetzt sind sie gendertauglich.“ Applaus, Applaus, ich wisch mir die Freudentränen aus den Augen, wirklich. Und weiter interessant bleibt, dass meines Erachtens noch nicht genau auf die Einwände der Gleichstellungsbeauftragten eingegangen wird: „Wenn ein Team-Name wie ‚FC Siewillja‘ als lustiges Wortspiel gedeutet wird, wird das Klima, in dem ein solcher Name zustande kommt, ausgeblendet und die Deutungsmacht, ob ein Name oder eine Handlung grenz­über­schreitend ist, der überlegenen Machtposition überlassen.“ Ich weiß, dass alles hört sich ganz spaßbefreit an, ganz übereifrig, ganz auf­merk­sam­keits­hei­schend, und hey, Ihr habt ja schließlich auch schon das Nackedei-Bildchen aus dem Wappen entfernt und einen Bierkrug reingefriemelt, und können jetzt bitte-bitte-bitte diese doofen Menschen, äh, Frauen da draußen einfach mal aufhören auf Euch rum­zu­hacken? Denn Ihr-wollt-doch-einfach-nur-Euren-Spaß-haben.

Ich kann jetzt was ganz Tolles machen: Ich kann nochmal an den Kuttner-Eklat wegen des N-Wortes erinnern. Da gibt es nämlich einige Parallelen zu Eurer hübschen kleinen Geschichte, und irgendwie sollte doch klar sein, dass eine Facebook-Meldung à la „Ich bin kein_e Rassist_in / Sexist_in /…_in, weil…“ nicht einfach immer direkt für bare Münze genommen werden muss. Weil, nämlich, wenn Ihr Euch tatsächlich „ausdrücklich von Verherrlichung von sexueller Gewalt und Sexismus“ distanzieren wollt, dann gehört meiner bescheidenen Meinung nach ein bisschen mehr Bewegung dazu als einmal zehn Sekunden die Finger über die Taste schippern zu lassen. Denn, Ihr habt ja jetzt tatsächlich die einmalige Möglichkeit, ebengenau diese Vorhaben passgenau umzusetzen! Zum Beispiel, indem Ihr Euch im Zuge Eurer Aktivitäten mit diesen Topics beschäftigt. Indem Ihr Euch parallell dazu weiter entwickelt und vielleicht merkt, dass Ihr den einen Euren FC-Namen gar nicht von Herzen braucht, sondern dass es mit Sicherheit auch noch andere lustige Bezeichnungsmöglichkeiten gibt. Vielleicht. Das wäre sehr schön.

Und was soll ich sagen? Viele meiner Kolleg_innen und ich sind bestimmt weiterhin als offiziell geprüfte Hassobjekte des Internets zur Stelle. Nicht, weil wir es gerne so wollen, sondern weil die ganzen kleinen Mikromechanismen des Alltags … wie zum Beispiel ein ungeschickt gewählter Clubname, ein Riesenpimmel im Fußballtor, eine halbnackte Frau im Wappen, undsoweiter undsoweiter – immer wieder dazu führen, dass Geschlechterkonstruktionen untermauert, dass Stereotypen bedient, dass Nebenkriegsschauplätze erhalten werden, die am Ende auch oft die großen möglich machen. Denn, glaubt mir, auch wir haben am Ende eigentlich Wichtigeres zu besprechen als Eurer Namensdilemma. Aber auch diese ganzen Pimmel-Pro­blemchen gehören zum großen Ganzen, und deswegen nochmal: Viele Grüße nach Göttingen, viel Spaß beim Sport, und viel Spaß bei Eurer antisexistischen Vereinsarbeit! Power to the People!




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 6. Juni 2012 um 13:29 Uhr unter Gewalt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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23 Kommentare

  1. Sabine sagt:

    Bravo!

  2. anni sagt:

    word!

