Gute Frage

von Susanne

Sind Frauen einfach zu klug als dass sie in Führungspositionen aufsteigen wollten?

Heise-Kolumnist Damian Sicking sagt: Ja.

(Und handelte sich damit innerhalb knapp 20 Stunden sagenhafte 233 Kommentare ein.)




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Eintrag geschrieben: Freitag, 8. August 2008 um 11:05 Uhr unter Ökonomie. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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20 Kommentare

  1. hn sagt:

    Und man beachte mal die Bewertungen — die dümmsten chauvinistischen Beiträge sind knallgrün — sämtliche Gerüchte scheinen wahr, IT-Foren sind gefüllt mit hirnlosen Machos… Und aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass das nicht alles Ironie sein kann, denn 75% der Heise-Forennutzer wissen nichtmal was Ironie eigentlich ist.

  2. Katrin sagt:

    uuuh, schön!!! ich zitiere mal einen Kommentar, den ich sehr passend fand:

    „Prepotente Neandertaler aus dem 19. Jahrhundert, die irgendwelche Vorurteile und populärwissenschaftlichen Schwachsinn in was umwandeln was manche als Argumente deuten könnten, nur um jede Art der institutionalisierten Benachteiligung zu verleugnen.

    Wer so tut als gäbe es keine Benachteiligung ist entweder Blind oder ignoriert es zum eigenen Vorteil und ist Teil davon, und hier finden sich genug beweise allein in diesem Forum der ach so modernen IT-Welt.“

  3. Susanne sagt:

    @ Katrin: Lustig, genau diesen Kommentar hab ich als erstes gelesen (vielleicht, weil er so viele Antworten bekommen hat), aber vor allem fand ich auch den Einstieg in dein oben schon zitiertes Zitat (öh) sehr schön:

    Als Mann…

    …habt ihr mich zum Feminismus bekehrt.
    Als erstes habe ich mich gefragt was dieser Aufstand immer soll, dann
    las ich diesen Artikel und habe im Forum geblättert.
    DANKE jetzt weiß ich es.

    Und: Da treibt sich ja auch unser alter Trollkumpel „/ajk“ rum!

  4. Lini sagt:

    Was bleibt uns, als zu beweisen, dass es anders ist…Also: Durchhalten, Mädels!!!

  5. Katrin sagt:

    @hn: diese Kommentarsammlung ist in der Tat der beste Gegen-Beweis für alle „Wir brauchen doch gar keinen Feminismus mehr“-Sager. Gruselig hoch drei! Bleibt einem glatt die Spucke weg.

  6. enitsirhc sagt:

    Das durchzulesen ist wirklich gruselig. Bei solchen Kommentaren:

    Vielleicht überlegt sich die eine oder andere Feministin mal
    Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik zu studieren, dann ist
    sie mir als gleichgestellte Kollegin herzlich willkommen. Und wenn
    sie dann tatsächlich feststellen sollte, daß irgendwas schief läuft,
    dann darf sie auch gerne meckern. Vorher nicht.

    juckt es mich in den Fingern, zu antworten. Ich lass es dann bleiben, weil ich nicht den Eindruck habe, dass es zu etwas führt.
    Ich studiere als Frau Informatik. Und ich mache ständig die Erfahrung dass die Diskriminierung von Frauen hier Alltag ist – als studentisches Mitglied in Berufungskommissionen, als Studentin mit meinen Kommilitonen und als Tutorin für die jüngeren Semester.
    Wie ich dem allerdings begegnen kann, ausser mich immer wieder aufs neue zu beweisen, weiß ich leider nicht.

  7. sven sagt:

    …in der oper gibt es auch aufstiegschancen, nach der arbeit…

  8. Goofos sagt:

    Eh? Bricht hier mal wieder die allgeimeine Hysterie aus? Ich denk mal die Kolumne gibt etwas mehr her wie „Frauen sind klüger: ja“, „Das ist der Beweis!!! Wir sind benachteiligt!!!“ und „Über die Kommentare bin ich empört/entsetzt/gruselts mich“. Zumindest verstehe ich langsam was „Feminismus soll Spaß machen“ bedeutet. Klickklack…

  9. Katrin sagt:

    hä? was ist denn nun schön wieder für eine Laus über deine Leber gelaufen?

  10. Neeva sagt:

    Zitat aus der Kolumne: „Wir Männer, wir müssen uns immer mit anderen im Wettkampf messen – wer ist der schnellste, der stärkste, wer hat das dickste Auto und so. Bei Frauen ist das einfach anders. […] Aber schneller als die Freundin sein zu wollen, ein solcher Gedanke ist vielen Frauen wesensfremd.“

    Damit hat sich der Gute Mann mit allem anderen disqualifiziert, was er meint über Frauen zu wissen und als Tatsache verkündet.
    Zur Info: Frauen konkurrieren durchaus sehr unerbittlich miteinander und benutzen dabei noch ein paar mehr Waffen als Männer untereinander. (Die berühmten psychischen Verletzungen, über die diese Sorte Kerle immer jault, ihr wisst schon.)
    Offener Wettbewerb nach Männerart zwischen Frauen wird von solchen Typen übrigens gern als Stutenbissigkeit bezeichnet.