  3. Ich muss gestehen, dass ich im ersten Augenblick gar nicht verstanden habe, was „FC Siewillja“ meinte und habe mich nur über die seltsame Schreibweise gewundert. Es fällt mir nämlich schwer so doof zu denken.

    Dass es ausgerechnet auch noch ein Psychologiestudent ist, der die „Mannschaft“ führt, macht das Ganze nicht besser. Gerade bei so einem sollte doch ein Mindestmaß an Empathie und Differenzierungsvermögen vorhanden sein. Generell finde ich die Unkultur der „Uni-Liga GmbH“ befremdlich und beschämend. Sie ist entwürdigend – auch für das Unterehmen selbst.

    Für mich seid Ihr sicher keine Hassobjekte, @ Nadia. Sondern ein absolut notwendiger Korrektiv in Netz und Gesellschaft.

    Vielen Dank dafür.

  4. Marie sagt:

    Und schon hat dieser Blog eine Leserin weniger. Fussball ist Fussball. Lasst den Jungs ihren Spaß und bringt echte Diskussionen.

  5. Luna sagt:

    „Es fällt mir nämlich schwer so doof zu denken.“
    WORD!

    Das Ganze erinnert mich leider an Kinder, die zum ersten Mal gewisse Wörter aussprechen („Hihihi, du hast…BRÜÜÜSTE….“ / „Hihihi ich hab Penis gesagt!“)

    @Fjord: Tja, ne Ausbildung heißt noch lange nicht persönliche Bildung & Reife- hab da auch grad nen Kollegen vor Augen, Pädagoge und GenderStudiesstudent… und sowas von blöd-unreif im Kopf.

    Danke für den Text, vor allem die Schreibweise gefällt mir! :)

  6. Annika sagt:

    @ Marie: Fußball ist Fußball?! Es macht mich traurig bis wütend Kommentare dieser Art zulesen. Denn ich stimme der Autorin auch darin zu: dies ist ein Nebenschlachtfeld und eigentlich haben ‚die‘ Feminist_innen Besseres zu tun, als Menschen Dinge zu erklären, die jede_r, der_die sich „ausdrücklich von Verherrlichung von sexueller Gewalt und Sexismus“ distanziert hat, verstanden haben sollte.
    Aber Fußball ist eben nicht Fußball, genauso wie Medien nicht Medien sind. Denn, sexistische Werbung hat Einfluss auf die Gesellschaft und reproduziert sexualisierte Normen. Genauso hat es Gewicht, wenn im Kontext eines Sportes (der auch noch männlich konnotiert ist) solche Äußerungen getätigt und sexitsiche (Rollen)Bilder (die auch in der Werbung leider immer noch stark vertretene) verwendet werden.
    Ich will niemandem egal welchen Geschlechts ‚erlauben‘ Sexismus zu reproduzieren. Punkt!

    Btw. muss ich sagen, dass auch der Spiegel-Artikel wieder mal gehörig dazu beiträgt, das die ‚armen kleinen‘ Jungs sich in der Rolle der Opfer der bösen bösen Feministinnen (feministisch sind ja sowieso nur Frauen (/irony off)) baden können.

  7. Lena sagt:

    guter text!

  8. Juu sagt:

    Ist vielleicht ein wenig Off-Topic. Aber den Telefonscherz von den Simpsons hatte ich bisher immer als „Lass Miranda, denn sie will ja“ verstanden, also eher positiv für Frauen. Erst jetzt ist mir aufgefallen, dass man das auch in Richtung sexueller Gewalt interpretieren kann.

    Ansonsten stimme ich voll und ganz zu. Wieso müssen manche Menschen eigentlich, wenn man mal mit einem „Witz“ daneben trifft, sofort in die Defensive gehen und die Kritiker beleidigen oder mundtot machen, anstatt zu sagen „Ja, sorry, dass es euch stört, wir achten in Zukunft darauf.“ Wie man platten und schlechten Humor (wenn man es überhaupt so nennen will) so vehement verteidigen kann, werde ich sowieso nie verstehen. Da frage ich an die Herren zurück: Habt ihr nichts Besseres und Wichtigeres zu tun??