  11. sven sagt:

    …wenn die frauen erst mal einen sitzen haben, mann oder frau, egal; vermutlich kann man auch in der kommunikation und als chef im herumlaufen weiter aufsteigen während der/die andere sitzt mit den ebenfalls reellen aufstiegschancen, da könnte man einen kursmachen: herumlaufen im mitarbeitergespräch…viel. während eines opera-singer-workshop, mit barb. u. bands + dem lied: heil dir columbus, 60 strophen…

  12. Goofos sagt:

    „hä? was ist denn nun schön wieder für eine Laus über deine Leber gelaufen?“

    Hab ich was mißverstanden?

  13. Katrin sagt:

    ich weiß es nicht. oder ich?
    was meinst du denn mit „Feminismus soll Spaß machen“ Klickklack
    und ich meinte auch nicht, dass das der Beweis ist, dass wir benachteiligt sind, sondern der Beweis, dass es wirklich noch ne Menge Menschen gibt, die zutiefst frauenfeindlich sind.
    Und nein: das schließt nicht aus, dass es auch männerfeindliche Frauen gibt, aber das ist nicht das Thema ;)

  14. SoE sagt:

    Bingo!

    (6 Kommentare von Frauen zu einem Thema = Hysterie)

  15. Anna sagt:

    Haha, SoE, SUPER!

  16. Goofos sagt:

    Dann hab ich euch wohl mißverstanden. Das vermischt sich immer etwas in manchen darauf folgenden Kommentaren und bei mir schleicht sich dann immer mal der Gedanke ein, dass „Feminismus soll Spaß machen“ gebashe, darauf rumhacken usw. bedeuten muss. Klickklack sind die Schalter die man hier manchmal betätigt obwohl man es nicht will.

  17. sven sagt:

    die deutsche freiheitsoper ist der fidelio, eine geschichte einer frau die als mann verkleidet, dem kerkermeister beisteht um ihren gatten zu retten. und am schluss ist mann auch glücklich das holde weib wiederreungen zu haben. eigentlich fängt da der trip erst richtig an. aber beethoven, lässt da die finger weg und das werk endet, mit der aufforderung in den jubel einzustimmen. offen bleibt die frage was denn geld für seine arbeit zubekommen mit aufstieg zu tun hat. gar nichts, die vergütung der leistung der frau ist zufällig, gesellschaftsbedingt, und nicht in ihrem entscheidungsbereich. eines der grundproblemes der emanzipation ist dies, für die eigene arbeit zahlungswillige kunden zu finden, eines der lieder die das thema unbezahlter arbeit behandeln ist die erinnerung des kerkermeisters: hat man nicht auch gold beineben?

  18. christina sagt:

    Supergeil – die Kommentare zu Sickings gar nicht so schlechtem Beitrag müssen unbedingt archiviert werden! Sie offenbaren wunderbar unverfälscht, wie da draußen wirklich gedacht wird. Toll! Hier bei Maedchenmannschaft.net und verwandten Seiten treffen sich diejenigen, die sich ohnehin als Feminist/in verstehen bzw. Gleichberechtigung an sich gar nicht in Frage stellen. Hier diskutiert man über das Finetuning und Details grundsätzlich ähnlicher Sichtweisen. Auf anderen Seiten ist das nicht der Fall, da spielt eine feministische Grundhaltung keine Rolle. Dass viele Frauen überhaupt keine Führungsposition WOLLEN – geschenkt. Solange aber in der Arbeitswelt heilige Kühe bzw. Ochsen am Leben gehalten werden (z.b. derart, dass man die Menschheit mit Autoteile-zusammenschrauben mehr nach vorn bringt als mit Spracherwerb, Pädagogik oder anderen „typisch weiblichen“ Fächern) werden sich die Typen aus dem Sicking-Forum weiterhin als Krone der Schöpfung fühlen. Okay, vielleicht bin ich ungerecht, aber das sind die Sicking-Typen ja auch ;-)

  19. Katrin sagt:

    @goofos: passiert. Aber meinst du deine Schalter, oder unsere ;o)

  20. profin sagt:

    Ja.

    um mal Deine Frage zu beantworten.

    Denn wie uns alle Alleswisser ja immer bestätigen:
    Frauen in Führungspositionen sind eh die schlechteren Männer. ….

    That’s the real world da draußen bei Heyse und Co. Das ist doch immer wieder herzerwärmend.