  9. […] diesen Artikel im Blog der Mädchenmannschaft bin ich auf diesen Spiegelartikel aufmerksam geworden. Und ich muss […]

  10. Sasha sagt:

    @ Marie: Ja mensch, da werden sie sich sicher sehr ärgern, dich als Leserin verloren zu haben. – Mal im Ernst: geht’s noch? „Wenn ihr nicht so kritisch wärt, hättet ihr mehr Leserinnen“ (und vermutlich vor allem mehr Leser). Soll das ein Argument sein?
    Also schön den Sexisten ihren Spaß zu lassen; denen, die rape culture reproduzieren, ihren Spaß lassen; denen, die gern mal nen ‚witzigen‘ rassistischen Spruch bringen ihren Spaß lassen?
    Übrigens ist es auch sehr interessant zu sehen, wer hier entscheiden darf, was ‚richtige Diskussionen‘ sind. Klar ist das ne Kleinigkeit im Vergleich zu anderen, viel bedeutenderen Fällen, aber, wie Nadia schreibt, der Mechanismus dahinter ist der selbe und jederzeit eine Diskussion wert.
    Außerdem bin ich mir sicher, dass es auch genügend Männer und ‚Jungs‘ gibt, die nicht ‚hurra‘ und ‚jetzt erst recht‘ schreien, sondern mit derlei sexismus und letztlich verkümmertem männerbild nichts anfangen können.
    aua.

  11. Hannes sagt:

    Wenn ihr weiter so kritisch seid, behaltet ihr mich auch in Zukunft als Leser.
    Bitte so weiter machen.

  12. flash sagt:

    kurz zum off-topic:
    der simpsons prank call ist ein wenig der schlechten deutschen übersetzung geschuldet. im englischen gibts den „dennsiewillja“ joke so natürlich nicht.
    -> http://www.youtube.com/watch?v=Q4uC38yp-iI
    dafür gibts andere weniger coole calls wie die analogie von „homer simpsons“ & „homo sexual“…

    offtopic:
    ich finde den text super! inhaltlich als auch vom schreibstil her! thumbs up :)
    die ganze FC Siewillja -Kacke ist ein weiteres trauriges beispiel, für den nervigen, alltäglichen sexismus, der ja grade im fussball(fan)-kontext so fester bestandteil ist, wie die butter aufm brot…

  13. dieTilde sagt:

    Toller Beitrag!

    Es fällt mir nämlich schwer so doof zu denken.

    Word!
    Habe im Zug eben (zur Verwirrung meiner Mitreisenden) sehr spontan, sehr laut gelacht.
    @Marie

    Lasst den Jungs ihren Spaß und bringt echte Diskussionen.

    Assoziationskette: Feministisches Blog, Feminismus, Ismen, Sexismus? Da war doch was, oder? Ansonsten: der Befehls-Ton macht die Musik.

  14. kleines p* sagt:

    Toller Text!
    Aber: Leider haben die Spieler*Innen vom „FC“ recht, wenn sie voller Unverständnis den Shitstorm betrachten, der ihnen entgegen weht. Sie sind mitnichten allein mit ihrem Gebahren, die ganze Uniliga ist durchzogen von ähnlichem Penäler*Innenhumor. Was in der Pressemeldung vom Gleichstellungsbüro noch steht, aber in Folge fast immer unterschlagen wird, ist, dass es sich hier mitnichten um ein besonders widerwärtiges Einzelexemplar Alltagssexismus handelt, sondern dass es sich um eine ganze Kultur handelt. Wie kann man diesen Typen erklären, dass ihr Name auch dann nicht ok ist, wenn der Gegner „Eintracht Fraunschweigt“ heißt?

  15. Harry_:) sagt:

    Sehr, sehr guter Beitrag!

    @Marie: Tschüssi :)

  16. Nessi sagt:

    „Fußball ist Fußball“ „Laßt den Jungs ihren Spaß“
    Wenn ich sowas lese, kann ich nur den Kopf schütteln. Was daran ist bitteschön Spaß? Aus Spaß mal eben zudringlich werden? Denn „Sie will ja“.
    Das ist frauenverachtender Sexismus, der versucht wird, spaßig dargestellt zu werden.
    Frauen, die das mit einem verschmitzten Lächeln als albernen Jungsunfug abtun, sind nicht besser als Sexisten.

  17. Christoph sagt:

    Interessant ist bei den abwehrenden Stimmen hier: Sexismus ist doof, aber bitte den Alltagssexismus behalten. (Analog: Rassismus ist doof, aber bitte den Alltagsrassismus behalten! usw. usw.)
    Und wenn ich es recht verstehe, wird oben im Text ja auch problematisiert, dass immer wieder zu Themen eingeladen wird, die (ich muss zitieren) „Pimmelproblemchen“ sind, und es letztens Endes auch deswegen darum geht die Diskreditierung von Feminismus in seinen verschiedensten Ausformungen aufzuzeigen.
    Was soll ich sagen? Mädchenmannschaft, bitte übernehmen Sie weiterhin!

  18. Christoph sagt:

    Ergänzung: Auch mir als Mann erschließen sich die „großartigen“ Vorteile von (Alltags-)Sexismus nicht, und mich würde interessieren warum so viele anscheinend Angst haben dass man ihnen da eine ganz große Errungenschaft wegnimmt.

  19. @ Christoph

    Nicht eine Errungenschaft soll ihnen weggenommen werden, sondern sie sollen sich eine furchtbar schlechte Angewohnheit abgewöhnen.

  20. Christoph sagt:

    @Fjord: Stimme zu.

  21. Klara sagt:

    ich DANKE Euch für diesen Artikel! nein, für mich seid ihr auch alles andere als Hassobjekte – oder wenn, dann stell ich mich gern in eure Reihe *zwinker*
    schade, dass frau nicht bei einzelnen Kommentaren hier ein ‚bravo‘ oder ‚danke‘ klicken kann, denn dann könnt ich mir das hier fast sparen…
    es ist so unfassbar, dass das heutzutage noch in Deutschland passiert: Diskriminierung als Humor verkaufen, diejenigen, die das erkennen und anprangern und abgestellt wissen wollen, als spaßbefreit und verklemmt und sowieso immer doof zu betiteln und dann heimlich still und leise zurückrudern…
    ja, ich weiß, es gibt gottlob genug Männer, die sich ihre nicht_vorhandene Männlichkeit permanent dadurch beweisen müssen, dass sie Frauen niedermachen oder sich dauernd in den Schritt fassen (um was eigentlich zu checken!?!) – nur: diese zunehmende Weinerlichkeit, und Frauen-mal-wieder-für-alles-verantworlich-machen-Haltung sind so erbärmlich. Und regen mich mit zunehmendem Alter immer mehr auf.
    Woher kommt das? wirklich nur aus der notwendigen Suche nach einem eigenen, selbstbestimmten Weg in Richtung ‚eigenes Rollenverständnis‘? Ja, es gibt keine festen Regeln mehr, was typisch Mann und Frau ist – und ja, selberdenken ist anstrengend. Nur: es gibt keine Alternative! Und: selberdenken ist das schützenswerteste Gut, das wir haben.

  22. Nessi sagt:

    Woher kommt das, daß manche Männer (längst nicht alle) sexistisch denken, handeln und nach außen tragen?
    Ich denke, die Antwort darauf ist simpel -> Aufwertung (der eigenen Person, Gruppierung, Geschlecht oder sonstwas) durch Abwertung anderer.
    Traurig, aber wahr…

  23. marie sagt:

    Und schon hat euer Blog eine Leserin mehr :)